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Kategorie: Neue Geburtskultur

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Tanzen während der Geburt – Kreißsaalvideo begeistert

Goettin Olokukurtilisop artedea

Aktuell begeistert ein Video aus dem Kreißsaal das Netz: Eine Gebärende und ihre Hebamme tanzen zu Shakira und schwingen ordentlich die Hüften. Das Video hat es sogar ins Fernsehn bei Punkt 12 geschafft. Hoffentlich auch bald in die Herzen der Schwangeren, um dort die Angst zu vertreiben und Vorfreude auf die Geburt wachsen zu lassen. Denn was uns exotisch und besonders anmuten mag: war einst die Regeln: Tanzen und Singen/Tönen ist ein uralter Weg die Kinder auf die Welt zu bringen. Zeit wird es, dieses Bild der Freude wieder in unsere Köpfe zu bringen – nicht die schreiende, sich quälende Frau. Lasst das ab heute einfach Geschichte sein! Bringen wir die Begeisterung zurück und lassen Geburt wieder zum Fest des Lebens werden. Tanzt euch frei!

Geburt als Freudentanz

Unsere Bilder über Geburt sind kulturell überformt. Es drückt sich in ihnen eher unsere Geisteshaltung aus als das, was Geburt wirklich ausmacht. Geburt war durch die Erbsünde Jahrhunderte lang eine Strafe Gottes an den Frauen. Das ist natürlich Quatsch – klar. Aber die Bilder wirken im kollektiven Unterbewusstsein nach. Wir erwarten Schmerzen und qualvolle Stunden, also bekommen wir auch mehr Schmerzen und lange Geburten. Warum: Auch weil wir die ursprünglich förderlichen Bilder rund um Schwangerschaft und Geburt vergessen haben, durch die kulturelle Überschreibung.

3 Garanten für eine freudvolle Geburt

  1. Singen. Es gibt Tönen in Indien, Joiken in Schweden, Heilgesang indigener Hebamme aus Südamerika, Seelenlied in Afrika, diese weltweite Verbreitung lässt sich nicht einfach übergehen. Wirkung ganz klar: Singen fördert die Gesundheit, durch die Atmung, aber auch durch den Umstand, dass nur singen kann wer Körper, Seele und Geist miteinander harmonisch verbunden hat. Noch deutlicher wird die Bedeutung für die Schwangerschaft, wenn wir den Übersetzungsfehler, den Hanna Strack, evangelische Pastorin, aufgedeckt hat, der seit der Antike tradiert wird: Seele heißt wörtlich übersetzt Kehle, beinhaltet also das ganzheitliche Schwingen. Und wir wissen ja: das Universum besteht aus Schwingung und Klang. Singen/Tönen öffnet Räume in uns, weitet und dehnt uns aus bis ins Universum und die weibliche Schöpfungskraft ganz sich wirkungsvoll entfalten ohne innere Widerstände.

  2. Tanzen. Singen und Tanzen gehen Hand in Hand und haben die gleiche wirkungsvolle Kraft. Seit Urzeiten werden die Schöpfungsgeschichten getanzt und gesungen. Bauchtanz ist eine sehr wirkungsvolle Vorbereitung auf die Geburt, da es die weibliche Kraft erweckt. Zum einen, da er die Bauchregion in den Mittelpunkt stellt und Verbindung schafft und durch die kreisenden Bewegungen dazu beiträgt, dass das Kind in das Becken rutschen kann. Sehr wirkungsvoll, wenn sich das Baby – aufgrund zu vielen Sitzens in der Schwangerschaft – nicht dreht. Hüftkreisen während der Geburt hilft dem Baby ebenfalls, wie auf einer Rutsche in den Geburtskanal zu gleiten. Dabei imitiert das Kreisen die Elipsenform auf der auch die Gestirne durch den Kosmos kreisen. Dabei entsteht eine Spiralbewegung. Spirale ist das Symbol für Leben und Transformation und unterstützt den Geburtsvorgang vortrefflich.

  3. Lächeln. Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen und ihren Seelen, so heißt es. Das gilt in besonderer Weise für Mutter und Kind. Lächeln bringt gute Laune, lächeln trägt zur Entspannung bei und ist während der Geburt eine echte Geheimwaffe: Lächeln fördert die Ausschüttung der geburtsförderlichen Hormone und trägt zur Öffnung der Gebärmutter bei. Ein lockerer Kiefer führt zur Entspannung und erleichtert die Eröffnungsphase. Den Kiefer während der Geburt aktiv zu lösen, kann wahre Wunder wirken. Lächeln signalisiert dem Baby im Bauch: alles ist ok, ich bin sicher und beschützt. Die Welt freut sich auf mich. Ich bin willkommen.

Tanzen unter der Geburt

Wem das zu „einfach“ ist und es nicht glauben kann, weil die alten Glaubenssätze noch so fest verankert sind, der möge sich unbedingt das Video anschauen. So kann es aussehen, super weiblich und kraftvoll auf den Geburtswellen zu surfen! Geboren aus einer Welle der Freude –  der Untertitel von FlowBirthing wird hier sichtbar!

Die Gebärende tanzt mit Freude und das Kind war schon 30 Minuten später da! Das ist der WEG: Tanzt und singt eure Kinder ins Leben – so heißt es schon in der FlowBirthing-Lebensmusik (hier gratis zu hören) und im Vorwort meines Buches!

Unsere FlowBirthing-Mentorinnen für dich!

Wenn du dich mit FlowBirthing auf die Geburt vorbereiten willst, dann nimm Kontakt zu unseren FlowBirthing-Mentorinnen auf. Die jungen Frauen haben eine Weiterbildung zur FlowBirthing-Mentorin erfolgreich absolviert und sind beseelt von der FlowBirthing-Philosophie. Sie haben selbst wunderbar kraftvolle Geburten erlebt und möchten ihr Wissen, ihr Spüren und ihre Erfahrung an dich weitergeben, sodass auch du deinem Kind den bestmöglichen Start ins Leben schenken kannst. Sie bieten dir Kurse, Workshops und 1:1-Betreuung online wie offline.

 

Begleitung in der Schwangerschaft at it´s BEST:

  • Betreuung
  • Entängstigung
  • Sinn
  • Training

Hier findest du unsere neuen FlowBirthing-Mentorinnen für dich:

Claudia Mosig 04157 Leipzig

claudia-mosig@posteo.de

 
Sophia Bialaschik

 

10247 Berlin

sophia.bialaschik@imbdp.de

 
Pia Mortimer

 

22047 Hamburg

p.mortimer@gmx.de

 
Sophie Münch

 

22089 Hamburg

sophie.muench@gmail.com

 
Jamina Ehrhardt

 

53797 Lohmar

yaminaHP@gmx.de

 
Marina Oleksjuk

 

57489 Drolshagen

marinaoleksjuk@gmail.com

 
Anabel Galster

 

61276 Weilrod

anabel.galster@gmail.com

 
Sabrina Petschi

 

69214 Eppelheim

sabrinapetschi@web.de

 
Rebecca Hubert

 

76831 Ilbesheim

rebecca@soul-birthing.de

 
Karin Denkmaier

 

4210 Unterweitersdorf (Österreich)

info@kd-design.at

 

Möchtest du ebenfalls FlowBirthing-Mentorin werden? Weitere Informationen findest du hier.

Weiterführende Angebote finden:
FlowBirthing ist gelebte weibliche Kraft und setzt auf Kooperation. Wir ermutigen dich, deinen individuellen Weg zu finden mit Hilfe unserer über 400 FlowBirthing-Netzwerkpartnerinnen in deiner Nähe: Hier findest du professionelle Anbieterinnen von „Akupunktur“ über „Geburtshaus“ und „HypnoBirthing“ bis hin zu „Yoga“, die dem weiblichen Zugang zu Schwangerschaft und Geburt Raum schenken. In den folgenden Bereichen sind unsere Partnerinnen tätig: Anbieter-Rubriken.

Lebensrucksack – was packst du ein?

Nimm die Geburt wie ein Abenteuer, so heißt es in der FlowBirthing-Lebensmusik. Und tatsächlich gleicht die Geburtserfahrung einer Abenteuerreise. Wir sind voller Vorfreude und Aufregung auf die Erlebnisse, die auf uns warten, machen uns vorher viele Gedanken und können uns doch keine Vorstellung machen, was auf uns zu kommt. Das macht uns Angst und wir fragen uns, ob wir der Erfahrung gewachsen sind oder was das Leben an Überraschungen für uns bereit hält. Doch packen wir den Lebensrucksack, so dass wir gut versorgt sind auf der Geburtsreise?

Was nimmst du mit auf die Reise?

Im Unterschied zu einer echten Reise machen wir uns meinst allerdings wenig Gedanken, was wir auf die Reise mitnehmen. Gemeint ist hier nicht der Krankenhauskoffer, den es zu packen gilt. Nein, dir Frage zielt darauf ab, welche Dinge du in deinen „Lebensrucksack“ mit nimmst, denn du gehst auf eine Reise des Lebens, die dich unterstützen und stärken.

Lebensrucksack

Es gibt tatsächlich so etwas wie den Lebensrucksack, den wir alle mit uns herum tragen. Darin sind die Erfahrungen, Talente und das, was uns unsere Eltern mit auf die Lebensreise gegeben haben. Aber ist der Lebensrucksack auch gut gefüllt für die Geburtsreise? Vieles deutet darauf hin, dass dies nicht mehr einfach so ist, weil wir vom natürlichen Leben immer mehr abgeschnitten sind und wir vor allem auch seit Jahrtausenden in einer männlich dominierten Welt leben, in der die positive Geburtserfahrung, das weibliche Weisheitswissen, das selbstverständlich von Mutter zu Tochter weitergegeben wird, um aus eigener Kraft heraus sicher und leicht gebären zu können, an den Rand gedrängt wurde bzw. auch durch die kulturellen Überformungen von Weiblichkeit und Geburt etwa durch das Konstrukt der Erbsünde mit der Folge, dass Frauen unter Schmerzen gebären sollen als Buße, in ihr Gegenteil verkehrt wurde.

Aufbruch im 21. Jahrhundert

Dies muss aber nicht so bleiben. Wir Frauen haben es immer noch in der Hand, wie wir gebären wollen. Und wenn wir uns wieder eine natürliche, kraftvolle, leichte, freudige Geburt wünschen, dann gilt es den Lebensrucksack neu zu packen. Dies ist eine mentale Aufgabe, die den Willen erfordert, das allgemein akzeptierte Denken zu hinterfragen und bei sich selbst genau hinzuschauen, um sich wieder auf die innere Stimme verlassen zu können.

Lebensrucksack neu packen für kraftvolle Geburten 

Du willst deinen Lebensrucksack neu packen, um bestens vorbereitet zu sein auf das Abenteuer der Geburtsreise? Dann gehe folgendermaßen vor:

Schritt 1: Mache dir bewusst, dass du einen Rucksack aufhast, der gefüllt sein kann mit Dingen, die dich beschweren oder für eine kraftvolle Geburt nicht förderlich sind. Ein Blick in die Geschichte oder auch in deine Familiengeschichte, z.B. deine Geburt war selbst traumatisch, öffnen dir die Augen für die Zusammenhänge.

