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Welle statt Wehe – warum es ein neues Wort braucht

Mit Worten schaffen wir Realitäten. Es ist also nicht egal, welche Worte wir verwenden – auch und ganz besonders im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt sind die Worte wohl zu wählen. Viele Worte kommen aus dem medizinischen Kontext und sind wenig geeignet, die Vorfreude und das Wunder der Geburt zum Ausdruck zu bringen. Das gilt in ganz besonderer Weise für das Wort Wehe. Dieses Wort stammt aus einem historischen Kontext, der Frauen schwächen sollte. Erfahre hier, warum du das Wort nicht mehr verwenden solltest.

Das Wort Wehe ist belastet und belastet dich

Wehe ist ein Wort aus dem Mittelalter. Es kam in die Welt als Rufmord für Hebammen, die mit einem Berufsverbot belegt waren, weil sie nicht nur Frauen unter der Geburt bestanden, sondern eben auch weise Frauen und vor allem Priesterinnen des alten Mutterglaubens waren. Ihr Macht sollte gebrochen werden um den Weg frei zu machen für den neuen Glauben an Gott den Vater. So wurden die Hebammen kurzer Hand als Wehemütter bezeichnet, die, wenn sie ins Haus kommen, den Schmerz und das Klagen ins Haus bringen.

Das Wort Wehe verdeckt die wahre Dimension der Geburtsarbeit

Um das Wort Wehe salonfähig zu machen, wurde kurzer Hand das ursprüngliche Wort neu interpretiert. Das Ausgangswort etzev wird in der Bibel nur im Kontext von Geburt mit dem Wort Wehe, welches den Schmerz voreinstellt in unserer assoziativen Wahrnehmung, übersetzt. In jedem anderen Zusammenhang heißt das Wort schlicht Arbeit verrichten. In den Wehen liegen heißt also nichts anderes als die Arbeit einer Frau verrichten. Es ist die Arbeit des Lebens schlechthin. Das englische Wort labour für Arbeit und Wehe spiegelt das wieder. Eine Arbeit tun hat erst einmal nichts mit Schmerzen zu tun. Sie kann leicht, anstrengend, freudig, herausfordernd sein, je nachdem wie wir an die Arbeit heran gehen. Das Wort Wehe zu streichen aus unseren Gedanken  und Wortschatz macht uns also frei, die Geburtserfahrung so zu erleben, wie sie für uns gedacht ist. Ohne den voreingestellten Schmerz durch das Wort Wehe wird der Blick frei dafür, dass jede Geburt das Potential einer ekstatischen, kraftvollen, spirituellen, inspirierenden Erfahrung in sich trägt.

Welle statt Wehe gibt einen Kraftschub 

Im Grunde geht es in der Vorbereitung auf die Geburtsarbeit darum, ein Worte zu finden, das dem Wunder der Geburt nahe und die stattfindenden Prozesse so beschreibt, das es dich weit und frei macht und in deine Kraft führt und eben nicht beängstigt. Ein wundervolles Wort, ist das Wort Welle steht Wehe. Es weckt in uns Bilder, die das beschreiben, was sich auch körperlich abspielt: eine Welle kommt, eine Welle baut sich auf, eine Welle zieht sich zurück. Es ist also kein Dauerschmerz, sondern ein kommen und gehen in dem für dich und dein Kind einzigartigen Geburtsrhythmus. Es verbindet dich mit der weiblichen Quelle aus der einst alles Leben hervorgegangen ist und bringt dich in Verbindung mit dem Element Wasser, das für Leben, für Emotionen, für weiche Kraft steht. Das Wort Welle bringt dich in den Flow. Lerne also die Welle zu reiten und erfahre den Kraftschub, den jede Welle für dich bereit hält und dich deinem Kind leichter, freudvoller, kraftvoller näher bringt so wie dich eine Welle mühelos an den Strand spült, wenn du dich ihr nicht entgegenstellst aus Angst oder Unwissenheit, vielmehr beherzt hinein springst und dich vertrauensvoll treiben lässt.

Wehe im Sinne von Wehen – warum nicht?! 

Denkbar wäre auch eine Neu-Interpretation des Wortes Wehe als einen Lufthauch, der die Blätter mühelos empor und auch dich luftig leicht durch den Geburtsprozess weht. Das mag eine schöne Metapher sein, sie ist nur weniger kraftvoll als das Wort Welle. Denn das Wort im Sinne von Wehe ist dem Element der Luft, als dem Bereich des Geistes und Verstandes zugeordnet. Das ist insofern problematisch, da Geburt ja bekanntlich ein körperlich-spiritueller Prozess ist, der eben nicht im Kopf, sondern im Körper und aus den Tiefen des Seins heraus stattfindet. Die Urkraft die sich während der Geburt zeigt, ist die weibliche Schöpfungskraft, die in allem fließt, was ist. Je klarer wir uns auch verbal anbinden an die weibliche Kraft, desto leichter werden uns auch die Kräfte dahinter zugänglich.

Mein Wunsch ist es: dass wir soweit kommen uns einfach in die Welle der Geburt geben zu können, vertrauensvoll den Flow in uns fließen zu lassen ohne Worte für das Wunder finden zu müssen. Einfach die wundervollste Arbeit der Welt vollbringen: als Mittlerin zwischen Himmel und Erde Leben zu schenken. So wurden Gebärende einst gesehen und wer in diese Haltung findet, findet Segen und Schutz der All-Mutter für die göttliche Aufgabe des Lebens schenken.

Weltstillwoche – die Bedeutung von Bindung verkünden

Stehend Gebären

Still und leise ging die Weltstillwoche vorbei. Ein so wichtiges Thema möchten wir aber nicht unkommentiert lassen. Wir wollen laut die Bedeutung von Bindung verkünden. Stillen fördert die Mutter-Kind-Bindung, die ein Leben lang trägt. Stillen ist ein Thema von größter Bedeutung und verdient öffentliche Würdigung. Geben wir dem Weiblichsein – zudem stillen nun mal gehört – wieder Raum. So entfalten sich auf natürliche Weise die lebensförderlichen Qualitäten, die wir für eine lebenswerte Zukunft so dringend benötigen. Allen voran „Bindung und Verbundensein“.

Verdrehte Beziehung zum Bedürfnis des materiell Versorgtsein 

Verbindung ist das Heilmittel für Spaltung, Trennung, Hass, Angst und Gier. Der Dämon des Geldes, der Mammon war ursprünglich das Wort für den unerschöpflichen Milchfluss der Mutter und Wort also für das bedingungslos Versorgtsein. Ob wohl der Neid, die Gier und der Kampf um die besten Plätze zugenommen hat, in dem Maße wie das Stillen den Frauen erschwert wurde? Zumindest erklärt es, warum einige superreiche Männer so auf künstliche Brüste stehen, oder? 

