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Schlagwort: Tai Chi

Tai Chi Übung: Regenbogen schwingen

Regenbogen schwingen – diese Übung hilft während der Schwangerschaft und auch in der Zeit danach unter anderem bei folgenden Symptomen: Atemproblemen, Blähbauch, Kreislaufproblemen, bei schlechter Laune, bei Nerven- und physischer Schwäche sowie bei Schulterverspannungen u. v. m. Gerade im Hochsommer bei Hitzerekord leiden viele Schwangere an Schwangerschaftsbeschwerden. Das muss nicht sein:

Ausführung

Sie stehen in der Grundhaltung mit etwas breiterem Stand, das Gewicht gleichmäßig auf beiden Beinen, und legen Ihre Handflächen aufeinander. In dieser Gebetshaltung bringen Sie die Arme über den Kopf. Dort trennen Sie die Hände. Die linke Handfläche zeigt nun zum Bai Hui, zum Scheitel, die rechte Handfläche zeigt nach oben. Der rechte Arm sinkt auf Schulterhöhe. Ihr Blick folgt der sinkenden Hand. Gleichzeitig wird das Gewicht auf links verlagert und der rechte Fuß auf die Zehenspitze stellt. Die Bewegung nach rechts wiederholen.

Atmung

Einatmen, wenn die Hände über den Kopf steigen. Ausatmen, wenn eine Hand sinkt. Wenn der Atem langsamer fließen kann: zu einer Seite einatmen, zur anderen aus.

Abschluss

Hände locker auf den Unterbauch legen (während der Schwangerschaft: Hände zusammenbringen und in Gebetshaltung vor dem Körper absenken).

Imagination

Stellen Sie sich einen Regenbogen in schimmernden Farben vor. Spüren Sie in die Farben hinein. Vielleicht tut Ihnen heute eine Farbe ganz besonders gut. Bewegen Sie den bunten Regenbogen genussvoll über sich.

Tipp

Die Hüfte macht in der Gewichtsverlagerung nur eine minimale Bewegung. Schieben Sie die Hüfte nicht zu sehr zur Seite. Spüren Sie in die seitliche Dehnung!

Aus: „Tai Chi und Qi Gong in der Schwangerschaft“ von Barbara Reik

Der Tai-Chi-Stand

Welche Schwangere kennt das nicht: mit dem Bauch nehmen auch die Rückenschmerzen zu. Für einige Schwangere ist das Hohlkreuz mit dem Watschelgang ein echtes Problem. Das muss aber nicht sein! Tai-Chi kann wesentlich zur Entlastung beitragen:

Positive Auswirkungen des Tai-Chi-Standes

Er wirkt gegen die zunehmende Vorderlastigkeit und das Entstehen eines Hohlkreuzes, kräftigt die Rücken- sowie die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur. Diesen Stand korrekt ausgeführt kann bereits wesentlich zur Entspannung beitragen und tut dem Rücken gut.

Die langsamen, harmonischen Bewegungen des Tai Chi steigern das Wohlbefinden, Koordination, Körperhaltung, Gleichgewicht, Atmung und Immunsystem werden verbessert. Verspannungen, Gelenkbeschwerden, Nervosität und Blutdruckprobleme werden gelindert.

Korrekte Ausführung des Tai-Chi-Standes

1. Spüren Sie in Beine und Füße, bis Sie das Gefühl haben, sicher zu stehen – Ihre Fußsohlen „verwachsen“ regelrecht mit dem Fußboden. Den Kopf halten Sie gerade.

2. Sie lassen Schultern, Ellbogen und Handgelenke locker, richten die Wirbelsäule auf und ziehen Ihren Nabel zur Wirbelsäule. Die Bewegungen kommen dann langsam und fließend aus Ihrer Mitte.

3. Sie öffnen und schließen, Sie steigen und sinken, Sie spüren die Leere und die Fülle.

4. Ruhe und Bewegung. Sie verbinden Inneres und Äußeres, Körper und Geist.

Was bedeutet das Chi im Tai-Chi?

Chi ist ein Begriff aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und bedeutet so viel wie Lebenskraft oder Lebensenergie. Chi kann man als Quelle unseres Lebens bezeichnen. Viele Menschen bemerken vor allem einen Mangel an dieser Energie: Sie fühlen sich müde und leer. Das Chi bestimmt unsere Lebensqualität. Sie sollte gleichmäßig fließen und in ausreichendem Maß vorhanden sein, Tai-Chi- (und Qi-Gong-) Übungen lehren Sie, diese Energie zu (er-)spüren.

Aus: „Tai Chi und Qi Gong in der Schwangerschaft“ von Barbara Reik. Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden Sie auf der Homepage des Mankau Verlages.