Schritt 2:  Finde den Mut den Rucksack aufzumachen und hineinzuschauen. Habe keine Angst, die Steine im Rucksack können dich nicht anspringen und zeigen sich nur, wenn du danach suchst. Steine sind meist kulturelle Glaubenssätze oder Meinungen anderer über die Geburtserfahrung.

Schritt 3: Schau dir die Steine nach einander an. Frage dich jedesmal: Ist das etwas, was mich stärkt, mich beflügelt, mich vorwärtsbringt auf dem Weg hin zu meinem Kind oder mich beschwert, blockiert, mir Angst macht und mich versucht klein zu halten. Sortiere aus, bis nur noch Dinge da sind, die zu dir und deinem Weg passen.

Schritt 4: Packe dann den Rucksack neu mit Dingen, die dir für die Geburtsreise Kraft geben. Gemeint ist der geistig, seelische, spirituelle Proviant, der dich in die Lage versetzt, dich als vollmächtige Frau zu sehen, die ihr Kind aus sich heraus gebären kann. Jede Frau packt anders, denn sie legt individuell andere Schwerpunkt.

Schritt 5: Setze den Lebensrucksack wieder auf in dem Gefühl, dass du jetzt bestmöglich auf alle Eventualitäten vorbereitet bist. Trete die Reise jetzt mit leichtem Gepäck an.

Wichtig: Setz dich selbst dabei nicht unter Druck. Du musst den Rucksack beim ersten Mal nicht komplett ausräumen und es ist – gerade wenn du große und schwere Steine etwa durch eine tiefe Verletzung deiner Weiblichkeit erfahren hast – nicht empfehlenswert, den Rucksack mit Gewalt zu leeren. Geh auch hier in die Selbst-Verantwortung und entscheide selbst, wie tief du in den Rucksack schauen willst.

Hol dir ggf. professionelle Hilfe, um z.B. besonders hartnäckige Glaubenssätze oder tiefsitzende Ängste zu lösen. Im FlowBirthing-Netzwerk findest du Angebote, die dich auf deinem Weg begleiten und stärken.

 

Politik verweigert sich neuer Geburtskultur

Warum sich nichts tut von Seiten der Politik für eine Geburtshilfe in Deutschland, die zum Wohle von Frauen und Kindern sind? Eine Einschätzung von Buchautorin und Soziologin Kristina Marita Rumpel, Initiatorin von FlowBirthing:
 
1. Es fehlt der Horizont
Geburten laufen nach ihren eigenen Gesetzen und Spielregeln und sind mit den gängigen Kosten-Nutzen-Argumenten und Denkschablonen nicht zu fassen.
Genau darum brauchen wir ja wieder eine neue Geburtskultur, damit der lebensverachtende Wahnsinn in der Welt endlich aufhört und wir zu lebensförderlichen Strukturen kommen. Kraftvolle Geburten, kraftvolle Frauen, kraftvolle Kinder, kraftvolles Leben, kraftvolle Zukunft!

2. Angst vor der weiblichen Kraft
Vielleicht haben die Herren ja genau davor Angst? Oder ist es schlicht Ignoranz und Dummheit? Denn die Folgen der Behandlung von traumatisierten Müttern und Kinder gehen ein Leben lang – nicht zu sprechen von den Folgekosten für Kaiserschnittkinder (vgl. Microbirth). Die Stärkung von Müttern und Kinder gehören ins Zentrum aller politischen Überlegungen – gerade wenn wir wieder mehr Kinder in unserem Land möchten.

3. Belasteter persönlicher Hintergrund
Das Problem ist auch, dass die allermeisten von uns bereits von traumatisierten Müttern geboren wurden und selbst eine Geburt in Angst und Ohnmacht erlebt haben und diese Erfahrung sitzt in uns. Das macht es – ohne sich einmal in aller Tiefe auf sich und das Thema einzulassen – scheinbar unmöglich, die Zusammenhänge zu erfassen.
Fazit 
Für mich zeigt das: lasst die doch reden und stecken wir unsere Energie und Kraft lieber darein, Schwangere zu stärken und sie über die Möglichkeit von kraftvollen, selbstbestimmten Geburten aufzuklären, damit diese sie dann aus eigener Kraft, ganz bei sich erleben können und so selbstbewusst sind – auch ihre Männer – sich von dem Irrsinn abzugrenzen. Das ist der Weg einer neuen Geburtskultur.

Jetzt ist die Zeit in die Selbstverantwortung zu kommen und unser Vision einer neuen Geburtskultur selbstmächtig umzusetzen. Die Kraft daraus entspringt unseren Herzen und Gebärmuttern.

Die Einlassung bezieht sich auf einen offenen Brief von Motherhood an Jens Spahn, CDU-Politiker: http://www.mother-hood.de/…/a…/offener-brief-jens-spahn.html

 

Jetzt FlowBirthing Mentorin werden

Auf vielfachen Wunsch gibt es jetzt eine Programm zur FlowBirthing Mentorin.

3-wöchiges online Intensivprogramm zur FlowBirthing Mentorin 

Das 3-wöchige Intensivprogramm zur FlowBirthing Mentorin richtet sich an Frauen, die sich aktiv für eine neue Geburtskultur einsetzen möchten und andere Frauen in der Schwangerschaft von Frau zu Frau begleiten und bestärken wollen, so dass diese ihre Vision von einer natürlichen und kraftvollen Geburt realisieren können. Die Intension: Durch die FlowBirthing Mentorin vor Ort haben Schwangere wieder mehr Chancen an Wissen rund um Schwangerschaft und Geburt zu kommen, welches sie stärkt und auf die Geburt positiv einstimmt.

Altes weibliches Wissen neu und Schwangere stärken

Es ist keine Ausbildung im klassischen Sinne. Vielmehr wird das alte weibliche Wissen, welches Schwangerschaft und Geburt fördert neu belebt. Die Einweisung zur FlowBirthing Mentorin ist für Mütter, die ihre Erfahrung weitergeben möchten, ebenso wie für bereits ausgebildete Hebammen, Doulas und Geburtsbegleiterinnen. Die Stärkung der weiblichen Kraft in Schwangerschaft und Geburt steht im Fokus des Programmes, welches Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Online Intensivprogramm für ein Wirken vor Ort

Die Essenz von FlowBirthing wird in 3 Wochen vermittelt über Online Seminare, online Fragerunden, vertiefende Videos und Audios sowie ein individuelles Coachinggespräch und Bildung von Erfolgsteams. Ziel ist es, das Wissen so aufzubereiten, dass damit einem Wirken als FlowBirthing Mentorin für Schwangere sowie Frauen mit Kinderwunsch vor Ort aufgebaut werden kann.

Sei du dabei und werde eine FlowBirthing Mentorin

Jetzt ist die Zeit, das segensreiche Wissen um kraftvolle Geburt im Flow und aus einer Welle der Freude weiterzugeben. Autorin und Initiatorin von FlowBirthing, Kristina M. Rumpel hat das Intensivprogramm entwickelt und führt selbst durch die 3 Wochen der Einweisung als FlowBirthing Mentorin.

Bei Interesse bitte melden unter kristina.rumpel@flowbirthing.de. Weitere Informationen werden dann per Mail verschickt. Plätze sind begrenzt. Start: 22. September.

 

Heute ist der Internationale Hebammentag

Heute ist der internationale Hebammentag – Zeit, all den wundervollen Frauen zu danken, die andere Frauen dabei unterstützen, Leben zu schenken und in ihre Kraft zu kommen, denn ohne die Anbindung an die weibliche Kraft ist Geburt auf natürlichem Weg nicht möglich. Warum nur erfahren die Hebammen nicht die Wertschätzung, die ihnen zusteht und was bedeutet das für uns Frauen?

Ältester Beruf der Welt vor dem Aus
Hebamme sein, ist die älteste Berufung der Welt. Leider erfahren die Hebammen dieser Tage keine Wertschätzung – vom System nicht von uns Frauen. Der Beruf der Hebammen steht vor dem Aus und mit ihm geht wieder ein Stück weibliches Weisheitswissen verloren.

Mittlerinnen zwischen den Welten
Die Hebammen waren weise Frauen, weil sie dank ihrer Einsicht in die Geheimnisse des Lebens Heilwissen hatten. Allen voran, dass alle Weisheit der Welt nicht den Köpfen der Heilsbringer und Philosophen entspringt, sondern der Geburtserfahrung. Hebammen waren Mittlerinnen zwischen den Welten und verstanden sich als Seelenführerinnen, die eine neue Seele in die Welt führten und am Ende des Lebens wieder hinausbegleitet haben. Sie waren Fachfrauen für Seelenkraft, Geburt, Leben und Tod und damit im Besitz der spirituellen Deutungsmacht und weltlichen Macht.

Weise Frauen tragen Verantwortung für das Leben
Sie wurden einst verfolgt, weil sie ihre Verantwortung für das Leben, für die Frauen, für die tieferen Zusammenhänge, die die Welt zusammenhält, wahrnahmen und sich nicht einer Obrigkeit oder irrsinnigen, lebensfeindlichen Regeln beugten. Eine weise Frau ist frei im Denken, Fühlen und Handeln. Sie ist niemanden verpflichtet außer ihrer inneren Wahrheit, die sie aus sich und damit aus der Verbindung zu Mutter Erde schöpft. Sie ist eine wahr-sagende Frau und daher so gefährlich für die Mächtigen. Ein Grund warum heute noch so viel Energie darauf gerichtet ist, dass Frauen nicht in ihre weibliche Kraft und Macht kommen, denn in ihrer Weiblichkeit erwacht, sind sie nicht manipulierbar.

Moderne Hexenjagd als Chance der Selbstermächtigung
So grausam das Verhungern der Hebammen am ausgestreckten Arm und unwürdig die moderne Form der Hexenjagd ist, so liegt darin auch eine große Chance, wieder in die Eigenverantwortung und Selbstermächtigung als Frau zu kommen. Jede Frau trägt das Weisheitswissen in sich und ist angebunden an die weibliche Kraft, wenn sie sich dafür öffnet. Es liegt also an uns, ob wir weiter leiden und Dinge mit uns anstellen lassen wollen und unsere Kinder in Ohnmacht und Unfreiheit gebären oder ob wir uns auf den Weg machen, die Kraft wieder in uns zu finden und zu beleben. Wenn keine Hebamme da ist, die uns begleitet, dann „müssen“ wir das wieder selbst tun.

Womb Power Online-Kongress 2017
Wie du in deine weibliche Kraft finden kannst, als Frau und Mutter, aber auch in allen anderen Bereichen deines Lebens, kannst du beim Womb Power Online Kongress erfahren. Melde dich jetzt kostenlos an unter www.weibliche-kraft.de und lass dich von 44 „weisen Frauen“ inspirieren und in deine weibliche Kraft führen.

Neues TV-Format von SAT1 sucht Hebammen

Flowbirthing Blog Heilige Zeit

Hebammen aktuell gesucht für ein TV-Format. Wie seriös? Wir wissen es nicht.

Dennoch leiten wir es in großem Stile weiter und jede prüfe, was sie davon hält. Vielleicht eine Chance, den Hebammenberuf so darzustellen, wie er ist, auf das Dilemma aufmerksam zu machen und die natürliche Geburt wieder ins Gespräch zu bringen?