Stillen ist jedenfalls unbestritten aktive Bindungsarbeit, die unbedingten Augenkontakt braucht von Mutter und Kind. Hinwendung, Augen auf machen ist überhaupt das Schlüsselwort auf dem Weg in ein Leben in Bindung.

Vier Schwellen der Bindungsintensität: 

  1. Vor der Zeugung. Bereits jetzt beginnt die Bindung, wenn sich die Frau mit ihrer Gebärmutter verbindet, um Empfängnis zu stärken. Verbunden mit dem weiblichen Kraftzentrum, dem heiligen Ort des Lebens erhält sie Verbindung zur Kinderseele und die Empfängnis geschieht.
  2. In der Schwangerschaft: In dieser kann die Seelenkommunikation weiter fortgeführt werden. Es ist die innere Bindung zur Mutter in dieser sensiblen Zeit, die das spätere Leben prägen und den Blick aufs Leben voreinstellen. Ein Baby, das im Mutterleib verbunden war mit seiner Mutter und gesehen wurde in seiner Ganzheit und nicht nur als sich entwickelnder Embryo, der darf auf ein Leben in Verbindung zu sich selbst und der Welt vertrauen.
  3. Unter der Geburt: Durch die Anbindung der Mutter an die weibliche Kraft bindet sich das Vertrauen an den neuen Erdenmenschen. Fühlt sich die Mutter beschützt und so bei sich, dass sie sich vertrauensvoll den Wellen der Geburt hingeben kann, führt dies zum Urvertrauen des Kindes.
  4. Nach der Geburt: Das Stillen festigt die geistig-seelische Bindung nun auf körperlicher Ebene und ist eine Brücke der Verbundenheit ins Leben.

Darum liebe Mütter, lasst euch von niemanden vorschreiben, wann, wo, wie lange ihr stillt. Es ist ein Beitrag zum Weltfrieden durch in Liebe zum Leben verbundene Kinder wie ihn eben nur Mütter leisten können. Und gerade weil der Ansatz so schlicht scheint, ist er so wirkungsvoll. Lasst mit der Muttermilch auch die Liebe zu eurem Kind fließen und werde euch eurer Bedeutung und der des Stillens bewusst.

Frauen gebären Kinder und mit wachsendem Bewusstsein und Klarheit über ihre Bedeutung für das Leben, werden sie auch den Frieden in die Welt gebären.

Lebensrucksack – was packst du ein?

Nimm die Geburt wie ein Abenteuer, so heißt es in der FlowBirthing-Lebensmusik. Und tatsächlich gleicht die Geburtserfahrung einer Abenteuerreise. Wir sind voller Vorfreude und Aufregung auf die Erlebnisse, die auf uns warten, machen uns vorher viele Gedanken und können uns doch keine Vorstellung machen, was auf uns zu kommt. Das macht uns Angst und wir fragen uns, ob wir der Erfahrung gewachsen sind oder was das Leben an Überraschungen für uns bereit hält. Doch packen wir den Lebensrucksack, so dass wir gut versorgt sind auf der Geburtsreise?

Was nimmst du mit auf die Reise?

Im Unterschied zu einer echten Reise machen wir uns meinst allerdings wenig Gedanken, was wir auf die Reise mitnehmen. Gemeint ist hier nicht der Krankenhauskoffer, den es zu packen gilt. Nein, dir Frage zielt darauf ab, welche Dinge du in deinen „Lebensrucksack“ mit nimmst, denn du gehst auf eine Reise des Lebens, die dich unterstützen und stärken.

Lebensrucksack

Es gibt tatsächlich so etwas wie den Lebensrucksack, den wir alle mit uns herum tragen. Darin sind die Erfahrungen, Talente und das, was uns unsere Eltern mit auf die Lebensreise gegeben haben. Aber ist der Lebensrucksack auch gut gefüllt für die Geburtsreise? Vieles deutet darauf hin, dass dies nicht mehr einfach so ist, weil wir vom natürlichen Leben immer mehr abgeschnitten sind und wir vor allem auch seit Jahrtausenden in einer männlich dominierten Welt leben, in der die positive Geburtserfahrung, das weibliche Weisheitswissen, das selbstverständlich von Mutter zu Tochter weitergegeben wird, um aus eigener Kraft heraus sicher und leicht gebären zu können, an den Rand gedrängt wurde bzw. auch durch die kulturellen Überformungen von Weiblichkeit und Geburt etwa durch das Konstrukt der Erbsünde mit der Folge, dass Frauen unter Schmerzen gebären sollen als Buße, in ihr Gegenteil verkehrt wurde.

Aufbruch im 21. Jahrhundert

Dies muss aber nicht so bleiben. Wir Frauen haben es immer noch in der Hand, wie wir gebären wollen. Und wenn wir uns wieder eine natürliche, kraftvolle, leichte, freudige Geburt wünschen, dann gilt es den Lebensrucksack neu zu packen. Dies ist eine mentale Aufgabe, die den Willen erfordert, das allgemein akzeptierte Denken zu hinterfragen und bei sich selbst genau hinzuschauen, um sich wieder auf die innere Stimme verlassen zu können.

Lebensrucksack neu packen für kraftvolle Geburten 

Du willst deinen Lebensrucksack neu packen, um bestens vorbereitet zu sein auf das Abenteuer der Geburtsreise? Dann gehe folgendermaßen vor:

Schritt 1: Mache dir bewusst, dass du einen Rucksack aufhast, der gefüllt sein kann mit Dingen, die dich beschweren oder für eine kraftvolle Geburt nicht förderlich sind. Ein Blick in die Geschichte oder auch in deine Familiengeschichte, z.B. deine Geburt war selbst traumatisch, öffnen dir die Augen für die Zusammenhänge.

Schritt 2:  Finde den Mut den Rucksack aufzumachen und hineinzuschauen. Habe keine Angst, die Steine im Rucksack können dich nicht anspringen und zeigen sich nur, wenn du danach suchst. Steine sind meist kulturelle Glaubenssätze oder Meinungen anderer über die Geburtserfahrung.

Schritt 3: Schau dir die Steine nach einander an. Frage dich jedesmal: Ist das etwas, was mich stärkt, mich beflügelt, mich vorwärtsbringt auf dem Weg hin zu meinem Kind oder mich beschwert, blockiert, mir Angst macht und mich versucht klein zu halten. Sortiere aus, bis nur noch Dinge da sind, die zu dir und deinem Weg passen.

Schritt 4: Packe dann den Rucksack neu mit Dingen, die dir für die Geburtsreise Kraft geben. Gemeint ist der geistig, seelische, spirituelle Proviant, der dich in die Lage versetzt, dich als vollmächtige Frau zu sehen, die ihr Kind aus sich heraus gebären kann. Jede Frau packt anders, denn sie legt individuell andere Schwerpunkt.

