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Oxytocin – der Schlüssel für eine leichte Geburt

Oxytocin - der Schlüssel für eine leichte Geburt

Eine leichte Geburt, das wünscht sich wohl jede Frau. Gut zu wissen, dass der weibliche Körper genau dafür bestens vorbereitet ist.

Oxytocin – der Schlüssel für eine leichte Geburt
Oxytocin ist das Hormon, welches der Körper unter der Geburt produziert und das verantwortlich für die Kontraktionen der Gebärmutter ist. Das Wort stammt aus dem altgriechischen: ökys = schnell und tokos = Geburt, also okytokos = leicht gebärend.

Eine leichte Geburt ist somit im Körper vorprogrammiert, wenn wir ihn denn lassen. Das Hormon kommt nur dann voll zur Ausschüttung, wenn die Gebärende entspannt ist und sich sicher und liebevoll behandelt fühlt.

Geburt als Liebesakt des Lebens mit sich selbst
Oxytocin ist nämlich auch das Liebeshormon, welches für das Lustempfinden beim Sex und darüber hinaus auch nach der Geburt für die Milchproduktion verantwortlich ist. Oxytocin ist also als das Liebes- und Glückshormon vor und nach der Geburt zuständig und dann natürlich auch während der Geburt.

Geburt ist somit nichts anderes als der Liebesakt des Lebens mit sich selbst. Manche Frauen empfinden die Ausschüttung des Hormons und damit die Geburt auch als lustvoll. Das ist rein körperlich betrachtet ganz normal. Nur tun wir uns noch schwer mit dieser Sichtweise, sind wir doch aufgewachsen mit der Vorstellung, dass Geburt schmerzhaft sein muss.

Und warum empfinden so viele Frauen Geburt immer noch als schmerzhaft?
Ganz einfach, weil nur noch ca. 7 Prozent der Geburten natürlich – also mit einer vom Körper selbst produzierten und damit die Geburt regulierenden Oxytocin-Ausschüttung – ablaufen. Bei 93 Prozent der Frauen wird in den Geburtsverlauf von außen eingegriffen und die natürliche, leichte Geburt erschwert.

Künstliches Oxytocin hat keinen Liebeseffekt – es löst künstliche Wehen aus, die von den meisten Frauen als sehr schmerzhaft empfunden werden, weil sie ihnen aufgezwungen werden und sich nicht von innen heraus entwickeln können.

Studie: Hausgeburten sicherer als Klinikgeburten

Hausgeburten sichererr als Krankenhausgeburten

Hausgeburten sind sicherer als Krankenhausgeburten. Dieser Satz klingt in unseren Ohren wie ein Fake News. In den Niederlanden sind Hausgeburten ganz alltäglich. Ein Blick über die Grenze lohnt sich.

Traditionell viele Hausgeburten in den Niederlanden
Die Niederlande sind ein Land, in dem es traditionell viele Hausgeburten gibt. Hier ist eine Hebamme die Fachfrau für physiologisch normal verlaufende Schwangerschaften und Geburten. Der Arzt wird nur bei Risiko-Situationen herangezogen.

Hausgeburten sind ganz normal
Das Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit und in Hausgeburten ist ein Grundverständnis, mit dem in den Niederlanden jedes Mädchen aufwächst. Ein Großteil der Menschen dort wird auch zu Hause geboren. Hausgeburten sind in den Niederlanden ganz normal und selbstverständlich.

Hausgeburten in Deutschland exotisch
Hingegen werden in Deutschland nur knapp 2 Prozent der Kinder im vertrauten Umfeld geboren. Durch die neuen Regelungen, ab wann eine Schwangerschaft als „übertragen“ gilt, werden Hausgeburten de facto weiter erschwert.

Mehr zum Thema liefert ein sehr interessanter Artikel über Hausgeburt versus Spitalgeburt. Darin wird eine Studie aus den Niederlanden zitiert, die zu dem Schluss kommt, dass Hausgeburten sicherer sind als Klinikgeburten. In Deutschland fehlen solche Studien bislang.

Mehr zur Studie …

Die zwei Seiten der Geburtswehe

Die zwei Seiten der Geburtswehen - Geburtswehen, Wehen, Regeneration, Entspannung

Ein Phänomen unter der Geburt: Die veränderte Zeitwahrnehmung. Daher ist es wenig ratsam, auf die Uhr zu schauen. Ein Minute kann sich wie Stunden anfühlen. Dein Empfinden und wie du die Geburt erlebst, hängt davon ab, worauf du dich konzentrierst. Erfahre hier mehr:

Gebären mit Hilfe der Regenerationszeit
Rein rechnerisch hast du ca. 12 Minuten pro Stunde Wehen. Wendest du deinen Blick von den Strapazen weg zur Entspannung, dann heißt das umgekehrt, dass du 48 Minuten Zeit hast zur Regeneration. Du entscheidest, auf was du deinen Fokus legst.

Die zwei Seiten der Wehe
Bist du auf Schmerz gepolt und hast Angst vor der nächsten Wehe, dann fokussierst du dich auf die 12 Minuten, die dir wie eine Ewigkeit vorkommen. In jeder Pause bist du schon angespannt vor der nächsten Wehe und verspannst. Die nächste Wehe muss dann gegen deinen Widerstand – und das erzeugt mehr Schmerzen. Entscheidest du dich bewusst, dich auf die Entspannung als größeren Teil des Geburtsprozesses zu konzentrieren, dann kannst du die Pausen nutzen, um neue Kraft zu schöpfen.

Mach aus Schmerzen einen Kraftschub
Lerne von der Weisheit deines Körpers, der nach jeder Anstrengung, jeder Kontraktion der Wehe eine Pause zur Regeneration einlegt. Sei du ebenso klug, lass deinen Körper durch die Wehen führen und arbeite du bewusst daran, die Regenerationsphasen als Pausen zu erleben. So kannst du aus den Schmerzen einen Kraftschub entwickeln.

Du entscheidest dich, welche Seite deine Geburt dominiert: Schmerz oder Entspannung. So oder so wirst du auch die Geburt erleben.

Wassergeburten erfreuen sich großer Beliebtheit

Wassergeburt, Geburt im Wasser

Wasser ist die Grundlage allen Lebens und das Element des Weiblichen. Im Kontakt mit Wasser kommen wir mit unserer Intuition, unseren inneren Instinkten in Kontakt. Bei der Geburt hilft es dir, in deine weibliche Kraft zu kommen.

Wasser und die weibliche Urkraft
Wasser ist Leben, und wir Menschen bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser. Im Wasser ist die Ur-Information enthalten, die etwa ein Samenkorn dazu bringt, nach langer Zeit der Lagerung auszutreiben. Wasser gilt als Symbol für Fruchtbarkeit und die weibliche Urkraft, den Quell allen Seins.

Wasser mit hoher Symbolwirkung
Wasser steht für die Fähigkeit, mit Leichtigkeit und Weichheit zu fließen und dabei doch eine ungeheure Kraft zu entfalten. Wasser höhlt auf Dauer den härtesten Stein. Es kann jeden Raum und jede Ritze ausfüllen und verkörpert Einheit und Verbundenheit. Wasser lässt sich nicht trennen.

Verbindung von Wasser und Geburt
Mit all diesen Eigenschaften gibt es eine direkte Verbindung zu Schwangerschaft und Geburt. Es ist also kein Wunder, dass sich Wassergeburten immer größerer Beliebtheit erfreuen: Es liegt in der Natur der Sache.

Fünf Gründe für eine Geburt im Wasser

  1. Wir kommen aus dem Wasser. Dein Kind reift im Fruchtwasser heran. Im Wasser zur Welt zu kommen ist ein sehr sanfter Übergang für dein Kind.
  2. Das warme Wasser erleichtert dir die Hingabe an die Geburtswellen. Du wirst vom Wasser getragen und von der Urkraft umspült.
  3. Das Wasser unterstützt dich dabei, körperlich und geistig frei und offen zu werden. Eine wichtige Voraussetzung für eine sanfte, natürliche Geburt.
  4. Im Wasser fällt es dir leichter, im Flow der Geburt zu bleiben, mitzufließen und die Herausforderungen der Geburt in Leichtigkeit zu bewältigen.
  5. Es gibt nichts Stärkeres, als die mystische weibliche Kraft des Wasser bei der Geburt zu erfahren.

Alternativer Schwangerschaftskongress

Flowbirthing Blog_Baby willkommen heißen

Alternativer Schwangerschaftskongress: Am 1. Februar geht’s los. Sei du dabei!

Es geht um nichts weniger, als dass wir Frauen uns die Magie der Geburt als einzigartige Lebens-Erfahrung zurückholen, aus der Mutter und Kind gestärkt hervorgehen können. Komm in deine Kraft und lass dich inspirieren, informieren, ermutigen.

Veranstaltung mit Herz und Verstand

Der Veranstalterin Yvonne Butowski ist eine berührende Zusammenstellung gelungen, die die weibliche Kraft als lebensspendende wundervolle Gebärkraft zeigt. Sie nimmt uns mit auf eine Reise über alle Klippen im Außen ins Innerste, ins Allerheiligste.

Plädoyer für die weibliche Kraft

Der alternative Schwangerschaftskongress ist ein Plädoyer für die weibliche Kraft. Er ist nicht nur für Schwangere sondern für alle Frauen interessant, die sich ihrer Kraft erinnern wollen. Und generell für alle, die den Beginn und damit das Leben als Ganzes mit anderen Augen sehen wollen.

Schwangerschaftskongress

Trailer zum Alternativen Schwangerschaftskongress

Sehr zu empfehlen! Schaut Euch den Trailer an – er geht unter die Haut. Wie anders könnte unsere Welt sein, wenn Frauen wieder kraftvoll gebären und gestärkt als Frau und Mutter aus der Geburt hervorgehen. Die Zeit für Selbstermächtigung ist jetzt!

18 Interviews kostenlos

In 18 Video-Interviews geht Sie mit den besten Experten folgenden Fragen nach:

– Welche alternativen Geburtsvorbereitungsmöglichkeiten gibt es?
– Mit welcher Ernährung werden Mutter und Kind optimal mit Nährstoffen versorgt?
– Welche Heilpflanzen helfen in der Schwangerschaft?
– Welche Körperpflege tut der Haut wirklich gut?
– Was kann mir als Schwangere helfen zur Geburt in meine weibliche Kraft zu kommen?
– Wie kann ich mich als Schwangere auf eine natürliche Geburt, auch nach Kaiserschnitt, vorbereiten?
– Wie kann ich meinem Kind einen sanften Übergang ins Leben außerhalb der Gebärmutter ermöglichen?
– Welche Bedeutung hat die Atmung für Mutter und Kind?
– Wie kann der Mann die werdende Mutter unterstützen?
– Wie lassen sich Geburtstraumata auflösen?

Expertinnen aus dem FlowBirthing-Netzwerk

Hör Dir die spannenden Antworten von an! Ingeborg Stadelmann, Florian Sauer, Kiria Vandekamp, Dr. med. Ute Taschner, Sydney Sobotka, Sarah Schmid, Anne-Sophie Montandraud, Dorothea Poster, Anne Zietmann, Eva Abert, Linda Stegmann, Stefanie Bruns, Lisa von Reiche, Kristina M. Rumpel, Randi Ann Hausmann, Lara Horlacher, Birthe Brahmer-Lohss und Bianca Angela Maria Heinl

Unter den Expertinnen finden sich auch Netzwerkpartnerinnen von FlowBirthing. Das Interview von Buchautorin und Mitinitiatorin von FlowBirthing, Kristina M. Rumpel, bildet den Abschluss des Alternativen Kongresses und ist am 8. Februar um 20 Uhr zu hören. Der Kongress findet online statt, und die Anmeldung ist jederzeit kostenlos möglich.

Hochsensibilität bei der natürlichen Geburt

Flowbirthing Blog Hochsensibilität

Während der Geburt wird jede Gebärende eine hochsensiblen Frau und das ist sinnvoll. Durch die körperliche Öffnung kommt sie in einen Zustand der gesteigerten Wahrnehmungssensibilität. Das macht sie besonders dünnhäutig für Zwischentöne im Kreißsaal.

Förderung der natürlichen Geburt

Für die GeburtsbegleiterInnen bedeutet dies eine erhöhte Sensibilität für die eigenen Gefühle, für die Kommunikation und den Umgang mit den Gebärenden, um Frauen unbewusst nicht in ihrer Kraft zu beschneiden, sondern fördern zu können.