Die Redaktion schreibt:
Im Rahmen unseres neuen Formates wollen wir Hebammen aus ganz Deutschland bei Ihrer Arbeit über einen längeren Zeitraum begleiten. Bei diesem Format legen wir äußersten Wert auf Echtheit, Authentizität und Seriosität. Es soll ein tägliches Format für Sat1 werden und um dies produzieren zu können, benötigen wir ein etwas größeres „Hebammenteam“. Denn uns ist bewusst, dass Sie alle beruflich sehr eingespannt sind.

Beruf der Hebamme angemessen portraitieren
Unser Format soll einerseits als Portrait Ihres wunderbaren Berufs dienen. Wir möchten Ihren Beruf gerne einmal in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und auch die Schwierigkeiten, die der Beruf der Hebamme mit sich bringt (Stichwort: Hohe Versicherungsbeiträge, kein Hebammennachwuchs etc.) einmal thematisieren.
Zudem ist es uns ein Anliegen, für die schwangeren Frauen zuhause ein adäquates Info-Tool zu schaffen, bei dem Sie Tipps und Ratschläge aus erster Hand unserer Hebammen erhalten können.

Wir finden, Ihr Beruf wurde bisher nie richtig portraitiert, das wollen wir ändern. Keine Sorge, bis es zum Dreh der Serie kommt, vergeht bestimmt noch ein halbes Jahr, es würde also nicht direkt von heute auf morgen losgehen (um Himmels Willen) und natürlich bekommen Sie eine angemessene Gage.

Bewerbungsvideo
Ein erster Schritt wäre ein kurzes Handyvideo, welches Sie von sich selbst drehen, das wir uns hier intern ansehen können, um Sie besser kennenzulernen. Im zweiten Schritt würden wir dann evtl. zu einem Casting zu Ihnen kommen, nur ein Kameramann und Redakteur, das zur internen Vorstellung Ihrer Person beim Sender dient. Das wird natürlich alles streng vertraulich behandelt und nirgendwo ausgestrahlt. Der Sender entscheidet dann, welche Hebammen er gerne im Expertenteam sehen würden und danach würde ein sogenannter Pilotfilm gedreht, dieser dient auch nur zur Sender-internen Verwendung und soll dem Sender einen Eindruck davon vermitteln, wie die Serie später aussehen könnte. Erst dann wird über die tatsächliche Produktion der Sendung entschieden.

Wer sich hierfür berufen fühlt, bitte selbständig Kontakt aufnehmen unter:

Bianca Münker | Casting-Redakteurin
Tel.: +49 (0) 22 33 / 46 08 – 2447 | Intern: – 7447 | Fax: +49 (0) 22 1 / 66 952 – 22 55

bianca.muenker@filmpool.de | www.filmpool.de

Hebammen-Notstand in Deutschland

Die Lage für die Versorgung werdender Mütter verschärft sich. Ein aktuelles Gutachten belegt den Notstand in der Geburtshilfe. Demzufolge kümmert sich fast die Hälfte der Hebammen in Krankenhäusern „um drei Frauen gleichzeitig während der Geburt“.

Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages
Werdende Mütter können sich immer weniger darauf verlassen, dass bei einer Entbindung in der Klinik eine Hebamme während der ganzen Zeit anwesend ist. Fast die Hälfte der Hebammen in Krankenhäusern kümmert sich „um drei Frauen gleichzeitig während der Geburt“, heißt es in einem noch unveröffentlichten Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das dem Netzwerk Elterninitiative Geburtskultur vorliegt.

Grund für den Notstand in der Geburtshilfe
Aus wirtschaftlichen Gründen streichen die Krankenhäuser ihre Geburtsstationen zusammen. Wie aus dem Gutachten hervorgeht, arbeiten 60 Prozent der Entbindungsstationen trotz Sparmaßnahmen nicht kostendeckend. Zudem setzt die Krankenhäuser mit Geburtsstationen unter Druck, dass fast jede zweite Klinik Probleme hat, offene Hebammenstellen zu besetzen, so das Gutachten.

Zahlen sprechen eine klare Sprache
Zwischen 1991 und 2015 ist die Zahl der Krankenhäuser mit Geburtsstationen um 40 Prozent gesunken. Zum Vergleich: Die Zahl der Kliniken ist im gleichen Zeitraum nur um 19 Prozent zurückgegangen. Heute verfügt nur noch etwa jede dritte Klinik über eine Entbindungsstation. Die Zahl der angestellten Hebammen ist in dem Zeitraum zwar von 6620 auf 9081 gestiegen. Dem Hebammenverband zufolge arbeiten mehr als 70 Prozent Teilzeit, gemessen an der Stundenzahl also ein Rückgang.

„Der ökonomische Druck auf Kliniken in Deutschland hat dazu geführt, dass die Versorgung von Frauen in der Geburtshilfe schlecht ist“, kritisiert Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. Einer Leitlinie zufolge sollte jede werdende Mutter durchgehend von einer Hebamme betreut werden, die ihr voll zur Verfügung steht und nicht von Kreißsaal zu Kreißsaal laufen muss. Eingehalten wird die Leitlinie aber nicht.

Politik gefragt, sich für Frauen einzusetzen
„Die Geburtshilfe insgesamt ist chronisch unterfinanziert. Hebammen haben dies bisher kompensiert“, sagt Verbandschefin Klenk. „Wir haben jetzt jedoch den Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht.“ „Im Interesse der Frauen und Säuglinge, aber auch der Hebammen mit ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit muss die Politik nun handeln und das Gutachten ernst nehmen.

Die Lage der Geburtshilfe in Deutschland ist ernst
Die Lage für die Versorgung werdender Mütter verschärft sich zudem dadurch, dass auch das Geschäft für die Beleghebammen immer schwieriger wird. Diese arbeiten in der Regel freiberuflich. In den vergangen Jahren sind die Versicherungsprämien für Hebammen derart gestiegen, dass viele aufgaben. Aktuell liegt die Prämie für Berufshaftpflicht nach Angaben des Spitzenverbandes der Krankenkasse bei 6843 Euro jährlich. Immer mehr Hebammen können diesen Betrag nicht aufbringen und müssen aufhören. Oder beginnen angesichts der desaströsen Lage gar nicht erst mit der Ausbildung.

Der Kaiserschnitt in der heutigen Zeit

Kaiserschnittrate hat sich verdoppelt in letzten Jahren

  • In Deutschland wird jedes dritte Kind per Kaiserschnitt geboren
  • Die Zahl hat sich seit den 90er Jahren nahezu verdoppelt
  • Immer mehr Kinder werden per Kaiserschnitt geboren
  • Für viele Menschen ist der Kaiserschnitt zur Alternative einer vaginalen Geburt geworden
  • Manchmal ist der Kaiserschnitt ein Glück und rettet Leben, manchmal schlicht die Folge ungünstiger Rahmenbedingungen während Schwangerschaft und Geburt

Doch was bedeutet dies für die Frauen, die ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt bringen?

Wissen um natürliche Geburten geht verloren

Mit der steigenden Zahl an Kaiserschnitten schwindet auch das Wissen im Kreißsaal um die Förderung einer natürlichen Geburt. Der Kaiserschnitt dann wiederum eine Folge des Verlustes der alten Hebammenkunst. Eine Negativspirale, die sich selbst antreibt. Längst sind wir an dem Punkt, dass das technische Know-How zu keinem besseren Ergebnis mehr führt.

Kaiserschnitt: Eine Bauch-OP mit Folgen

Kaiserschnitt kann Leben retten oder aber auch Leben erschweren. Die negativen Folgen von Kaiserschnitten für Mutter und Kind sind inzwischen hinlänglich bekannt. Die Bauch-OP daher auch nur Notsituationen indiziert. Die Kriterien hierfür sind unklar, da es noch keine einheitlichen Leitlinien für Ärzte gibt. Häufig wird als Grund die Angst der Mutter vor einer Komplikation bei der Geburt angegeben.

Bedeutung von Kaiserschnitt für Mütter

Eines ist eine Kaiserschnittgeburt jedenfalls nicht: der einfachste Weg ein Kind zu gebären. Der Blogbeitrag einer Mutter, die selbst zwei Kaiserschnitte erfahren hat, beschreibt die Auswirkungen aus persönlicher Sicht.  Der Beitrag „10 Dinge, die du über den Kaiserschnitt wissen solltest …“  von Isa Grütering gibt Auskunft über die Bedeutung eines Kaiserschnittes aus Muttersicht.

Gute Wünsche zum Jahresende

Flowbirthing Rozhanitza Frau

Zum Jahresende bedanken wir uns bei allen FlowBirthing-Unterstützerinnen und Netzwerkpartnerinnen. Die Zahl der Menschen, die verstehen, welche Bedeutung Schwangerschaft und Geburt für das weitere Leben haben, wächst. Unser Kreis wird immer größer. Zum Jahresende wünschen wir:

Flowbirthing-Blog-Weihnachten_2016

Online-Kongress Sex, Spirit and Birth

Flowbirthing Blog Kiria_Vandekamp

Heute startet der sehr spannende Online Kongress Sex, Spirit & Birth zum zweiten Mal in diesem Jahr. Vom 28.11. – 08.12.2016 stellt Kiria Vandekamp 40 ExpertInnen spannende Fragen rund um das Thema „Geburt als freudvolle, angenehme und ekstatische Erfahrung“. Der Event ist kostenlos und für alle, die den Aufbruch in eine neue Geburtskultur im Herzen tragen. Anmeldung auch nach dem 28. November noch möglich!

Online Kongress für eine freudvolle Geburtserfahrung

Sex, Spirit and Birth ist ein ganz besonderer Online Kongress. Hier werden die heißesten Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und weibliche Sexualität diskutiert. Er ist für dich, wenn du …

  • dich für die Zusammenhänge von Sexualität, Spiritualität und Geburt interessierst und mehr darüber erfahren möchtest
  • dich optimal auf eine natürliche Geburt vorbereiten willst
  • die Geburt als Initiation & sinnliches Fest erleben möchtest
  • an der Heilung des weiblichen Schoßraumes interessiert bist
  • Frauen in der Schwangerschaft oder bei Geburt begleitest
  • offen bist für neue Denkweisen über Geburt
  • einfach neugierig bist auf diese Themen

Viele Netzwerkpartnerinnen von FlowBirthing als Expertinnen dabei

Jeden Tag stehen spannende und inspirierende Interviews auf dem Programm, die du dir ganz bequem von zuhause anschauen kannst. Jedes Interview steht dir für 48 Stunden kostenlos zur Verfügung.

Folgende Gäste sind mit dabei: Sarah Schmid, Nadine Wenger, Horlacher, Stefanie Bruns, Gaby Mardshana Oeftering, Jhari Gerlind Kornetzky, Isabella Ulrich, Jasmin Nerici, Sita Kleinert, Verena Schmid, Kristina Rumpel, Patricia Thielemann, Birgit Baader, Mayonah Bliss, Nina Winner, Dr. Ludwig Janus, Puja Diana Richardson, Elena Tonetti-Vladimirova … und viele mehr.