Schritt 5: Setze den Lebensrucksack wieder auf in dem Gefühl, dass du jetzt bestmöglich auf alle Eventualitäten vorbereitet bist. Trete die Reise jetzt mit leichtem Gepäck an.

Wichtig: Setz dich selbst dabei nicht unter Druck. Du musst den Rucksack beim ersten Mal nicht komplett ausräumen und es ist – gerade wenn du große und schwere Steine etwa durch eine tiefe Verletzung deiner Weiblichkeit erfahren hast – nicht empfehlenswert, den Rucksack mit Gewalt zu leeren. Geh auch hier in die Selbst-Verantwortung und entscheide selbst, wie tief du in den Rucksack schauen willst.

Hol dir ggf. professionelle Hilfe, um z.B. besonders hartnäckige Glaubenssätze oder tiefsitzende Ängste zu lösen. Im FlowBirthing-Netzwerk findest du Angebote, die dich auf deinem Weg begleiten und stärken.

 

Selbst-Verantwortung: Ermächtige dich selbst

Schwanger zu sein und zu gebären, ist wie das Überqueren einer schmalen Brücke. Menschen können uns zur Brücke begleiten und uns auf der anderen Seite erwarten. Aber überqueren müssen wir die Brücke allein. Was sagt uns dieses afrikanische Sprichwort? Es weist uns den Weg in die Selbst-Verantwortung.

Vertrauen in den weiblichen Körper aufbauen 

Du allein, gemeinsam mit deinem Kind im Bauch weißt, wie die Geburt sicher und freudvoll verlaufen kann. Es ist die Weisheit deines Körpers, die dich durch die Geburtswellen führt. Deine Aufgabe ist es, die Weichen so zu stellen, dass dein Körper seine Arbeit ungestört tun kann. Selbst-Verantwortung heißt also, Vertrauen in den weiblichen Körper und ins Leben aufzubauen.

Raus aus der „Schuld-Falle“ 

Im ersten Moment mag dich die Vorstellung, selbst verantwortlich zu sein für den Geburtsverlauf, vielleicht erschrecken. Wenn es nicht so gut läuft, dann bin ich ja schuld, magst du dir sagen. Diese Interpretation entsteht aus einem negativen Denken heraus, das dem Scheitern, dem Nicht-gut-Laufen mehr Raum einräumt als dem Bild einer wunderschön verlaufenden Geburt mit dir als Gestalterin. Wir sind in einer Kultur des Leidens und der Vorstellung aufgewachsen, dass es immer einen Schuldigen geben muss. Meist suchen wir daher die Schuld bei uns und verknüpfen Verantwortung sofort mit Schuld, wenn es schief läuft. Lass den Staub der Jahrhunderte und Schuld-Falle, die bis zur Erbsünde zurückreicht, hinter dir und trau dich noch einmal neu hinzuschauen: Wenn du allein verantwortlich bist für die Geburt, dann hast du es auch in der Hand, deine Vision einer kraftvollen, natürlichen Geburt zu realisieren. Du kommst aus der Opferrolle – die Umstände haben dazu geführt – raus in deine Selbstmächtigkeit.

Selbstermächtigung

Wenn du also die Last der Selbst-Verantwortung von deinen Schultern haben willst, und darin eine Chance für dich und dein Kind sehen willst, dann mach dich auf den Weg der Selbstermächtigung. Das meint nichts anderes als die Zeit der Schwangerschaft zu nutzen, um an deinem Selbst-Bewusstsein, deinem Vertrauen, deiner Wertschätzung für deinen Körper, deinen mentalen Einstellungen und Glaubenssätzen über die Geburt zu arbeiten und dich Tag für Tag mehr auf die Geburtserfahrung und dein Kind zu freuen.

Bereite dich bewusst und ganzheitlich auf die Geburt vor, so lebst du deine Selbst-Verantwortung positiv und wirst zur Schöpferin der Geburt deines Kindes. Dieser Weg führt geradewegs in die weibliche Kraft. Du bist deiner Selbst mächtig geworden und frei. 

 

Gebärmutter-Frieden: Weinende Bäuche

Frauen und ihre Bäuche – oftmals eine heikle Beziehung. Die meisten Frauen sind mit ihrem Bauch unzufrieden und allein an ihn zu denken, macht sie unglücklich. Sie drücken diese Gefühle weg und verlieren nach und nach die Verbindung zu ihren Bäuchen. Die Schuldgefühle verstärken sich noch, wenn der Bauch einfach nicht schwanger wird. Was nun?! Gefangen in einer Hass-Liebe zum Bauch alias zur Gebärmutter erschwert die Empfängnisbereitschaft.

Weinende Bäuche

Wenden sich Frauen ihrem Bauch wieder bewusst zu, streicheln ihn liebevoll und nehmen ihn als das wahr was er ist: der Schutzraum für die Gebärmutter, die wiederum der Raum sein wird, in dem das Baby beschützt und behütet heranwachsen kann, so sind viele Frauen von ihren Emotionen überrascht. Trauer, Angst und auch Wut zeigen sich jetzt und dürfen gehen, wenn wir sie Dasein und Zulassen. Keine Angst vor dieser Bewusstwerdung: wenn du siehst und fühlst, wie du bisher mit deinem Bauch und dir umgegangen bist, dann kannst du es jetzt ändern. Wie geht das?

Gebärmutter-Frieden schließen 

Nimm deinen Bauch und deine Gebärmutter an als das was sie ist: deine Freundin und Partnerin auf dem Weg hin zu deinem Kind. Sie tut alles, was in ihrer Macht steht, um dein Kind sicher und gesund in die Welt zu bringen. Verbiete du ihr nicht ihre Arbeit, in dem du sie ignorierst, bekämpfst, unterdrückst oder die Bedeutung ihrer Existenz leugnest. So schneidest du dich von deiner Mitte und deinem Kraftzentrum ab. Schließe Frieden mit. Bitte um Verzeihung und ehre und achte von nun an deinen Bauch!

Liebevoll mit dem Bauch umgehen 

Schenke deinem Bauch die Aufmerksamkeit und Liebe, die er verdient. Er leistet täglich viel für dich – und wir ein wahres Wunder vollbringen in den Monaten der Schwangerschaft und Stunden der Geburt. Wenn es dir gelingt dankbar für deinen Bauch zu werden, ihn liebevoll zu streicheln und tief in ihn hineinzufühlen, dann kommst du in deine weibliche Kraft und darfst den heiligen Raum der Weiblichkeit, die Gebärmutter – das Tor zum Leben – erfahren. Der Weg dorthin mag mit Schmerzen verbunden sein, der Lohn ist unbeschreiblich: du darfst das Geschenk deiner Weiblichkeit erfahren.