Frauen sind heutzutage vermehrt ängstlich, ohne Körperbewusstsein und Vertrauen in die natürlichen Prozesse. Um in ihre Kraft zu kommen, sind sie immer mehr den je auf die „Kraftspritze“ durch die sie betreuenden Personen angewiesen.

Gewalterfahrung unter der Geburt

Zunehmend sprechen Frauen über Gewalterfahrungen unter der Geburt, die durch die Diskrepanz zwischen professioneller Herangehensweise und den besonderen Empfindsamkeit von Gebärenden zustande kommen können ohne dass dies den GeburtshelferInnen bewusst oder gar willentlich provoziert worden wäre.

Störfaktoren der Geburt

Aufgrund der gesteigerten Wahrnehmungsfähigkeit von Gebärenden nimmt die Frau im Kreißsaal die Atmosphäre besonders intensiv wahr. Sie hört förmlich das Gras wachsen. Zwischentöne, auch wenn diese sich gar nicht auf die Gebärende beziehen, können sich als Störfaktoren mittelbar auf den Fortgang der Geburt auswirken. Diese sind:

  • Hektik
  • Arbeitsbelastung: Zeit- und Verantwortungsdruck
  • negative Gedanken und Gefühle der GeburtshelferInnen: Angst und Überforderung
  • Streitigkeiten hinter den Kulissen: Kompetenzgerangel

Nocebo-Effekt

Bewusstheit über die tieferen Wirkweisen und eine klare Kommunikation und Gedankenhygiene auf Seiten der Geburtshelfer ist für eine natürliche Geburt aus eigener Kraft entscheidend. Positive wie negative Gedanken oder Gefühle werden von der Gebärenden wirken sich durch die geöffnete wahrnehmen besonders stark aus – im Guten wie im Schlechten. Der Nocebo-Effekt – ein negativer Gedanke, der sich negativ auf den tatsächlichen Verlauf auswirkt – ist bei Geburten daher besonders zu beachten.

Gehen Sie daher so positiv und vertrauensvoll wie möglich durch ihre Schwangerschaft und in die Geburt.

Die Kraft der Intuition für die Geburt nutzen

Flowbirthing Blog Intuition

Bei der Geburt bringt eine Frau ihr Innerstes nach Außen. Es liegt auf der Hand, dass ihr dies umso leichter gelingt, je mehr sie gewohnt ist nach Innen zu schauen und ihrer inneren Stimme zu vertrauen. Intuition oder höhere Führung sind andere Worte für dieses Weisheitswissen, das im weiblichen Körper eingeschrieben ist. Lies hier, wie die Kraft der Intuition für die Geburt zu nutzen ist:

Schnelle laute Welt

Unsere Welt dreht sich immer schneller. Der Stress und die Hektik machen auch vor Schwangeren nicht halt. So viele Dinge, die noch schnell vor dem Baby erledigt, abgearbeitet, besorgt, vorbereitet und geplant werden wollen. Kaum jemand hat die Ruhe, sich einfach nur hinzusetzen und nach innen zu lauschen. Wozu auch?

Der Blick nach Innen

Im Inneren wächst das Baby, hier vollzieht sich gerade ein Wunder. In den Monaten der Schwangerschaft wachsen Schwangeren besonders feine Antennen, die sie bereit machen, in Kontakt mit ihrem Baby im Bauch und ihrer Intuition zu kommen. Der Körper hat fast zehn Monate für diese Bewusstseinsschulung und Innenschau vorgesehen, doch wer nutzt sie?

Signale des Körpers

Die stillen Momente fest in die Schwangerschaft einzuplanen, um ohne Ablenkung von außen, nach innen zu hören, zu fühlen, zu schauen, ist für eine leichte und gelingende Geburt Gold Wert. Denn nur die Gebärende selbst bzw. ihre Körper und ihre Kind wissen, wie die Geburt am sichersten verlaufen kann. Doch Vertrauen kann nur, wer gelernt hat auf die Signale des Körpers und des Babys zu achten.

Dialoge mit dem Baby im Bauch statt 3D Bilder

Darum sind die vielen Untersuchungen in der Schwangerschaft und die Gerätemedizin auch kontraproduktiv, weil sie letztlich die Schwangere davon abhalten, nach Innen zu schauen. Sie bleiben im Blick der anderen von außen und freuen sich über 3D Ultraschallbilder ohne zu ahnen, dass sie bereits in Dialog mit ihrem Kind treten können bzw. das schon sind.

Göttliches Geschenk

Gewiss ist dies auch ein Merkmal unserer verquerten Zeit. Wie Albert Einstein schon sagte: „Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist paradox, dass wir heutzutage angefangen haben, den Diener zu verehren und die göttliche Gabe zu entweihen.“ Darum fällt es vielen Schwangeren wohl auch so schwer, sich mit sich zu beschäftigen, sich und ihr Baby inwendig kennenzulernen, um für den innigsten Moment des Lebens, die Geburt eines neuen Menschen, bereit zu sein.

Sinneseindrücke bewusst wahrnehmen

Wer die Kraft der Intuition für sich und die Geburt nutzen möchte, der sei geraten, sich viel in der Natur aufzuhalten und sich die Zeit zu nehmen, in der Natur sitzend bewusst in die Sinneswahrnehmung zu gehen. Nicht mehr nur einer Idee von etwas nachjagen, sondern hören, fühlen, sehen, schmecken. Dies ist der sicherste Weg, wieder mit sich in Kontakt zu kommen. Die innere Stimme wird immer deutlicher hörbar.

Tipp: Dokumentarfilm InnSaei

Die Kraft der Intuition ist auch ein aktueller Dokumentarfilm. InnSaei ist eine Geschichte über Selbst-Hinterfragung, Wissenschaft, Natur und Kreativität. Der Film nimmt uns mit auf eine Reise, auf der die Kunst enthüllt wird, wie man in der heutigen Welt, voller Stress und Ablenkungen, nicht den Kontakt zu sich selbst verliert. Er ist sehr sehenswert – auch da Intuition eine urweibliche Qualität ist.

Bericht einer Hausgeburt

Kiria Vandekamp, Netzwerkpartnerin von FlowBirthing, hat eine berührende Rückmeldung einer Mutter, die zu Hause entbunden hat mit uns geteilt. Es ist einfach wunderschön zu hören, dass die Geburt ein stärkendes Erlebnis für Mutter, Kind und die ganze Familie war, darum teile ich die Worte der jungen Mutter hier:

Wunderschöne Hausgeburt

„(Unser Kind) ist mit der Unterstützung von zwei (per Zufall) Hebammen und meinem Mann zu Hause im Familienbett auf die Welt gekommen. Es war ein wunderbares Erlebnis für alle Beteiligten!

Der Geburtszauber hält an

Die Geburt verlief sehr ruhig und entspannt, da ich nicht einen Moment auf der Geburtsreise an den Fähigkeiten von mir und meinem Körper gezweifelt hatte. Ich war umgeben von wunderbaren Menschen – meiner „Traumbesetzung“. Die Kleine war zwar nach 3 Stunden auf der Welt, aber der GeburtsZauber hält aber immer noch an. Das Schlafzimmer behält den Zauber regelrecht inne.

Kraftvolle Geburt stärkt die Mutter im Innersten

Während der Geburt war ich völlig in mir und habe kaum mitbekommen was um mich herum passiert. Ich hab dabei so irre viel über meinen Körper gelernt. Noch heute bin ich beim Schreiben über die Geburt wie benebelt. Ich weiß zwar wie es sich angefühlt hat, kann es aber nicht in Worte fassen. Ich habe von dieser Geburt so viel über mich erfahren – vor allem wie stark ich bin, dass ich am stärksten bin, wenn ich auf meinen Körper und Instinkt vertraue.

Stärkung der ganzen Familie durch bewusste Geburtsvorbereitung

Aber die Geburt und die Arbeit davor, hat nicht nur mir Vertrauen ins Leben geschenkt, sondern auch meinem Mann und meinen Töchtern. Sie hat uns als Familie Stärke und Vertrauen gegeben, dass wir der Meinung sind „Nie wieder anders und jederzeit nochmal so!“

Kiria hat den Sex, Spirit, Birth Online Kongress organisiert und bietet Beratung zum Thema „Sexualität, Spiritualität & Geburt“ sowie grundsätzlich zu Frauenthemen, wie der Vertiefung deines Kontaktes zu deinem Schoßraum und damit deiner urweiblichen Kraft. Weitere Infos unter www.sensualbirthing.de.

Stehend gebären

Zwei von drei Kindern auf der Welt werden mit Hilfe der Schwerkraft in einer vertikalen Position, also stehend, hockend, sitzend geboren. Eine solche Geburtsposition entspricht den anatomischen Gegebenheiten. „Außer dem Kopfstand gibt es keine unsinnigere und unnatürlichere Geburtshaltung, als flach auf dem Rücken zu liegen“, so der Ethnologe Wulf Schiefenhövel.

Die natürliche Gebärposition

Die Feldforschung der Humanethnologie der Max-Planck-Gesellschaft in West-Neuguinea liefert Hinweise für die natürliche Geburt. Bei den Eipo, einem Naturvolk auf Steinzeitlicher Kulturstufe, gebären die Frauen im Stehen oder Hocken, ihr Kind gleitet, ohne dass es von irgend jemand berührt wird, auf den mit Farnblätter bedeckten Boden. Es wird gereinigt und mit einem Bambusmesser abgenabelt, allerdings erst, nachdem auch die Plazenta geboren ist.

Die Vorteile einer aufrechten Geburtsposition:

  1. Die Schwerkraft unterstützt die Wehen und kann die Geburt um bis zu drei Stunden verkürzen.
  2. Die Gebärende kann in Bewegung besser entspannen und kann aktiv mit den Wehen umgehen und hat daher weniger Schmerzen.
  3. Im Stehen drückt das Kind nicht auf die Aorta und so ist die Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind besser.
  4. In einer aufrechten Position ist der Geburtskanal deutlich gestreckt und für das Kind daher leichter zu passieren.
  5. Im Liegen kann das Becken sich nicht weiten, da die Gebärende darauf liegt. Ohne Beckenaufdehnung wird es schmerzhafter.

Über 300 Jahre lang liegend unter Schmerzen gebären – warum?

Liegend gebären kam vom französischen Hof über ganz Europa. Der „Sonnenkönig“ liebte es seinen Frauen beim Gebären zuzusehen und das gelang ihm, wenn sie lagen, besser. Er ersetzt den üblichen Gebärstuhl durch ein Bett.
Etwa zur gleichen Zeit verdrängten die Ärzte die Hebammen als Geburtshelfer und sie festigten ihre Macht, in dem sie die Frauen aufs Kreuz legten. Und je mehr in den Kreißsälen untersucht, überwacht, operiert, geschnitten und behandelt wurde, um so unabdingbarer schien es, daß die Frau in für den Arzt bequemer Höhe flach auf dem Rücken lag.

Wer mehr darüber erfahren möchte, dem sei ein Artikel aus der Zeit „Mit der Schwerkraft ins Leben“ aus den 80er Jahren empfohlen. Er ist noch immer aktuell.

 

Die Vorteile einer Wassergeburt

Wasser ist Leben und Wasser ist ein urweibliches Element. Im Wasser wird die Gebärende durch die Geburtswellen getragen. Wasser ist eine Kraftquelle für Frauen unter der Geburt. Wassergeburten erfreuen sich großer Beliebtheit – seit Jahrtausenden.

Im Wasser gebären

Betrachtet man die Ureinwohner von Hawaii, eine einst matriarchale Kultur, so zeigt sich, dass Wasser und Geburten auf natürliche Weise miteinander verbunden sind. Noch heute ist es für Frauen dort selbstverständlich, im freien Gewässer eins mit Mutter Erde zu gebären.

Wassergeburten

Wassergeburten wie wir sie heute kennen, kamen in den 60er Jahren von Russland nach Europa. Inzwischen hat fast jedes Krankenhaus und Geburtshaus eine Badewanne. Für Hausgeburten gibt es aufblasbare Pools zu mieten oder kaufen. Wassergeburten werden immer beliebter. Auch weil der Übergang für das Neugeborene vom Fruchtwasser ins Becken so sanft ist.

Wasser trägt durch die Geburtswellen

Im Wasser ist die Gebärende getragen, sie fühlt sich schwerelos und frei. Wasser entspannt und beruhigt. Im Wasser fällt es leichter, sich der Natur vertrauensvoll hinzugeben. Alles Leben ist aus dem Wasser entstanden. Wasser ist urweiblich und daher das ideale Element für Geburten.

