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Schlagwort: Geburt

Weibliche Werte – Die Geburt gibt Aufschluss

Weibliche Werte, was ist das? Ein Blick auf die Parameter, die eine natürliche Geburt fördern, geben Aufschluss darüber. Sie führen uns aus der Vita activa in die vita contemplativa – eine Seinsform, die sich ohne Druck und Vorgaben aus sich selbst heraus entfaltet. Alles, was es dazu braucht: Frieden, Liebe, Wertschätzung, Vertrauen, Mitgefühl, Präsenz, Intimität, Ruhe, Intuition, Öffnung, Hingabe, Wunder, Verbindung auf allen Ebenen und mit allem, was war, ist und sein wird. Liebe ist ein Lebenskunst, die wir lernen können, wenn wir dem Weiblichen wieder Raum schenken in uns, unter der Geburt und in der Welt.

 

Gelebte weibliche Werte unter der Geburt

Obwohl die Parameter einer ungestörten Geburt alle Experten kennen und sie sich auch intuitiv erschließen, werden sie im routinemäßigen Betrieb kaum gefördert. Wenn aber noch nicht einmal unter der Geburt, einem rein weiblichen Bereich weibliche Werte gelebt werden, ja wo denn dann? Die weibliche Kraft ist systematisch an den Rand gedrängt worden bzw. wird sie seit ca. 5.000 Jahren – so lange dauert das Patriarchat – unterdrückt. Mit all den Folgen für das Leben.

Lebensbejahende Welt

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir an dem Punkt, wo wir uns eingestehen müssen, dass ein weiterso nicht geht. Die Menschheit steht kurz dafür sich selbst auszulöschen mit all den lebensverachtenden Praktiken, die es weltweit gibt. Wir leben in einer Welt der Gewalt, des Krieges, der Ausbeutung, der Unterdrückung, der Einseitigkeit – kurz die Welt ist aus den Fugen. Sie ist in Schieflage aufgrund der für das (Zusammen-)Leben so essentiellen fehlenden weiblichen Werte. Wie anders wäre unsere Welt, wenn die Kinder ohne Trauma, Angst und Schmerzen wieder in Vertrauen und Hingabe an das Leben geboren werden würden?

Weibliche Werte Konferenz

Weibliche Werte ist das zentrale Thema unserer Zeit und zukunftsweisend. Mit mehr weiblichen Werten und Energien können wir die Welt wieder in eine Balance bringen. Dies ist das erklärte Ziel der Maria-Magdalena-Vereinigung, die die weibliche Werte online-Konferenz vom 28. November bis 12. Dezember veranstaltet. Am 29. November ist das Interview von FlowBirthing Autorin Kristina Marita Rumpel zu hören. bieten wir eine Online-Konferenz an. Es ist höchste Zeit – laßt uns gemeinsam die Zukunft weiblicher gestalten!

Karin Becker sagt dazu: „Liebe Kristina, habe gerade das Interview angehört. Du bist wunder-voll. Du hast wirklich alles superklar erklärt. Herzlichen Dank dafür. Mögen das Interview viele Menschen anhören und Deine Bücher lesen – wie Magdalena sagte: Es ist ein Muss. Nicht nur die Augen, sondern auch die Herzen werden sich weit öffnen.“

Anmeldung gratis jederzeit möglich!

Das Wunder der Geburt – Jetzt im Kurs erfahren

Schwangerschaft und Geburt sind mehr als körperliche Prozesse. Sie berühren die Frau in ihrem ganzen Sein. Ihr körperliches Befinden ist ebenso bedeutsam auf den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt wie ihre Emotionen, ihre Gedanken, ihre Erfahrungen, ihre Sicht auf das Leben und Frausein. Erst diese ganzheitliche Herangehensweise und inwendig weibliche Beschäftigung mit Schwangerschaft und Geburt bringt das Wunder der Geburt hervor. Jetzt im FlowBirthing-Kurs erfahren!

Für das Wunder der Geburt die Komfortzone verlassen 

Wer sich auf die ganzheitlichen Prozesse in der Schwangerschaft einlässt, hat die Chance, sich und das Leben neu kennenzulernen. Wer die Power der Schwangerschaftshormone zu nutzen weiß und sich aus der Komfortzone heraus traut, erweitert nicht nur seinen Horizont und findet mehr zu sich, sondern bereitet sich auch optimal auf die „Grenzerfahrung“ Geburt vor. Denn nur das eigene Selbst- und Körperbewusstsein und die Verbindung zum Baby im Bauch sind wirkliche Stützen für eine sichere, natürliche Geburt aus eigener Kraft.

Für das Wunder der Geburt bereit werden mit FlowBirthing-Kurs

Endlich ist es soweit – du kannst die Philosophie von FlowBirthing auch gezielt in einem FlowBirthing-Kurs aktivieren und dir zu eigenen machen. Es geht weniger um Tools und Techniken als darum, dich in deiner Selbst-Wahrnehmung, Selbst-Vertrauen, Selbst-Bewusstsein zu fördern und auf dem Weg in deine Selbst-Ermächtigung und Selbst-Verantwortung zu begleiten. Am 18. November 2017 startet bundesweit der 1. FlowBirthing-Kurs in Berlin. Anmeldung hier!

FlowBirthing-Mentorinnen stehen dir zur Seite

Der FlowBirthing-Kurs wird angeboten von Sophia Bialaschik. Sie ist eine von 10 engagierten jungen Frauen, selbst Mutter eines kleinen Kindes, die andere Frauen auf ihrem Weg hin zu einer kraftvollen, inspirierenden Geburtserfahrung begleiten dir in 5 Einheiten zeigen, wie du die Zeit der Schwangerschaft nutzen kannst, um dir selbst, deinem Kind, dem Mamasein und den Kraftquellen in dir näher zu kommen. FlowBirthing-Kurse sind Einstimmung auf die Geburt at its BEST: Betreuung, Entängstigung, Sinn und Training! Mehr zu den einzelnen Angeboten der FlowBirhting-Mentorinnen, die auch 1:1 Coaching online wie offline anbieten!

Welle statt Wehe – warum es ein neues Wort braucht

Mit Worten schaffen wir Realitäten. Es ist also nicht egal, welche Worte wir verwenden – auch und ganz besonders im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt sind die Worte wohl zu wählen. Viele Worte kommen aus dem medizinischen Kontext und sind wenig geeignet, die Vorfreude und das Wunder der Geburt zum Ausdruck zu bringen. Das gilt in ganz besonderer Weise für das Wort Wehe. Dieses Wort stammt aus einem historischen Kontext, der Frauen schwächen sollte. Erfahre hier, warum du das Wort nicht mehr verwenden solltest.

Das Wort Wehe ist belastet und belastet dich

Wehe ist ein Wort aus dem Mittelalter. Es kam in die Welt als Rufmord für Hebammen, die mit einem Berufsverbot belegt waren, weil sie nicht nur Frauen unter der Geburt bestanden, sondern eben auch weise Frauen und vor allem Priesterinnen des alten Mutterglaubens waren. Ihr Macht sollte gebrochen werden um den Weg frei zu machen für den neuen Glauben an Gott den Vater. So wurden die Hebammen kurzer Hand als Wehemütter bezeichnet, die, wenn sie ins Haus kommen, den Schmerz und das Klagen ins Haus bringen.

Das Wort Wehe verdeckt die wahre Dimension der Geburtsarbeit

Um das Wort Wehe salonfähig zu machen, wurde kurzer Hand das ursprüngliche Wort neu interpretiert. Das Ausgangswort etzev wird in der Bibel nur im Kontext von Geburt mit dem Wort Wehe, welches den Schmerz voreinstellt in unserer assoziativen Wahrnehmung, übersetzt. In jedem anderen Zusammenhang heißt das Wort schlicht Arbeit verrichten. In den Wehen liegen heißt also nichts anderes als die Arbeit einer Frau verrichten. Es ist die Arbeit des Lebens schlechthin. Das englische Wort labour für Arbeit und Wehe spiegelt das wieder. Eine Arbeit tun hat erst einmal nichts mit Schmerzen zu tun. Sie kann leicht, anstrengend, freudig, herausfordernd sein, je nachdem wie wir an die Arbeit heran gehen. Das Wort Wehe zu streichen aus unseren Gedanken  und Wortschatz macht uns also frei, die Geburtserfahrung so zu erleben, wie sie für uns gedacht ist. Ohne den voreingestellten Schmerz durch das Wort Wehe wird der Blick frei dafür, dass jede Geburt das Potential einer ekstatischen, kraftvollen, spirituellen, inspirierenden Erfahrung in sich trägt.

Welle statt Wehe gibt einen Kraftschub 

Im Grunde geht es in der Vorbereitung auf die Geburtsarbeit darum, ein Worte zu finden, das dem Wunder der Geburt nahe und die stattfindenden Prozesse so beschreibt, das es dich weit und frei macht und in deine Kraft führt und eben nicht beängstigt. Ein wundervolles Wort, ist das Wort Welle steht Wehe. Es weckt in uns Bilder, die das beschreiben, was sich auch körperlich abspielt: eine Welle kommt, eine Welle baut sich auf, eine Welle zieht sich zurück. Es ist also kein Dauerschmerz, sondern ein kommen und gehen in dem für dich und dein Kind einzigartigen Geburtsrhythmus. Es verbindet dich mit der weiblichen Quelle aus der einst alles Leben hervorgegangen ist und bringt dich in Verbindung mit dem Element Wasser, das für Leben, für Emotionen, für weiche Kraft steht. Das Wort Welle bringt dich in den Flow. Lerne also die Welle zu reiten und erfahre den Kraftschub, den jede Welle für dich bereit hält und dich deinem Kind leichter, freudvoller, kraftvoller näher bringt so wie dich eine Welle mühelos an den Strand spült, wenn du dich ihr nicht entgegenstellst aus Angst oder Unwissenheit, vielmehr beherzt hinein springst und dich vertrauensvoll treiben lässt.

Wehe im Sinne von Wehen – warum nicht?! 

Denkbar wäre auch eine Neu-Interpretation des Wortes Wehe als einen Lufthauch, der die Blätter mühelos empor und auch dich luftig leicht durch den Geburtsprozess weht. Das mag eine schöne Metapher sein, sie ist nur weniger kraftvoll als das Wort Welle. Denn das Wort im Sinne von Wehe ist dem Element der Luft, als dem Bereich des Geistes und Verstandes zugeordnet. Das ist insofern problematisch, da Geburt ja bekanntlich ein körperlich-spiritueller Prozess ist, der eben nicht im Kopf, sondern im Körper und aus den Tiefen des Seins heraus stattfindet. Die Urkraft die sich während der Geburt zeigt, ist die weibliche Schöpfungskraft, die in allem fließt, was ist. Je klarer wir uns auch verbal anbinden an die weibliche Kraft, desto leichter werden uns auch die Kräfte dahinter zugänglich.

Mein Wunsch ist es: dass wir soweit kommen uns einfach in die Welle der Geburt geben zu können, vertrauensvoll den Flow in uns fließen zu lassen ohne Worte für das Wunder finden zu müssen. Einfach die wundervollste Arbeit der Welt vollbringen: als Mittlerin zwischen Himmel und Erde Leben zu schenken. So wurden Gebärende einst gesehen und wer in diese Haltung findet, findet Segen und Schutz der All-Mutter für die göttliche Aufgabe des Lebens schenken.

FlowBirthing und die Frage: Wie willst du gebären?