Wenn du wissen möchtest, wie all der Schmerz in deine Gebärmutter gekommen ist und warum dies ein kollektives Trauma des Weiblichen ist und wenn du mehr Bewusstheit über deinen weiblichen Körper und weibliche Kraft erlangen willst, dann lies das Buch „Die Kraft des Weiblichen“ von Kristina Marita Rumpel. Es verspricht viele AHA-Erlebnisse und eine ganz neue Sichtweise auf das Thema Weiblichkeit. 

Hier gehts zum Buch!

FlowBirthing und die Frage: Wie willst du gebären?

Schwangerschaft - Zeit der Selbstfindung
Ein Feedback zum FlowBirthing Buch sei an dieser Stelle weitergegeben. Es räumt auf mit dem Vorurteil, FlowBirthing sei esoterisch. 

 

Feedback zum FlowBirthing Buch von Sophia B.:
„Ihr Buch habe ich verschlungen während meiner Schwangerschaft. Ihr Ansatz, das Urvertrauen in die Weiblichkeit und Schwangerschaft zu stärken ist gerade in heutiger Zeit wichtig, da es doch so häufig untergeht. Gleichzeitig schreiben Sie bodenständig und nicht „esoterisch“ – das hat mir super gefallen.“

 

Was ist FlowBirthing eigentlich? 
FlowBirthing ist ganzheitlich, naturverbunden, spirituell und entwickelt seine Kraft aus der Anbindung an die weibliche Schöpfungskraft, die bei jeder Schwangerschaft und Geburt durch die Frau fließt. Das ist nicht esoterisch, vielmehr ein Geheimnis, das seit Urzeiten von Frau zu Frau weitergeben wird. Diese Zusammenhänge wurden geleugnet, da es einst lebensgefährlich war, es auszusprechen.

 

Für kraftvolle Geburten: Altes weibliches Wissen neu belebt im 21. Jahrhundert
Im 21. Jahrhundert kann die innere Kraftquelle der Frau endlich wieder laut ausgesprochen werden und das alte Wissen zum Wohle der Mütter und Kinder in die Welt getragen werden. Ja, wir dürfen uns wieder zur weiblichen Kraft und zu leichten, schönen, ekstatischen Geburten bekennen aus denen die Gebärende als Frau und Mutter gestärkt hervorgeht.

 

FlowBirthing öffnet Raum für neue bzw. uralte Erfahrungshorizonte 
Die Zeiten sind vorbei, in denen Schwangerschaft und Geburt als Strafe und Pein erlebt werden musste, da Geburt aufgrund der Erbsünde mit Schmerz und Todesangst belegt wurde und sich unheilvoll ins kollektive Unterbewusstsein von Frauen eingegraben hat. FlowBirthing öffnet den Raum für neue bzw. uralte Erfahrungshorizonte, in denen die Gebärfähigkeit von Frauen als Auszeichnung des Weiblichen und Geburt als Fest des Lebens verstanden und zum Wohle aller erlebt werden kann. Denn so wie wir gebären, so leben wir.

 

Wie willst du gebären? 
Jede Schwangere hat heute die Wahl: Wie willst du gebären? Soll dein Kind in Liebe, Freude und Vertrauen oder in Gefühlen von Ohnmacht und Angst geboren werden? Willst du durch die Geburt zum Opfer oder zur selbstmächtigen Schöpferin werden? Willst du eine Zukunft gebären, die auf Angst, Leid und Schmerzen gründet oder auf Liebe, Verbundenheit und Hingabe an das Leben.

 

Ein paar kurze Gedanken zum Muttertag

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Zum Muttertag möchte ich die Gedanken von Valentina Tereshkova, der ersten Frau im Weltall mit allen Müttern und Frauen teilen. 1963 hatte sie das Glück mit 26 Jahren einen Blick von oben auf unseren Planeten, auf Mutter Erde, werfen zu können. Sie schwärmte: „Es ist einfach unvorstellbar wie schön der Blick von oben ist. Jeder, der die Erde aus dem Weltall sieht, sei es auch nur einmal, kann nicht umhin von einem Gefühl der Ehrfurcht und Liebe zu diesem Planeten, der unsere Heimat ist, ergriffen zu sein.“ In drei Tagen umkreiste sie die Erde 48 Mal, d.h. sie sah den Sonnenaufgang alle eineinhalb Stunden. Die Erde war umgeben von einem glänzenden Licht, das durch alle Spektralfarben wechselte . Sie sagte: „Es war atemberaubend schön wie aus einem Märchen entsprungen. Die Freude, die ich beim Anblick der Erde empfand, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Die Erde war blau und viel schöner als jeder andere Planet. Jeder Kontinent, jeder Ozean hatte seine einzigartige Schönheit.“

Als Tochter einer alleinerziehenden Mutter, die ihren Mann mit nur 17 Jahren im Krieg verloren hatte, war sie eng mit ihrer Mutter verbunden. So dachte sie auch im Weltall, als sie um die Erde kreiste an ihre Mutter – dachte an alle Mütter auf der Erde. Die Erde war von Leben nur so überzogen. Egal wohin sie schaute und was sie bestaunte, Berge, Wälder und Ozeane – überall Leben. Alle Vögel, Insekten, Landtiere und Fische und alle Menschen auf dem Planeten hatten ja auch Mütter. Sie erkannte, dass jedes einzelne Lebewesen auf der Erde eine Mutter hatte, die die Anstrengung der Geburt auf sich nahm, um neues Leben auf die Welt zu bringen. All dieses neue Leben, diese Kinder waren geliebt und mit dem Segen der Erde geboren. Ohne Mütter, wäre keiner von uns hier. Das Leben geht von Mutter zu Kind, Mutter-Kind, Mutter-Kind, Mutter-Kind – wenn auch nur ein einziges Glied in dieser Kette des Lebens in den Milliarden von Jahren, seit dem das Leben auf diesem Planeten existiert, unterbrochen worden wäre, wären wir heute nicht hier.
Valentina dachte über die unendliche Zahl von Müttern nach – Mütter, die sich nichts mehr wünschten, als dass wir, ihre Kinder ein gutes Leben leben können. In ihr verbreitete sich das Gefühl, dass die ganze Erde vom Klang der Gebete dieser Mütter angefüllt war. Mit Blick aus dem Weltall auf die Erde dachte sie: „Es gibt so viele Arten von Müttern auf unserem Planeten, und doch ist meine die Beste. Ich will mich von nun an dafür einsetzen, dass es keine weiteren Kriegswitwen wie meine Mutter und keine weiteren Kinder wie mich, die ihre eigenen Väter nicht einmal kannten, geben wird.“

Wieder auf der Erde wurde Valentina nicht müde zu betonen: „Sobald man einmal im Weltraum gewesen war, vergisst man nie mehr wie klein und zerbrechlich die Erde ist. Die Erde, der kleine blaue glänzende Planet. Wir dürfen nicht zulassen, dass ihre Schönheit von der schwarzen Asche eines (Atom-)Krieges verschüttet wird. Alle Frauen diese Welt sollten sich die Hände reichen und Hand in Hand in Schwesternschaft vereint Frieden in dieser Welt durchsetzen. Wir alle sitzen in einem Raumschiff genannt Erde.“ Unser aller Schicksal ist miteinander verbunden.