Vertraut werden mit dem Element Wasser

Viele Frauen empfinden den Aufenthalt im Wasser während der Wehen als sehr erleichternd und die Geburt fördernd. Doch es kommt vor, dass Frauen am Ende doch den festen Halt bevorzugen. Dies hat hauptsächlich damit zu tun, dass sie mit dem Element Wasser nicht so vertraut sind. Das Bekannte ist das, was Sicherheit vermittelt.

Hat der Beitrag Interesse am Element Wasser geweckt? Dann lesen Sie mehr über „Wasser als Kraftquelle“ .

 

Tönen und gebären im Einklang

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„Singt die Kinder in die Welt und gib ihm heute den heilvollen Wohlklang ihres Sein„, so heißt es in der FlowBirthing-Lebensmusik zur Einstimmung auf die Geburt. Welch wundervolle Vorstellung, ein Kind so zur Welt zu bringen. Das muss keine Wunschvorstellung bleiben. Tönen macht es möglich!

Leben ist Schwingung
Alles Leben im Universum ist Schwingung. Der Urknall war ein Urklang aus dem sich die Schöpfung entwickelt hat und der sich immer noch weiter ausdehnt. Eine Fülle an Wahrnehmung inklusive.

Schwingung ist Leben
Im Umkehrschluss ist alles Lebendig in Schwingung. Werden wir hart und verkrampft, dann ist etwas in uns in Unordnung gekommen. Leben ist aus dem Flow, muss gegen Widerstände ankämpfen. Es wird schmerzhaft.

Schwungvoll gebären
Tönen und gebären, diese beiden gehören zusammen. Tönen ist kein Singen, sondern das Hervorbringen von Urlauten zur Überwindung von Schmerzen und Öffnung des Geburtskanals.

Es liegt auf der Hand, dass sich auch Geburt und neues Leben in Schwingung leichter entfalten kann. Mit der Kraft von Tönen, Schwingung gebären, hat folgende positive Wirkungen:
1. beim Tönen öffnet sich der Kiefer und damit auch der Muttermund leichter
2. beim Tönen kommt der Atem ins Fließen
3. beim Tönen lösen sich Verspannungen und Ängste
4. beim Tönen kann der Geist kanalisiert werden und den Körper optimal unterstützen
5. beim Tönen ist die Gebärende aktiv und gleichzeitig passiv
6. beim Tönen fällt es leichter in den Flow der Geburt zu kommen
7. beim bewussten Tönen kann die jeweilige Geburtsphase ohne Druck kraftvoll erlebt werden
8. Tönen führt zur Ausrichtung auf die weibliche Kraft und den Urklang

Kurz: Tönen erleichtert die Geburt, bringt Selbst-Bewusstsein und ist ein kraftvolles (Zauber-)Mittel für natürliche Geburt.

Wer mehr darüber erfahren möchte, der informiere sich im FlowBirthing-Buch darüber.

Welch schöne Geburtserfahrungen mit Tönen möglich sind, teilt eine vierfache Mutter im Artikel „Wehensingen“.

Warum gibt es weniger natürliche Geburten?

FlowBirthing informiert über natürliche Geburten aus eigener Kraft. Es gilt: ohne Anbindung an die weibliche Kraft, die bei der Geburt den Körper durchströmt, ist Geburt auf natürlichem Weg nicht möglich. Doch die Zahl der natürlichen Geburten ist rückläufig. Liegt das an den Gebärenden oder welche Gründe stecken hinter der Entwicklung?
Über die Geburt gibt es viele moderne Mythen. Diese verschleiern oftmals die Gründe, warum immer mehr Kinder nicht mehr auf natürlichem Weg geboren werden. Nur noch 7 Prozent aller Kinder werden natürlich, d.h. ohne medizinische Manipulation von außen geboren. Die Kaiserschnittrate steigt rasant.

Fünf Gründe, warum es immer weniger natürliche Geburten gibt:

1. Geburtshilfe wurde zur Geburtsmedizin

Geburten sind heute durch den Einsatz hochtechnisierter Instrumente gekennzeichnet. Was im Bedarfsfall ein Segen für die Gebärende ist, erweist sich für die gesunde Gebärende als Belastung. Sie erschweren die notwendige Freiheit und entbinden Frauen von Ihrer Kraft bis hin zum Verlust der Selbstverantwortung für den Geburtsprozess.

2. Hebammenmangel im Kreißsaal

Es schwindet nicht nur die Zahl der freien Hebammen aufgrund der Versicherungsproblematik, sondern es fehlen auch im Kreißsaal immer mehr Hebammen. Dies arbeiten an der Belastungsgrenze und müssen häufig mehrere Gebärende gleichzeitig betreuen. Für sichere Geburten notwendige 1:1 Betreuung durch eine vertraute Hebamme kann momentan nur geträumt werden.

3. Ohne Hebamme in der Schwangerschaft

Kaum eine Schwangere ist darüber aufgeklärt, dass sie die Vorsorge auch bei einer Hebamme machen kann. Idealer Weise arbeiten Hebamme und Frauenarzt Hand in Hand. Die ärztliche Vorsorge allein ist meist nicht ausreichend, da die Schwangere mit ihren Fragen, Ängsten, Problemen nicht genügend Raum erhält. Der Kontakt zu einer Hebamme, Doula, GeburtsCoach bereits in der Schwangerschaft für den späteren Geburtsverlauf meist mit entscheidend.

4. Geburt als Hochrisiko-Geschäft

Mit Angst lässt sich Geld verdienen. Statt die Schwangerschaft zu nutzen, um Schwangere zu stärken in ihrem Körpergefühl und ihr Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit wachsen zu lassen, werden Ängste durch fragwürdige Untersuchungen geschürt. Die Angst, die es für eine sichere Geburt zu überwinden gilt durch eine positive innere Ausrichtung, wird den Frauen meist nicht in angemessener Weise genommen.

5. Unwissenheit über komplexe Zusammenhänge

Wenn nur noch 7 Prozent der Geburten ganz natürlich ablaufen, dann schwindet das Wissen um die komplexen Zusammenhänge über eine Geburt immer mehr. Die physiologische Geburt ist für viele Ärzte ein mit Angst besetzter Prozess, den sie gerne kontrollieren würden durch vermeintlich sichere Eingriffe, die die Geburt nicht selten stören.

Wer trägt die Schuld?

Diese Frage führt zu nichts. Weiter bringt uns die Frage, warum wir an einem System festhalten, dass für Frauen und Kinder immer öfter negative Auswirkungen hat und unter dem auch immer mehr Hebammen und Ärzte leiden, da sie das System unter Druck setzt.

Eines halten wir fest: die Gebärenden tragen an den Entwicklungen keine Schuld, auch wenn dies immer wieder unterstellt wird. Dazu ist ein aktueller TAZ-Artikel „AUS EIGENER KRAFT GEBÄREN – Mama ist nicht schuld“ erschienen, den wir auf der FlowBirthing Facebook-Seite geteilt haben.

Gastbeitrag: Spirit & Birth

Bianca Spirit & Birth

Geburt ist jedes Mal ein kleines Wunder. Es ist der große Moment im Leben. Die ersten Erfahrungen prägen ein Leben. Wenn ein Mensch das Licht der Welt erblick, ist dies ein bewegender, inniger Moment.

In diesem Moment ist für alle spürbar, dass nicht nur ein neuer Mensch auf die Erde kommt, sondern auch eine Seele. Spirituelle Geburtsvorbereitung bewahrt den Blick dafür und hilft den werdenden Eltern, sich auf die Ankunft ihres Kindes vorzubereiten und innerlich bereit zu werden.

Wenn sich eine Seele, ein Kind entscheidet, sich mit der höchsten kosmischen Kraft (Mutter) sowie der Schwingung der Erde zu verbinden, dann ist dies immer mit einem ganz besonderen Seelenauftrag verbunden. Jeder Kinderwunsch, jede Schwangerschaft, ist eine Möglichkeit, sich von den eigenen seelischen und dadurch verbundenen körperlichen Blockaden zu verabschieden. Sie zu transformieren um somit Heilung geschehen lassen zu können.

Wenn eine Seele einen erreicht, dürfen sich die Mutter und der Vater auf einer ganz neuen Ebene kennenlernen! Dies ist oftmals eine Herausforderung, denn zu allererst gilt es, sich bereit zu machen. Sich für die persönliche Entwicklung zu öffnen, die diese Seele mitbringt. Jeder Seelenauftrag bringt die Mutter und den Vater auf eine neue Bewusstseinebene, die Ihre kommende Zeit und die damit verbundene Zukunft prägt.

Je nach Situation, und hierbei gleicht keine der Anderen, erreicht diese wundervolle Seele einen sehr erhofft, ganz plötzlich, dann, wenn man bereits nicht mehr daran glaubt oder sehr unangenehm weil sie zu einer anderen Vaterverbindung gehört als die Frau sie gerade lebt (fremdgeliebt). Oder warum darf ich und mein Kind ohne Partner diese Reise erleben?

In JEDER Situation kann bereits und wäre es sehr empfehlenswert, ab dem Kinderwunsch auf der seelisch-körperlichen Ebene zu transformieren. Hierbei schafft man genug Zeit und Raum, um sich dem Fluss des Lebens hingeben zu können, Wandlung geschehen zu lassen!

Doch gerade auch bei bereits sehr fortgeschrittener Schwangerschaft, ist immer noch genug Zeit, um sich dem Seelenauftrag zu widmen, um dadurch eine schmerzarme und freudvolle Geburt im Glanz des Lebens erfahren zu können.

Genieße dich in der Ekstase deiner Wandlung zu einer herzerfüllten Frau und Mutter, Mann und Vater sowie einer kraftvollen Basis von Seelenpartnerin und Seelenpartner.

Erkenne, wie es möglich wird, eine Geburt zu einem eskstatisch-freudvollem Erlebnis zu wandeln und zu erleben.

Mit Herz,

Bianca Leierer

www.spiritbirth.at

Weitere Informationen zur Ausbildung zum AUSBILDUNG ZUM SPIRIT BIRTH ORIGINAL PRACTITIONER & DOULA, die Bianca Leierer für Hebammen und Frauen, die sich als Geburtsbegleiterinnen verwirklichen möchten, anbietet, findet sich auch auf der Facebook-Seite von FlowBirthing.

Die Methode des HypnoBirthings

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HypnoBirthing ermöglicht Frauen den Weg zu einer natürlichen Geburt und bestärkt sie in ihrem Vertrauen in ihre Fähigkeit, ihr Kind natürlich und aus eigener Kraft zu gebären. Es ist sowohl eine Philosophie, als auch konkrete Technik. HypnoBirthing ist die sanfte Geburt unter einer Form der Selbsthypnose.

Die natürliche Geburt ist der goldene Standard. Was sie für die physische sowie die psychische Gesundheit von Mutter und Kind bedeutet, beginnen wir im Einzelnen erst zu verstehen. HypnoBirthing ist ein Weg, sich das Potential, dass jede Geburt eine schöne, kraftvolle Erfahrung für Mutter und Kind sein kann, zu erschließen und die Geburt optimal vorbereitet und voller Selbstvertrauen zu erschließen.

Angst abbauen mit HypnoBirthing

Ein zentraler Punkt des Programms ist es, diese Angst abzubauen. Beim HypnoBirthing werden Ängste durch Zuversicht ersetzt. Dabei werden körpereigene Endorphine ausgeschüttet und ein Zustand intensiver Entspannung erreicht. HypnoBirthing fördert einen Trance ähnlichen Zustand, in dem sich Geburt auf natürlichem Weg leicht entwickeln kann.

Es ist also eine natürliche Methode, Geburtsschmerzen ganz oder teilweise zu vermeiden und die Geburt entspannt, und bewusst zu erleben und zu genießen

Beim HypnoBirthing übernimmt der Vater eine aktive Rolle

Normalerweise übernimmt der Vater die Rolle des Begleiters vor, während und nach der Geburt. Er wird aktiv in den Bindungsprozess zum Kind mit einbezogen und dient während der Geburt als Anker und vertraute Person. Zudem widmet er sich den Bedürfnissen der Mutter. Er schützt die Geburtsatmosphäre und verhindert störende oder unnötige Interventionen.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Babys im Mutterleib sich nicht nur physisch, sondern auch emotional entwickeln. Eine sanfte Geburt und die Präsenz beider Elternteile sind auch für das Kind wichtig bei ihrem «ersten Schritt ins Leben».