Kostenloses Event mit Kongress-Gesamtpaket zu günstigem Preis

Dieser Event ist wie ein Live-Kongress, nur ohne Fahrt- und Übernachtungskosten und ohne hohe Teilnahmegebühr! Alle Interviews werden in dieser Zeit kostenlos nacheinander ausgestrahlt. Solltest du keine Zeit haben, dir die Interviews anzuschauen, wird es auch die Möglichkeit geben alle Interviews als Kongress-Gesamtpaket zu einem günstigen Kongresspreis zu kaufen! Dann kannst du dir alles in Ruhe Zuhause anschauen. Melde Dich gleich an, um die Infos zu erhalten!

Alle Informationen rund um den SEX, SPIRIT & BIRTH Kongress und die kostenlose Anmeldung findest du hier: www.sexspiritbirth.de.

Tipps von Kiria Vandekamp, der Organisatorin

Kiria Vandekamp, Hebamme, Yoga Lehrerin und Netzwerkpartnerin von FlowBirthing veranstaltet den Kongress zum zweiten Mal. Sie sagt in Übereinstimmung mit FlowBirthing:
„Die Geburt ist nicht getrennt vom Leben und was dir sonst gut tut und dir hilft zu entspannen, kann oft auch unter Geburt hilfreich sein.  Die Art, wie du gebierst, hat etwas damit zu tun, wie du lebst!“

Daher nimm dir die Zeit deine Entspannungs-Auslöser zu erforschen. Ihre Tipps zur Einstimmung auf den Kongress, die gut in die Geburtsvorbereitung integrieren werden können:

  • Musik
  • Atem & Achtsamkeit
  • Entspannung
  • Sinnlichkeit
  • Bewegung
  • Ernährung
  • Schlaf/Ruhezeiten
  • Düfte
  • Wellness & Selbstfürsorge

Hebammen sind unersetzlich

Aktuell tagen rund 200 Hebammen in Berlin und entscheiden über thematische und politische Weichenstellungen für 2017 und diskutieren über die Zukunft des Berufs. Die zunehmende Schließung von Kreißsälen an vielen Orten in Deutschland ist dabei eine der drängenden Herausforderungen. Denn der Bedarf an Hebammenhilfe bei Familien steigt. Ein Film des DHV zeigt eindrücklich wie wertvoll die Hebammenarbeit ist für Familien:

Nicht jede Frau findet mehr eine Hebamme

Hebammen sind unersetzbar. Jede Frau und Familie muss wohnortnah Hebammenhilfe bekommen können„, so Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e.V. Doch dies ist aktuell nicht mehr gegeben. Bereits seit Jahren geht die Anzahl der Kreißsäle massiv zurück: Gab es 1991 noch 1.186 Krankenhäuser mit Geburtshilfe, waren es 2014 nur noch 725. Der Hebammenverband hat seitdem weitere 44 Schließungen oder drohende Schließungen unter www.unsere-hebammen.de dokumentiert. Auch für die Wochenbettbetreuung und die Schwangerenvorsorge fehlen Hebammen an vielen Orten. „Das geht auf Kosten der Gesundheit von Müttern und ihren Kindern“, so Martina Klenk.

Politische Maßnahmen sind notwendig, um die Not der Hebammen zu wenden

Der Hebammenverband hält politische Maßnahmen für dringend nötig. Auch klein Kliniken brauchen für ihre Geburtshilfestation einen Sicherstellungszuschlag. In den Kliniken müssen Personalbemessung und Abrechnungspauschalen auf den Prüfstand. Eine 1-zu-1-Betreuung durch eine Hebamme für eine Frau und Familie sollte auch in Kliniken Standard sein.

Zudem sollte für freiberufliche Hebammen die Haftpflichtproblematik nachhaltig gelöst werden, um wieder mehr Hebammen in der Geburtshilfe zu halten. Mittlerweile sind nur noch 1.900 freiberufliche Beleghebammen an Kliniken tätig, die derzeit rund 20 Prozent der Geburten an den Kliniken in Deutschland begleiten.

Überbelastung der verbleibenden Hebammen

Die Gründe für die Schließungen von Kreißsälen sind vielfältig. Zum einen haben Kreißsäle mit wenigen Geburtenzahlen beispielsweise im ländlichen Raum Probleme bei der Finanzierung. Zum anderen fehlen mittlerweile an vielen Orten Hebammen. Arbeitsverdichtung und Arbeitsbelastung sind an der Tagesordnung. Immer weniger Hebammen sind bereit, angestellt und Vollzeit an einer Klinik zu arbeiten.

Unsicherheiten rund um Schwangerschaft und Geburt erhöhen Nachfrage nach Hebammen

Gleichzeitig steigt jedoch der Bedarf an Hebammenhilfe bei Frauen bzw. Eltern. Weniger Unterstützung in Familienstrukturen und mehr Unsicherheiten rund um Schwangerschaft und Geburt bedingen eine steigende Nachfrage nach Beratung und Unterstützung durch Hebammen. Eindrucksvoll zeigen Eltern im neuen Kurzfilm des DHV, wie wertvoll die Unterstützung durch Hebammen in der wichtigen Phase der Familiengründung für sie ist.

Der Kurzfilm ist hier zu sehen.

Auf dem Weg zu einer kraftvollen Geburtserfahrung

Der Wunsch nach einer kraftvollen, schönen, wundervollen Geburtserfahrung hat wohl jede Frau während der Schwangerschaft mal im Sinn. Sie trägt den Wunsch wie ihr Kind unter dem Herzen, trotz der Ängste und Horrorgeschichten über Schmerzen und möglichen Traumata, die von außen an sie herangetragen werden. Sind deshalb alle Schwangeren realitätsfern? Nein, die äußere Realität ist fern der inneren Wirklichkeit und Möglichkeiten. Nicht die Frauen müssen ihre Träume aufgeben, sondern die Umstände müssen sich anpassen.

Lebe dein Gefühl und erlebe eine schöne Geburt

Immer mehr Frauen stehen zu ihrem inneren Gefühl und dem Wunsch, eine freudige, kraftvolle und spirituelle Geburtserfahrung machen zu wollen. Sie bereiten sich im Vertrauen auf die weibliche Kraft bewusst auf Schwangerschaft und Geburt vor. Auf diesem Weg in die eigene Kraft zu kommen, heißt nicht gegen Umstände und Windmühlen zu kämpfen, sondern sich selbst zu erlauben, eine schöne Geburt zu erleben und sich selbst zu ermächtigen.

Geburt ist eine Lebens-Erfahrung, die nur Frauen machen können

Belohnt werden diese Frauen für ihren Mut mit einer unmittelbaren Ein-Sicht auf die Geheimnisse des Lebens, eine ursprüngliche Erfahrung von Leben, wie sie nur Frauen machen können. Für diese Erfahrung brauchen sie nur ihr Vertrauen in die weibliche Kraft und weise Frauen, die sich auf ihrem Weg begleiten und unterstützen.

Natürliche Geburten benötigen Selbstverantwortung

Noch leben wir in einer Zeit, in der Geburt zum Hochrisikogeschäft erklärt wurde, bei dem die Seele und Würde von Mutter und Kind keinen Raum haben. Mütter mit dem Wunsch nach Hausgeburten werden häufig als verantwortungslos hingestellt. Das Gegenteil ist der Fall: Sie gehen in die Selbstverantwortung in voller Bewusstheit, dass natürlichen Geburten vor allem eines benötigen: Ruhe, Intimität, Ungestörtheit und Vertrauen in den weiblichen Körper.

Das Drama der traumatischen Geburt wird an die nächste Generation weitergegeben

Leider gibt es immer noch viele Frauen, denen kein schönes Geburtserlebnis, das sie als Frau und Mutter im Inneren stärkt, vergönnt ist. Wenn sie ein Trauma erleben mussten, quälen sie sich häufig ein Leben lang mit Versagensgefühlen und finden unter erschwerten Bedingungen zu ihrer Kraft zurück. Das Drama wird dann an die nächste Generation weitergegeben.

Eine neue Geburtskultur beendet den Teufelskreis

Damit dieser Teufelskreis aufhören kann, brauchen wir eine neue Geburtskultur. Das Gute daran: der Weg dorthin geht Hand in Hand mit der Selbstermächtigung und dem Gewinn an Selbst-Bewusstsein für Frauen und Mütter.

Für eine würdevolle Geburtserfahrung

Das ist doch mal eine gute Nachricht, dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden, oder? Ja und nein. Es deckt sich mit meiner Erfahrung im Freundeskreis, dass sich immer mehr junge Frauen ein zweites oder drittes Kind wünschen. Aber es bleibt häufig bei diesem Wunsch und beim ersten Kind. Warum? Nun, weil Frauen die Lust auf ein zweites Kind häufig nach einer verheerenden Geburtserfahrung abhanden kommt.

Traumatische Geburtserfahrungen stehen weiteren Geburten im Weg

Immer mehr Frauen beklagen Gewalt in der Geburtshilfe oder traumatische Erfahrungen unter der Geburt, die immer häufiger in Kaiserschnitten enden. Dabei wären wohl rund 20 Prozent der Kaiserschnitte zu vermeiden und nicht wenige Komplikationen während der Geburt sind auf äußere Störfaktoren oder eine unzureichende Begleitung und Vorbereitung in der Schwangerschaft zurückzuführen.

Positive Geburtserfahrungen werden erschwert

Nur noch sieben Prozent aller Geburten verlaufen ohne Eingriffe von außen, die am weiblichen Selbstbewusstsein nagen. Dabei hat jede Geburt das Potenzial, eine herausragende, wundervolle Erfahrung für die Gebärende zu sein, eine, aus der sie als Frau und Mutter gestärkt hervorgeht. Wann setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Art und Weise, wie eine Frau Schwangerschaft und Geburt erlebt, direkte Auswirkung auf ihr weiteres Leben hat und vor allem auch das Leben ihres Kindes entscheidend prägt?

Fehlgeleitetes System auf dem Rücken von Gebärenden und Kindern

Derzeit wird ein überholtes, fehlgeleitetes System, bei dem Geburtsstationen schließen und Hebammen ins berufliche Aus gedrängt werden, auf dem Rücken von Kindern und Müttern ausgetragen. Wer sich mehr Kinder in Deutschland wünscht, der sollte sich zu allererst für einen natürlichen und würdevollen Start ins Leben einsetzen.

Text: Leserbrief in SZ von Kristina M. Rumpel, Autorin von FlowBirthing und BirthCoach

Der Mythos „Wunschkaiserschnitt“

Mit einem Missverständnis soll hier und heute aufgeräumt werden. Wenn es um eine zu hohe Kaiserschnittrate in Deutschland geht, dann sind damit ausdrücklich nicht die Wunschkaiserschnitte gemeint. Ja, es gibt Frauen, die sich einen Wunschkaiserschnitt-Termin geben lassen und dafür werden sie ihre Gründe haben, die andere nicht zu bewerten haben. Unser Problem liegt ganz wo anders. Ein krankes System wird auf dem Rücken von Frauen und Kinder am Leben gehalten. Damit muss jetzt Schluss sein.

Die Zahl der Wunschkaiserschnitte liegt konstant bei 2 Prozent

Die Zahl der Wunschkaiserschnitte liegt seit Jahren konstant bei 2 Prozent. Also ebenso hoch wie die Zahl der Hausgeburten in Deutschland. Der Unterschied: Wunschkaiserschnitte zahlen die Krankenkassen, obwohl teurer, ohne Einschränkung im Gegensatz zu Hausgeburten.