Dies sind Gedanken wie sie nur eine Tochter, Schwester, Mutter, Geliebte haben kann. Und wir können Valentina für ihren klaren Blick und ihre Botschaft nur dankbar sein. Es mehren sich die Zeichen, dass im 21. Jahrhundert das Zeitalter der Frauen von Neuem beginnt und damit auch die Achtung vor dem Leben und Mutter Erde auf die Welt zurückkehrt. Wir Frauen und Mütter von heute sind aufgerufen, die Worte der ersten Frau im Weltall in uns wirken zu lassen und die tausende von Jahren lang verhallten Gebete der Mütter nach Frieden endlich in unseren Herzen ankommen zu lassen.
In dir als Mutter und Frau liegt die Kraft und Macht und damit die Hoffnung auf eine bessere Zukunft!
Sei dir deines Wertes und Beitrages bewusst, lass alle Klischees und falschen Versprechungen hinter dir und folge deiner inneren Stimme. Zelebriere heute deine Weiblichkeit und genieße den Tag und dein Leben!

Herzlichst, Kristina Rumpel

Zitate und Textpassagen übernommen aus dem Englischen von der Homepage des Buddhistischen Forums für Frieden, Kultur und Erziehung
http://www.sgiquarterly.org/global2000Jan-1.html

Die verborgenen Kräfte in der Walpurgisnacht

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai sollen verborgene Kräfte und Schätze auffindbar sein. Für uns Frauen heißt das, dass wir in Kontakt mit unser inneren weiblichen Kraft kommen können. Welche das sein können, zeigt uns der Kult um die Walburgen an der Walpurgisnacht!

Welche Frau erfahren will, wie Frauen heute in ihre weibliche Kraft kommen können, die melde sich zum kostenlosen Online-Kongress „Womb Power“ an. Mehr …

Walburg-Kult
Der Walburg-Kult, vor allem jener vom 30. April auf den 1. Mai („Walpurgisnacht“) ist seit jeher tief verwurzelt im Jahreskreis. Im Volksglauben ist von dieser Nacht noch überliefert, dass unterirdische Schätze hochsteigen und glühen sollen. Aus den Brunnen soll Wein statt Wasser fließen, Weidenzweige werden zu Wünschelruten. Der Name kommt von Walburg, das ist die Göttin des blühenden Monats Mai.

Walburgen sind Seherinnen und Weise Frauen
Im Volksmund wurden früher Seherinnen, also weise Frauen, die Dinge und Umstände aus einer anderen Perspektive wahrnahmen (wie etwa Krankheitsbilder — und damit auch die Fähigkeit Heilung oder Schmerzlinderung) auch Walburgen genannt. Da Walburg bzw. der Heiligen Walpurga große (hell-)seherische Kräfte zugeschrieben wurde, sollen sich in dieser Nacht auch die Türen zur Anderswelt öffnen. Die Schleier zwischen den Welten werden dünn und Wesen bzw. Gefühle, Gedanken, Informationen oder auch Antworten auf lang gestellte Fragen können zwischen den Welten wandeln.

Die Nacht der Inspiriation und Empfängnis
Fliegende Hexen hat man jedoch weder damals noch heute gesehen. Allerdings gibt es Frauen, die speziell zu diesen heiligen Zeiten der alten Urgöttinnen besonders hellsichtig werden, deren Gedanken Flügel bekommen, die leichten Herzens und frohen Mutes in den Frühling hineintanzen bzw. die mit ihren Besen — magischen Instrumenten gleich — alte Energie aus dem Haus und aus ihren Sinnen fegen, um neue Inspirationen zu bekommen.

Andrea Dechant
www.artedea.net

Die Bedeutung des Wortes Karneval

Kristina Rumpel

Kar-ne-Val ist die Zeit in der das Leben in das Fleisch zurückkommt. Nach der langen Winter- und Ruhepause kommen die Lebenssäfte wieder in Wallung. Es ist eine Zeit der alten vorchristlichen Zeit, in der die Frauen ihre Magie und Körperlichkeit ausleben durften. Nicht umsonst beginnt der Karneval mit einem Altweiberfasching und ist in den katholischen Hochburgen am stärksten vertreten.
Die Kraft des Weiblichen Cover

Karneval als Erinnerung der alten Muttergesellschaften
Kirsten Armbruster, Naturwissenschaftlerin und Patriarchatskritikerin schreibt: „Alte Weiber waren einst weise Frauen, sie waren die Großmütter der matrifokalen steinzeitlichen Müttersippen und standen naturgemäß in besonderem Kontakt mit der Großen Mutter, der Göttlichen Mutter. Und diese Großen Mütter kannten natürlich die eigentliche Bedeutung des Karnevals im Jahreskreis der göttlichen Mutter und sie wussten auch, dass der patriarchatsmissbrauchte Phallus nur das Ziel hatte, die einst freie Sexualität der Frau, die biologisch verankerte female choice zu beherrschen. Der Altweiberkarneval, den das Patriarchat bis heute für unsinnig erklärt, hat in der Tat Reste der Zeit der Wildbeuterinnen erhalten, in der die Frau frei den Zeitpunkt und den Partner des Liebesaktes bestimmte.“

Angst der Mächtigen vor freier weiblicher Sexualität
Welche große Angst unter den Mächtigen dieser Welt noch immer vor einer frei und selbstbestimmt gelebten weiblichen Sexualität herrschst, lässt sich auch drastisch an der grausamen Praxis der Genitalverstümmelung erkennen. Aber auch andere Form der Beschneidung weiblicher Lust durch Stigmatisierung, Rufmord oder Verhüllung sind Relikte einer Zeit, in der die Männer sich als Herrscher über die Welt aufschwangen und dafür die weibliche Kraft unterdrücken mussten.

Lebensverachtende Praktiken in praktiziertes Ja zum Leben wandeln
Damit diese Zeiten endlich vorbei sind und wir die lebensverachtenden Praktiken weltweit in ein praktiziertes Ja zum Leben wandeln können, lege ich jeder Frau das Buch „Die Kraft des Weiblichen – Der Schlüssel für Frau und Mann in eine lebensbejahende Welt“ ans Herz. Es klärt auf, stellt Zusammenhänge her, befreit vom Ballast der Jahrhunderte und macht den Weg in eine lebenswerte Zukunft frei. Es wirkt befreiend, revolutionär und ist visionär.