HypnoBirthing basiert auf der Mongan-Methode, die in Amerika seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt wird. Sie ermöglicht totale Entspannung und Konzentration. Weitere Infos unter www.hypnobirthing.ch und im Buch „HypnoBirthing. Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt“

30 Schritte auf dem Weg zur lustvollen Gebärerfahrung

Kira Vandekamp

Die Art, wie wir geboren werden und wie wir gebären, hat einen sehr großen Einfluss auf unser gesamtes Leben, unsere Sexualität, unser Frausein und unser Urvertrauen ins Leben. So viele Frauen planen das perfekte Geburtserlebnis. Wenn dann die Dinge nicht so laufen wie erwartet, bleiben sie mit einem Gefühl großer Enttäuschung zurück und wünschen sich, es wäre alles anders gelaufen und sie wären besser vorbereitet gewesen. Das muss nicht sein:

Die Vision einer lustvollen Geburt

Es ist meine Vision, dass Frauen Geburt auf andere Weise erfahren können – ganzheitlich, bedeutungsvoll, lustvoll, heilig, sinnlich, natürlich, ekstatisch, befreiend, kraftvoll, öffnend, transformierend, berührend, bestärkend oder was auch immer du dir für deine Geburt wünschst. Geburt hat das Potential wundervoll und zutiefst erfüllend zu sein.

30 Schritte, hin zu einer lustvollen Gebärerfahrung

  1. Vertraue in die natürliche Fähigkeit deines Körpers zu Gebären.
  2. Wähle den Ort gut aus, an dem Du gebären willst. Informiere dich über alle Möglichkeiten in deiner Gegend. Wähle einen Geburtsort, an dem du dich möglichst sicher, ruhig, entspannt, ungestört und geborgen fühlen kannst. Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur DEINE beste Wahl.
  3. Wähle dir dein Unterstützungsteam gut aus, Menschen von denen du dich unterstützt, akzeptiert & geliebt fühlst, Menschen denen du vertrauen kannst.
  4. Mache dir deine Ängste, rund um das Thema Geburt & Mutterwerden, bewusst. Befasse dich intensiv mit ihnen & erlerne Techniken sie zu reduzieren oder ganz abzubauen (beginne so früh, wie möglich damit).
  5. Mache häufig Liebe mit deinem Partner in der Schwangerschaft, küsst, kuschelt & massiert euch gegenseitig, stärkt eure sinnliche Verbindung.
  6. Finde heraus, was dich glücklich macht & gönn dir täglich eine gute Dosis davon.
  7. Löse alte Geburtstraumen auf (wenn vorhanden). Wenn nötig, suche dir einen Trauma-Therapeuten oder ähnliche Spezialisten.
  8. Halte deinen Körper fit, flexibel und geschmeidig (z.B. mit Bauchtanz, SS-Yoga, Laufen oder Schwimmen).
  9. Ernähre dich gesund, ausgewogen, bunt, qualitativ hochwertig, schadstoffarm und genieße jeden Bissen. Dein Baby isst mit.
  10. Finde neue Wörter für aggressive Ausdrücke (z.B. Wehe = Welle, Blasensprung = Öffnen der Blase, Austreibungsphase =Geburtsphase).
  11. Nimm dir jeden Tag etwas Zeit, um deine Traumgeburt zu visualisieren.
  12. Energetisierende Atem-Übung: Verbinde Atmung, Tönen & Beckenbodenaktivierung. Spanne deine Beckenbodenmuskeln während dem Einatmen an und ziehe sie nach innen & oben. Löse sie mit dem Ausatmen. Einatmen – anspannen. Ausatmen – loslassen. Jetzt atme aus mit einem weichen „Haaaah“. So bewegst & steigerst du die Energie in deinem Körper und mit etwas Übung kannst du so sehr sinnliche Energie in dir erzeugen.
  13. Nutze positive Affirmationen und Mantren zur Geburtsvorbereitung.
  14. Übe, dich in deinem Körper, deiner Sinnlichkeit und deiner Sexualität wohl und zuhause zu fühlen. Fällt es dir schwer, suche Unterstützung.
  15. Übe dich darin, deinen Instinkten und deiner Intuition zu vertrauen.
  16. Kommuniziere häufig mit deinem Baby, lass es auch in der Schwangerschaft schon Teil deines Lebens sein. Das Baby spürt deine Zuwendung.
  17. Finde deinen eigenen Rhythmus in allem, was du tust. Auch für die Geburt sind rhythmische Handlungen hilfreich (Berührung, Affirmationen, Bewegungen, Gebet…).
  18. Füttere dich mit positiven Geburtsgeschichten und Filmen zur Inspiration, vermeide alle negativen oder beängstigenden Einflüsse.
  19. Wende immer wieder deine Aufmerksamkeit nach innen und unten, in Richtung Becken, Gebärmutter, Genitalien, entspanne dich und stell dir mit dem Atem vor, wie du dich öffnest und schließt, wie eine Blüte.
  20. Praktiziere Selbstliebe & Selbstfürsorge in allen Lebenslagen.
  21. Lerne dich zu entspannen & erforsche, was dir hilft vollständig los zu lassen und dich hinzugeben.
  22. Lächle und lache so oft, wie möglich (dann fängt dein Körper an, Glückshormone auszuschütten).
  23. Übe dich darin deinen Kopf auszuschalten und deinem Körper zu vertrauen (z.B. beim Sex oder einer ausgiebigen Massage).
  24. Spüre dein Becken – wie kannst du dich bewegen, um es weiter zu machen? Kreise dein Becken, bewege es hin und her, vor und zurück, spüre den Raum zwischen deinem Schambein und deinem Steißbein. Halte dein Becken beweglich (z.B. Yoga für Schwangere).
  25. Entspanne deine Gesichtsmuskeln, besonders Mund & Kiefer. Küsse oft und inniglich.
  26. Nutze sinnliche und/oder sexuelle Stimulation während der Geburt nach deinen persönlichen Vorlieben & Bedürfnissen und den örtlichen Gegebenheiten.
  27. Drücke deine Gefühle aus, sei offen & ehrlich, sprich über deine Ängste, lass, wenn nötig, deinen Tränen freien Lauf.
  28. Erschaffe eine sinnliche, intime Atmosphäre im Geburtsraum, wie für eine schöne Liebesnacht oder deine Hochzeitsnacht.
  29. Vermeide Schmerzmittel (und andere Medikamente), wenn möglich. Unter dem Einfluss vieler Medikamente können die natürlichen Glückshormone nicht mehr richtig funktionieren.
  30. Vertraue auf dich & dein Kind, als gutes Team und darauf, dass ihr mit dem was kommt fertig werdet. Gib dich dem Geburtsprozess hin.

Kiria Vandekamp

Hebamme und Gastgeberin des Online Kongress Sex, Spirit & Birth vom 15. – 20. Februar 2016

www.sensualbirthing.de

www.sexspiritbirth.de

Personalengpässe bei deutschen Hebammen

Hebammen schlagen Alarm. Aufgrund von Personalengpässen warnt der Deutsche Hebammenverband vor Auswirkungen. In Deutschen Kreißsälen sei die Qualität bei Betreuung von Geburten aufgrund der Arbeitsbedingungen gefährdet. Lesen Sie mehr:

Hebammen haben zwei oder mehr Gebärende gleichzeitig zu betreuen

In Deutschlands Kreißsälen betreuen 95 Prozent der Hebammen bereits häufig zwei und oft sogar noch mehr Frauen gleichzeitig während der Geburt. Fast zwei Drittel der Hebammen müssen aufgrund von Personalengpässen regelmäßig Vertretungen übernehmen. Sie können Pausen nicht einhalten und leisten immer mehr Überstunden. Die Situation der Geburtshilfe in Kliniken ist in Deutschland seit Jahren angespannt. Freie Stellen werden nicht mehr besetzt und monatlich schließen Kreißsäle ganz oder teilweise ihre Türen. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat eine repräsentative Umfrage von rund 1.700 Hebammen in Kliniken beauftragt, die eine deutliche Verschlechterung von Arbeitsbedingungen in den vergangenen drei Jahren aufzeigt. Der DHV befürchtet, dass sich die Qualität in der Geburtshilfe in den Kliniken verschlechtert, sollte hier nicht bald Abhilfe beispielsweise durch mehr Personal geschaffen werden.

Qualität der Geburtshilfe leidet an Personalknappheit

„Qualität und Sicherheit in der Geburtshilfe ist nur mit ausreichend Personal möglich. Unsere Umfrage zeigt jedoch: Hebammen arbeiten in den Kreißsälen aktuell unter immer schlechteren Arbeitsbedingungen, vor allem weil Personal fehlt“, stellt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V. fest. „Eine gute Betreuung von Schwangeren ist nur noch durch den hohen persönlichen Einsatz jeder einzelnen Hebamme möglich. Das wird zukünftig nicht mehr tragen. Hebammen arbeiten zunehmend Teilzeit und überlegen, ihren Arbeitsplatz zu wechseln“, ergänzt Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied im DHV und selbst jahrelang als Hebamme in Kliniken tätig.

Forderungen des Dt. Hebammenverbandes

Der Deutsche Hebammenverband fordert, dass künftig mehr Hebammen in den Kreißsälen eingesetzt werden. Finanziert werden könnte dies beispielsweise aus Mitteln des Krankenhausstrukturgesetzes. Hebammen müssen dort außerdem die Tätigkeit ausführen können, für die sie ausgebildet wurden – Geburten sicher begleiten – und nicht zunehmend Nebentätigkeiten. Für ihre verantwortungsvolle Arbeit sollten sie zudem angemessen verdienen.

Weitere Informationen auch zur durchgeführten Befragung von Hebammen zu den Arbeitsbedingungen unter www.hebammenverband.de.

Die natürliche Geburt fördern!

Flowbirthing Rozhanitza Frau

Eine natürliche Geburt wünscht sich die Mehrheit der Gebärenden. Die menschliche Geburt unterliegt als Teil der Fortpflanzung natürlichen Gesetzen. Als ein hoch entwickelter, sich selbst steuernder Lebensprozess braucht er im Normalfall keine Behandlung. Die große Mehrheit aller Frauen wäre in der Lage ohne jeden Eingriff zu gebären. Warum gelingt dies immer seltener?

Nur noch 7 Prozent sind natürliche Geburten

Tatsächlich erleben wir in Deutschland – wie auch den meisten anderen Industrienationen – eine dramatische Entwicklung: Nur noch 7 Prozent (Schwarz 2008) aller Geburten verlaufe ohne jede medizinische Intervention. Jedoch nur ca. 10 Prozent der Geburten braucht medizinische Unterstützung. In 90 Prozent der Fälle wird also in das empfindsame Zusammenspiel von Mutter und Kind während der Geburt eingegriffen. Im Ernstfall ein Segen, bietet er im unnötigen Fall das große Risiko, weitere Komplikationen nach sich zu ziehen.

Zeitgeist, nicht Natur bestimmt Geburtserlebnis

Unser Umgang mit Geburt sagt nichts über die Natur von Geburt aus, aber vieles über den herrschenden Zeitgeist. Geburt wird zum Hochrisiko erklärt und spiegelt die allerorten feindselige Haltung gegenüber dem Leben und natürlichen Prozessen. Wir Menschen erheben uns über das Leben statt darin aufzugehen, was eine Grundvoraussetzung für eine natürliche Geburt ist. Frauen werden ihrer Kompetenz Leben zu schenken beraubt, nicht selten mit seelischen Wunden, die nur schwer heilen. Frauen werden zu Opfern eines kranken Systems, auch weil das Wissen der Frauen, um die eigenen weiblichen Lebensphasen und ihre Bedeutung für jede einzelne Frau immer weiter zu verschwinden droht, als Folge der vergangenen Entwicklungen etwa durch die einseitige Ausrichtung auf die klinische Betreuung gebärender Frauen.

Die natürliche Geburt stirbt aus

Durch die neuerlichen Ausschlusskriterien für Hausgeburten, die der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen willkürlich getroffen hat und seit dem Schiedsspruch im November 2015 geltendes Recht sind, haben sich die Möglichkeiten einer Geburt im Vertrauen auf die natürlichen Lebensprozesse weiter verengt. Die Lage ist ernst: die natürliche Geburt droht auszusterben mit allen negativen Folgen für Mutter und Kind und Gesellschaft.

Kein Platz für die weibliche Kraft in der modernen Gesellschaft?

Der Hebammenverband hat daher Klage eingereicht gegen den Schiedsspruch. Dabei geht es um mehr als die persönliche Lebenswelt von Hebammen und Gebärenden. Es geht um die Frage, in welcher Welt wir in Zukunft leben wollen und ob dort das Natürliche in Gestalt des Urweiblichen weiterhin Platz hat.