Schwangerschaft - Zeit der Selbstfindung
Ein Feedback zum FlowBirthing Buch sei an dieser Stelle weitergegeben. Es räumt auf mit dem Vorurteil, FlowBirthing sei esoterisch. 

 

Feedback zum FlowBirthing Buch von Sophia B.:
„Ihr Buch habe ich verschlungen während meiner Schwangerschaft. Ihr Ansatz, das Urvertrauen in die Weiblichkeit und Schwangerschaft zu stärken ist gerade in heutiger Zeit wichtig, da es doch so häufig untergeht. Gleichzeitig schreiben Sie bodenständig und nicht „esoterisch“ – das hat mir super gefallen.“

 

Was ist FlowBirthing eigentlich? 
FlowBirthing ist ganzheitlich, naturverbunden, spirituell und entwickelt seine Kraft aus der Anbindung an die weibliche Schöpfungskraft, die bei jeder Schwangerschaft und Geburt durch die Frau fließt. Das ist nicht esoterisch, vielmehr ein Geheimnis, das seit Urzeiten von Frau zu Frau weitergeben wird. Diese Zusammenhänge wurden geleugnet, da es einst lebensgefährlich war, es auszusprechen.

 

Für kraftvolle Geburten: Altes weibliches Wissen neu belebt im 21. Jahrhundert
Im 21. Jahrhundert kann die innere Kraftquelle der Frau endlich wieder laut ausgesprochen werden und das alte Wissen zum Wohle der Mütter und Kinder in die Welt getragen werden. Ja, wir dürfen uns wieder zur weiblichen Kraft und zu leichten, schönen, ekstatischen Geburten bekennen aus denen die Gebärende als Frau und Mutter gestärkt hervorgeht.

 

FlowBirthing öffnet Raum für neue bzw. uralte Erfahrungshorizonte 
Die Zeiten sind vorbei, in denen Schwangerschaft und Geburt als Strafe und Pein erlebt werden musste, da Geburt aufgrund der Erbsünde mit Schmerz und Todesangst belegt wurde und sich unheilvoll ins kollektive Unterbewusstsein von Frauen eingegraben hat. FlowBirthing öffnet den Raum für neue bzw. uralte Erfahrungshorizonte, in denen die Gebärfähigkeit von Frauen als Auszeichnung des Weiblichen und Geburt als Fest des Lebens verstanden und zum Wohle aller erlebt werden kann. Denn so wie wir gebären, so leben wir.

 

Wie willst du gebären? 
Jede Schwangere hat heute die Wahl: Wie willst du gebären? Soll dein Kind in Liebe, Freude und Vertrauen oder in Gefühlen von Ohnmacht und Angst geboren werden? Willst du durch die Geburt zum Opfer oder zur selbstmächtigen Schöpferin werden? Willst du eine Zukunft gebären, die auf Angst, Leid und Schmerzen gründet oder auf Liebe, Verbundenheit und Hingabe an das Leben.

 

Wie kann ich bewusst Vater werden?

Bewusste Schwangerschaft bezieht auch den Partner mitein. Auch der werdende Vater ist eingeladen, sich bewusst auf die neue Rolle und vor allem auch als Geburtsbegleiter vorzubereiten. Die Kunst dabei ist, präsent zu sein ohne Raum zu greifen, aktiv Vertrauen zu schenken und doch nichts zu tun außer Dankbarkeit und Liebe für die Mutter des Kindes zu empfinden und fließen zu lassen.

Schwangerschaft nutzen für Verbindungsstärkung
Bei der Geburt kommt das Innerste nach Außen und so ist es beinahe zwangsläufig, dass Unstimmigkeiten während des Geburtsverlaufes sich verselbständigen und nachteilig auswirken können. Das A und O ist daher eine offene, wertschätzende Kommunikation, in der beide Partner alles aussprechen dürfen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Die Zeit der Schwangerschaft dafür zu nutzen und eine tragfähige Zweierbeziehung aufzubauen, ist Gold wert als Ausgangspunkt für die Veränderungen, die kommen, wenn das Baby erst einmal da ist.

Geburtsbegleiter als mitfühlender Hüter einer Geburt im Flow
Während der Geburt geht es dann darum, die Rollen klar zu haben. Die Frau gibt den Takt vor, der Mann fließt mit im Lauf der Geburt. Er ist der Beschützer seiner Frau im Außen und hält alle unnötigen Störungen von ihr ab. Und er ist ihr liebevoller Vertrauter, der sich bewusst ist, dass es auch seine Liebe, sein Vertrauen in seine Frau ist, die dazu beitragen, dass sich der Geburtsverlauf ohne Komplikationen entwickeln kann. Mitfühlen statt mitleiden ist das Credo. Das setzt ein hohes Maß an Empathie und Verständnis für die Bedürfnisse seiner Frau voraus.

Einstimmung auf die Geburt als Paar
Häufig sind es auch die werdenden Väter, die Angst vor der Geburt haben bzw. sich um die Gesundheit ihrer Frau und ihres Kindes sorgen. Da die Schwangere und Gebärende sehr feine Antennen hat, nimmt sie die Sorgen und Unsicherheit auf, was zur Belastung werden kann, wenn darüber nicht bewusst gesprochen bzw. gearbeitet wird. So ist es ratsam, dass sich auch der werdende Vater auf die Geburt einstimmt. Dazu dient das FlowBirthing Buch und vor allem auch die FlowBirthing-CD. Mit der CD können Frau und Mann sich gemeinsam auf die Geburt ausrichten.

Allen (werdenden) Vätern einen schönen Vatertag!

Der Kaiserschnitt in der heutigen Zeit

Kaiserschnittrate hat sich verdoppelt in letzten Jahren

  • In Deutschland wird jedes dritte Kind per Kaiserschnitt geboren
  • Die Zahl hat sich seit den 90er Jahren nahezu verdoppelt
  • Immer mehr Kinder werden per Kaiserschnitt geboren
  • Für viele Menschen ist der Kaiserschnitt zur Alternative einer vaginalen Geburt geworden
  • Manchmal ist der Kaiserschnitt ein Glück und rettet Leben, manchmal schlicht die Folge ungünstiger Rahmenbedingungen während Schwangerschaft und Geburt

Doch was bedeutet dies für die Frauen, die ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt bringen?

Wissen um natürliche Geburten geht verloren

Mit der steigenden Zahl an Kaiserschnitten schwindet auch das Wissen im Kreißsaal um die Förderung einer natürlichen Geburt. Der Kaiserschnitt dann wiederum eine Folge des Verlustes der alten Hebammenkunst. Eine Negativspirale, die sich selbst antreibt. Längst sind wir an dem Punkt, dass das technische Know-How zu keinem besseren Ergebnis mehr führt.

Kaiserschnitt: Eine Bauch-OP mit Folgen

Kaiserschnitt kann Leben retten oder aber auch Leben erschweren. Die negativen Folgen von Kaiserschnitten für Mutter und Kind sind inzwischen hinlänglich bekannt. Die Bauch-OP daher auch nur Notsituationen indiziert. Die Kriterien hierfür sind unklar, da es noch keine einheitlichen Leitlinien für Ärzte gibt. Häufig wird als Grund die Angst der Mutter vor einer Komplikation bei der Geburt angegeben.

Bedeutung von Kaiserschnitt für Mütter

Eines ist eine Kaiserschnittgeburt jedenfalls nicht: der einfachste Weg ein Kind zu gebären. Der Blogbeitrag einer Mutter, die selbst zwei Kaiserschnitte erfahren hat, beschreibt die Auswirkungen aus persönlicher Sicht.  Der Beitrag „10 Dinge, die du über den Kaiserschnitt wissen solltest …“  von Isa Grütering gibt Auskunft über die Bedeutung eines Kaiserschnittes aus Muttersicht.

Die Kraft des Weiblichen

Flowbirthing Blog DieKraftdesWeiblichen

„Männlich und weiblich sind elementare Lebensqualitäten: Während die männliche Kraft Lebe, die Leben aus sich heraus schöpfen und ausfüllen kann. Wir alle – Mann und Frau – tragen beide Pole in uns; unseren weiblichen Anteil positiv zu leben und ihm als sinnstiftendem Lebenskontext auch in der Gesellschaft Raum zu geben, ist der Schlüssel in eine friedlichere Welt und damit in eine lebensbejahende und lebenswerte Zukunft!“ Kristina Marita Rumpel, Autorin des Sachbuchs „Die Kraft des Weiblichen“, sieht in einer Neubelebung der weiblichen Urkraft die Chance, sowohl die Geschlechter als auch die Weltreligionen miteinander zu versöhnen, sodass alle Menschen ihr volles Potenzial entfalten und in Frieden mit sich und der Welt leben können.

FlowBirthing und die Kraft des Weiblichen

Ein klares Ja. Geburten waren und sind immer auch kulturell überformt. Wie wir gebären, sagt viel mehr über den geistigen Horizont einer Zeit aus als über Geburten, wie sie im Grunde sein könnten. Die Geburtshilfe in Deutschland ist von einem Sicherheits- und Risikodenken und einer Technikgläubigkeit geprägt. Das hat zur Folge, dass nur noch sieben Prozent der Kinder natürlich geboren werden. Wenn wir nicht wollen, dass natürliche Geburten aussterben und immer mehr Frauen und Kinder durch vermeidbare Eingriffe traumatisiert werden, braucht es ein Umdenken im Sinne einer neuen Geburtskultur. Dafür trete ich ein. Darüber hinaus wirft mein Standpunkt ganz grundsätzlich die Frage auf, wie viel Raum wir dem Natürlichen, dem Weiblichen, dem Mysterium des Lebens in einer hoch technisierten, rationalen Welt einräumen wollen.

Die Rückkehr der weiblichen Kraft

Ich habe mich gefragt: Wenn es nicht einmal unter der Geburt, einem durch und durch weiblichen Akt, selbstverständlich möglich ist, Zugang zur weiblichen Kraft zu finden und Weiblichkeit zu zelebrieren, ja wo denn dann? In der Geburtshilfe dominiert seit Jahrhunderten der männliche Blick auf Geburt, und ich habe festgestellt, dass dies für andere Bereiche ebenso gilt. Wir leben in einer männlich dominierten Welt, was wiederum zu einer eindimensionalen Sicht auf das Leben führt; und Einseitigkeit, egal in welche Richtung, ist immer schädlich. Ich möchte mit meinem zweiten Buch die selbst auferlegte Begrenzung sowie alte Fesseln aufbrechen und dazu beitragen, dass „männlich“ und „weiblich“ GLEICH gültig in der Welt wirken können. Dafür brauchen wir ein neues Verständnis von „weiblich“ und „männlich“ als Urkräfte des Lebens. Diese Sichtweise birgt eine enorme Bereicherung für das persönliche Leben und ist in meinen Augen auch der Schlüssel in eine lebensbejahende und friedliche Welt.

Aufwertung weiblicher Qualitäten als Voraussetzung für Versöhnung und Frieden in der Welt

Wir brauchen in meinen Augen dringend eine Stärkung der weiblichen Kraft in Frau und Mann, denn wir alle haben männliche wie weibliche Seelenanteile in uns. Damit ginge eine Aufwertung der weiblichen Qualitäten einher als jene Qualitäten, die in eine lebenswerte Zukunft führen. Mit der Zunahme an Kreativität, Empathie und Intuition in der Welt besteht die Hoffnung, dass es zu einem Ausgleich der Kräfte kommt und wir die Polaritäten überwinden. Denn die Aufspaltung von Frau und Mann, Mensch und Natur, arm und reich, gut und böse ist der Stachel in unserem Fleisch und der Schmerz der Menschheit, den es zu heilen gilt durch eine integrierte, das heißt ganzheitliche Herangehensweise an das Leben. Dann wird der Weg frei für Konzepte, die dem Leben dienen.