Buchverlosung:
Die ersten drei Kommentare unter diesen Beitrag erhalten ein Buch geschenkt.
Das Buch ist November 2016 im Mankau Verlag erschienen und für 15,95 € zu kaufen.

Hier ein Kommentar einer Leserin: „Archaisch und hochaktuell zugleich. Das Buch eröffnet einem eine ganz neue Sichtweise auf sich selbst, auf Andere und auf alle Vorgänge und Geschehnisse in unserer Welt von Anbeginn bis in die Gegenwart. Nachhaltigkeit erstreckt sich jetzt nicht mehr nur auf materieller sondern auch auf energetischer Ebene. Es ist sehr flüssig geschrieben und extrem fesselnd. Man will sofort wissen, was man selbst tun kann um die Kraft der Weiblichkeit in sich und in unserer Welt wieder zu stärken. Schön,inspirierend und aktivierend. Ein Buch für jede Frau und für jeden Mann.“

„Was ist Gott?“ fragt die Süddeutsche Zeitung

Was ist Gott? So die Frage der Süddeutschen Zeitung, die Anfang des Jahres von verschiedenen Menschen beantwortet wird. Darunter auch einige sehr gebildete Menschen. Doch es ist die Antwort einer Hebamme, die im Herzen berührt und die Schöpfungskraft auf den Punkt bringt:

Was ist Gott? Auf diese Frage antwortet Friederike Engelen, Hebamme und Mutter aus Bayreuth:

„Gott ist für mich, wenn eine Frau aus der tiefsten Niedergeschlagenheit heraus, am absoluten Ende ihrer Kräfte den letzten und einzigen Willen in sich in reine Energie umwandelt und aus dieser Kraft heraus ihr Kind mit den letzten Wehen in unsere Welt gebärt: Leben ist geboren!

Leben, in dem alles möglich erscheint, in dem die Macht schlummert, die Welt zu verändern. Mit dem Moment, in welchem die Mutter ihr gerade geborenes Kind aufnimmt, ist all ihr Leid der Geburt in den Hintergrund gerückt, alle Zweifel vergessen: Dieses Kind ist bedingungslos ihr Kind – mit aller Liebe, mit aller Zuversicht und voller Opferkraft!

Diesem Augenblick als Hebamme beiwohnen zu dürfen, erfüllt mich jedes mal aufs Neue mit Ehrfurcht, Dankbarkeit und dem tiefen Wissen von Gottes Anwesenheit.“

Wer Geburt aus eigener Kraft erfahren darf, wer Geburt als überwältigendes aber bewältigbares Ereignis getragen von der Liebe zum Leben, zum eigenen Körper und zum eigenen Kind erleben durfte, der wird auch als Mutter neu geboren verwurzelt im Leben und in der Freude am Dasein.

Wie anders wäre unsere Welt, wenn die weibliche Schöpfungskraft bei Geburten wieder frei, d.h. natürlich und ohne unnötige Manipulation von außen fließen könnte. Für dieses Ziel leistet FlowBirthing einen Beitrag, in dem es in Buch und CD und auf dem Portal, das Wunder und die Kraft der Geburt beleuchtet.

Freitag, der 13. – Ein Frauenfesttag!

Heute ist es wieder mal soweit: Freitag, der 13. Viele Menschen halten diesen Tag für einen Unglückstag, haben Angst das Haus zu verlassen, weil sie Unfälle erwarten.

Woher kommt der Aberglauben? Dieser Frage lohnt es sich nachzugehen, denn die Antwort führt uns zurück zum Mysterium der Zahl 13. Hinter den Schleier zu blicken, eröffnet sehr faszinierende Details rund um die Zahl 13 und die weibliche Kraft:

Die Zahl 13 hat großen Einfluss auf das Leben

  • 13 Tage dauert ein Mondzyklus von Neumond zu Vollmond
  • 13 Tage braucht die Eizelle zum Reifen
  • 13 Tage nach der Befruchtung verbindet sich neues Leben mit dem „Mamaversum“
  • nach 13 * 20 Tagen wird das Kind geboren
  • 13 * 20 Tage dauert ein Schöpfungszyklus im Maya-Kalender
  • 13 Monde hat ein Jahr
  • in 13 Venusjahren zeichnet der Planet ein Schutzpentagramm um die Erde

Die Zahl 13 ist auf Engste mit der weiblichen Kraft verbunden

Sie zu erinnern, heißt sich der Lebendigkeit in allem bewusst zu werden. Alles, was lebendig ist, ist im Fluss und so ist auch die Zahl 13 das Symbol für den beständigen Wandel, der das Lebensrad aus Entstehen, Werden, Vergehen antreibt. Im aktuellen Buch von Kristina M. Rumpel „Die Kraft des Weiblichen“ finden sich noch mehr vergessene Zusammenhänge.

Freitag der 13. ein Unglückstag – Wie kommt das?

Wer nun wissen will, warum nur Freitag, der 13. zum Unglückstag statt zum Tag des Lebens geworden ist und nicht jeder 13. Tag eines Monats, dem sei das Video von Kristina M. Rumpel auf ihrem YouTube-Kanal „Kanal der freien Frau“ empfohlen.

Soviel sei verraten: Freitag, der 13. ist ein Festtag für Frauen und wer kann, sollte diesen heute mit Freundinnen begehen und ausgelassen feiern. Viel Freude dabei!

Maria Empfängnis als Frauenfeiertag!

Am 8. Dezember war ein Frauen-Feiertag. Wer hat daran gedacht? Am 8. Dezember ist Mariä Empfängnis. Sie wiederum wurde von ihrer Mutter Anna geboren. Anna steht in vielen Kulturen der Welt für die Urmutter. Es ist dies also ein Tag, an dem wir unsere weibliche Ahnenreihe, also die mütterliche Linie feiern können. Auch bei der der Geburt kann dieses alte Wissen sehr hilfreich sein:

Eizellen bereits im Körper der Großmutter angelegt

Ist dir bewusst, dass unsere Eizellen bereits im Körper unserer Großmutter angelegt wurden? Die weiblichen Keimzellen werden nämlich beim Mädchen bereits im ungeborenen Zustand im Mutterleib angelegt. Dh. als schwangere Frau trägst du nicht nur dein Kind, sondern auch einen Teil deiner Enkel & Enkelinnen bereits in dir. Wenn wir uns bewusst machen, wie stark wir mit unseren Müttern, Großmüttern, Urgroßmüttern verbunden sind, fällt es uns leichter, unseren eigenen Weg der Mutterschaft zu gehen und ihren Weg, wie auch immer er war, anzuerkennen.