Weitere Informationen über außerklinische Geburtshilfe e.V. unter www.quag.de. Dort findet sich auch die jährliche Auswertung zur Qualität der außerklinischen Geburtshilfe. Die Berichte zeigen eindrucksvoll, dass Geburten zuhause und im Geburtshaus eine sichere Alternative zur Klinikgeburt sind.

Wer kommt mit zur Geburt?

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Wen bei der Geburt mitnehmen? Die Anwesenheit des Vaters wird meist nicht mehr in Frage gestellt. Doch spricht auch einiges dafür zudem die eigene Mutter oder auch Freundinnen mitzunehmen, die emotionalen Halt während der Geburt geben können. Die Zeiten sind vorbei, also Frau nur eine Person mit ins Krankenhaus nehmen konnte. Die Frage kann daher wieder offen zum Wohle der Gebärenden gestellt werden.

Geburt ist Frauensache

Letztlich geht es bei der Frage darum, dass du dir eine Atmosphäre schaffst, in der du dich bestmöglich behütet fühlst und die dir Kraft, Zuversicht und Selbstvertrauen vermitteln kann. Es gibt Untersuchungen, die darauf schließen lassen, dass die Anwesenheit von anderen Frauen sich positiv auf den Geburtsverlauf auswirkt. Kein Wunder also, dass Geburt Jahrtausende lang reine Frauensache war.

Doula als professionelle Geburtsbegleiterin

Denke auch rechtzeitig über die Begleitung einer Doula nach, also einer Frau, die Erfahrung mit Geburt hat und bei allen nicht medizinischen Fragen für dich Sorge tragen kann. Sie kann dir in Gesprächen vorab bereits ein positives Gefühl auf die Geburt vermitteln. Und es ist ein Weg, wie du als Frau die Kompetenz über deinen Körper und deine Gebärfähigkeit bewahren kannst.

Gerade in Zeiten in denen immer weniger freie Hebammen bei der Geburt dabei sein können und damit eine vertraute und vertrauenswürdige Person im Kreißsaal fehlt, sind Doulas und Geburtsbegleiterinnen eine Chance auf eine Wunschgeburt im Zentrum deiner Kraft.

Unter www.doula-info.de findest du weitere Informationen zur Arbeit von Doulas. Ebenso findest du Doulas und Geburtsbegleiterinnen im Netzwerk von FlowBirthing unter der Rubrik „Kursangebote – AnbieterInnensuche“.

Geduld gefragt bei der Geburt

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Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten“ – so Wikipedia.
Oder wie es der englische Dramatiker William Somerset Maugham (1874-1965) ganz treffend beschrieben hat: „Der Mensch hat das Warten verlernt, darin liegt das Grundübel unserer Zeit.
Das ist leider heute auch noch so. Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit. Wo man nur hinsieht, viel zu schnell muss alles gehen. Dieses nicht warten oder nicht abwarten können ist sehr stark in der heutigen Geburtshilfe zu spüren. Ein Plädoyer für mehr Geduld:

Überlastete Kreißsäle

Die Kreißsäle sind voll, Hebammen und Ärzte oft überlastet. Da liegt es doch ganz nahe, das schnell einmal zum Wehenmittel gegriffen wird oder ein Dammschnitt gemacht wird. Noch besser, lieber gleich einen Kaiserschnitt machen, dann geht es noch flotter und planbarer ist er auch.

Frühzeitige Eingriffe in den Geburtsverlauf

Wenn während einer Geburt Komplikationen auftreten, keine Frage, dann bin ich sehr froh darüber, dass wir heute gut versorgt sind. Doch auf Grund meiner Eindrücke und Erlebnisse als Hebamme, habe ich leider allzu oft gesehen, dass Komplikationen eingetreten sind, weil eben nicht abgewartet wurde. Dieser Eingriff in den natürlichen Geburtsverlauf kann schwerwiegende Auswirkungen haben.

Geduld als zentrales Element einer natürlichen Geburt

Ich bekomme immer wieder Geburtsgeschichten erzählt und es macht mich wirklich sehr traurig, was ich alles höre. Die hohe Kaiserschnittrate, die wir in Österreich und Deutschland haben (über 30%), lässt keine Zweifel, dass irgendetwas falsch läuft. Für mich als Hebamme ist Geduld etwas sehr wichtiges.

Kind erwarten können

Ich denke, dass alles seine Zeit braucht und nicht so schnell gehen kann (soll), wie wir es gerne wollen, besonders wenn ein Kind erwartet wird. Geburten können so unterschiedlich sein, wie wir Menschen sind. Einige dauern sehr lange, andere wieder sind besonders schnell. Wenn es dann einmal länger dauern sollte, dann sind Geduld und Zuversicht von großer Bedeutung. Verläuft alles normal, ist es OK, wenn es einmal länger dauert.

Warten ist oft das Beste bei einer Geburt

Als Beispiel: bei einer längeren Geburt ist es ganz normal, dass die Wehen auch mal wieder weniger werden, das ist ganz wichtig, damit sich der Körper der Frau wieder Kraft holen kann, um dann wieder kräftigere Wehen zu erzeugen. Meine Erfahrung hat hier gezeigt, dass Warten und eben mal gar nichts tun das Beste ist. Mir ist sehr wichtig darüber zu schreiben, dass es von großer Bedeutung für einen guten Geburtsverlauf ist, sich schon in der Schwangerschaft mit seinem Körper gut auseinander zu setzten und zu vertrauen, dass dein Körper das Richtige tun wird.

Rezept also für eine gelingende Geburt ist:

  • Auseinandersetzen mit dem eigenen Körper in der Schwangerschaft
  • Beziehungsaufbau zum Kind
  • positive Einstellung zur Geburt
  • Personen bei der Geburt, die daran glauben, das eine natürliche Geburt möglich ist
  • eine Hebamme, die an die natürliche Geburt glaubt
  • ein Ort, an dem ich mich wohl fühle
  • GEDULD

Allen Frauen die bald ihr Baby erwarten, möchte ich sagen:Vertraut darauf das euer Körper alles richtig macht, und im richtigen Tempo!

Ich wünsche euch noch eine schöne Weihnachtszeit!
Patricia Schmidmeier

Hausgeburtshebamme
Beitrag gelesen im aktuellen Adventskalender-Blog von Nina Winner, Netzwerkpartnerin von FlowBirthing
http://geburt-und-mama-sein.com/blog/

Roses Revolution Day

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Am 25. November sind weltweit Frauen aufgerufen, sich am Roses Revolution Day zu beteiligen. Frauen, die bei der Geburt körperliche oder seelische Gewalt erfahren haben, legen am Geburtsort ihres Kindes eine rosafarbige Rose nieder. Mit ihren persönlichen Erlebnissen prangern sie die Geburtshilfe in Deutschland an. Dabei handelt es sich um keine Einzelschicksale, die Zahl der traumatisierten Frauen bei der Geburt steigt. Immer mehr Frauen haben den Mut, das Schweigen zu brechen und auf die Missstände aufmerksam zu machen. Sie setzen ein Zeichen für eine neue, menschliche Geburtskultur.

Pathologisierung von Geburten und Traumatisierung nimmt zu

Seit der Verschiebung der Geburten in die Krankenhäuser in den 1960er Jahren dominiert die medizinisch-technische Sicht auf Geburt. Mit einem Akt des Staunens, der Verehrung des weiblichen Schöpfungskraft, dem Wunder des Lebens, all dem was Geburt im Innersten bedeutet und so einzigartig macht, lassen sich kaum noch Geburten beschreiben. Die weibliche Urkraft hat keinen Platz im streng kontrollierten modernen Klinikalltag. Statt Frauen in ihrer Kraft und Zutrauen zu stärken, werden Geburten zunehmend pathologisiert und Frauen vermehrt als psychisch und körperlich außer Stand erklärt, normal zu gebären. Jeder unnötige Einschnitt in den Körper und den Geburtsverlauf ist ein Einschnitt in ihre Weiblichkeit. Traumatische Erfahrungen von Frauen in Kauf zu nehmen wider besseres Wissens, ihnen dann noch die Schuld zu geben bzw. sie damit allein zu lassen, das ist der Skandal unserer Zeit.

Geburtshilfe – eine Frage der Ökonomie?

Und warum? Überall herrscht Angst vor der Erfahrung, die wir Leben nennen. Mit der Angst der Frauen lässt sich außerdem hervorragend Geld verdienen, leider schwappt die Angst auch auf die Verantwortlichen über. Zudem wirken finanzielle Fehlanreize in den Kliniken gesetzt. Für einen Kaiserschnitt kann eine Klinik etwa doppelt so viel abrechnen wie für eine normale Geburt. Die normale Geburt ist zudem viel personal- und zeitintensiver und lässt sich nicht vorausplanen. Das führt dazu, dass geburtshilfliche Abteilungen für Kliniken kaum noch lohnen. Die Verlockung ist groß, Geburten künstlich zu beschleunigen, statt der Gebärenden Zeit zu lassen, ihren Rhythmus der Geburt zu finden und damit dem Geheimnis des Lebens und weiblichen Kraft auf die Spur zu kommen.

Hebammen leiden auch unter den Verhältnissen

Auch für die Minimalbedingungen einer natürlichen Geburt fehlt häufig die Zeit, so dass sensible aufbauende Gespräche und der achtsame Umgang mit den Bedürfnissen der Frauen auf der Strecke bleiben. Immer häufiger berichten daher auch Hebammen von traumatisierenden Erlebnissen. Gerade Hebammen in Ausbildung leiden darunter. Sie fühlen sich angesichts der Gewalt gegen Frauen oftmals als Mittäterinnen, müssen häufig über die eigenen Grenzen gehen und sind so genauso Opfer des Systems. Hebammen, einst Hüterinnen weiblichen Weisheitswissen, ihnen sind heutzutage die Hände gebunden im täglichen Konflikt mit Ärzten und Systemzwängen. Freie Hebammen, die eine menschliche Betreuung sicherstellen könnten, sind angesichts einer übermächtigen Versicherungsindustrie, die sie öffentlich als überflüssig bezeichnet hat, an den Rand der Existenz gedrängt.

Einschnitt in weibliche Erfahrungswelt und Bevormundung

In Deutschland zählen einzelne Frauenschicksale scheinbar nicht. Geburten sind zu einem Geschäft geworden und haben mit der Würde von Frauen und Geburt als heiligem Akt längst nichts mehr zu tun. Der Roses Revolution Day ist ein starkes Signal, dass sich Frauen diese Bevormundung und Einengung der weiblichen Erfahrungswelt nicht mehr gefallen lassen. Frauen beenden die Zeit des Schweigens und der Selbstverurteilung und erkennen im Austausch mit anderen, dass es nicht ihr Versagen war, sondern ein System wirkt, dass solch bittere Erfahrungen geradezu provoziert.

Am Roses Revolution Day verlassen Frauen die Opferrolle

Wenn schon der Beginn des Lebens sich vieler Orten so frauen- ja lebensverachtend zeigt, wen wundert es eigentlich noch, dass sich derzeit Leben allerorten in seiner entstellten, d.h. lebensverachtenden Form darstellt? Die Geburt stellt die Weichen für ein ganzes Leben und es ist nicht egal, wie Frauen sich dabei fühlen und behandelt werden. Am Roses Revolution Tag haben es Frauen in der Hand, sich gegen die Unmenschlichkeit aufzulehnen, ihre Wunden zu heilen und ein Zeichen zu setzen für ein würdevolles, gewaltfreies Leben – von Beginn an!

Was ist eine Doula?

Eine Doula ist eine erfahrene Frau, die einer anderen Frau bei der Geburt beisteht. Doulas sind Frauen, die selbst schon geboren haben, als Geburtsbegleiterinnen ausgebildet sind und sich in den Dienst anderer Frauen stellen, um diese durch Schwangerschaft und Geburt zu begleiten. Es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass der Beistand anderer Frauen die Geburt um mehrere Stunden verkürzen kann.