Mehr zum Buch und zur Autorin auf den Seiten des Mankau Verlages!

Die Kaiserschnittrate ist zu hoch!

Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist 2015 leicht gesunken von 31,8 auf 31,1 Prozent. Sie ist damit dennoch zu hoch, denn medizinisch notwendig ist lediglich eine Kaiserschnittrate von bis zu 10 Prozent laut der Weltgesundheitsorganisation WHO. Der Deutsche Hebammenverband sieht dringenden Handlungsbedarf, die Kaiserschnittrate in Deutschland zu senken.
Jeder Kaiserschnitt ist eine Operation und sollte nur dann durchgeführt werden, wenn er medizinisch notwendig ist. Gründe für die mittlerweile häufigen Interventionen in der Geburtshilfe in Deutschland sieht der Verband in der zunehmenden Arbeitsbelastung bei immer weniger Personal in den Kreißsälen, in einem Verlust von Wissen über die normale Geburt sowie in steigender Angst vor Fehlern. „Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist zu hoch und muss gesenkt werden„, so Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbands e.V. (DHV).

Gründe für hohe Kaiserschnittrate

Hierfür gibt es vielfältige Gründe. „In den Kreißsälen ist oft zu wenig Personal, um sich intensiv um jede Gebärende kümmern zu können. Mittlerweile gibt es auch zu wenig Wissen über die unterschiedlichen Verläufe einer normalen Geburt. Heute wird häufig schon bei der kleinsten Abweichung von Gynäkologinnen und Gynäkologen eingegriffen“, so Susanne Steppat. Es fehlen gültige Standards, wann ein Kaiserschnitt geboten ist. Die Entscheidung über seine Notwendigkeit ist deshalb in vielen Fällen subjektiv. Sie erfolgt auch aus Angst vor Fehlern und folgenden Geburtsschäden.

Risiko durch Kaiserschnitt für Mutter und Kind

Kaiserschnitte können Leben retten. Sie sollten jedoch nur im Notfall angewendet werden, da sie Risiken für die Gesundheit von Mutter und Kind haben. Für die Kinder besteht beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Asthma, Diabetes und Allergien als Folge.

Forderungen zur Stärkung der normalen Geburt

Bei einer Kaiserschnittrate von über 30 Prozent ist der Handlungsbedarf hoch und wurde in einigen Bundesländern bereits erkannt. Beispielsweise wurden in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen Maßnahmen zur Förderung der physiologischen Geburt unter Einbeziehung der Hebammenverbände ergriffen. „Ein bundesweiter Aktionsplan zur Förderung der physiologischen Geburt wäre das richtige Signal„, so Susanne Steppat.

Der Begriff „Flow“

FlowBirthing steht für den Aufbruch in eine neue Geburtskultur. Doch was bedeutet eigentlich „eine neue Geburtskultur“, und was bedeutet in diesem Zusammenhang der Begriff „Flow“?

Neue Geburtskultur

Mit dem Begriff der „neuen Geburtskultur“ geht es um eine bewusste Schwangerschaft und Geburt im Vertrauen auf die weibliche Urkraft. Frauen sollen ermutigt werden, sich auf den Weg zur Quelle der Kraft in sich aufzumachen und wieder Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.

FlowBirthing-Philosophie

Dieses Erleben ihrer ureigenen Kraft hat die Macht, ihr Leben, das Leben ihres Kindes und das der ganzen Welt heilvoll zu verändern. Eine selbstbestimmte freudige Geburt jenseits von Angst und Ohnmacht ist der Schlüssel zur Wiederbelebung urweiblicher Energien in der Welt und das Fundament eines bzw. uralten Selbstverständnisses von Weiblichkeit. FlowBirthing ist kein Geburtsratgeber herkömmlicher Aufmachung, sondern lädt Frauen dazu ein, in den „Flow“ zu kommen.

Flow der Geburt

Der Begriff Flow beschreibt das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit, alles fließt, man ist eins mit sich und seiner Umgebung und kann sich und seinen Fähigkeiten vertrauen. Der Flow trägt durch den Geburtsprozess, vielmehr er ist der Geburtsprozess.
Im Flow zu gebären, heißt also nicht, wie von Zauberhand leicht und schnell zu gebären, sondern beschreibt ein ganzheitliches Einlassen und Durchleben des Geburtsprozesses. Im Vertrauen auf den eigenen Körper und die weibliche Urkraft ist eine Geburt dann nicht mehr zwangsläufig schmerzvoll oder traumatisch.

Weitere Informationen zur praktischen Anwendung von FlowBirthing finden sich auch auf der Website von Kristina Marita Rumpel, Autorin und Mitinitiatorin von FlowBirthing.

 

Kreißsaalschließungen und die Auswirkungen

Allein in den vergangenen vier Wochen haben drei weitere Geburtshilfekliniken geschlossen. Seit 1991 sind 40 Prozent der Kreißsäle in Deutschland geschlossen worden. Der Dt. Hebammenverband schlägt Alarm. Die Sparpolitik geht auf Kosten von Müttern und Kindern und Hebammen.
Folgen der Kreißsaalschließungen:
  • Gebärende müssen immer weitere Weg auf sich nehmen. Das bedeutet Stress für Mutter und Kind.
  • Überfüllte Kreißsäle – immer mehr Frauen entbinden in großen Geburtszentren mit überfüllten Kreißsälen
  • Immer weniger Hebammen betreuen durchschnittlich 3-4 Gebärende gleichzeitig
  • Arbeitsbelastung auf Hebammen in Klinik nimmt zu – freiberufliche Hebammen in finanzieller Not wegen steigender Haftpflichtprämien

Situation der Geburtshilfe in Deutschland verschlechtert sich

Die Geburtshilfe in Deutschland ist auf dem absteigenden Ast. Ziel ist eine sichere und bedürfnisorientierte Geburtshilfe. Das bedeutet, sie muss nah am Wohnort sein und jede Frau muss von einer Hebamme begleitet werden. Davon sind wir derzeit weit entfernt.

Aktion des Hebammenverbandes

Auf seiner Website sammelt er alle aktuellen Schließungen von geburtshilflichen Abteilungen in Deutschland.
Der Hebammenverband sammelt auf der Webseite derzeit alle aktuellen Schließungen von geburtshilflichen Abteilungen in Deutschland.

Die Metaphysik von Schwangerschaft und Geburt

Für die Erforschung der Metaphysik von Schwangerschaft und Geburt erhält eine niederländische Philosophin 1,3 Millionen Fördergelder der EU. Elselijn Kingma, die im englischen Southampton arbeitet, will mit ihrem Team die Schwangerschaft ganz neu erklären. Seit der Antike würden männliche Denker die Sicht auf Mutter und Kind prägen. Grund zur Freude? Aus urweiblicher Perspektive wohl eher nicht. Leider.
EU Fördergelder zur Erforschung des Verhältnis von Mutter und Embryo

Endlich soll der Beginn des Lebens erforscht werden. Bisher wurde aus Ignoranz schlicht übergangen, dass Schwangerschaft und Geburt das ganze Leben nachhaltig prägen. So wissen wir bisher viel zu wenig über die tieferen Zusammenhänge und was wir zu wissen glauben, sind Ergebnisse männlicher Kopfgeburten eines zutiefst weiblichen Lebens-Thema. Der weibliche Blick auf das Leben im Ursprung fehlt und führt zu einer einseitigen, männlich dominierten Weltsicht mit all den Problemen einer fehlgeleiteten Männlichkeit im Schlepptau.

Doch wird die Forschung von Kingma daran etwas ändern?

Die Forschungsfragen lassen vermuten, dass die Forscherin die Hürde des patriarchalen Zugangs der Wissenserschließung nicht nehmen wird. Die Frage inwieweit Mutter und Kind eins oder zwei sind, stellt sich aus ganzheitlicher und inwendig weiblicher Perspektive nicht. Die Betrachtung von Gegensätzen wie innen und außen ist einem männlich dominierten Weltbild geschuldet, das seit der Antike in uns zementiert ist. Die ständige Aufspaltung der Welt führt in die Irre und geht am Kern vorbei: die Gebärmutter ist der Raum, in dem sich die Trennung von innen und außen auflöst, damit das Wunder des Lebens stattfinden kann.

Einzigartige Lebens-Erfahrung dank der Fähigkeit, Leben zu schenken

Das Leben ist kein Irrgarten, sondern ein Labyrinth, das in die Geheimnisse des Lebens einführt. Es fördert weibliches Weisheitswissen zu Tage, welches durch die Wertschätzung der Gebärmutter als Ursymbol des Lebens zugänglich wird. Die Botschaft: Es gibt kein Getrenntsein. Wir alle sind mit allem, was ist, verbunden. Diese Erfahrung des All-eins-Sein ist während der Schwangerschaft und Geburt für Frauen nicht nur eine spirituelle, sondern mit jeder Faser in ihrem Körper erlebbar erfahren. Die Möglichkeit dieser Lebens-Erfahrung ist der große Unterschied von Frau und Mann.

Die weibliche Urkraft ist für die Erforschung von Schwangerschaft und Geburt wesentlich

Bewusst erlebt, ist Geburt kein schmerzhafter Trennungsvorgang, sondern ein dreifacher Verbindungsprozess: Verbindung von Körper-Seele-Geist, Verbindung zum neuen Leben im Bauch und Anbindung an die alles durchdringende universelle Schöpfungskraft. So können Geburten im Flow, kraftvoll und sicher verlaufen. Ohne die dafür notwendige urweibliche Kraft gäbe es kein Leben auf der Erde. Diese bei der Beschäftigung mit dem Beginn des Lebens außen vor zu lassen, ist ein Grund zur Resignation und nicht zur Freude und wird sehr wahrscheinlich zu verdrehten Erkenntnissen führen.

Verdrehte Erkenntnisse einer Welt, die Kopf steht

Verdrehte Erkenntnisse sind typisch für eine Welt, die auf dem Kopf steht, weil wir unsere Wurzeln nicht mehr kennen. 1,3 Millionen werden dafür zur Verfügung gestellt und noch dazu von der EU nach England in ein Land gegeben, das nicht mehr Teil der EU sein will. Was noch unverständlicher ist: das Wunder des Lebens wird ohne die für natürliche Geburten wesentliche Dimension der weiblichen Schöpfungskraft erforscht. Ja kann denn immer noch nicht sein, was nicht sein darf? So bauen wir unser Selbstverständnis in Europa auch lieber auf dem Mythos der vergewaltigten Königstochter Europa auf, anstatt an Europa als weitblickende dreifache Göttin einer matriarchalen Kultur zu erinnern. Damit vergeben wir uns die Chance wahrer Schwestern- und Brüderschaft und echter Verbindung als Fundament des Friedens in Europa.

Der urweibliche Blick auf den Beginn des Lebens könnte die Welt verändern

Der urweibliche Blick auf den Beginn des Lebens hat die Kraft, die Welt zu verändern. Dazu braucht es Mut, die Schleier der Erkenntnis lüften und nicht nur Forschungsergebnisse präsentieren zu wollen. Bedauernswert, denn das Thema ist für die Zukunft der Menschheit zentral – auch mit Blick auf den Terror und die Gewalt in der Welt. Peace on earth begins with birth!