Ahninnen auch bei der Geburt einen Ehrenplatz geben

Wenn du möchtest, kannst du deinen Ahninnen auch im Rahmen der Geburt und in deiner Familie einen Ehrenplatz zuweisen. So könntest du eine kleine Ecke mit Bildern, Kerzen und Blumen gestalten. Andere Frauen verewigen kleine Kopien von Bildern ihrer Ahninnen auf der Geburtskerze, welche sie bei Geburtsbeginn für ihr Kind als Schutz und Geleit anzünden.

Text aus dem Adventskalender von Jasmin Nerici.

Der Adventskalender ist kostenlos online abrufbar und hält Inspiration und Vorfreude auf die Geburt bereit.

Die Kraft des Weiblichen

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„Männlich und weiblich sind elementare Lebensqualitäten: Während die männliche Kraft Lebe, die Leben aus sich heraus schöpfen und ausfüllen kann. Wir alle – Mann und Frau – tragen beide Pole in uns; unseren weiblichen Anteil positiv zu leben und ihm als sinnstiftendem Lebenskontext auch in der Gesellschaft Raum zu geben, ist der Schlüssel in eine friedlichere Welt und damit in eine lebensbejahende und lebenswerte Zukunft!“ Kristina Marita Rumpel, Autorin des Sachbuchs „Die Kraft des Weiblichen“, sieht in einer Neubelebung der weiblichen Urkraft die Chance, sowohl die Geschlechter als auch die Weltreligionen miteinander zu versöhnen, sodass alle Menschen ihr volles Potenzial entfalten und in Frieden mit sich und der Welt leben können.

FlowBirthing und die Kraft des Weiblichen

Ein klares Ja. Geburten waren und sind immer auch kulturell überformt. Wie wir gebären, sagt viel mehr über den geistigen Horizont einer Zeit aus als über Geburten, wie sie im Grunde sein könnten. Die Geburtshilfe in Deutschland ist von einem Sicherheits- und Risikodenken und einer Technikgläubigkeit geprägt. Das hat zur Folge, dass nur noch sieben Prozent der Kinder natürlich geboren werden. Wenn wir nicht wollen, dass natürliche Geburten aussterben und immer mehr Frauen und Kinder durch vermeidbare Eingriffe traumatisiert werden, braucht es ein Umdenken im Sinne einer neuen Geburtskultur. Dafür trete ich ein. Darüber hinaus wirft mein Standpunkt ganz grundsätzlich die Frage auf, wie viel Raum wir dem Natürlichen, dem Weiblichen, dem Mysterium des Lebens in einer hoch technisierten, rationalen Welt einräumen wollen.

Die Rückkehr der weiblichen Kraft

Ich habe mich gefragt: Wenn es nicht einmal unter der Geburt, einem durch und durch weiblichen Akt, selbstverständlich möglich ist, Zugang zur weiblichen Kraft zu finden und Weiblichkeit zu zelebrieren, ja wo denn dann? In der Geburtshilfe dominiert seit Jahrhunderten der männliche Blick auf Geburt, und ich habe festgestellt, dass dies für andere Bereiche ebenso gilt. Wir leben in einer männlich dominierten Welt, was wiederum zu einer eindimensionalen Sicht auf das Leben führt; und Einseitigkeit, egal in welche Richtung, ist immer schädlich. Ich möchte mit meinem zweiten Buch die selbst auferlegte Begrenzung sowie alte Fesseln aufbrechen und dazu beitragen, dass „männlich“ und „weiblich“ GLEICH gültig in der Welt wirken können. Dafür brauchen wir ein neues Verständnis von „weiblich“ und „männlich“ als Urkräfte des Lebens. Diese Sichtweise birgt eine enorme Bereicherung für das persönliche Leben und ist in meinen Augen auch der Schlüssel in eine lebensbejahende und friedliche Welt.

Aufwertung weiblicher Qualitäten als Voraussetzung für Versöhnung und Frieden in der Welt

Wir brauchen in meinen Augen dringend eine Stärkung der weiblichen Kraft in Frau und Mann, denn wir alle haben männliche wie weibliche Seelenanteile in uns. Damit ginge eine Aufwertung der weiblichen Qualitäten einher als jene Qualitäten, die in eine lebenswerte Zukunft führen. Mit der Zunahme an Kreativität, Empathie und Intuition in der Welt besteht die Hoffnung, dass es zu einem Ausgleich der Kräfte kommt und wir die Polaritäten überwinden. Denn die Aufspaltung von Frau und Mann, Mensch und Natur, arm und reich, gut und böse ist der Stachel in unserem Fleisch und der Schmerz der Menschheit, den es zu heilen gilt durch eine integrierte, das heißt ganzheitliche Herangehensweise an das Leben. Dann wird der Weg frei für Konzepte, die dem Leben dienen.

Mehr zum Buch und zur Autorin auf den Seiten des Mankau Verlages!

Lebenskraft kommt aus der Dunkelheit

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Im November zieht sich die Lebenskraft der Na­tur bei zunehmender Kälte ins Innerste zurück. Bei vielen Pflanzen vergeht alles bis auf den neuen Samen, der den neuen Kreislauf in sich birgt. In der Landwirtschaft bedeutet dieser Übergang das Ende der Sammel- und Erntezeit. Traditionell darf nach Einbruch des Sonnenunterganges am 31. Oktober auf Feldern, Wäldern und Wiesen nicht mehr geerntet werden. Alle Früchte, alles Ess- und Nutzbare geht jetzt in den Be­sitz der Naturgeister über.

In der Nacht vom 31. Oktober auf 1. November – beginnt zumindest gefühlsmäßig – der Winter, die kalte und dunkle Zeit. Auch wir ziehen uns spätestens ab November mehr zurück, beschäftigen uns mehr mit unserem „Innenleben“, mit Gefühlen und Gedanken, gönnen uns hoffentlich auch Ruhephasen in der dunklen Zeit des Jahres. Denn aus dieser Ruhe können jetzt neue Ideen und Projekte geschöpft werden.

Samhain – Ende des Sommers

Um diese Zeitqualität deutlich zu machen, wurde daher in vielen Kulturen ein zeremonieller bzw. feierlicher Rahmen geschaffen, der es erleichtern soll, in diese Phase einzutreten. Für dieses Fest haben sich in unserem Sprachgebrauch vor allem die Begriffe Halloween und Samhain (ausgesprochen etwa wie „Saun“ oder „Sa-u-in“) durchgesetzt.

Sam ist das irische Wort für „Sommer“, hain kommt von huin = „Ende“.
Der Sommer ist also mit der allerletzten Ernte endgültig vorbei. Nun beginnt die wirklich dunkle Jahreszeit.

Rückzug nach Innen

In matriarchalen Gesellschaften ist man sich dessen bewusst, dass aller Neuanfang aus dem Dunklen, aus der Ruhe kommt. Daher beginnt der Tag mit der Nacht, das neue Jahr in der Dunkelheit, so wie jedes Leben aus der Dunkelheit heraus entsteht: Pflanzen wachsen aus dem im Dunklen ruhenden Keim in der Erde, Menschen werden aus dem dunklen Schoß der Mutter geboren. Und auch neue Inspirationen und Ideen brauchen diese Ruhephasen im Leben, um entstehen und heranreifen zu können.