Segensreiche Arbeit der Doulas

In Deutschland ist die segensreiche Arbeit der Doulas noch nicht allen Frauen bekannt. In Österreich und der Schweiz hat sich die Berufsgruppe neben den Hebammen etabliert. Wer sich über die Arbeit der Doulas informieren möchte, findet viele Informationen auf der Internetseite „Wir Doulas in Deutschland“ unter www.doula-info.de. Dort heißt es:

Beistand durch erfahrene Frau bei der Geburt

Die Vorstellung, dass eine Frau nur eine Person bei der Geburt dabei haben kann und dass es sich dabei um den Vater des Kindes handeln muss, geht auf die Zeit Ende der 60er Jahre zurück, als Väter zum ersten Mal mit in den Kreißsaal durften und den Frauen gesagt wurde, dass auf keinen Fall noch jemand mitkommen könne, weil es viel zu eng sei. Das war für alleinstehende Frauen und alle, die eine Freundin oder die Mutter statt ihres Mannes mitbringen wollten, sehr schwierig.
Heutzutage wird in vielen Ländern, und auch in Deutschland, die Anwesenheit der Väter nicht mehr in Frage gestellt. Doch dadurch, dass ihre Anwesenheit zu einem Ritual wird und beinahe Pflicht ist, wird den Frauen das Recht vorenthalten, sich für eine andere Person zu entscheiden oder vielleicht für mehrere Personen, die unterschiedliche Fähigkeiten haben.

Emotionale Unterstützung der Gebärenden und des Partners

Es kommt also vor, dass ein Mann zwar bei der Geburt dabei sein möchte, er jedoch das Gefühl hat, nicht die gesamte Verantwortung für die emotionale Unterstützung der Frau übernehmen zu können. Dann ist es gut, wenn noch jemand dazukommt, eine Frau, die Geburtserfahrung hat.
Das ist eine „Doula“ (griechisch: die Frau, die dient – französisch: „monitrice“ die Frau, die beobachtet und aufmerksam ist).

Selbstbestimmte Geburt mit Hilfe einer Doula

Die moderne Geburtshilfe hat den Frauen zunehmend die Kompetenz über die Geburt abgesprochen. Dagegen setzten sich viele Frauen zur Wehr. Sie wollen sich die Entscheidungen, die ihr Leben und ihren Körper betreffen, nicht abnehmen lassen. Die unterschiedlichen Alternativen bei der Geburt ermöglicht den Frauen frei zu wählen und sich für die optimale Unterstützung zu entscheiden. Eine davon ist die Anwesenheit einer Doula.

Geburt ist Frauensache und ist getragen vom Verständnis für die Gebärende

In vielen Ländern wird auch heute noch die Frau von anderen Frauen bei der Geburt unterstützt, die ihre Aufgabe in einem nicht-medizinischen Kontext erfüllen. Alle sind Mütter und helfen durch ihre Erfahrungen. Wenn Frauen durch eine gemeinsame Aufgabe verbunden sind, wie bei der Geburt, dann hat diese Arbeit eine besondere Qualität. Es geht um Verständnis, das oft ohne Worte zwischen ihnen entsteht. Geburt ist Frauensache, weil Frauen bei der Geburt eine Atmosphäre schaffen, die der Gebärenden viel Kraft, Zuversicht und Selbstvertrauen vermitteln kann. Eine Doula bemüht sich darum, der Frau beizustehen, nicht über ihr zu stehen, sondern bei ihr zu sein. Es ist wichtig, was die Doula der Frau während der Geburt geben kann. 

Text von Sheila Kitzinger, Geburtsvorbereiterin

Was ist Microbirth?

Die Kaiserschnittrate ist explosionsartig angestiegen in den letzten 20 Jahren. Es handelt sich dabei um ein weltweites Problem. Denn es ist ein Problem, wenn eine Krankenhausmaschinerie, die für 10 Prozent der Frauen, die in echten Notlagen sind und medizinische Hilfe benötigen, die 90 Prozent der gesunden Frauen und Babys überrollt und einer natürlichen Geburt im Wege steht. Geburt ist keine Krankheit. Als Krankheit behandelt, schadet das nicht nur den Frauen und Kinder, sondern wohl auch der Menschheit, wie neueste Studien der Mikrobiologie zeigen.

Anstieg nicht übertragbaren Krankheiten durch hohe Kaiserschnittraten

Mikrobiologen gehen davon aus, dass der Anstieg von nicht übertragbaren Krankheiten wie etwa Asthma, Autoimmunerkrankungen, Diabetes Typ 1 und Fettleibigkeit auf den enormen Anstieg der Kaiserschnittraten zurückzuführen ist. Der Mensch besteht zu 90 Prozent aus Mikroben und nur zu 10 Prozent aus Körperzellen. Gute Bakterien und Mensch haben ein symbiotisches Verhältnis aufgebaut.

Fehlende Versorgung mit lebenswichtigen Bakterien

Der Eingriff in den Geburtsprozess mit Betäubungsmittel, Antibiotika und Kaiserschnitten, bei denen das Baby nicht mehr mit den lebenswichtigen Bakterien der Mutter durch den Geburtskanal oder mit fremden Bakterien in Berührung kommt, kann bisher ungeahnte Auswirkungen haben. Die Angst vor Kostenexplosion und Epidemien bringt hoffentlich bald ein Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen, wenn schon nicht zum Schutz von Frau und Kind.

Selbstbestimmungsrecht von Gebärenden sicherstellen

Die Unterstützung aus der Forschung ist erfreulich. Jedoch taucht ein Horrorszenario am Horizont auf: Frauen werden zur Vaginalgeburt gezwungen zum Schutz der Menschheit. Das wäre nicht weniger verrückt, als Frauen jetzt nicht natürlich gebären zu lassen, obwohl sie es sich wünschen bzw. könnten. Umso wichtiger ist es, dass Frauen sich über das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper bewusst werden und die Kraft finden, selbst zu entscheiden, wie sie gebären möchten.

Feines Zusammenspiel der natürlichen Prozesse achten

Dazu möchte FlowBirthing einen Beitrag leisten und allen schwangeren Frauen Mut machen, auf ihre innere Stimme und ihrem Körper zu vertrauen. Es geht darum, Wege aufzuzeigen, wie Geburten kraftvoll und für Mutter und Kind stärkend ablaufen können. Wie der Ausflug in die Mikrobiologie zeigt: alles ist fein aufeinander abgestimmt und eine Abweichung kann ungeahnte Folgen haben. Dies zu ignorieren, wäre verantwortungslos.

Die Aufgaben des Vaters

Der Geburtsbegleiter Mann hat eine ganz wichtig Funktion, die weit darüber hinausgeht „nicht im Weg rumzustehen“. Sie beginnt bereits in der Schwangerschaft, wenn es darum geht, die schwangere Partnerin in ihrem Selbstvertrauen zu stärken und ihren Wünschen und Bedürfnissen gegenüber achtsam zu sein. Sie zu unterstützen, ihren Weg zu finden, ihr Zeit zu lassen und sie zwar zu beraten, aber zu nichts zu drängen, sondern ihr das Gefühl zu vermitteln, dass sie nicht allein ist, aber doch selbstbestimmt entscheiden kann, das ist eine sehr sehr wertvolle Vorbereitung von Seiten des Vaters auf die Geburt.

Bewusste Geburtsvorbereitung für den werdenden Vater

Dies setzt voraus, dass der werdende Vater selbst, sich mit seinen Ängsten, Wünschen, evtl. Konflikten in der Partnerschaft auseinandersetzt, um dann bei der Geburt frei zu sein und seine Partnerin nicht mit seinen verdrängten Problem zu belasten. Bei der Geburt kommt das Innerste nach Außen und so ist es beinahe zwangsläufig, dass Unstimmigkeiten während des Geburtsverlaufes sich verselbständigen und nachteilig auswirken können. Das A und O ist daher eine offene, wertschätzende Kommunikation, in der beide Partner alles aussprechen dürfen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Die Zeit der Schwangerschaft dafür zu nutzen und eine tragfähige Zweierbeziehung aufzubauen, ist Gold wert als Ausgangspunkt für die Veränderungen, die kommen, wenn das Baby erst einmal da ist.

Geburtsbegleiter als mitfühlender Hüter einer Geburt im Flow

Während der Geburt geht es dann darum, die Rollen klar zu haben. Die Frau gibt den Takt vor, der Mann fließt mit im Lauf der Geburt. Er ist der Beschützer seiner Frau im Außen und hält alle unnötigen Störungen von ihr ab. Und er ist ihr liebevoller Vertrauter, der sich bewusst ist, dass es auch seine Liebe, sein Vertrauen in seine Frau ist, die dazu beitragen, dass sich der Geburtsverlauf ohne Komplikationen entwickeln kann. Mitfühlen statt mitleiden ist das Credo. Das setzt ein hohes Maß an Empathie und Verständnis für die Bedürfnisse seiner Frau voraus.

Partnereinstimmung auf die Geburt

Dem Partner ist geraten, sich ebenso bewusst wie die werdende Mutter auf die Geburt vorzubereiten. Dazu dient das FlowBirthing Buch und vor allem auch die FlowBirthing CD. Mit der CD können Frau und Mann sich gemeinsam auf die Geburt einstimmen und auf eine Ebene kommen.

Online Seminar für werdende Väter

Starke Frauen brauchen starke Männer – und so ist es nur folgerichtig, dass sich auch werdende Väter auf die Geburt ihres Kindes bewusst vorbereiten. So werden sie zum wertvollen Geburtsbegleiter für ihre Partnerin. Das Seminar führt ein in das Bewusstsein einer neuen Geburtskultur. Es hilft dabei, die eigenen Ängste zu erkennen und hinter sich zu lassen und sich zu zentrieren, sodass die Partnerin mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen kann und bestmöglich Unterstützung von ihrem Partner erhält. Im Seminar ist auch Platz für individuelle Fragen.

Termin des ersten Seminares für werdende Väter: Freitag, 16. Oktober 2015, 19 Uhr
Dauer: ca. 90 Minuten
Kosten: 15 Euro (inkl. Mehrwertsteuer)
Anmeldung: über https://mankau.edudip.com/academy/online

Das Wasser als Kraftquelle

Wasser, Leben, Geburt sind untrennbar miteinander verbunden. Wasser ist das Urelement des Lebens. Nicht von ungefähr wird auch das Wesen der Frau mit Wasser assoziiert. Alles Leben hat sich aus dem Wasser entwickelt. Sich mit dem Element Wasser zu beschäftigen, ist für eine Geburt im Flow sehr hilfreich.

Wasser ist Leben, Wasser fördert die Geburt

Aus dem Wasser hat sich alles Leben entwickelt. Die Erde, der blaue Planet, ist zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt. Der Mensch besteht zu einem Großteil aus Wasser. Das Baby wächst im Fruchtwasser heran. Wasser ist der Urträger aller Information des Lebens. Ein Tropfen Wasser enthält bereits die Information des ganzen Gewässers.

Wasser ist eine weibliche Kraft und das Element charakteristisch für Geburt

Wasser ist zudem eine geheimnisvolle, passive Kraft. Scheinbar mühelos und leicht fließt Wasser und setzt dabei doch so enorme Kräfte frei, dass auch der härteste Stein vom Wasser ausgehöhlt wird. Diese kraftvolle Passivität ist auch der Motor, der eine Geburt ins Fließen bringt und antreibt. Der Kontakt mit Wasser starkt die archaischen Kräfte in jeder Frau und bereitet unbewusst auf den Flow vor, auf das Kommen und Gehen der Wellen. Auch darum ist eine Wassergeburt eine kraftvoller Weg des Gebärens, für jene Frauen, die mit dem Element Wasser vertraut sind.

Geburt im Flow

Leben selbst ist ein beständiger Fluss, ein Zyklus aus Werden, Vergehen, Neubeginn. Während Schwangerschaft und Geburt ist eine Frau unmittelbar an diesen Lebensfluss angeschlossen. Sich daran zu erinnern und die Kräfte frei fließen zu lassen, mitzugehen und sich nicht dagegen zu stellen oder eingreifen zu wollen, das ist die eigentliche Geburtsarbeit und Aufgabe der gebärenden Frau.

Positive Auswirkungen einer Doula

Gemäß der traditionellen Aufteilung der Gesellschaft war Geburtsarbeit einst reine Frauenarbeit. Es gab Hebammen, weise Frauen, die mit ihrem Erfahrungsschatz segensreiche Arbeit leisteten. Der Geburt wohnten aber auch andere Frauen aus Familie und Nachbarschaft bei. Wie bereits seit der Antike schriftlich festgehalten, zeigen auch die Geburtsberichte etwa aus dem 18. Jahrhundert und die neuesten Erfahrungen mit Doulas, dass der weibliche Beistand den Gebärenden Kraft geben und sich förderlich auf die Geburt auswirken kann.