Lesen Sie den Feuilleton Artikel der Süddeutschen Zeitung über das Forschungsprojekt von Philosophin Kingma und schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu! Vielen Dank.

Die Vorteile einer Wassergeburt

Wasser ist Leben und Wasser ist ein urweibliches Element. Im Wasser wird die Gebärende durch die Geburtswellen getragen. Wasser ist eine Kraftquelle für Frauen unter der Geburt. Wassergeburten erfreuen sich großer Beliebtheit – seit Jahrtausenden.

Im Wasser gebären

Betrachtet man die Ureinwohner von Hawaii, eine einst matriarchale Kultur, so zeigt sich, dass Wasser und Geburten auf natürliche Weise miteinander verbunden sind. Noch heute ist es für Frauen dort selbstverständlich, im freien Gewässer eins mit Mutter Erde zu gebären.

Wassergeburten

Wassergeburten wie wir sie heute kennen, kamen in den 60er Jahren von Russland nach Europa. Inzwischen hat fast jedes Krankenhaus und Geburtshaus eine Badewanne. Für Hausgeburten gibt es aufblasbare Pools zu mieten oder kaufen. Wassergeburten werden immer beliebter. Auch weil der Übergang für das Neugeborene vom Fruchtwasser ins Becken so sanft ist.

Wasser trägt durch die Geburtswellen

Im Wasser ist die Gebärende getragen, sie fühlt sich schwerelos und frei. Wasser entspannt und beruhigt. Im Wasser fällt es leichter, sich der Natur vertrauensvoll hinzugeben. Alles Leben ist aus dem Wasser entstanden. Wasser ist urweiblich und daher das ideale Element für Geburten.

Vertraut werden mit dem Element Wasser

Viele Frauen empfinden den Aufenthalt im Wasser während der Wehen als sehr erleichternd und die Geburt fördernd. Doch es kommt vor, dass Frauen am Ende doch den festen Halt bevorzugen. Dies hat hauptsächlich damit zu tun, dass sie mit dem Element Wasser nicht so vertraut sind. Das Bekannte ist das, was Sicherheit vermittelt.

Hat der Beitrag Interesse am Element Wasser geweckt? Dann lesen Sie mehr über „Wasser als Kraftquelle“ .

 

Die Ökonomisierung der Geburt

FlowBirthing_Logo

Eine Ökonomisierung der Geburt greift immer mehr um sich. Und das mit fatalen Folgen: Die ökonomische Bewertung der geburtshilflichen Praxis stellt die Regeln einer förderlichen Geburtsbegleitung auf den Kopf. Ein krankes Gesundheitswesen hält sich auf dem Rücken von Mutter und Kind am Leben.

Ökonomisierung im Gesundheitswesen

Die Ökonomisierung im Gesundheitswesen treibt in der Geburtsmedizin verheerende Blüten. So hat sich die Zahl der Kaiserschnitt in den letzten 15 Jahren verdoppelt ohne dass die Kindersterblichkeit gesunken wäre.

Was ist damit eigentlich gemeint?

  1. Fallpauschalen: ein Kaiserschnitt bringt doppelt sowie eine normale Geburt
  2. Klassifikation von Patientinnen: die Zahl der als „Risikoschwangerschaften“ nimmt dadurch zu
  3. Standardisierung der Behandlungsoptionen: Zeitvorgaben innerhalb derer sich Geburt entwickeln muss, sonst folgen Interventionen (z.B. Wehenmittel)
  4. Ablöse von Diagnostik durch Risikomanagement: die Einleitung der Geburt bei Übertragung unabhängig von der Versorgung des Kindes und dessen Situation (u.a. werden Babys sogar zu früh geholt, weil Entbindungstermin falsch berechnet wurde)

Zerstörerische Kraft am Beginn des Lebens

    • Nur noch 7 Prozent der Geburten verlaufen ohne medizinische Interventionen
    • 93 Prozent der Frauen wird eine schöne, kraftvolle Geburtserfahrung verwehrt
    • 93 Prozent der Neugeborenen müssen unter Stress und erschwerten Bedingungen des Licht der Welt erblicken. Von den medizinischen Spätfolgen für Mutter und Kind ganz zu schweigen.

Barbara Duden, Medizinhistorikerin, Geschlechterforscherin und emeritierte Professorin der Leibniz Universität beschreibt diese Entwicklung der von oben durchgesetzten statt bedürfnisorientierten Politiken als „zerstörerische Kraft für eine abwartende und den Frauen beistehende, professionelle Geburtshilfe  – nämlich die Bedrohung einer wohnortnahen geburtshilflichen, abwartenden Grundversorgung und einer Geburtshilfe, deren erstes Merkmal einmal war, dass es für diesen Beistand Zeit braucht.“

Ihr Vortrag „Die Ökonomisierung der Geburt“ ist zu hören bei der Jahrestagung der GfG – Gesellschaft für Geburtsvorbereitung am 16. September 2016 in Freiburg. Weitere Infos auf der Website GfG.

Gastbeitrag: Spirit & Birth

Bianca Spirit & Birth

Geburt ist jedes Mal ein kleines Wunder. Es ist der große Moment im Leben. Die ersten Erfahrungen prägen ein Leben. Wenn ein Mensch das Licht der Welt erblick, ist dies ein bewegender, inniger Moment.

In diesem Moment ist für alle spürbar, dass nicht nur ein neuer Mensch auf die Erde kommt, sondern auch eine Seele. Spirituelle Geburtsvorbereitung bewahrt den Blick dafür und hilft den werdenden Eltern, sich auf die Ankunft ihres Kindes vorzubereiten und innerlich bereit zu werden.

Wenn sich eine Seele, ein Kind entscheidet, sich mit der höchsten kosmischen Kraft (Mutter) sowie der Schwingung der Erde zu verbinden, dann ist dies immer mit einem ganz besonderen Seelenauftrag verbunden. Jeder Kinderwunsch, jede Schwangerschaft, ist eine Möglichkeit, sich von den eigenen seelischen und dadurch verbundenen körperlichen Blockaden zu verabschieden. Sie zu transformieren um somit Heilung geschehen lassen zu können.

Wenn eine Seele einen erreicht, dürfen sich die Mutter und der Vater auf einer ganz neuen Ebene kennenlernen! Dies ist oftmals eine Herausforderung, denn zu allererst gilt es, sich bereit zu machen. Sich für die persönliche Entwicklung zu öffnen, die diese Seele mitbringt. Jeder Seelenauftrag bringt die Mutter und den Vater auf eine neue Bewusstseinebene, die Ihre kommende Zeit und die damit verbundene Zukunft prägt.

Je nach Situation, und hierbei gleicht keine der Anderen, erreicht diese wundervolle Seele einen sehr erhofft, ganz plötzlich, dann, wenn man bereits nicht mehr daran glaubt oder sehr unangenehm weil sie zu einer anderen Vaterverbindung gehört als die Frau sie gerade lebt (fremdgeliebt). Oder warum darf ich und mein Kind ohne Partner diese Reise erleben?

In JEDER Situation kann bereits und wäre es sehr empfehlenswert, ab dem Kinderwunsch auf der seelisch-körperlichen Ebene zu transformieren. Hierbei schafft man genug Zeit und Raum, um sich dem Fluss des Lebens hingeben zu können, Wandlung geschehen zu lassen!

Doch gerade auch bei bereits sehr fortgeschrittener Schwangerschaft, ist immer noch genug Zeit, um sich dem Seelenauftrag zu widmen, um dadurch eine schmerzarme und freudvolle Geburt im Glanz des Lebens erfahren zu können.

Genieße dich in der Ekstase deiner Wandlung zu einer herzerfüllten Frau und Mutter, Mann und Vater sowie einer kraftvollen Basis von Seelenpartnerin und Seelenpartner.

Erkenne, wie es möglich wird, eine Geburt zu einem eskstatisch-freudvollem Erlebnis zu wandeln und zu erleben.

Mit Herz,

Bianca Leierer

www.spiritbirth.at

Weitere Informationen zur Ausbildung zum AUSBILDUNG ZUM SPIRIT BIRTH ORIGINAL PRACTITIONER & DOULA, die Bianca Leierer für Hebammen und Frauen, die sich als Geburtsbegleiterinnen verwirklichen möchten, anbietet, findet sich auch auf der Facebook-Seite von FlowBirthing.

Die weibliche Urkraft

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Kronprinzessin Viktoria von Schweden hat vor wenigen Tagen ihr zweites Kind geboren. Ihr Ehemann, Prinz Daniel sagte voller Stolz nach der Geburt: „Man ist wirklich beeindruckt, ihr Frauen habt eine Urkraft.“

Die weibliche Urkraft fördert Geburten

Die Urkraft ist jene Kraft, die bei einer natürlichen Geburt durch jede Frau fließt. Ohne die Anbindung an die weibliche Urkraft ist Geburt auf natürlichem Wege nicht möglich. Sie ist eins mit der weiblichen Schöpfungskraft, die seit Urzeiten Leben hervorbringt.

Durch die vielen Interventionen bei der Geburt wie dies bei den meisten Geburten üblich ist, wird es Frauen schwer gemacht, an diesen inneren Kraftpunkt heranzukommen. So werden heutzutage viele durch die moderne Medizin nicht nur von ihrem Kind entbunden, sondern auch von dieser urgewaltigen Erfahrung der weiblichen Kraft.

Entbindung von der weiblichen Kraft

Das kann dramatische Folgen für die Mütter haben, die sich mit Selbstzweifel plagen, dass sie ihr Kind nicht aus eigener Kraft gebären konnten und dadurch auch schwerer in ihre Mutterrolle finden können. Aber der Rückgang natürlicher Geburten hat auch Folgen für die Beziehung zwischen Frau und Mann. Es ist ein großer Unterschied, ob der Mann bei der Geburt seine Frau erleben kann wie sie eins mit der weiblichen Urkraft über sich hinauswächst oder ob sie hilflos an Maschinen angeschlossen auf Hilfe der Ärzte angewiesen ist.
Ganz zu schweigen von der grundlegenden Lebenserfahrung, dass wir der Natur vertrauen können und der weibliche Körper ein einzigartiges Wunderwerk ist, von der sich die Menschheit abschneidet, wenn nur noch 7 Prozent der Geburten natürlich ablaufen. Die weibliche Urkraft entwickelt sich in dem Maße, wenn die Frauen uneingeschränkt ja zum Leben und zu den natürlichen Prozessen sagen, die ihr Kind sicher auf die Welt bringen. Wir verlieren durch die vielen oftmals unnötigen Interventionen immer mehr das Vertrauen ins Leben.

Zitat von Prinz Daniel zur weiblichen Urkraft

Wie schön also, dass Prinz Daniel seiner Beobachtung und Stolz über seine kraftvoll gebärende Frau mit so klaren und treffenden Worten Ausdruck verleihen konnte. Das ist eine Gabe, die sich in Ergänzung zur Urkraft der Frau entwickeln kann, wenn Männer unter dem Eindruck der Geburt ebenfalls in ihre positive Männlichkeit finden können.

Wer mehr über die weibliche Kraft erfahren möchte, dem sei das Buch „Die Kraft des Weiblichen“ von Kristina Marita Rumpel empfohlen, welches im Herbst 2016 im Mankau Verlag erscheinen wird.