Zu hohe Zahl der Kaiserschnitte geht auf unnötige Kaiserschnitte zurück

Die Zahl der zu hohen Kaiserschnitte bezieht sich allein auf medizinisch unnötige Kaiserschnitte, die von den Frauen nicht gewollt wurden und notwendig wurden aufgrund fehlender Hebammen in den Kliniken, schlechter Vergütung, mangelndem Wissen um natürliche Geburten bei Ärzten, Angst vor Haftungsansprüchen, Kompetenzgerangel des Klinikpersonals, finanzielle Fehlanreize, psychische Gewalt unter der Geburt und fehlende Aufklärung der Schwangeren über die Wirkzusammenhänge und Störfaktoren einer Geburt usw.

Unnötige Kaiserschnitte erhöhen Sterberisiko von Gebärenden

Auf dem Rücken von Frauen und Kinder wird derzeit ein krankes System am Leben erhalten, trotz der Übereinstimmung der Fachleute, dass es in der Geburtshilfe dringend ein Umdenken braucht. Denn: bei einem unnötigen Kaiserschnitt, der hätte vermieden werden können bzw. (un)bewusst provoziert wurde, hat die Gebärende ein 3-Mal häufigeres Risiko zu sterben. Die Gefahr der Ansteckung mit Krankenhauskeimen nach einer Bauch-OP nicht einbezogen.

Kaiserschnitte beeinträchtigen Mutter und Kind oft ein Leben lang

Die Beeinträchtigung von Mutter und Kind nach einem Kaiserschnitt hält oft ein Leben lang an. Viele Mütter leiden Jahre lang unter den traumatischen Ereignissen rund um einen Kaiserschnitt und werden häufiger von Depressionen heimgesucht. Kaiserschnitte können neben der körperlichen Narbe auch tiefe Wunden auf den Seelen der Frauen hinterlassen. Ein weiterer Kinderwunsch fällt den schlechten Erinnerungen an eine traumatische Geburt in immer mehr Fällen zum Opfer bzw. ist auch aus medizinischer Sicht in manchen Fällen davon abzuraten.

Einschnitt in die Weiblichkeit und Würde von Frauen

Frauen werden in Deutschland beschnitten und zwar dort wo der Einschnitt direkt in ihre Würde und Weiblichkeit geht und besonders schmerzt: in das Selbstbestimmungsrecht wie sie ihr Kind gebären. Es ist an der Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen und geschlossen für eine neue Geburtskultur und die Wahrung der Rechte der Frauen am Beginn des Lebens aufzubegehren.

Schluss mit der Bevormundung von Frauen

Schluss mit der Bevormunden von Frauen. Frauen ermächtigt euch selbst und holt euch euer Recht auf eine selbstbestimmte, kraftvolle, einmalige, wundervolle Geburtserfahrung zurück. Wie ihr Euch in der Schwangerschaft und Geburt fühlt, beeinflusst die Entwicklung eures Kindes. Es ist ganz und gar nicht egal wie Frauen Geburt erleben, es stärkt oder schwächt sie als Frau und Mutter und stellt die Weichen für das Leben ihres Kindes.

Start ins Leben weit mehr als persönliche Geburtserfahrung

Die Erfahrung von starken Schmerzen, Ohnmacht, Gewalt, Hilflosigkeit, Angst unter der Geburt geben Angst, Leid und Erfahrungen über Schmerz direkt an die nächste Generation weiter. Dabei hat der Körper ein Setting von Frieden, Liebe und Lust für die Geburt vorgesehen. Wie anders wäre unsere Welt, wenn wir Frauen uns das Recht auf eine natürliche, kraftvolle, positive Geburtserfahrung zurückholen. Nehmt die Botschaft in eure Herzen und handelt!!!

Die Kaiserschnittrate ist zu hoch!

Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist 2015 leicht gesunken von 31,8 auf 31,1 Prozent. Sie ist damit dennoch zu hoch, denn medizinisch notwendig ist lediglich eine Kaiserschnittrate von bis zu 10 Prozent laut der Weltgesundheitsorganisation WHO. Der Deutsche Hebammenverband sieht dringenden Handlungsbedarf, die Kaiserschnittrate in Deutschland zu senken.
Jeder Kaiserschnitt ist eine Operation und sollte nur dann durchgeführt werden, wenn er medizinisch notwendig ist. Gründe für die mittlerweile häufigen Interventionen in der Geburtshilfe in Deutschland sieht der Verband in der zunehmenden Arbeitsbelastung bei immer weniger Personal in den Kreißsälen, in einem Verlust von Wissen über die normale Geburt sowie in steigender Angst vor Fehlern. „Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist zu hoch und muss gesenkt werden„, so Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbands e.V. (DHV).

Gründe für hohe Kaiserschnittrate

Hierfür gibt es vielfältige Gründe. „In den Kreißsälen ist oft zu wenig Personal, um sich intensiv um jede Gebärende kümmern zu können. Mittlerweile gibt es auch zu wenig Wissen über die unterschiedlichen Verläufe einer normalen Geburt. Heute wird häufig schon bei der kleinsten Abweichung von Gynäkologinnen und Gynäkologen eingegriffen“, so Susanne Steppat. Es fehlen gültige Standards, wann ein Kaiserschnitt geboten ist. Die Entscheidung über seine Notwendigkeit ist deshalb in vielen Fällen subjektiv. Sie erfolgt auch aus Angst vor Fehlern und folgenden Geburtsschäden.

Risiko durch Kaiserschnitt für Mutter und Kind

Kaiserschnitte können Leben retten. Sie sollten jedoch nur im Notfall angewendet werden, da sie Risiken für die Gesundheit von Mutter und Kind haben. Für die Kinder besteht beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Asthma, Diabetes und Allergien als Folge.

Forderungen zur Stärkung der normalen Geburt

Bei einer Kaiserschnittrate von über 30 Prozent ist der Handlungsbedarf hoch und wurde in einigen Bundesländern bereits erkannt. Beispielsweise wurden in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen Maßnahmen zur Förderung der physiologischen Geburt unter Einbeziehung der Hebammenverbände ergriffen. „Ein bundesweiter Aktionsplan zur Förderung der physiologischen Geburt wäre das richtige Signal„, so Susanne Steppat.

Bewusst die Familie stärken

„Einfühlsame und verständnisvolle Bezugspersonen in der Familie sind die Grundlage jeglicher Entwicklung sowie Voraussetzung für eine gute Bindung“. Beatrice Covalec-Simbürger, Netzwerkpartnerin von FlowBirthing hat sich Gedanken über diese Satz gemacht und den Gedanken Taten folgen lassen.
 Beatrice erzählt, wie sie nicht nur ihre Kinder, sondern auch Projekte geboren hat:

„Nach der Geburt unseres ersten Sohnes kam so ein Gedanke in mir auf, dass es doch die Möglichkeit geben soll, all die Informationen und das ganze Wissen, das man sich als (werdende) Mama & Papa mühsam an allen Ecken zusammen sammelt auch kompakter und vor allem in guter Qualität bekommen sollte. Schließlich wurde zuerst ein Familienzentrum in Graz gegründet und nach der Geburt unseres zweiten Sohnen die Idee zu einem Familienkongress geboren.

Stolze Mutter und Gründerin

Der Verein Familienzentrum Akademie wurde gegründet, und ich bin da, weiterhin mit großem Tatendrang, die einen großen Kongress organsisiert und veranstaltet. Kein Budget aber mit viel Mut habe ich namhafte deutsche FachbuchautorInnen wie Herbert Renz-Polster, Nora Imlau, Nicola Schmidt, Julia Dibbern und österreichische Familien-ExpertInnen angeschrieben und sie haben meine Idee unterstützt und sofort zugesagt. Da war ich natürlich voll im Flow. Tag für Tag mit kleinem Baby an der Brust und vier jährigem Bub ist vom Küchentisch aus ein Konzept entstanden, das sich sehen lassen kann und ich bin so stolz.

FamilienratgeberInnen zum Anfassen

Homepage, Folder etc. mache ich aus Leidenschaft selbst und so vergeht kein Tag, an dem ich nicht an den Kongress denke und dem Nutzen, der bei Mamas & Papas als Eltern und für ihre Kinder daraus entsteht. Sie haben die Menschen, die sie von ihren Familienratgebern auf ihrem Nachtkästchen kennen, zum Greifen nahe…am 22.+23.10.2016 am familienfreundlichen Familienkongress in Graz mit gratis Kinderbetreuung & Workshops für Kids und einer tollen Fachmesse. Es ist wirklich eine Mega-Sache und ich freue mich schon so sehr darauf.

Familienkongress in Graz

Eltern als auch Fachleute, die mit Familien arbeiten, sind die Zielgruppe. Man kann sich ein individuelles Programm ganz nach eigenen Interessen zusammen stellen aus Themenbereichen wie Schwangerschaft, Babyzeit, Kindsein, Elternschaft, Frau&Mann. FAMILIE BEWUSST LEBEN – ACHTSAM ALS FAMILIE WACHSEN.“

Termin: Sa, 22.10. & So, 23.10.2016
Ort: Bildungszentrum Steiermarkhof, Graz
Weitere Infos unter u.a. zum Programm: www.familienzentrum-graz.at

FlowBirthing wünscht viel Erfolg für die gemeinsame Sache!

Selbstvertrauen während der Geburt

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Schwangere und Gebärende werden heute kaum darin unterstützt, in den Monaten der Schwangerschaft in ihrem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu wachsen, damit sie eine natürliche Geburt aus eigener Kraft erleben können. Geändert hat sich nicht die Gebärfähigkeit der jungen Frauen, sondern es wirkt ein System auf Mutter und Kind, das natürliche Geburten erschwert. FlowBirthing will das ändern:

Dabei geht es vor allem darum, dass die werdenden Mütter aufgeklärt werden, was für eine natürliche Geburt förderlich und nützlich ist. Die grundlegendsten Zusammenhänge von glücklicher, stressfreier Schwangerschaft und gelingender Geburt sind heute nicht mehr im Bewusstsein. Das hat auch mit der Verbannung der Geburten in die Klinik zu tun: Geburt ist keine Alltagserfahrung mehr und damit für die Nicht-Betroffenen, d.h. junge Frauen keine Vorerfahrung mehr.

Weibliche Urerfahrung wird immer seltener

Wer sich auf Geburt vorbereitet und den Fokus auf Risiken und Gefahren legt, erhöhte die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen unter der Geburt. Kein Wunder also, dass es so viele Komplikationen gibt, denn die allermeisten Schwangeren werden heutzutage als Risikoschwangere eingeschätzt und werden engmaschig kontrolliert. Die Angst sitzt im Nacken. Vielen Frauen wird so nicht nur eine natürliche Geburtserfahrung genommen, sondern auch die wundervolle Zeit der Schwangerschaft, wenn Frau das Wunder in ihrem Bauch bestaunen will, aber nicht kann, weil ständig von außen rein geschaut wird.

Außenschau statt Innenschau

Statt in der Schwangerschaft angeleitet zu werden, nach innen zu schauen, stellen die Vorsorgeuntersuchungen den Blick von außen auf den Bauch. Wie soll die Frau dann plötzlich unter der Geburt umschalten und sich mit sich und dem Baby verbinden und genau spüren, was ihnen gut tut? Das ist eine Verbindungsarbeit, die Zeit braucht zu wachsen. Doch Schwangere werden in der Regel nicht dazu angeleitet, Intuition und Selbst-Bewusstsein zu stärken.