Geburtsbegleitung: Unterstützung und Erfahrungen sammeln

Damals wurden bereits junge Mädchen in den Kreis der Unterstützerinnen aufgenommen. So lernten sie Geburt als etwas Überwältigendes, dank der Solidarität von Frauen jedoch auch als etwas Bewältigbares kennen. Erst seit den 1950er Jahren, seit sich auch auf dem Land der Trend zu Klinikgeburten durchgesetzt hat, bildet die Geburtserfahrungn im Kreis der Familie eine Ausnahme.
Heute gehört Geburt nicht mehr zur Alltagserfahrung von jungen Frauen. Meist beschäftigen sich Frauen erst damit, wenn es sie persönlich betrifft. Die eigene Betroffenheit erschwert oftmals eine angstfreie, offene Beschäftigung mit dem Thema. Ohne Erfahrungshorizont sind Tür und Tor für wilde Phantasien geöffnet.

Vertraute Frauen als Geburtsbegleiterinnen

Der frühzeitige Kontakt zu einer Hebamme/Geburtsbegleiterin/Doula ist ein guter Weg aus der Angstspirale zu entkommen. Sie alle sind die Vertrauten der Frauen, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Anders als eine Hebamme übernimmt eine Doula z.B. keine fachlichen Aufgaben. Sie kümmert sich ausschließlich um die Bedürfnisse und das Wohlempfinden der Gebärenden wie einst die Frauen.

Doula-Betreuung stärkt die Gebärende

Immer mehr Frauen lassen sich auf eine Doula-Betreuung ein. Und siehe da: inzwischen gibt es sogar erst wissenschaftliche Belege, dass die Anwesenheit und der Beistand von Frauen die Geburt um mehrere Stunden verkürzen kann. Wie seit der Antike bekannt, zeigt sich auch in der heutigen Zeit, dass der Beistand von erfahrenen, einfühlsamen Frauen eine Art Kraftübertragung bei der Geburt bewirken kann. Wenn dies ein künstliches Wehenmittel schaffen könnte, würden wohl die allermeisten Frauen darauf zurückgreifen und sich die Hersteller eine goldene Nase damit verdienen. So bleiben die Doulas bescheiden und stellen sich ganz unaufgeregt in den Dienst der Frauen.

Mehr Informationen über die Unterstützung einer Doula finden Sie hier: www.doula.de.

Kaftvolle, royale Geburt?

Heute ist die Taufe von Prinzessin Charlotte und damit steht auch ihre Geburt nochmals im Rampenlicht. War die royale Geburt eine Geburt im Sinne von FlowBirthing?
England ist vorbildlich, was eine frauenzentrierte Geburtshilfe angeht. Kate Middleton ist auch auf diesem Gebiet ein Musterbeispiel. Es mehren sich die Angaben, dass sie natürlich, ohne medizinische Interventionen und Betäubung, eine leichte und schöne Geburt hatte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich im Sinne von FlowBirthing bewusst auf die Geburt vorbereitet hat. Selbsthypnose, Yoga und Schwimmen, seien die Mittel der Wahl gewesen, heißt es. In England ist die Geburt mit HypnoBirthing sehr beliebt. Schon Thronfolger Georg sei so auf die Welt gekommen und habe einen HypnoBirthing Trend in Australien ausgelöst.

Prominente Frauen gebären natürlich

Es ist doch ein Grund sich zu freuen, dass sie als Frau eine wundervolle Geburt erlebt hat und es eine prominente Frau gibt, die selbstbewusste eine natürliche Geburt für sich einforderte. Cindy Crawford ist übrigens eine andere Prominente, die zwei Hausgeburten hatte und sich mit Kundalini Yoga darauf vorbereitete. Und auch Jessica Alba schwört auf eine natürliche Geburt mit HypnoBirthing.

Skepsis in der Öffentlichkeit über leichte Geburt

Doch der Unglaube, dass eine Frau gestärkt, strahlend und schön aus einer Geburt hervorgehen kann, ist so groß, dass die wildesten Theorien entstehen, u.a. dass sie das Kind schon Tage vorher geboren habe bzw. gar niemals schwanger gewesen sei. Soviel Phantasie, die wir sinnvoller dafür einsetzen könnte, wie wir Geburten für alle Frauen würdevoller gestalten könnten!

Schönes Geburtserlebnis wird von vielen verneint

An der Diskussion zeigt sich die Verblendung: es kann einfach nicht sein, was nicht sein darf. Statt zu hinterfragen, wie hat sie das eigentlich gemacht, Wie können das auch andere Frauen erreichen, wird ein erfüllendes, freudiges Geburtserlebnis im Zentrum der eigenen Kraft bis an die Grenzen der Vernunft angezweifelt. Wir stehen also erst ganz am Anfang des Weges, aber der Weg zeigt sich immer deutlicher.

Gebärende sind trotz Anstrengung strahlend schön bei natürlichen Geburten

Hier ganz klar: Jede Gebärende strahlt trotz der Anstrengung und möglichen Schmerzen, eine atemberaubende Schönheit aus. Dies weiß jeder, der das Glück hatte, einer Gebärenden ins Gesicht zu schauen. Lässt man die Frauen in ihre Kraft kommen und manipuliert den Geburtsverlauf nicht von außen, zeigt sich, dass die Gebärenden in Wahrheit keine Schmerzen erleiden, auch wenn sie sich selbst von dieser Empfindung noch nicht freimachen konnten. Bei der Geburt sieht jede Frau wie eine Göttin aus, die die erhabenste Aufgabe der Welt vollbringt für die sie mit der Geburt ihres Kindes beschenkt werden.

Herzogin Kate als Vorbild für natürliche Geburten

Dieses Bewusstsein und dieses Wissen gilt es zu fördern. Kate und all den anderen Frauen, die sich für eine Geburt in Liebe und Freude und Vollbesitz ihrer weiblichen Kraft entscheiden, sei Dank! Ein Umdenken lohnt sich: am Ende steht eine glückliche, kraftvolle Mutter und glückliche, zufriedene, in sich ruhende Babys.

Schmerzfrei gebären durch Wehensingen

Schmerzfrei gebären – gibt es das eigentlich? Geburt und Schmerz haben kein von Natur aus determiniertes Verhältnis. Diese unheilvolle Verknüpfung wurde vielmehr von Menschen (Beispiele hier: Geburt als Strafe Gottes, Gebäranstalten des 19. Jahrhunderts) vorgenommen. Es gab einst eine Zeit, in der die Frauen ohne Schmerzen und Komplikationen gebären konnten. Respekt und Achtsamkeit gegenüber der Gebärenenden und der Beistand von Frauen spielte dabei eine wesentliche Rolle. Es war Frédérick Leboyer, der durch seine Bücher über eine „Geburt ohne Gewalt“ eine uralte Methode aus Indien wiederentdeckte, die es den Frauen ermöglicht, ihre Kinder beinahe schmerzfrei auf die Welt zu bringen – genauer gesagt, auf die Welt zu singen.

Bericht einer Geburt ohne Schmerzen

Eine Geburt muss nicht zwangsläufig schmerzhaft sein, wie Barbara Taylor eindrucksvoll schreibt:
„Ich möchte an dieser Stelle meine Erfahrungen weitergeben und mit dem folgenden Artikel aufzeigen, dass es auch anders geht. Dass man zu recht vom Wunder des Lebens und vom Wunder der Geburt sprechen kann, auch wenn man in unserer westlichen Welt erst ein bisschen nachhelfen muss, um dieses Wunder auch als etwas Wunderbares erfahren zu können. Ich selbst habe ab dem Tag, an dem meine erste Schwangerschaft diagnostiziert wurde, alles in Bewegung gesetzt, um mich einer schulmedizinisch überwachten und hochtechnisierten Schwangerschaft und Geburt zu entziehen. Ich habe mich auf die Suche nach der Weisheit der Frauen gemacht, die seit Jahrtausenden Kinder gebären, ohne medizinische Intervention, ohne technische Überwachung, ohne das Bewusstsein, wie „gefährlich und risikoreich“ Schwangerschaft und Geburt sind. Doch lesen Sie zunächst meine Geschichte, die Sie vielleicht inspiriert, selbst dem wohl größten Wunder der Welt alle Ehre zu erweisen.

Entscheidung für Hausgeburt

Von Anfang an war mir klar, dass ich nicht in einem Krankenhaus entbinden würde. Was ich bisher an Geburtsberichten von anderen Frauen gehört hatte, genügte, um in mir alle Kraft zu mobilisieren und in der kurzen Zeit einen anderen Weg zu finden. Wieder wurde ich von höheren Mächten geführt. Ich brachte in Erfahrung, dass es ganz in der Nähe ein Geburtshaus gab, das nur von Hebammen geleitet wurde. Ich stellte mich dort vor und wusste sofort, dass ich mein Kind hier bekommen würde. Die beiden Hebammen klärten mich darüber auf, dass jede Schwangere in Deutschland den Anspruch hat, während Schwangerschaft und Geburt ausschließlich von Hebammen begleitet zu werden. Die Kasse ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Kosten dafür zu übernehmen. (Anmerkung von FlowBirthing: Dies versuchen die Krankenkassen gerade zu kippen und Hausgeburten zur Privatleistung zu machen!).

Ganzheitliche und bewusst erlebte Schwangerschaft

Die Hebammen halfen mir mit liebevollen Gesprächen und Übungen dabei, eine Verbindung zu dem Kind in meinem Bauch herzustellen und ohne Angst der Geburt entgegen zu sehen. Sie unterstützten mich körperlich wie auch emotional durch Homöopathie, Akupunktur und Cranio-Sacral-Therapie. Mit diesen Methoden kann der Körper gut auf die Geburt vorbereitet werden: Anspannungen und Blockaden im Beckenbereich, die das richtige Einstellen des Kindes im Becken und auch die Geburt selbst erschweren können, werden damit sanft behoben. Ich erfuhr von traditionellen, einfachen Verfahren, wie z.B. der Damm-Massage, dem Heublumen-Dampfbad oder Teemischungen, die die Schwangere selbst zuhause durchführen kann, um den Muttermund sowie den Beckenboden weich und geschmeidig zu machen und somit die Geburt schon im Vorfeld positiv zu beeinflussen. Die Hebammen empfahlen mir, einen möglichst detaillierten, positiv formulierten Wunschzettel für die Geburt zu schreiben, also z.B. „Ich möchte kraftvolle Wehen erleben, die ich mit Leichtigkeit durch mich hindurch fließen lasse.“ , „Der Muttermund öffnet sich mit jeder Wehe.“ , „Ich erlebe jede Wehe mit Freude und Dankbarkeit“ oder „Das Baby und ich sind gesund und entspannt“. Darüber hinaus kann man auch den Ort der Entbindung, die Art der Entbindung sowie die Personen, die dabei sein sollen, mit aufführen.

Tönen nach Leboyer hilft ohne Schmerzen zu gebären

Dieser Wunschzettel ist eine äußerst wirkungsvolle Möglichkeit, den Weg zu einer selbstbestimmten, wunderbaren Geburtserfahrung zu bereiten. Die Schwangere nutzt aktiv die Kraft ihrer Gedanken und übernimmt damit die Verantwortung für sich und für ihr Geburtserlebnis, anstatt Ärzten, Gerätschaften und Klinikalltag den Verlauf der Geburt zu überlassen. Eine der Hebammen, Monika Wollenberg, erzählte mir schließlich bei einem Treffen vom Wehensingen, das zu einem Schlüsselerlebnis für mich werden sollte. Das Wehensingen hat der französische Frauenarzt Frédérick Leboyer aus Indien nach Europa gebracht. Die Vokale A, E, O, I, U werden entweder in dieser Reihenfolge oder individuell nach den Bedürfnissen der Gebärenden in einer bestimmten Melodie während der Wehen gesungen. Jedem Vokal kommt dabei eine Bedeutung und auch Funktion zu. Während des Geburtsvorbereitungskurses erlebte ich –angeleitet von Monika –zum ersten Mal die Wirkung des Wehensingens. Nach diesem Abend war ich voller Energie, Freude, Zuversicht, Kraft und Dankbarkeit über das, was ich da eben erfahren hatte und das, was ich in naher Zukunft zum ersten Mal erleben durfte: die Geburt meines Kindes.

Wassergeburt zu Hause

Pünktlich zum errechneten Termin Ende August war es schließlich soweit: kurz nach Mitternacht setzten die Wehen ein. Dank der liebevollen Vorbereitung durch die Hebammen war ich von Freude, Glück und innerer Ruhe erfüllt. Ich nahm nach Rücksprache mit einer Hebamme noch ein nächtliches Bad, drei Stunden nach Wehenbeginn brachte mein Mann mich zum Geburtshaus. Dort wurde ich von den Hebammen in Empfang genommen und kurz untersucht. Ich durfte sogleich in die Geburtswanne steigen, denn ich hatte mich für eine Wassergeburt entschieden. Im Gegensatz zu einer Geburt in einer Klinik waren keinerlei Geräte an meinen Körper angeschlossen, auch auf den meist als sehr störend empfundenen Venenzugang konnte verzichtet werden.