30 Schritte auf dem Weg zur lustvollen Gebärerfahrung

Kira Vandekamp

Die Art, wie wir geboren werden und wie wir gebären, hat einen sehr großen Einfluss auf unser gesamtes Leben, unsere Sexualität, unser Frausein und unser Urvertrauen ins Leben. So viele Frauen planen das perfekte Geburtserlebnis. Wenn dann die Dinge nicht so laufen wie erwartet, bleiben sie mit einem Gefühl großer Enttäuschung zurück und wünschen sich, es wäre alles anders gelaufen und sie wären besser vorbereitet gewesen. Das muss nicht sein:

Die Vision einer lustvollen Geburt

Es ist meine Vision, dass Frauen Geburt auf andere Weise erfahren können – ganzheitlich, bedeutungsvoll, lustvoll, heilig, sinnlich, natürlich, ekstatisch, befreiend, kraftvoll, öffnend, transformierend, berührend, bestärkend oder was auch immer du dir für deine Geburt wünschst. Geburt hat das Potential wundervoll und zutiefst erfüllend zu sein.

30 Schritte, hin zu einer lustvollen Gebärerfahrung

  1. Vertraue in die natürliche Fähigkeit deines Körpers zu Gebären.
  2. Wähle den Ort gut aus, an dem Du gebären willst. Informiere dich über alle Möglichkeiten in deiner Gegend. Wähle einen Geburtsort, an dem du dich möglichst sicher, ruhig, entspannt, ungestört und geborgen fühlen kannst. Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur DEINE beste Wahl.
  3. Wähle dir dein Unterstützungsteam gut aus, Menschen von denen du dich unterstützt, akzeptiert & geliebt fühlst, Menschen denen du vertrauen kannst.
  4. Mache dir deine Ängste, rund um das Thema Geburt & Mutterwerden, bewusst. Befasse dich intensiv mit ihnen & erlerne Techniken sie zu reduzieren oder ganz abzubauen (beginne so früh, wie möglich damit).
  5. Mache häufig Liebe mit deinem Partner in der Schwangerschaft, küsst, kuschelt & massiert euch gegenseitig, stärkt eure sinnliche Verbindung.
  6. Finde heraus, was dich glücklich macht & gönn dir täglich eine gute Dosis davon.
  7. Löse alte Geburtstraumen auf (wenn vorhanden). Wenn nötig, suche dir einen Trauma-Therapeuten oder ähnliche Spezialisten.
  8. Halte deinen Körper fit, flexibel und geschmeidig (z.B. mit Bauchtanz, SS-Yoga, Laufen oder Schwimmen).
  9. Ernähre dich gesund, ausgewogen, bunt, qualitativ hochwertig, schadstoffarm und genieße jeden Bissen. Dein Baby isst mit.
  10. Finde neue Wörter für aggressive Ausdrücke (z.B. Wehe = Welle, Blasensprung = Öffnen der Blase, Austreibungsphase =Geburtsphase).
  11. Nimm dir jeden Tag etwas Zeit, um deine Traumgeburt zu visualisieren.
  12. Energetisierende Atem-Übung: Verbinde Atmung, Tönen & Beckenbodenaktivierung. Spanne deine Beckenbodenmuskeln während dem Einatmen an und ziehe sie nach innen & oben. Löse sie mit dem Ausatmen. Einatmen – anspannen. Ausatmen – loslassen. Jetzt atme aus mit einem weichen „Haaaah“. So bewegst & steigerst du die Energie in deinem Körper und mit etwas Übung kannst du so sehr sinnliche Energie in dir erzeugen.
  13. Nutze positive Affirmationen und Mantren zur Geburtsvorbereitung.
  14. Übe, dich in deinem Körper, deiner Sinnlichkeit und deiner Sexualität wohl und zuhause zu fühlen. Fällt es dir schwer, suche Unterstützung.
  15. Übe dich darin, deinen Instinkten und deiner Intuition zu vertrauen.
  16. Kommuniziere häufig mit deinem Baby, lass es auch in der Schwangerschaft schon Teil deines Lebens sein. Das Baby spürt deine Zuwendung.
  17. Finde deinen eigenen Rhythmus in allem, was du tust. Auch für die Geburt sind rhythmische Handlungen hilfreich (Berührung, Affirmationen, Bewegungen, Gebet…).
  18. Füttere dich mit positiven Geburtsgeschichten und Filmen zur Inspiration, vermeide alle negativen oder beängstigenden Einflüsse.
  19. Wende immer wieder deine Aufmerksamkeit nach innen und unten, in Richtung Becken, Gebärmutter, Genitalien, entspanne dich und stell dir mit dem Atem vor, wie du dich öffnest und schließt, wie eine Blüte.
  20. Praktiziere Selbstliebe & Selbstfürsorge in allen Lebenslagen.
  21. Lerne dich zu entspannen & erforsche, was dir hilft vollständig los zu lassen und dich hinzugeben.
  22. Lächle und lache so oft, wie möglich (dann fängt dein Körper an, Glückshormone auszuschütten).
  23. Übe dich darin deinen Kopf auszuschalten und deinem Körper zu vertrauen (z.B. beim Sex oder einer ausgiebigen Massage).
  24. Spüre dein Becken – wie kannst du dich bewegen, um es weiter zu machen? Kreise dein Becken, bewege es hin und her, vor und zurück, spüre den Raum zwischen deinem Schambein und deinem Steißbein. Halte dein Becken beweglich (z.B. Yoga für Schwangere).
  25. Entspanne deine Gesichtsmuskeln, besonders Mund & Kiefer. Küsse oft und inniglich.
  26. Nutze sinnliche und/oder sexuelle Stimulation während der Geburt nach deinen persönlichen Vorlieben & Bedürfnissen und den örtlichen Gegebenheiten.
  27. Drücke deine Gefühle aus, sei offen & ehrlich, sprich über deine Ängste, lass, wenn nötig, deinen Tränen freien Lauf.
  28. Erschaffe eine sinnliche, intime Atmosphäre im Geburtsraum, wie für eine schöne Liebesnacht oder deine Hochzeitsnacht.
  29. Vermeide Schmerzmittel (und andere Medikamente), wenn möglich. Unter dem Einfluss vieler Medikamente können die natürlichen Glückshormone nicht mehr richtig funktionieren.
  30. Vertraue auf dich & dein Kind, als gutes Team und darauf, dass ihr mit dem was kommt fertig werdet. Gib dich dem Geburtsprozess hin.

Kiria Vandekamp

Hebamme und Gastgeberin des Online Kongress Sex, Spirit & Birth vom 15. – 20. Februar 2016

www.sensualbirthing.de

www.sexspiritbirth.de

Die natürliche Geburt fördern!

Flowbirthing Rozhanitza Frau

Eine natürliche Geburt wünscht sich die Mehrheit der Gebärenden. Die menschliche Geburt unterliegt als Teil der Fortpflanzung natürlichen Gesetzen. Als ein hoch entwickelter, sich selbst steuernder Lebensprozess braucht er im Normalfall keine Behandlung. Die große Mehrheit aller Frauen wäre in der Lage ohne jeden Eingriff zu gebären. Warum gelingt dies immer seltener?

Nur noch 7 Prozent sind natürliche Geburten

Tatsächlich erleben wir in Deutschland – wie auch den meisten anderen Industrienationen – eine dramatische Entwicklung: Nur noch 7 Prozent (Schwarz 2008) aller Geburten verlaufe ohne jede medizinische Intervention. Jedoch nur ca. 10 Prozent der Geburten braucht medizinische Unterstützung. In 90 Prozent der Fälle wird also in das empfindsame Zusammenspiel von Mutter und Kind während der Geburt eingegriffen. Im Ernstfall ein Segen, bietet er im unnötigen Fall das große Risiko, weitere Komplikationen nach sich zu ziehen.

Zeitgeist, nicht Natur bestimmt Geburtserlebnis

Unser Umgang mit Geburt sagt nichts über die Natur von Geburt aus, aber vieles über den herrschenden Zeitgeist. Geburt wird zum Hochrisiko erklärt und spiegelt die allerorten feindselige Haltung gegenüber dem Leben und natürlichen Prozessen. Wir Menschen erheben uns über das Leben statt darin aufzugehen, was eine Grundvoraussetzung für eine natürliche Geburt ist. Frauen werden ihrer Kompetenz Leben zu schenken beraubt, nicht selten mit seelischen Wunden, die nur schwer heilen. Frauen werden zu Opfern eines kranken Systems, auch weil das Wissen der Frauen, um die eigenen weiblichen Lebensphasen und ihre Bedeutung für jede einzelne Frau immer weiter zu verschwinden droht, als Folge der vergangenen Entwicklungen etwa durch die einseitige Ausrichtung auf die klinische Betreuung gebärender Frauen.

Die natürliche Geburt stirbt aus

Durch die neuerlichen Ausschlusskriterien für Hausgeburten, die der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen willkürlich getroffen hat und seit dem Schiedsspruch im November 2015 geltendes Recht sind, haben sich die Möglichkeiten einer Geburt im Vertrauen auf die natürlichen Lebensprozesse weiter verengt. Die Lage ist ernst: die natürliche Geburt droht auszusterben mit allen negativen Folgen für Mutter und Kind und Gesellschaft.

Kein Platz für die weibliche Kraft in der modernen Gesellschaft?

Der Hebammenverband hat daher Klage eingereicht gegen den Schiedsspruch. Dabei geht es um mehr als die persönliche Lebenswelt von Hebammen und Gebärenden. Es geht um die Frage, in welcher Welt wir in Zukunft leben wollen und ob dort das Natürliche in Gestalt des Urweiblichen weiterhin Platz hat.

Weitere Informationen über außerklinische Geburtshilfe e.V. unter www.quag.de. Dort findet sich auch die jährliche Auswertung zur Qualität der außerklinischen Geburtshilfe. Die Berichte zeigen eindrucksvoll, dass Geburten zuhause und im Geburtshaus eine sichere Alternative zur Klinikgeburt sind.

Wer kommt mit zur Geburt?

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Wen bei der Geburt mitnehmen? Die Anwesenheit des Vaters wird meist nicht mehr in Frage gestellt. Doch spricht auch einiges dafür zudem die eigene Mutter oder auch Freundinnen mitzunehmen, die emotionalen Halt während der Geburt geben können. Die Zeiten sind vorbei, also Frau nur eine Person mit ins Krankenhaus nehmen konnte. Die Frage kann daher wieder offen zum Wohle der Gebärenden gestellt werden.

Geburt ist Frauensache

Letztlich geht es bei der Frage darum, dass du dir eine Atmosphäre schaffst, in der du dich bestmöglich behütet fühlst und die dir Kraft, Zuversicht und Selbstvertrauen vermitteln kann. Es gibt Untersuchungen, die darauf schließen lassen, dass die Anwesenheit von anderen Frauen sich positiv auf den Geburtsverlauf auswirkt. Kein Wunder also, dass Geburt Jahrtausende lang reine Frauensache war.

Doula als professionelle Geburtsbegleiterin

Denke auch rechtzeitig über die Begleitung einer Doula nach, also einer Frau, die Erfahrung mit Geburt hat und bei allen nicht medizinischen Fragen für dich Sorge tragen kann. Sie kann dir in Gesprächen vorab bereits ein positives Gefühl auf die Geburt vermitteln. Und es ist ein Weg, wie du als Frau die Kompetenz über deinen Körper und deine Gebärfähigkeit bewahren kannst.

Gerade in Zeiten in denen immer weniger freie Hebammen bei der Geburt dabei sein können und damit eine vertraute und vertrauenswürdige Person im Kreißsaal fehlt, sind Doulas und Geburtsbegleiterinnen eine Chance auf eine Wunschgeburt im Zentrum deiner Kraft.