Entwertet: Intuition und weibliche Kraft

Da Intuition eine weibliche Qualität ist, die wie die weibliche Kraft in der Gesellschaft kaum etwas zählt. Fällt es den Frauen von heute schwerer, ganz selbstverständlich sich einer höheren Führung, wie es der Geburtsprozess verlangt, anzuvertrauen. FlowBirthing setzt hier an und bietet den Schwangeren Wegweiser, wie sie die Zeit der Schwangerschaft nutzen können, zu sich und zu ihrem Kind eine innere, intuitive Verbindung aufzubauen. Das ist der beste Schutz und die beste Vorbereitung auf eine sichere Geburt.

Wer trägt die Botschaft mit nach draußen zu den Frauen? Die Zeit drängt, dann es könnte schon bald keine natürlichen Geburten mehr geben. Damit ginge eine einzigartige Lebens-Erfahrung verloren. Unvorstellbar! Mehr dazu im aktuellen Interview für kidsgo von Kristina M. Rumpel, Autorin und Mitinitiatorin von FlowBirthing.

https://www.kidsgo.de/flowbirthing/

Der Begriff „Flow“

FlowBirthing steht für den Aufbruch in eine neue Geburtskultur. Doch was bedeutet eigentlich „eine neue Geburtskultur“, und was bedeutet in diesem Zusammenhang der Begriff „Flow“?

Neue Geburtskultur

Mit dem Begriff der „neuen Geburtskultur“ geht es um eine bewusste Schwangerschaft und Geburt im Vertrauen auf die weibliche Urkraft. Frauen sollen ermutigt werden, sich auf den Weg zur Quelle der Kraft in sich aufzumachen und wieder Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.

FlowBirthing-Philosophie

Dieses Erleben ihrer ureigenen Kraft hat die Macht, ihr Leben, das Leben ihres Kindes und das der ganzen Welt heilvoll zu verändern. Eine selbstbestimmte freudige Geburt jenseits von Angst und Ohnmacht ist der Schlüssel zur Wiederbelebung urweiblicher Energien in der Welt und das Fundament eines bzw. uralten Selbstverständnisses von Weiblichkeit. FlowBirthing ist kein Geburtsratgeber herkömmlicher Aufmachung, sondern lädt Frauen dazu ein, in den „Flow“ zu kommen.

Flow der Geburt

Der Begriff Flow beschreibt das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit, alles fließt, man ist eins mit sich und seiner Umgebung und kann sich und seinen Fähigkeiten vertrauen. Der Flow trägt durch den Geburtsprozess, vielmehr er ist der Geburtsprozess.
Im Flow zu gebären, heißt also nicht, wie von Zauberhand leicht und schnell zu gebären, sondern beschreibt ein ganzheitliches Einlassen und Durchleben des Geburtsprozesses. Im Vertrauen auf den eigenen Körper und die weibliche Urkraft ist eine Geburt dann nicht mehr zwangsläufig schmerzvoll oder traumatisch.

Weitere Informationen zur praktischen Anwendung von FlowBirthing finden sich auch auf der Website von Kristina Marita Rumpel, Autorin und Mitinitiatorin von FlowBirthing.

 

Kreißsaalschließungen und die Auswirkungen

Allein in den vergangenen vier Wochen haben drei weitere Geburtshilfekliniken geschlossen. Seit 1991 sind 40 Prozent der Kreißsäle in Deutschland geschlossen worden. Der Dt. Hebammenverband schlägt Alarm. Die Sparpolitik geht auf Kosten von Müttern und Kindern und Hebammen.
Folgen der Kreißsaalschließungen:
  • Gebärende müssen immer weitere Weg auf sich nehmen. Das bedeutet Stress für Mutter und Kind.
  • Überfüllte Kreißsäle – immer mehr Frauen entbinden in großen Geburtszentren mit überfüllten Kreißsälen
  • Immer weniger Hebammen betreuen durchschnittlich 3-4 Gebärende gleichzeitig
  • Arbeitsbelastung auf Hebammen in Klinik nimmt zu – freiberufliche Hebammen in finanzieller Not wegen steigender Haftpflichtprämien

Situation der Geburtshilfe in Deutschland verschlechtert sich

Die Geburtshilfe in Deutschland ist auf dem absteigenden Ast. Ziel ist eine sichere und bedürfnisorientierte Geburtshilfe. Das bedeutet, sie muss nah am Wohnort sein und jede Frau muss von einer Hebamme begleitet werden. Davon sind wir derzeit weit entfernt.

Aktion des Hebammenverbandes

Auf seiner Website sammelt er alle aktuellen Schließungen von geburtshilflichen Abteilungen in Deutschland.
Der Hebammenverband sammelt auf der Webseite derzeit alle aktuellen Schließungen von geburtshilflichen Abteilungen in Deutschland.

Die eigene Geburtserfahrung

Ob gerade schwanger oder nicht, das Thema Geburt betrifft uns alle in besonderer Weise. Wir alle haben eine Geburtserfahrung, die uns und unsere Einstellung zum Leben grundlegend prägt. Den meisten fällt es sehr schwer, sich von der individuellen Geburtserfahrung zu lösen und unvoreingenommen mit dem Thema zu beschäftigen. Warum ist das so? Geburtserfahrung schreibt sich in uns ein und ist im Unbewussten aktiv. Daher ist es ja auch so wichtig, wie Kinder geboren werden!

Bewusstwerdung über die eigene Geburt

Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Geburt braucht in meiner Wahrnehmung immer auch einen Bewusstwerdungsprozess über die eigene Geburtserfahrung. Geburt unterliegt immer einer kulturellen Interpretation und das , was wir „natürlich“ nennen ist seit Jahrtausenden immer wieder umgeschrieben wurde. Die meisten haben eine belastende Geburtserfahrung hinter sich und der Kampf mit der eigenen Weiblichkeit hängt seit unzähligen Generationen im kollektiven Bewusstsein von Frauen. Eine Geburtserfahrung pflanzt sich immer in die nächste Generation fort. Leider zumeist negativ und geht ganz oft mit der Verletzung der weibliche Seite in uns – Frau wie Mann – einher.

Frei von Ideologie zu selbstbestimmten Geburten

Bei dem Thema „Natürliche Geburten“ geht es nicht um Ideologie, das spielt Menschen nur gegeneinander aus und führt in die Irre. Es geht um eine Selbstermächtigung von Frauen, Geburt wieder so erleben zu dürfen, wie sie sich Geburt aus ihrem Innersten erträumen. Denn obwohl wir im Zeitalter der Angst leben, in der Geburt zum Hochrisiko geworden ist, wünschen sich die meisten Frauen noch immer eine natürliche, sanfte Geburt. Jedoch sind Frauen derzeit mit einem System konfrontiert, dass ihnen diesen Wunsch massiv erschwert: wesentliche Kenntnisse sind schwer zugänglich, sie werden als Kranke behandelt und im Kompetenzgefälle entmündigt. Welche Frau ist sich schon im Klaren, dass sie die Expertin der Geburt ist? Dass nur sie allein weiß, wie ihr Kind sicher geboren werden kann?

Der weibliche Blick überwindet Grabenkämpfe in der Geburtshilfe

Wenn es uns bei der Frage nicht um Grabenkämpfe, sondern ernsthaft um die Frauen geht, dann sollten wir einen Schritt zurücktreten und uns fragen, worum es bei dem Thema „Natürliche Geburten“ eigentlich wirklich wirklich wirklich geht. Geburt ist eine Erfahrung, die nur Frauen machen können. Das ist eine schlichte wie gewaltige Aussage. Diese Erkenntnis auf sich wirken zu lassen, führt zu einem originär weiblichen Zugang zur Welt, der der männlich dominierten Welt wie wir sie derzeit erleben diametral gegenüber steht. Geburt ist eine tiefgreifende Verbindungsarbeit, die getragen ist von Vertrauen und Liebe. Es ist ein Transformationsprozess, bei dem eine neue Seele auf die Welt kommt und eine Frau zur Mutter wird.

Aufbruch in neue Geburtskultur

Die Richtung ist doch eindeutig: jede Frau darf selbst bestimmen, wie sie ihr Kind gebären möchte. Keine Frau würde das Leben ihres Kindes aus ideologischen Gründen aufs Spiel setzen. Was sie braucht für eine freie Entscheidung sind umfassende Informationen, Angebote und Rahmenbedingungen, die sie unterstützen, selbstbestimmt zu entscheiden. Mit jeder Geburt, die dem Diktat von außen – egal in welche Richtung – erlegen ist, entfernen wir uns mehr von der weiblichen Kraft, die wir als Ausgleich zur männlichen Kraft, die aus dem Ruder zu laufen scheint, so dringend benötigen.

Weiblichkeit selbstbewusst leben und kraftvoll gebären

Für mich geht es bei der Frage nach natürlichen Geburten darum, sich als Frau zur Weiblichkeit zu bekennen und nicht um Vorgaben, Ideale oder Werturteile. Es geht ganz grundsätzlich um die Frage, wie viel Raum wir dem Natürlichen, dem Weiblichen, dem Unkontrollierbaren, dem Mysterium in unserer Gesellschaft zugestehen. Das weibliche Weisheitswissen speist sich seit jeher aus der Gebärerfahrung, da sich hier Leben in seiner Essenz zeigt. Was wir derzeit erleben ist ein erneuter Versuch, den ursprünglichen weiblichen Zugangs zum Leben und aller daraus resultierenden Erkenntnis zu verschütten. Soll die Bevormundung in einer reinen Frauenfrage im 21. Jahrhundert wirklich weitergehen?

Wer sich in das Thema Neue Geburtskultur bzw. die weibliche Kraft vertiefen möchte, dem sei die Homepage der Autorin von FlowBirthing, Kristina Marita Rumpel, empfohlen.

Höhere Haftpflichtprämien für Hebammen

Ab dem 1. Juli 2016 müssen freiberuflich in der Geburtshilfe tätige Hebammen in Deutschland eine weitere Erhöhung der Haftpflichtprämien tragen. Die Gruppenhaftpflichtversicherung des Deutschen Hebammenverbands e.V. (DHV) steigt von derzeit 6.274 Euro auf 6.843 Euro an. Die betroffenen rund 2.600 freiberuflich in der Geburtshilfe tätigen Hebammen begleiten 21% aller Geburten in Deutschland – in Kliniken, in Geburtshäusern und zu Hause.

Hebammen in Not

Trotz des sogenannten Sicherstellungszuschlags der gesetzlichen Krankenkassen müssen Hebammen ab Juli mindestens 1.954 Euro der Haftpflichtprämie selbst bezahlen. Zudem erhält nur ein Teil der betroffenen Hebammen diesen Zuschlag. Er ist damit kein echter Ausgleich und bietet, da er rückwirkend auf Antrag ausgezahlt wird, keine Planungssicherheit für Hebammen. Zusätzlich zahlen die privaten Krankenkassen derzeit keinen Ausgleich für die Haftpflichtkosten.