War das schon alles?

Der Raum war warm, abgedunkelt, Kerzen brannten, eine sanfte Musik lief im Hintergrund. Die Hebamme Monika Wollenberg begann, mit mir den Vokal A zu singen. Während der Wehen spürte ich, dass die Melodie in ihrer Tonfolge genau dem Ablauf einer Wehe glich. Ich sang immer lauter, je kräftiger die Wehen wurden. Dadurch empfand ich keinen Schmerz, sondern eine unvorstellbare Kraft, die mit jeder Wehe erneut durch meinen Körper flutete. Ich fühlte mich getragen, von Engeln umgeben und wie auf Wolken schwebend. Mein Mann wie auch die beiden Hebammen stimmten bei jeder Wehe in den Gesang mit ein. Als sich die Geburt dem Ende näherte, empfahl mir Monika, nun mit einem U, das den Fluss, den Genuss, das Geschehenlassen förderte, das Kind zu entlassen. Mit meinem kraftvollen Gesang, der nun die Qualität der Wehen veränderte, wurde in einer einzigen Wehe, nur vier Stunden nach Wehenbeginn, meine Tochter sanft in das warme Wasser hinein geboren. Sie wurde mir gleich auf den Bauch gelegt und mit einem angewärmten dunkelroten Handtuch, das sie an die Umgebung im Mutterleib erinnern sollte, zugedeckt. Da lag nun mein Kind, das es nach Meinung der Ärzte gar nicht geben durfte! Auf die Frage einer Hebamme, wie ich mich nun fühlte, antwortete ich ganz erstaunt: „War das schon alles?“ Ich hatte mir aufgrund von Erzählungen anderer Mütter in meinen Gedanken die Geburt anstrengender, schmerzvoller und vor allem auch länger vorgestellt.“

Erfahrungsbericht von Barbara Taylor
Entnommen aus Artikel veröffentlicht unter http://www.zeitenschrift.com/artikel/wehensingen-schmerzfrei-gebaeren-gibt-es-das#.VWoTsbntmko

Mehr Hausgeburten in Großbritannien?

Zum Internationalen Hebammentag bietet sich ein Blick über die Grenzen an. Während die Krankenkassen in Deutschland Hausgeburten ohne nachvollziehbaren Grund am liebsten nur noch als Privatleistung sehen würden, könnte Großbritannien nach den Niederlanden bald das zweite europäische Land werden, das Hausgeburten zur Regel erhebt. In Großbritannien zeichnet sich ein Umdenken zu mehr Hausgeburten ab und zwar zum Wohle der Frauen. Ob es in Deutschland soweit kommen wird, hängt auch davon ab, ob die in ihrer Existenz bedrohten (freien) Hebammen die nächsten Wochen bis Juli 2015 überstehen.

Hausgeburt zur Regel

Großbritannien könnte nach den Niederlanden das zweite hochentwickelte Land in Europa werden, das Hausgeburten zur Regel erhebt. Dies sieht jedenfalls die neueste Leitlinie des National Institute for Health and Care Excellence (NICE) vor, das Empfehlungen für den staatlichen britischen Gesundheitsdienst (NHS) herausgibt (http://pathways.nice.org.uk/pathways/intrapartum-care). NICE stellt in der Leitlinie fest, dass für etwa die Hälfte aller Frauen mit einer unkomplizierten Schwangerschaft eine Hausgeburt – oder die Geburt in einem von Hebammen geleiteten Geburtshaus – „sicherer“ ist als die Geburt in einer Klinik.

Entbindung zu Hause die erste Wahl

Für NICE ist die Hausgeburt die Entbindung der ersten Wahl, weil die Rate der geburts­hilflichen Interventionen (von Regionalanästhesie über Episiotomie und assistiere Geburt mit Zange oder Saugglocke bis zum Kaiserschnitt) geringer ist, ohne dass sich die Komplikationsrate erhöht. NICE verweist hier auf einschlägige Untersuchungen, die bei einer unkomplizierten Schwangerschaft nur bei Erstgebärenden ein leicht erhöhtes Risiko von schweren Komplikationen ergeben haben.
Die Empfehlung impliziert auch, dass die Hausgeburt für den NHS und damit letztlich für den Steuerzahler die kostengünstigere Lösung ist (auch wenn dieser Punkt nicht in den Vordergrund gestellt wird).

Entscheidung liegt bei den Gebärenden

Vor zwei Jahrzehnten hätte diese Empfehlung in England wie überall (außer in den Niederlanden) eine Rebellion unter den FrauenärztInnen ausgelöst. Doch die Zeiten haben sich geändert. Das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG) begrüßte in einer Stellungnahme die Leitlinie. Der Berufsverband der britischen GynäkologInnen fand zwar, dass man die Entscheidung im Einzelfall den Frauen überlassen sollte, und riet bei Erstgebärenden von einer Hausgeburt ab.

Hausgeburten mit weniger Komplikationen

In den Niederlanden entscheiden sich zwei von drei Schwangeren mit niedrigem Risiko für eine Hausgeburt, ohne dass die Zahl der Geburtskomplikationen höher wäre als in anderen Ländern. Nach einer im letzten Jahr im Britischen Ärzteblatt veröffentlichten Kohortenstudie war das Komplikationsrisiko bei Low-risk-Schwangerschaften sogar niedriger als bei einer geplanten Geburt in der Klinik.

(Aerzteblatt.de, 4.12.2014/DHZ)

Lachen – die Geheimwaffe des Körpers

Lachen ist eine angeborene Fähigkeit und eine echte Geheimwaffe des Körpers gegen Angst und Anspannung. Lachen drückt Lebensfreude aus und erzeugt in dir ein Gefühl der Sicherheit und Entspannung. Man sagt, Lächeln sei die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Diese allgemeine Weisheit trifft ganz besonders auch auf die Verbindung zwischen dir und deinem (ungeborenen) Kind zu. Bei der Geburt ist Lächeln eine echte Geheimwaffe.

Lächeln – Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen

Deinem Kind geht es gut, wenn es dir gut geht. Fühlst du dich wohl und sicher, so ist es auch dein Kind. Lachen drückt diese Lockerheit aus. Doch Lachen lockert nicht nur dein Gemüt auf, sondern entspannt – wie auch Weinen – ganz ungemein. Lachen löst innere Anspannung dadurch, dass du beim Lachen automatisch tiefer atmest. Lächeln reicht übrigens schon, um die Geburt um ein Vielfaches entspannter und leichter für dich zu machen.

Lockerer Kiefer beim Lächeln lockert den Muttermund

Der Clou am Lächeln während der Geburt ist: beim Lächeln lockert sich deine Kiefermuskulatur und deine Gebärmutter kann sich so leichter öffnen. Mund und Muttermund sind miteinander verbunden und ein offener Mund daher ein Schlüssel für einen entspannten Geburtsverlauf. Behalte das Bild bei dir und versuche bei der Geburt so oft wie möglich zu lächeln.

Lächeln regt die Hormonausschüttung an

Außerdem meldest du mit einem Lächeln im Gesicht deinem Körper zurück, dass du seine Anstrengungen, dein Kind zu gebären, willkommen heißt und ihn unterstützt. Dein Körper produziert während der Geburt ein hohes Maß an Oxytocin, das sogenannte Liebeshormon. Dieses Hormon bewirkt die Öffnung der Gebärmutter und es löst Gefühle von Liebe, Freude und Dankbarkeit in dir aus, wenn du diese Empfindungen als Geburtserfahrung für dich als Möglichkeit zulässt. In dem die eine Welle mit einem Lächeln versuchst aufzunehmen, kurbelst du die Ausschüttung des Hormons zusätzlich an.

Lächeln als Ausdruck der Freude regt Geburtsverlauf an

Geboren aus einer Welle der Freude, wie die Essenz von FlowBirthing heißt, ist also durchaus wörtlich gemeint, d.h. körperlich zu interpretieren. Dein Körper ist dazu bereit, dir das Geschenk einer Geburt in Freude zu machen, deine Aufgabe ist es, deinem Körper dabei zu vertrauen und ihn dabei zu unterstützen, in dem du bewusst mit einem Gefühl der Neugierde und Freude in die Geburt gehst. Bewusstes Lachen oder Lächeln kann dir dabei wertvolle Hilfe und ein Katalysator sein.

Lächeln kann Frau lernen

Lachen kannst du übrigens lernen. Bei vielen ist die angeborene Fähigkeit im Lauf des Lebens verschüttet gegangen. In Deutschland wächst die Zahl der Lachclubs stetig, die Menschen dabei helfen, ihre Lebensfreude wiederzufinden und die befreiende Wirkung von Lachen für sich kennenzulernen. Du kannst dir und deinem ungeborenen Kind keinen größeren Gefallen tun, als glücklich und frohen Herzens durch die Zeit von Schwangerschaft und Geburt zu gehen.

Nimm die Herausforderungen des Lebens und der Geburt mit einem Lächeln. Das ist der „Königinnenweg“!

Einschnitt in die Weiblichkeit

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Im Zusammenhang mit der TV-Dokumentation „Meine Narbe – ein Schnitt ins Leben„, steht das Thema Kaiserschnitt heute im Mittelpunkt. Auch wenn wir uns alle eine möglichst natürliche Geburt für Mutter und Kind wünschen, so trägt die Beschäftigung mit dem Thema doch zu einer bewussten Geburt bei.

Kaiserschnitt: Segen oder Fluch

Es steht außer Frage, dass Notkaiserschnitte für Mutter und Kind lebensrettend sein können und dafür sind wohl alle Frauen dankbar. Doch warum steigt die Zahl der Kaiserschnitte pro Jahr stetig? In Deutschland werden derzeit rund 33 % der Kinder per Kaiserschnitt geholt. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass aber nur 10 – 15 % der Kaiserschnitte auch wirklich notwendig wären. Das heißt in gut 20 % der Fälle gehen Frauen durch das Risiko einer Operation mit all den traumatischen Folgen, die ein Kaiserschnitt erwiesenermaßen für Mutter und Kind haben kann, obwohl es – bei richtiger Vorbereitung und Betreuung der Frauen vor und während der Geburt – gar nicht dazu kommen müsste.

Frei von Schuld- und Versagensgefühlen

Beim Thema Kaiserschnitt geht es nicht darum, jene Frauen zu stigmatisieren, die mit Hilfe eines Kaiserschnittes ihr Kind auf die Welt gebracht haben. Es steht ohne Zweifel fest, dass jede Frau ihr Bestes gibt, um ihr Kind in Händen halten zu können. Es geht vielmehr um geraubte Chancen für Frauen.

Traumatische Erfahrungen mit Kaiserschnitten

Den Finger in die Wunde zu legen, zeigt, dass es dabei nicht „nur“ um die einzelne Frau und ihre individuelle Geburtserfahrung geht, sondern hinter dem Trend zu Kaiserschnitten auch ein System wirkt, das zum Großteil auf dem Rücken von Frauen ausgetragen wird. Dieses gilt es zu stoppen mit starken, selbstbewussten Frauen!

Einschnitt in die Weiblichkeit aufgrund veralteter Strukturen

Interessant dabei ist auch, dass es in Europa einen deutlichen Nord-Südanstieg gibt, was die Kaiserschnittraten betrifft. Am wenigsten Operationen als Geburtsmaßnahme werden in Finnland gebraucht, am meisten in den südlichen Ländern (Italien, Spanien, Portugal) mit Rumänien als Schlusslicht. Hat diese Verteilung vielleicht auch etwas mit patriarchalen Strukturen zu tun, die in diesen Ländern noch stärker greifen und Frauen dort in ihrer Freiheit und Weiblichkeit verstärkt Einschneidung erfahren?

Zusammenhang zwischen Gleichberechtigung, Geburten pro Jahr und Wohlstand?

Es ist auf jeden Fall bemerkenswert, dass die Ländern, in denen die Gleichwertigkeit von Frau und Mann selbstverständlich ist, dass dort weniger Kaiserschnitte erfolgen, dafür mehr Kinder geboren werden und dazu in der Gesellschaft noch mehr Wohlstand vorherrscht. Erstaunlich. Oder doch nicht?!

Viel Freude beim Ergründen der Zusammenhänge

Kristina Rumpel