Unter www.doula-info.de findest du weitere Informationen zur Arbeit von Doulas. Ebenso findest du Doulas und Geburtsbegleiterinnen im Netzwerk von FlowBirthing unter der Rubrik „Kursangebote – AnbieterInnensuche“.

Geduld gefragt bei der Geburt

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Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten“ – so Wikipedia.
Oder wie es der englische Dramatiker William Somerset Maugham (1874-1965) ganz treffend beschrieben hat: „Der Mensch hat das Warten verlernt, darin liegt das Grundübel unserer Zeit.
Das ist leider heute auch noch so. Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit. Wo man nur hinsieht, viel zu schnell muss alles gehen. Dieses nicht warten oder nicht abwarten können ist sehr stark in der heutigen Geburtshilfe zu spüren. Ein Plädoyer für mehr Geduld:

Überlastete Kreißsäle

Die Kreißsäle sind voll, Hebammen und Ärzte oft überlastet. Da liegt es doch ganz nahe, das schnell einmal zum Wehenmittel gegriffen wird oder ein Dammschnitt gemacht wird. Noch besser, lieber gleich einen Kaiserschnitt machen, dann geht es noch flotter und planbarer ist er auch.

Frühzeitige Eingriffe in den Geburtsverlauf

Wenn während einer Geburt Komplikationen auftreten, keine Frage, dann bin ich sehr froh darüber, dass wir heute gut versorgt sind. Doch auf Grund meiner Eindrücke und Erlebnisse als Hebamme, habe ich leider allzu oft gesehen, dass Komplikationen eingetreten sind, weil eben nicht abgewartet wurde. Dieser Eingriff in den natürlichen Geburtsverlauf kann schwerwiegende Auswirkungen haben.

Geduld als zentrales Element einer natürlichen Geburt

Ich bekomme immer wieder Geburtsgeschichten erzählt und es macht mich wirklich sehr traurig, was ich alles höre. Die hohe Kaiserschnittrate, die wir in Österreich und Deutschland haben (über 30%), lässt keine Zweifel, dass irgendetwas falsch läuft. Für mich als Hebamme ist Geduld etwas sehr wichtiges.

Kind erwarten können

Ich denke, dass alles seine Zeit braucht und nicht so schnell gehen kann (soll), wie wir es gerne wollen, besonders wenn ein Kind erwartet wird. Geburten können so unterschiedlich sein, wie wir Menschen sind. Einige dauern sehr lange, andere wieder sind besonders schnell. Wenn es dann einmal länger dauern sollte, dann sind Geduld und Zuversicht von großer Bedeutung. Verläuft alles normal, ist es OK, wenn es einmal länger dauert.

Warten ist oft das Beste bei einer Geburt

Als Beispiel: bei einer längeren Geburt ist es ganz normal, dass die Wehen auch mal wieder weniger werden, das ist ganz wichtig, damit sich der Körper der Frau wieder Kraft holen kann, um dann wieder kräftigere Wehen zu erzeugen. Meine Erfahrung hat hier gezeigt, dass Warten und eben mal gar nichts tun das Beste ist. Mir ist sehr wichtig darüber zu schreiben, dass es von großer Bedeutung für einen guten Geburtsverlauf ist, sich schon in der Schwangerschaft mit seinem Körper gut auseinander zu setzten und zu vertrauen, dass dein Körper das Richtige tun wird.

Rezept also für eine gelingende Geburt ist:

  • Auseinandersetzen mit dem eigenen Körper in der Schwangerschaft
  • Beziehungsaufbau zum Kind
  • positive Einstellung zur Geburt
  • Personen bei der Geburt, die daran glauben, das eine natürliche Geburt möglich ist
  • eine Hebamme, die an die natürliche Geburt glaubt
  • ein Ort, an dem ich mich wohl fühle
  • GEDULD

Allen Frauen die bald ihr Baby erwarten, möchte ich sagen:Vertraut darauf das euer Körper alles richtig macht, und im richtigen Tempo!

Ich wünsche euch noch eine schöne Weihnachtszeit!
Patricia Schmidmeier

Hausgeburtshebamme
Beitrag gelesen im aktuellen Adventskalender-Blog von Nina Winner, Netzwerkpartnerin von FlowBirthing
http://geburt-und-mama-sein.com/blog/

Das Labyrinth als Ursymbol

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Vom Labyrinth geht noch heute eine große Faszination aus. Es hat etwas Mystisches, ja Magisches. Es gehört zu den Ursymbolen der Menschheit. Sich auf das Symbol einzulassen, hilft sich freizuschwimmen von allem was zerrt und einengt und mit Herz und Verstand einzutauchen in den Flow des Lebens.

Wer schon einmal bewusst ein Labyrinth abgeschritten ist, weiß, dass der Weg das Ziel ist. Dabei stellt sich heraus, was sich auch bei einer bewusst erlebten Geburt erfahren lässt: alles ist im Fluss, alles bewegt sich in seinem eigenen Rhythmus, die Schritte folgen dem Ein- und Ausatem. Vertrauen entsteht in den Weg und die Erkenntnis wächst, dass alles mit allem verbunden im großen Kreislauf des Lebens verbunden ist.

Die Faszination des Labyrinths liegt auch daran, dass es aus einer Zeit stammt, in der die Gemeinschaften in Frieden zusammen lebten und ihre Verbundenheit mit allem Seienden durch Tänze, Gesänge ausdrückten. Es ist ein urweibliches Symbol und nicht mit dem Irrgarten zu verwechseln.

Das Volk der Hopi fassen unter dem Wort des Labyrinths die Begriffe Ursprung, Quelle und Schöpfungsgeschichte zusammen. Es ist das Ursymbole für Geburt und Mütterlichkeit.

In diesem Zusammenhang ist auch der Satz aus dem FlowBirthing Buch zu verstehen, der da lautet: „Das Eintauchen in uraltes Weisheitswissen von Frauen führt heraus aus dem künstlichen Irrgarten im technisierten Raum, in dem Frauen ihre Kraft nach und nach verloren haben, und ein wahrhaft mystisches Labyrinth des Lebens zeigt sich, das in sich ein wertvolles Geheimnis bewahrt. Dieses Mysterium des Lebens als Frau selbst-bewusst zu erkunden, setzt die Energien der weiblichen Urkraft frei und strämt ihre heilsame Kraft für dich, dein Kind und die Welt aus.“

Das Labyrinth ist ein zutieftst lebensbejahendes Zeichen. Es hat auch heute noch die Kraft, der Gewaltspirale der Jetztzeit etwas entgegenzusetzen. Wir (Frauen) müssen uns nur daran erinnern…

Die Kraft positiver Gedanken (Affirmationen)

Unsere Gedanken sind stark, wenn es darum geht, unseren Alltag zu gestalten. Auch in der Schwangerschaft und während der Geburt können positive Gedanken und gezielte Entspannung unterstützend wirken.

Was genau sind positive Bestärkungen (Affirmationen)? Unter einer Affirmation oder positiven Bestärkung versteht man im Grunde die positive Formulierung eines Zustandes.

Positives Bestärken lernen in der Schwangerschaft

Ja, positives Bestärken kann man lernen – vielmehr ist es jedoch ein konsequentes Üben einer neuer Denkart. Hilfreich dabei ist es, zunächst geeignete Literatur zu lesen, sich danach den eigenen – mitunter negativen – Glaubenssätzen zu widmen und diese dann einen nach dem anderen durch eine positive Bestärkung zu ersetzen.

Affirmationen nutzen zur Entspannung und Kontaktaufnahme mit dem Baby

Es ist natürlich ideal, wenn Du schon zu Beginn Deiner Schwangerschaft mit dem positiven Affirmieren beginnst. Gezielte Entspannungsphasen können Anfangs helfen, die Affirmationen für Dich und Dein Baby spürbarer zu machen und zu verinnerlichen. Nimm Dir beispielsweise ein angenehmes Bad, lege Dir Musik auf (instrumental) und sage Dir in Gedanken alles, was sich gut für Dich und Dein Baby anfühlt.

Positives Umfeld schaffen während der Schwangerschaft

Bitte auch Dein Umfeld, Dich aktiv bei der Schaffung einer positiven Schwangerschaft zu unterstützen, indem in Deiner Gegenwart keine Horrorgeschichten und Ammenmärchen zum Besten geben werden. Leider ist man auch in typischen Angeboten für Schwangere nicht immer davor gefeit, solche Geschichten erzählt zu bekommen. Mit meinen Positive Birth Gruppen biete ich Schwangeren die Möglichkeit zum ausschließlich positiven Austausch.

Positiv auf die Geburt einstimmen

Bei den Treffen unter gleichgesinnten Frauen wird gemeinsam für eine gute Schwangerschaft und ein schönes Geburtserlebnis positiv affirmiert und dem gesamten Zeitraum bis kurz nach der Geburt ein positiver gemeinsamer Rahmen gegeben.

Der Geburt wird in diesen Gruppen stets positiv entgegen geschaut. Sie wird als natürlicher Vorgang betrachtet, für den jede Frau auf ihre Weise optimal geschaffen ist.

Ich selbst bin davon überzeugt, dass mir positive Affirmationen und Visualisierungen während meiner beiden Schwangerschaften geholfen haben und in komplikationslosen, kraftvollen und nahezu schmerzfreien Geburten resultierten.

Jasmin Nerici

Dipl. Mentaltrainerin, Doula & Gründerin von Positive Birth

www.positivebirth.at

Veranstaltung: Tage der Geburt

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Vom 25. – 27. September 2015 finden die Tage der Geburt statt. An diesen Tagen gibt es bundesweite Veranstaltungen, um auf die Bedeutung der normalen Geburt aufmerksam zu machen. Da nur noch 7 Prozent aller Geburten ohne medizinische Intervention stattfinden, schwindet in Deutschland das Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit mit allen traumatischen Folgen für Mutter und Kind.

Die normale, natürliche Geburt geht verloren. Erschreckende Zahlen lassen aufhorchen, denn inzwischen finden in Deutschland nur noch 7% aller Geburten ohne medizinisch-technische Eingriffe statt! Dabei könnten der WHO zufolge 70-80% aller Geburten „normal“ verlaufen. Und die Gesellschaft/ Politik trabt hinterher: Die Versicherungsproblematik der Hebammen ist nicht gelöst. Die Kampagne soll wachrütteln für das Glück kommender Kinder, die in Geborgenheit das Licht der Welt erblicken sollen!

Wir haben immer mehr verlernt, der Weisheit des Geburtsprozesses zu vertrauen und die Geburt sich entwickeln zu lassen. Stattdessen greifen wir steuernd ein. Aber die normale Geburt muss im Rhythmus von Mutter und Kind stattfinden – mit der Zeit und dem Schutz, den beide brauchen und mit der liebevollen und fachkundigen Hebamme als persönlicher Begleiterin fest an der Seite. Eine Geburt kann sich nicht an die äußeren Bedingungen anpassen. Wenn wir das versuchen, geht die Steuerungskraft der einzigartigen Kommunikation zwischen Mutter und Kind verloren.
Das Netzwerk der Geburtshäuser e.V. und der Förderverein normale Geburt e.V. kämpfen mit der Kampagne „Normale Geburt“ für die Selbstverständlichkeit physiologisch normaler Geburten und die Stärkung der Kompetenzen von Frauen, selbstbestimmt und mit Hilfe von erfahrenen Hebammen zu gebären. Es muss deutlich werden, wie wichtig die physiologisch normale Geburt, d.h. die Geburt ohne unnötige medizinische oder technische Eingriffe ist: Sie ist von unschätzbarem Wert für die spätere körperliche wie seelische Entwicklung von Neugeborenen und für das Wohlbefinden und die Stärkung von Frauen und Familien.
Es muss ein Umdenken stattfinden – mit Hilfe aufklärender Informationen und einem AUFSCHREI, den wir laut über die Kampagne in die Welt rufen: ALLE sind hier angesprochen, besonders aber die heranwachsenden Jugendlichen, werdenden Mütter und Väter, aber auch die werdenden Großmütter und Großväter! DIESES THEMA GEHT ALLE AN!