Hebammen vor dem beruflichem Aus

Ende April hatten rund 1.500 Hebammen den Sicherstellungszuschlag beim GKV-Spitzenverband beantragt. Das bedeutet, dass zehn Monate nach Inkrafttreten des Zuschlags ein Großteil der betroffenen 2.600 Hebammen immer noch keinen Ausgleich bekommen hat. Die Vergütung der Hebammen ist gleichzeitig mit dem Einsetzen des Sicherstellungszuschlags verringert worden, so dass Hebammen die Haftpflichtkosten auch hiermit nicht mehr ausgleichen können. Der Deutsche Hebammenverband klagt aktuell vor dem Berliner Sozialgericht gegen die Regelungen. Der Hebammenverband fordert eine echte Lösung der Haftpflichtproblematik, beispielsweise durch einen Haftungsfonds.

Haftpflichtproblematik führt zu Hebammenmangel

Seit Jahren steigen Hebammen aufgrund der Haftpflichtproblematik aus der freiberuflichen Geburtshilfe aus oder geben ihren Beruf sogar auf. Ein Mangel an Hebammenhilfe zeigt sich mittlerweile bei Geburten, bei der Schwangerenvorsorge und der Wochenbettbetreuung. Nicht mehr jede Frau findet eine Hebamme für eine außerklinische Geburt oder eine Wochenbettbetreuung. Doch auch in den Kliniken zeigt sich der Rückgang: In den vergangenen Monaten mussten immer wieder Kliniken ihre Kreißsaaltüren schließen, weil sie keine freiberuflichen sogenannten Beleghebammen mehr finden konnten – beispielsweise aktuell in Niebüll und Schmalkalden.

Weitere Informationen zur Situation der Hebammen in Deutschland auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes.

Der Fall Anna Rockel-Loenhoff

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In Deutschland wird mit zweierlei Maß gemessen, was die Hausgeburten oder Klinkgeburten angeht. 2008 kam bei einer Hausgeburt unter schwierigen Bedingungen (Hotelzimmer und Beckenendlage) ein Kind zur Welt, das innerhalb der ersten Stunde verstarb. Der Fall Anna Rockel-Loenhoff führt vor Augen: wir leben nicht mehr im finsteren Zeitalter, wohl aber im Zeitalter der Verblendung, in dem weibliches Weisheitswissen noch immer am Pranger steht!

Tod nach Hausgeburt im Verdacht der Tötungsabsicht

Wäre das Kind im Krankenhaus nach der Entbindung verstorben, weil es – wie Anzeichen vermuten lassen, nicht lebensfähig war, wäre sauber ermittelt worden und die Ärzte aufgrund höheren Schicksal gar nicht erst angeklagt worden. Nicht so die Hebamme und Ärztin Anna Rockel-Loenhoff, einer Ikone der natürlichen Geburt, die man nun, da sie sich der Technikgläubigkeit verwehrt, für 6 Jahre ins Gefängnis steckt und ihr lebenslanges Berufsverbot gibt. Der Tod geht nicht auf einen handwerklichen Fehler der Hebamme zurück, daher ist sie auch nicht wegen Fahrlässigkeit angeklagt gewesen, sondern wegen der Tatsache, dass sie die Mutter bei ihrem Wunsch im Hotel zu entbinden, unterstützt hat. Dass sie die Geburt überhaupt begleitet hat, darin sieht das Gericht die Tötungsabsicht bestätigt, einer „arroganten und sich selbst überschätzenden Hebamme“ wie es im Urteil heißt.

Diametrale Betrachtung von Geburt als natürlich versus lebensgefährlich

Nicht nur in der Urteilsverkündung, sondern auch im Prozessverlauf zeigen sich die Gräben, die zwischen natürlicher Geburtshilfe und hochtechnisierter Geburtsmedizin verlaufen. Der Prozess kam einer Vorverurteilung gleich: „Alle hören Hotelgeburt und Beckenendlage und denken, dass das Kind daran gestorben sein muss.“ So wurden die Fakten, wozu auch die genaue Todesursache zählt als unwesentlich nicht ermittelt. Es war Konsens, dass eine Geburt unter diesen Umständen den Tod des Kindes billigend in Kauf genommen habe. Wäre das Kind im Krankenhaus nach der Entbindung verstorben, weil es – wie Anzeichen vermuten lassen, nicht lebensfähig war, wäre sauber ermittelt worden und die Ärzte aufgrund höheren Schicksal gar nicht erst angeklagt worden.

Mainstream mit Vorurteilen gegenüber natürlicher Geburt reicht bis in höchste Kreise

Das Entsetzliche an diesem Fall sind nicht die Vorurteile in der Schulmedizin, die ihre Daseinsberechtigung aus der Unterdrückung der weiblichen Kraft ziehen oder die Mainstream-Meinung der Bevölkerung – immerhin befassen sich ja nur 2-4 Prozent der Menschen mit dem Thema Hausgeburten intensiv – nein, das Bestürzende ist, dass sich Vorurteile in den Köpfen von Akademikern und Entscheidungsträgern finden und auf dieser Basis ein Urteil fällen. Das legt den Verdacht nahe, dass es hier gar nicht um den Fall, sondern um die Statuierung eines Exempels ging: nur in der Klink darf geboren und gestorben werden, sonst handelt es sich um einen Fall von Tötungsabsicht. Wie sollen Hebammen denn so weiterarbeiten?

Geburt ist immer ein schicksalhaftes Ereignis

Wer leugnet, dass es auch bei bester Betreuung und Fähigkeiten aller Beteiligten leider auch zum traurigen Fall eines kranken, geschädigten oder sogar toten Kindes bei der Geburt kommen kann (bei etwa 3 von 1000 Geburten), der leugnet die Gesetze des Lebens. Geburt ist und bleibt ein schicksalhaftes Ereignis und das ist unabhängig von der Behandlung durch eine Hebamme oder einen Arzt. Eine Garantie auf ein gesundes Kind, kann niemand geben. Auch die Schulmedizin nicht, die das Sicherheitsargument ins Feld führt, damit es Argumente für eine Klinikgeburt gibt. Zu Hause ist ein dramatisches Ereignis „verantwortungslos“ und im Krankenhaus „höhere Gewalt“.

Positive Beeinflussung von Geburten durch weibliches Weisheitswissen

Dabei gibt es Belege, dass die schicksalhaften Verläufe lassen sich minimieren durch eine 1:1 Betreuung durch eine Hebamme und die Kompetenz der Mutter stärkende Geburtsvorbereitung und positive Ausrichtung auf die Geburt. Ganz zu schweigen von der höheren körperlichen Verletztheit von Müttern bei Geburten in Kliniken (ca. 20 Prozent nicht notwendige Kaiserschnitte und ca. 20 Prozent vermeidbare Dammschnitte) und deren Leidensgeschichte in Folge. Ganz zu schweigen von der steigenden Zahl der Mütter, die nach einem Kaiserschnitt aufgrund einer Infektion mit Krankenhauskeimen versterben. Diese Toten wären tatsächlich vermeidbar gewesen. Aber darüber wird geschwiegen!

Interview mit Anna Rockel-Loenhoff
Hier ein sehr nachdenklich machendes Interview mit der verurteilten Hebamme und Ärztin Anna Rockel-Loenhoff vor dem Antritt ihrer Haftstrafe! Über den Fall gibt es am 29. Juni 2016 um 22.03 Uhr im SWR 2 auch eine einstündige Dokumentation.

Die Ökonomisierung der Geburt

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Eine Ökonomisierung der Geburt greift immer mehr um sich. Und das mit fatalen Folgen: Die ökonomische Bewertung der geburtshilflichen Praxis stellt die Regeln einer förderlichen Geburtsbegleitung auf den Kopf. Ein krankes Gesundheitswesen hält sich auf dem Rücken von Mutter und Kind am Leben.

Ökonomisierung im Gesundheitswesen

Die Ökonomisierung im Gesundheitswesen treibt in der Geburtsmedizin verheerende Blüten. So hat sich die Zahl der Kaiserschnitt in den letzten 15 Jahren verdoppelt ohne dass die Kindersterblichkeit gesunken wäre.

Was ist damit eigentlich gemeint?

  1. Fallpauschalen: ein Kaiserschnitt bringt doppelt sowie eine normale Geburt
  2. Klassifikation von Patientinnen: die Zahl der als „Risikoschwangerschaften“ nimmt dadurch zu
  3. Standardisierung der Behandlungsoptionen: Zeitvorgaben innerhalb derer sich Geburt entwickeln muss, sonst folgen Interventionen (z.B. Wehenmittel)
  4. Ablöse von Diagnostik durch Risikomanagement: die Einleitung der Geburt bei Übertragung unabhängig von der Versorgung des Kindes und dessen Situation (u.a. werden Babys sogar zu früh geholt, weil Entbindungstermin falsch berechnet wurde)

Zerstörerische Kraft am Beginn des Lebens

    • Nur noch 7 Prozent der Geburten verlaufen ohne medizinische Interventionen
    • 93 Prozent der Frauen wird eine schöne, kraftvolle Geburtserfahrung verwehrt
    • 93 Prozent der Neugeborenen müssen unter Stress und erschwerten Bedingungen des Licht der Welt erblicken. Von den medizinischen Spätfolgen für Mutter und Kind ganz zu schweigen.

Barbara Duden, Medizinhistorikerin, Geschlechterforscherin und emeritierte Professorin der Leibniz Universität beschreibt diese Entwicklung der von oben durchgesetzten statt bedürfnisorientierten Politiken als „zerstörerische Kraft für eine abwartende und den Frauen beistehende, professionelle Geburtshilfe  – nämlich die Bedrohung einer wohnortnahen geburtshilflichen, abwartenden Grundversorgung und einer Geburtshilfe, deren erstes Merkmal einmal war, dass es für diesen Beistand Zeit braucht.“

Ihr Vortrag „Die Ökonomisierung der Geburt“ ist zu hören bei der Jahrestagung der GfG – Gesellschaft für Geburtsvorbereitung am 16. September 2016 in Freiburg. Weitere Infos auf der Website GfG.

Ein Jahr FlowBirthing!

Zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai blickt die Online-Plattform für neue Geburtskultur auf ein erfolgreiches Jahr zurück. FlowBirthing feiert seinen 1. Geburtstag!
Gemeinsam mit dem Mankau Verlag initiierte die Autorin Kristina Marita Rumpel das interaktive FlowBirthing-Portal, um werdende Mütter und Väter auf dem Weg zu einer selbst-bewussten, natürlichen und freudvollen Geburt zu unterstützen. So entstand ein Forum für den persönlichen Austausch und ein professionelles Angebot an Dienstleistungen rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt.

Aufbruch in eine neue Geburtskultur

Seit einem Jahr besteht das Internetportal www.flowbirthing.de, welches im Rahmen der Buchveröffentlichung von „FlowBirthing – Geboren aus einer Welle der Freude“ von der Autorin Kristina Marita Rumpel und dem Mankau Verlag ins Leben gerufen wurde. Im Gründungsjahr wurde das Portal mit dem Health Media Award 2015 für herausragende und nachhaltige Kommunikation im Bereich Frauengesundheit ausgezeichnet. Ziel ist der Aufbruch in eine neue Geburtskultur, um Wege aufzuzeigen, wie Frauen die Geburt ihres Kindes als freudvolles, wunderbares Ereignis erleben können.

Über 300 FlowBirthing-Netzwerkpartner/innen sind bereits dabei

Von Anfang an fand das in Deutschland, Österreich und der Schweiz einzigartige Projekt namhafte Unterstützer, wie z. B. Paul Lehrieder MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag, oder die bekannte Autorin und Heilpraktikerin Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg. Rund 300 FlowBirthing-Netzwerkpartner/innen aus dem deutschsprachigen Raum sind inzwischen gelistet und können über eine Suchfunktion von den Schwangeren in ihrer Heimatregion mit einem Mausklick gefunden werden.

Professionelles Angebot und persönlicher Austausch

Das Portal informiert Schwangere über Schwangerschaft und Geburt mit dem Fokus auf der natürlichen Kraft der Frau. Jenseits von Angst und Technikgläubigkeit zeigt sich Weiblichkeit als Geschenk und Geburt als Fest des Lebens. Durch die Vielfalt der Angebote kann jede Schwangere die für sie passende Unterstützung auf ihrem Weg finden.
Über 4.000 Facebook-Freunde gehören inzwischen zur FlowBirthing-Familie, und das Feedback ist durchweg positiv. Besonders der regelmäßige Schwangerschaftstipp von FlowBirthing auf Facebook erfreut sich großer Beliebtheit.

Werden auch Sie Teil der FlowBirthing Familie und vernetzen Sie Ihre Angebote für Schwangere und Gebärende auf dem Portal kostenlos und online. Oder tragen Sie die Idee einer neuen Geburtskultur weiter und liken die FlowBirthing Facebook-Seite!

Nein zu Gewalt

Gewalt in der Geburtshilfe ist weltweit ein Problem. Auch in Deutschland wird zunehmend darüber gesprochen. In Berlin machte die ENCA, European Network of Childbirth Associations „Gewalt in der Geburtshilfe“ jetzt zum Thema. Es gilt das Schweigen zu brechen, damit sich etwas ändern kann. Peace on earth begins with birth!

Gewalt in der Geburtshilfe ist ein tabuisiertes Thema

Frauen aus 20 europäischen Ländern kamen am 9. April 2016 in Berlin zusammen, um sich über die aktuelle Situation, die Gründe und Folgen gewalttätiger Handlungen gegen Frauen unter der Geburt auszutauschen. Anliegen der Tagung war es, das Thema Gewalt in der Geburtshilfe aus der Tabuzone zu holen, eine Öffentlichkeit für die Betroffenen zu schaffen und die Vernetzung der europäischen Aktiven

Was wird unter Gewalt in der Geburtshilfe verstanden?

Gewalterfahrungen unter der Geburt reichen von aufgezwungenen oder ohne ausdrückliche Zustimmung vorgenommenen medizinischen Eingriffen über unnötige Untersuchungen, Demütigungen und Beleidigungen der Gebärenden. Diese Zustände überhaupt als Gewalt zu benennen und Änderungen zu bewirken, ist ein erster Schritt in Richtung mehr Bewusstheit und Prävention.

Forderungen angesichts Gewalt in der Geburtshilfe

  1. Respekt gegenüber der natürlichen Gebärfähigkeit der Frau sowie der Rechte von Mutter und Kind
  2. Eins-zu-eins-Betreuung während der Geburt
  3. Implementierung des Rechtes auf die freie Wahl des Geburtsortes
  4. Kostenübernahme der psychosozialen und therapeutischen Betreuung der Opfer durch die Krankenkassen
  5. Angebote, die auf die Bedürfnisse von Migrantinnen zugeschnitten sind
Die Dokumentation der Tagung erscheint Anfang Juli 2016 und kann bei der GfG unter www.gfg-bv.de angefordert werden.

Die wichtige Rolle von Elterninitiativen

Gruppenfoto einer Elterninitiative

Unsere Gesellschaft ist existenziell darauf angewiesen, dass Kinder gezeugt, geboren und im Aufwachsen begleitet werden. Eltern übernehmen für die nächste Generation eine gesellschaftlich herausragende Aufgabe, die Anerkennung und Schutz braucht und verdient – es geht hierbei um die Rechte von Eltern und die Rechte von Kindern. Gerade auch den werdenden Müttern muss Aufmerksamkeit und Fürsorge gelten, denn lange vor der Geburt ist das Kind abhängig von den Bedingungen, unter denen die Mutter lebt.

Fehlentwicklungen in der Geburtshilfe

Die Elterninitiative, deren Mitglied FlowBirthing seit dem 12. März 2016 ist, stellt mit großer Sorge fest, dass die Rahmenbedingungen in der Geburtshilfe und Geburtsmedizin zu erheblichen Fehlentwicklungen der Geburtskultur insgesamt geführt haben. Diese Entwicklungen gefährden die seelische und körperliche Gesundheit von hundert tausenden Müttern, Kindern und Familien. Mit den Sorgen werdender Eltern um ihr Ungeborenes werden Milliardenbeträge erwirtschaftet. Die Grenzen zwischen sinnvoller Vorsorge und Gesundheitsmarkt sind für Eltern meist nicht durchschaubar.

Forderungen der Elterninitiativen

Eltern wollen die anhaltende Verschlechterung der psychosozialen und gesundheitlichen Rahmenbedingungen bei der Erwartung und Geburt eines Kindes nicht länger hinnehmen. Vor diesem Hintergrund fordern sie eine grundlegende Reform der geburtshilflichen Rahmenbedingungen.

  • Eltern fordern Transparenz zur Unterscheidung zwischen einer Vorsorge, die an den individuellen Bedürfnissen orientiert ist und den Interessen eines wirtschafts-orientierten Gesundheitsmarktes. Außerdem fordern sie ein Informationsgebot über die gleichberechtigte Vorsorgemöglichkeit durch Hebammen.
  • Sie fordern, dass auch im klinischen Umfeld der Individualität und Selbstbestimmung der Gebärenden Rechnung getragen wird. Eltern treten für die Förderung der physiologischen Geburt und konkrete Maßnahmen zur Senkung der Kaiserschnittrate ein. Die Abschaffung invasiver Routinemaßnahmen und die konsequente Eins-zu-Eins-Betreuung jeder Gebärenden durch eine Hebamme sind zentrale Forderungen zur Verbesserung der klinischen Geburtshilfe.
  • Eltern fordern die stärkende Begleitung durch freiberuflich und geburtshilflich tätige Hebammen in allen Phasen des Elternwerdens.
  • Sie fordern, dass neben der Hausgeburtshilfe die von Hebammen aufgebauten und am Bedarf von Eltern orientierten Strukturen zur Geburtshilfe, wie Geburtshäuser, Hebammenkreißsäle, Hebammenpraxen ausgebaut, finanziell abgesichert und angemessen vergütet werden.
  • Eltern fordern die gesellschaftliche Anerkennung einer notwendigen Unterstützung von Frauen/ Paaren in der Familiengründungsphase. Eine psychosoziale Unterstützung durch familiennahe Dienstleistungen vor, während und nach der Geburt ist unerlässlich. Die Notwendigkeit besteht, weil insbesondere in Städten nur noch selten eine familiäre Flankierung möglich ist und bei der Begleitung und Versorgung junger Mütter eine Lücke klafft.
  • Eltern sehen eine staatliche Mitverantwortung zur Regelung wohnortnaher Versorgung.

Wenn auch Sie sich engagieren und eine grundlegende Veränderung erreichen möchten, dann werden Sie Mitglied in der Elterninitiative. Anmeldung per Mail möglich. Oder Sie arbeiten mit Schwangeren und möchten Teil des FlowBirthing-Netzwerkes werden, das Gesicht zeigt für einen neue Geburtskultur, dann tragen Sie sich kostenlos und online ein!

Frohe Ostern mit dem FlowBirthing-Ei!

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Mit dem FlowBirthing-Ei verabschieden wir uns in die Osterpause. Die ovale Eiform steht für eine sichere und beschützte Geburt. Das FlowBirthing-Ei symbolisiert Geburt als einen in sich stimmigen und harmonischen Vorgang.

Geburt als Verschmelzungsprozss

Im FlowBirthing-Ei kommt zum Ausdruck, dass Geburt aus inwendig weiblicher Perspektive kein Trennungs-, sondern ein Verschmelzungsprozess ist. Das FlowBirthing-Ei als Symbol bündelt sozusagen die Kraft und hält die Essenz vor Augen, dass Geburt von Natur aus ein Akt der Liebe und Verbundenheit ist. Das FlowBirthing-Ei unterstützt den Vertrauensbildungsprozess in die eigene Gebärfähigkeit und den weiblichen Körper.

Sichere Geburten durch die Hingabe an die weibliche Schöpfungskraft

In enger Verbundenheit zwischen Mutter und Kind und der Hingabe an die urweibliche Schöpfungskraft fließt neues Leben auf einer Welle der Freude ans Licht – als Ausgangspunkt für ein Leben in Freude. Wie heißt es so schön: „Peace on earth begins with birth!“ Der Spruch war noch nie bedeutungsvoller wie in diesen Tagen!

Wer sich dafür interessiert, welch tiefere Bedeutung eigentlich hinter den Osterbräuchen steht, dem sei der aktuelle Blog-Beitrag von Andrea Dechant ans Herz gelegt. 

Equal Pay Day für gerechte Bezahlung

Hebammen begleiten Frauen in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit hat eine hohe gesellschaftliche Wertschätzung. Ein angemessenes Gehalt bekommen Hebammen jedoch nicht. Zum Equal Pay Day thematisiert der Hebammenverband Vergütung und Arbeitsbedingungen von Hebammen.

Frauenberufe sind schlecht bezahlt

Hebammen gehören zu den Care-Berufen. Das sind Frauenberufe, die vergleichsweise schlecht bezahlt werden. Frauen verdienen in Deutschland derzeit durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Der Equal Pay Day weist auf diesen Missstand hin und möchte in diesem Jahr unter dem Motto „Was ist meine Arbeit wert?“ die Wertschätzung und damit auch die Bezahlung sozialer Dienstleistungen erhöhen.

Unverzichtbarer Dienst für die Gesellschaft ist nichts wert

„Hebammen unterstützten Frauen in allen Phasen der Schwangerschaft und begleiten den Beginn des Lebens. Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst für Mutter und Kind. Hebammenarbeit ist verantwortungsvoll und sollte entsprechend bezahlt werden“, sagt Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbands e. V. (DHV) und Beirätin für angestellte Hebammen. Mit Aktionen zum Motto „Was ist meine Arbeit wert?“ macht der Verband auf die Schieflage aufmerksam.

Schwarze Zukunft für Hebammen ohne Wertschätzung

Neben einer geringen Vergütung erschweren derzeit die Arbeitsbedingungen die Tätigkeit von angestellten Hebammen in den Kliniken. Eine aktuelle Umfrage des DHV unter angestellten Hebammen zeigt steigende Arbeitsbelastungen durch eine Zunahme von fachfremden Tätigkeiten und Personalmangel. Seit Jahren steigt die Teilzeitquote bei Hebammen in Kliniken. Viele Kliniken finden mittlerweile keine Hebammen mehr.

Wer sich vertiefen möchte zu den Problemen, mit denen sich die Hebammen in Deutschland derzeit herumschlagen müssen, der findet wertvolle Infos auf der Website des Dt. Hebammenverbandes unter www.deutscherhebammenverband.de