Höhepunkt der Kampagne werden die Tage der Geburt sein, ein Wochenende – Event vom 25.-27.September 2015 mit bundesweiten Aktionen und einer zentralen Veranstaltung in Berlin, bei der FlowBirthing als Kooperationspartner präsent ist mit einem Vortrag von Autorin Kristina Rumpel und den weiblichen Blick auf Geburt beschreibt.
Das ganze Programm ist hier nachzulesen.

Gedanken zum Weltkindertag

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Heute am Weltkindertag halten wir inne und fragen, wie sich die Welt verändern würde, wenn Kinder wieder in Würde, d.h. ungestört auf die Welt kommen dürften. Derzeit laufen nur 7 Prozent der Geburten ohne jegliche Manipulation von außen ab. Jeder Eingriff stört das komplexe Zusammenspiel von Mutter und Kind bei der Geburt, löst Irritationen aus und erschwert die Geburt für Mutter und Kind. Kraftvolle Geburten sind der Anfang eines umfassenden Wandlungsprozesses, in der die Liebe zur Schöpfung und den Menschen ihren festen Platz hat, im Mittelpunkt steht und nicht nur in Sonntagsreden bemüht wird.

Die Geburtstraumatas kommen nicht daher, dass sich das Kind durch den engen Geburtskanal quetschen muss. Das ist eine Vorstellung von außen auf Geburt. Darf sich Geburt natürlich entwickeln, findet das Kind langsam den für sich sicheren Weg nach draußen und schieb sich immer nur dort hin, wo der Körper der Mutter Raum gibt. Das Trauma entsteht, wenn ein Vorgang, der im Grunde von Gefühlen der Liebe und Dankbarkeit getragen ist, mit Angst und Ohnmachtsgefühlen der Mutter verdreht ist. Das macht dem Kind Stress.

Wie Kinder geboren werden und wie sich die Gebärende dabei fühlt, macht sehr wohl einen Unterschied. Wollen wir im 21. Jahrhundert wirklich an der Vorstellung festhalten, dass der Wunsch nach einer natürliche Geburt ein verantwortungsloses Unterfangen der Mutter ist und ein Hochrisiko für das Kind bedeutet? Wir müssen aufhören mit der Trennung von Mutter und Kind. Alles, was der Mutter gut tut, wirkt sich auch positiv auf das Baby im Bauch aus. Rituale bei der Geburt, Doulas und eine bewusste Gestaltung des Geburtsraumes sind keine riskanten Störfeuer, sondern unterstützen die Mutter ganz bei sich und damit ganz beim Baby zu sein.

Wie viel mehr Lebendigkeit hätte jede Mutter und damit unsere Gesellschaft, wenn Frauen bei der Geburt wieder mit ihrem ureigenen Kraft in Berührung kämen. Wie anders würden Kinder aufwachsen mit einer Mutter, die sich ihres strahlenden Wesens als Schöpferin neuen Lebens bewusst wäre? Welche Werte würden Kinder vertreten, die in Liebe und Freude geboren wurden und würde sich die Welt nicht positiv verändern allein durch die Wiederbelebung weiblicher Urkraft?

Es ist ein unverzichtbarer Teil, damit männliche und weibliche Kräfte in unserer Welt wieder gleich gültig wirken können. Kinder und Kindeskinder, Jungen wie Mädchen, werden unendlich dankbar sein, in einer Welt der Gleichwertigkeit und harmonischen Polarität aufwachsen zu dürfen. Einer Welt, in der Mann und Frau als Menschen wahrgenommen werden und sie allein durch ihr Dasein unendlich bereichernd für die Gemeinschaft sind, da sie ein Teil der Schöpfung sind. Diese Vorstellung von der Welt ist urweiblich, da sie der Einheitserfahrung einer kraftvollen Geburt entspringt.

Dann vielleicht nähern wir uns einer Welt, in der kein Kind mehr unglücklich sein muss. Eine Vorbedingung für wahren Fortschritt und große Entdeckungen, wie es Albert Einstein einst sinngemäß formulierte und ersehnte.

Was ist Microbirth?

Die Kaiserschnittrate ist explosionsartig angestiegen in den letzten 20 Jahren. Es handelt sich dabei um ein weltweites Problem. Denn es ist ein Problem, wenn eine Krankenhausmaschinerie, die für 10 Prozent der Frauen, die in echten Notlagen sind und medizinische Hilfe benötigen, die 90 Prozent der gesunden Frauen und Babys überrollt und einer natürlichen Geburt im Wege steht. Geburt ist keine Krankheit. Als Krankheit behandelt, schadet das nicht nur den Frauen und Kinder, sondern wohl auch der Menschheit, wie neueste Studien der Mikrobiologie zeigen.

Anstieg nicht übertragbaren Krankheiten durch hohe Kaiserschnittraten

Mikrobiologen gehen davon aus, dass der Anstieg von nicht übertragbaren Krankheiten wie etwa Asthma, Autoimmunerkrankungen, Diabetes Typ 1 und Fettleibigkeit auf den enormen Anstieg der Kaiserschnittraten zurückzuführen ist. Der Mensch besteht zu 90 Prozent aus Mikroben und nur zu 10 Prozent aus Körperzellen. Gute Bakterien und Mensch haben ein symbiotisches Verhältnis aufgebaut.

Fehlende Versorgung mit lebenswichtigen Bakterien

Der Eingriff in den Geburtsprozess mit Betäubungsmittel, Antibiotika und Kaiserschnitten, bei denen das Baby nicht mehr mit den lebenswichtigen Bakterien der Mutter durch den Geburtskanal oder mit fremden Bakterien in Berührung kommt, kann bisher ungeahnte Auswirkungen haben. Die Angst vor Kostenexplosion und Epidemien bringt hoffentlich bald ein Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen, wenn schon nicht zum Schutz von Frau und Kind.

Selbstbestimmungsrecht von Gebärenden sicherstellen

Die Unterstützung aus der Forschung ist erfreulich. Jedoch taucht ein Horrorszenario am Horizont auf: Frauen werden zur Vaginalgeburt gezwungen zum Schutz der Menschheit. Das wäre nicht weniger verrückt, als Frauen jetzt nicht natürlich gebären zu lassen, obwohl sie es sich wünschen bzw. könnten. Umso wichtiger ist es, dass Frauen sich über das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper bewusst werden und die Kraft finden, selbst zu entscheiden, wie sie gebären möchten.

Feines Zusammenspiel der natürlichen Prozesse achten

Dazu möchte FlowBirthing einen Beitrag leisten und allen schwangeren Frauen Mut machen, auf ihre innere Stimme und ihrem Körper zu vertrauen. Es geht darum, Wege aufzuzeigen, wie Geburten kraftvoll und für Mutter und Kind stärkend ablaufen können. Wie der Ausflug in die Mikrobiologie zeigt: alles ist fein aufeinander abgestimmt und eine Abweichung kann ungeahnte Folgen haben. Dies zu ignorieren, wäre verantwortungslos.

Die Geburt als Fest des Lebens

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Geburt ist untrennbar mit dem Leben verbunden. Geburt und Schwangerschaft stellen die Weichen für ein ganzes Leben. Ein bewusster Umgang damit ermöglicht dem Kind einen unbelasteten Start ins Leben.

Eine bewusste Schwangerschaft und Geburt sind das größte Geschenk, dass du deinem Kind und auch dir machen kannst. Du erhälst eine neue Sicht auf das Leben, die dich bewusster, das heißt freudiger und lebendiger leben lassen. Dein Horizont wird sich dadurch erweitern und eröffnet dir als Frau und Mensch neue Handlungsspielräume.

Lässt uns der Aufbruch in eine neue Geburtskultur heute an eine Bewusstseinsrevolution denken, so war das einst vielleicht bereits gelebte Realität. Wie Kinder geboren werden, verrät jedenfalls sehr viel über die Haltung, die die Menschen dem Leben gegenüber haben. In unserer Zeit steht vor allem das Sicherheitsdenken, das Überwinden von Schmerzen, die Vorherrschaft der Gerätemedizin im Mittelpunkt eines standardisierten Geburtsprozesses. Mit einem Akt der Kreativität, Freiheit und Staunen über das herausragende Ereignis Geburt lassen sich nur wenige Geburten hierzulande in Verbindung bringen. Wie Frauen Geburten erleben, ist ohne ihre Reflexion darüber im Vorfeld immer abhängig von der Kultur in der sie aufwachsen.
Wie schön wäre es doch für unsere Kinder, in eine Welt geboren zu werden und in Liebe aufwachsen zu dürfen, in der Geburt als Geschenk aufgefasst und als Lebensfest gefeiert würde. Geburt als Fest des Lebens, in der sich die Freude am Leben und Dankbarkeit gegenüber der weiblichen Schöpfungskraft ausdrückt?

Studie: Immer weniger Geburten

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Eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) der Geburtenrate der Jahre 2009 – 2013 ist erschienen. Das Ergebnis: in Deutschland werden am wenigsten Kinder weltweit geboren. Mit durchschnittlich 8,3 Geburten je 1000 Einwohner ist Deutschland noch hinter Japan, Portugal, Italien, Südkorea, Österreich, Spanien und Polen Schlusslicht. In den Medien geht gerade ein Aufschrei durchs Land, dass die niedrige Quote für Deutschland ein Standortfaktor-Nachteil sei. Doch wer hat verstanden, um was es dabei wirklich geht?

Ina May Gaskin, berühmte Hebamme und Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises 2011 sagte in ihrer Dankesrede, dass die Entwicklung eines Landes daran gemessen werden kann, inwieweit es das Recht einer Gebärenden respektiert, eine vollständig auf die Frau ausgerichtete Geburt zu erleben. So gesehen sind wir in Deutschland ein Entwicklungsland und wir schauen einer düsteren Zukunft entgegen. Der Wirschaftsstandort ist dann unser kleinstes Problem. Es geht um eine Welt, die sich allerorten in ihrer verdrehten, ja lebensverachtenden Form darstellt und die uns und unsere Kinder krank macht.

Wie weit wir momentan neben der Spur liegen, wird deutlich, wenn wir uns mit Geburten aus einer weiblichen Perspektive beschäftigen. Wie anders könnte die Welt sein, wenn Geburt wieder Freude und Liebe und nicht Leid, Schmerz, Angst und Trauma bedeuten würde. Die Zeit ist überreif, sich dem Thema mit offenem Herzen und Verstand zu näheren und ja zu sagen, zum Leben und zu Geburten, die von Frauen als kraftvoll und einzigartig erlebt werden kann. Würden Frauen wissen, dass Geburt für sie das schönste, gewaltigste, spirituellste, erhöhenste, ekstatischte Erlebnis sein kann, das sie überhaupt in ihrem Leben erfahren können, wenn sie sich darauf einlassen und von anderen Frauen dabei begleiten lassen könnten, würden Frauen dieses Geschenk dann wirklich ablehnen?

Wem es um Geburten in unserem Land geht, der muss sich mit den Rahmenbedingungen von Geburt beschäftigen und sich fragen, ob diese zum Wohle der Frauen und damit zukunftsweisend sind. Möglicherweise lässt sich der Geburtenrückgang auf kollektiver Ebene auch damit in Verbindung bringen, dass sich emanzipierte, selbstbewusste Frauen die Bevormundung und Geringschätzung, die sich in der Schwangerschaft und Geburt noch häufig erfahren, nicht mehr gefallen lassen wollen und das Kinderkriegen als Erfahrung ablehnen, bis es wieder in Würde und Stärke möglich ist? Doch darüber wird in den Medien nicht gesprochen.

Interessant dabei ist auch die Korrelation der Länder, die eine hohe Kaiserschnittrate und wenig Geburten aufweisen. Hat diese Verteilung vielleicht auch etwas mit patriarchalen Strukturen zu tun, die in diesen Ländern noch stärker greifen und Frauen dort in ihrer Freiheit und Weiblichkeit verstärkt Einschneidung erfahren? Es ist auf jeden Fall bemerkenswert, dass die Ländern, in denen die Gleichwertigkeit von Frau und Mann selbstverständlich ist, dass dort weniger Kaiserschnitte erfolgen, dafür mehr Kinder geboren werden und dazu in der Gesellschaft noch mehr Wohlstand vorherrscht.

Mehr Hausgeburten in Großbritannien?

Zum Internationalen Hebammentag bietet sich ein Blick über die Grenzen an. Während die Krankenkassen in Deutschland Hausgeburten ohne nachvollziehbaren Grund am liebsten nur noch als Privatleistung sehen würden, könnte Großbritannien nach den Niederlanden bald das zweite europäische Land werden, das Hausgeburten zur Regel erhebt. In Großbritannien zeichnet sich ein Umdenken zu mehr Hausgeburten ab und zwar zum Wohle der Frauen. Ob es in Deutschland soweit kommen wird, hängt auch davon ab, ob die in ihrer Existenz bedrohten (freien) Hebammen die nächsten Wochen bis Juli 2015 überstehen.

Hausgeburt zur Regel

Großbritannien könnte nach den Niederlanden das zweite hochentwickelte Land in Europa werden, das Hausgeburten zur Regel erhebt. Dies sieht jedenfalls die neueste Leitlinie des National Institute for Health and Care Excellence (NICE) vor, das Empfehlungen für den staatlichen britischen Gesundheitsdienst (NHS) herausgibt (http://pathways.nice.org.uk/pathways/intrapartum-care). NICE stellt in der Leitlinie fest, dass für etwa die Hälfte aller Frauen mit einer unkomplizierten Schwangerschaft eine Hausgeburt – oder die Geburt in einem von Hebammen geleiteten Geburtshaus – „sicherer“ ist als die Geburt in einer Klinik.

Entbindung zu Hause die erste Wahl

Für NICE ist die Hausgeburt die Entbindung der ersten Wahl, weil die Rate der geburts­hilflichen Interventionen (von Regionalanästhesie über Episiotomie und assistiere Geburt mit Zange oder Saugglocke bis zum Kaiserschnitt) geringer ist, ohne dass sich die Komplikationsrate erhöht. NICE verweist hier auf einschlägige Untersuchungen, die bei einer unkomplizierten Schwangerschaft nur bei Erstgebärenden ein leicht erhöhtes Risiko von schweren Komplikationen ergeben haben.
Die Empfehlung impliziert auch, dass die Hausgeburt für den NHS und damit letztlich für den Steuerzahler die kostengünstigere Lösung ist (auch wenn dieser Punkt nicht in den Vordergrund gestellt wird).

Entscheidung liegt bei den Gebärenden

Vor zwei Jahrzehnten hätte diese Empfehlung in England wie überall (außer in den Niederlanden) eine Rebellion unter den FrauenärztInnen ausgelöst. Doch die Zeiten haben sich geändert. Das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG) begrüßte in einer Stellungnahme die Leitlinie. Der Berufsverband der britischen GynäkologInnen fand zwar, dass man die Entscheidung im Einzelfall den Frauen überlassen sollte, und riet bei Erstgebärenden von einer Hausgeburt ab.

Hausgeburten mit weniger Komplikationen

In den Niederlanden entscheiden sich zwei von drei Schwangeren mit niedrigem Risiko für eine Hausgeburt, ohne dass die Zahl der Geburtskomplikationen höher wäre als in anderen Ländern. Nach einer im letzten Jahr im Britischen Ärzteblatt veröffentlichten Kohortenstudie war das Komplikationsrisiko bei Low-risk-Schwangerschaften sogar niedriger als bei einer geplanten Geburt in der Klinik.

(Aerzteblatt.de, 4.12.2014/DHZ)

Lachen – die Geheimwaffe des Körpers

Lachen ist eine angeborene Fähigkeit und eine echte Geheimwaffe des Körpers gegen Angst und Anspannung. Lachen drückt Lebensfreude aus und erzeugt in dir ein Gefühl der Sicherheit und Entspannung. Man sagt, Lächeln sei die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Diese allgemeine Weisheit trifft ganz besonders auch auf die Verbindung zwischen dir und deinem (ungeborenen) Kind zu. Bei der Geburt ist Lächeln eine echte Geheimwaffe.

Lächeln – Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen

Deinem Kind geht es gut, wenn es dir gut geht. Fühlst du dich wohl und sicher, so ist es auch dein Kind. Lachen drückt diese Lockerheit aus. Doch Lachen lockert nicht nur dein Gemüt auf, sondern entspannt – wie auch Weinen – ganz ungemein. Lachen löst innere Anspannung dadurch, dass du beim Lachen automatisch tiefer atmest. Lächeln reicht übrigens schon, um die Geburt um ein Vielfaches entspannter und leichter für dich zu machen.

Lockerer Kiefer beim Lächeln lockert den Muttermund

Der Clou am Lächeln während der Geburt ist: beim Lächeln lockert sich deine Kiefermuskulatur und deine Gebärmutter kann sich so leichter öffnen. Mund und Muttermund sind miteinander verbunden und ein offener Mund daher ein Schlüssel für einen entspannten Geburtsverlauf. Behalte das Bild bei dir und versuche bei der Geburt so oft wie möglich zu lächeln.

Lächeln regt die Hormonausschüttung an

Außerdem meldest du mit einem Lächeln im Gesicht deinem Körper zurück, dass du seine Anstrengungen, dein Kind zu gebären, willkommen heißt und ihn unterstützt. Dein Körper produziert während der Geburt ein hohes Maß an Oxytocin, das sogenannte Liebeshormon. Dieses Hormon bewirkt die Öffnung der Gebärmutter und es löst Gefühle von Liebe, Freude und Dankbarkeit in dir aus, wenn du diese Empfindungen als Geburtserfahrung für dich als Möglichkeit zulässt. In dem die eine Welle mit einem Lächeln versuchst aufzunehmen, kurbelst du die Ausschüttung des Hormons zusätzlich an.

Lächeln als Ausdruck der Freude regt Geburtsverlauf an

Geboren aus einer Welle der Freude, wie die Essenz von FlowBirthing heißt, ist also durchaus wörtlich gemeint, d.h. körperlich zu interpretieren. Dein Körper ist dazu bereit, dir das Geschenk einer Geburt in Freude zu machen, deine Aufgabe ist es, deinem Körper dabei zu vertrauen und ihn dabei zu unterstützen, in dem du bewusst mit einem Gefühl der Neugierde und Freude in die Geburt gehst. Bewusstes Lachen oder Lächeln kann dir dabei wertvolle Hilfe und ein Katalysator sein.

Lächeln kann Frau lernen

Lachen kannst du übrigens lernen. Bei vielen ist die angeborene Fähigkeit im Lauf des Lebens verschüttet gegangen. In Deutschland wächst die Zahl der Lachclubs stetig, die Menschen dabei helfen, ihre Lebensfreude wiederzufinden und die befreiende Wirkung von Lachen für sich kennenzulernen. Du kannst dir und deinem ungeborenen Kind keinen größeren Gefallen tun, als glücklich und frohen Herzens durch die Zeit von Schwangerschaft und Geburt zu gehen.

Nimm die Herausforderungen des Lebens und der Geburt mit einem Lächeln. Das ist der „Königinnenweg“!

Einschnitt in die Weiblichkeit

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Im Zusammenhang mit der TV-Dokumentation „Meine Narbe – ein Schnitt ins Leben„, steht das Thema Kaiserschnitt heute im Mittelpunkt. Auch wenn wir uns alle eine möglichst natürliche Geburt für Mutter und Kind wünschen, so trägt die Beschäftigung mit dem Thema doch zu einer bewussten Geburt bei.

Kaiserschnitt: Segen oder Fluch

Es steht außer Frage, dass Notkaiserschnitte für Mutter und Kind lebensrettend sein können und dafür sind wohl alle Frauen dankbar. Doch warum steigt die Zahl der Kaiserschnitte pro Jahr stetig? In Deutschland werden derzeit rund 33 % der Kinder per Kaiserschnitt geholt. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass aber nur 10 – 15 % der Kaiserschnitte auch wirklich notwendig wären. Das heißt in gut 20 % der Fälle gehen Frauen durch das Risiko einer Operation mit all den traumatischen Folgen, die ein Kaiserschnitt erwiesenermaßen für Mutter und Kind haben kann, obwohl es – bei richtiger Vorbereitung und Betreuung der Frauen vor und während der Geburt – gar nicht dazu kommen müsste.

Frei von Schuld- und Versagensgefühlen

Beim Thema Kaiserschnitt geht es nicht darum, jene Frauen zu stigmatisieren, die mit Hilfe eines Kaiserschnittes ihr Kind auf die Welt gebracht haben. Es steht ohne Zweifel fest, dass jede Frau ihr Bestes gibt, um ihr Kind in Händen halten zu können. Es geht vielmehr um geraubte Chancen für Frauen.

Traumatische Erfahrungen mit Kaiserschnitten

Den Finger in die Wunde zu legen, zeigt, dass es dabei nicht „nur“ um die einzelne Frau und ihre individuelle Geburtserfahrung geht, sondern hinter dem Trend zu Kaiserschnitten auch ein System wirkt, das zum Großteil auf dem Rücken von Frauen ausgetragen wird. Dieses gilt es zu stoppen mit starken, selbstbewussten Frauen!

Einschnitt in die Weiblichkeit aufgrund veralteter Strukturen

Interessant dabei ist auch, dass es in Europa einen deutlichen Nord-Südanstieg gibt, was die Kaiserschnittraten betrifft. Am wenigsten Operationen als Geburtsmaßnahme werden in Finnland gebraucht, am meisten in den südlichen Ländern (Italien, Spanien, Portugal) mit Rumänien als Schlusslicht. Hat diese Verteilung vielleicht auch etwas mit patriarchalen Strukturen zu tun, die in diesen Ländern noch stärker greifen und Frauen dort in ihrer Freiheit und Weiblichkeit verstärkt Einschneidung erfahren?

Zusammenhang zwischen Gleichberechtigung, Geburten pro Jahr und Wohlstand?

Es ist auf jeden Fall bemerkenswert, dass die Ländern, in denen die Gleichwertigkeit von Frau und Mann selbstverständlich ist, dass dort weniger Kaiserschnitte erfolgen, dafür mehr Kinder geboren werden und dazu in der Gesellschaft noch mehr Wohlstand vorherrscht. Erstaunlich. Oder doch nicht?!

Viel Freude beim Ergründen der Zusammenhänge

Kristina Rumpel