Gebieterin der dunklen Monate

In der keltischen Mythologie legt in der Samhain-Nacht die Sommer- und Fruchtbarkeitsgöttin Modron ihre Zauberrute unter einen Holunderbusch, wäscht sich in einem Becken und wird zur Cailleach. Diese ist dann die Gebieterin der dunklen Monate.
Im Februar, spätestens im März beendet Cailleach ihre Regentschaft und damit den Winter, indem sie die Schlange weckt, die einerseits das Symbol für Zerfall wie auch für den Erdgeist und die Naturkräfte des Wachstums und für Erneuerung steht.

Mythologie um Cailleach und Hollerbusch

Cailleach legt dann wiederum die Zauberrute unter einen Hollerstrauch und verwandelt sich in einen Stein.

Die Göttin Brigid nimmt den Stab auf und es wird mit den ersten Schneeglöckchen Frühling. Sie gebietet über den Frühling und das Blühen und verwandelt sich mit den ersten reifen Früchten im Mai zu Modron, die ihre Fruchtbarkeit auslebt, bis diese wieder Ende Oktober zu Cailleach wird.
Dieser Zyklus spiegelt die Stadien allen Seins wider: Den der Zerstörung, jenen der Erneuerung sowie den des Wachstums bzw. der Reife.

Interessant scheint in dieser Geschichte der Stab bzw. die Zauberrute – eine Art Zepter, das als Zeichen der Regentschaft weitergereicht wird.

Diese „Zauberrute“ mit dem Namen „slachdan“ gibt der dreifachen Göttin die Macht über das Wetter, damit dirigiert sie die Jahreszeiten und die Elemente. Sie ist wahrscheinlich auch das Vorbild für den „Hexenbesen“, der ja ganz und gar nicht jenes eigenartige Instrument ist, mit denen Frauen durch die Lüfte fliegen, wie es in patriarchal-inquisitorischen Vorstellungen geschieht.

Mystische Zauberrute ist kein Hexenbesen

Um es eindeu­tig klar zu stellen: Auf einem Besen fliegende Hexen hat man weder früher noch heute gesehen. Es handelt sich dabei um patriarchal-inquisitorische Phantasien und Unterstellungen, die für viele Frauen höchst gefährlich waren (Stichwort: christliche Inquisition).

So ein Stab zwischen den Beinen einer Frau, auf dem sie noch dazu reitet, ist ja schon alleine dazu angetan, die unterdrückte christliche Lüsternheit mit wilden Ideen zu beflügeln.
Daher sind auch jene Darstellungen von auf Besen reitenden Frauen abzuleh­nen, wie sie immer noch von vielen „modernen Hexen“ als Symbol verwendet werden oder auch in der Literatur vorkommen (z.B. Harry Potter oder Bibi Blocksberg).

Dieses Symbol unterstützt nach wie vor die gezielt lancierten Bösartigkeiten all jener, die die Frauenkraft – ausgedrückt auch durch die gemeinsamen Feste – unterdrücken und ausrotten wollten.

Rute als Zepter weiblicher Kraft

Allerdings ist dieser Rute, dieser „Zauberstab“, dieser Besen ein wichtiges Instrument magisch begabter Frauen: Er stellt deren Verbindung zu den Bäumen und Pflanzen dar, ist ein Zepter der Kraft, ein Redestab, ein gutes Wurfgerät, um Gefahr zu vertreiben, ein sehr brauchbares Werkzeug um rituell Altes aus dem Haus zu kehren.

Und der Hexenbesen kann von einer Frau zur anderen weitergegeben werden – wie es auch die Göttinnen Cailleach, Modron und Brigid tun. Früher – und vielleicht auch noch heute – ist er ein geheimes Symbol, das alle Frauen verstanden haben: In Clans oder dörflichen Gemeinschaften konnten die Frauen mithilfe der Besen erkennen, welche Frau sozusagen ge­rade „im Dienst“ ist.

Wenn Frauen also an fremde Orte kommen und ein Quartier brauchen oder wenn Nachbarinnen Hilfe brauchen, dann wissen sie, dass sie sich an jene Frauen wenden können, deren Haus mit einem Besen gekennzeichnet ist. Diese konnte man die ganze Nacht über stören. Damit haben auch alle anderen Frauen ihre Ruhe.

 

Mehr Infos zu den erwähnten Göttinnen auf www.artedea.net
Beitrag von Andrea Dechant
Malerin, Autorin und Netzwerkpartnerin von FlowBirthing

Mehr Hintergrund-Informationen und auch viele Anregungen zu kraftvollen Halloween- und Samhain-Festen gibt es im artedea-E-Book „Samhain – Halloween: Das Fest des Rückzugs und der Stille“
Dieses E-Book gibt es jetzt auch gemeinsam mit dem ganz neuen artedea-E-Book „Hell Dunkel: Der Zauber der dunklen Kraft. Eine Ermutigung für starke Frauen“ in einem attraktiven Kombi-Angebot.

Die Metaphysik von Schwangerschaft und Geburt

Für die Erforschung der Metaphysik von Schwangerschaft und Geburt erhält eine niederländische Philosophin 1,3 Millionen Fördergelder der EU. Elselijn Kingma, die im englischen Southampton arbeitet, will mit ihrem Team die Schwangerschaft ganz neu erklären. Seit der Antike würden männliche Denker die Sicht auf Mutter und Kind prägen. Grund zur Freude? Aus urweiblicher Perspektive wohl eher nicht. Leider.
EU Fördergelder zur Erforschung des Verhältnis von Mutter und Embryo

Endlich soll der Beginn des Lebens erforscht werden. Bisher wurde aus Ignoranz schlicht übergangen, dass Schwangerschaft und Geburt das ganze Leben nachhaltig prägen. So wissen wir bisher viel zu wenig über die tieferen Zusammenhänge und was wir zu wissen glauben, sind Ergebnisse männlicher Kopfgeburten eines zutiefst weiblichen Lebens-Thema. Der weibliche Blick auf das Leben im Ursprung fehlt und führt zu einer einseitigen, männlich dominierten Weltsicht mit all den Problemen einer fehlgeleiteten Männlichkeit im Schlepptau.

Doch wird die Forschung von Kingma daran etwas ändern?

Die Forschungsfragen lassen vermuten, dass die Forscherin die Hürde des patriarchalen Zugangs der Wissenserschließung nicht nehmen wird. Die Frage inwieweit Mutter und Kind eins oder zwei sind, stellt sich aus ganzheitlicher und inwendig weiblicher Perspektive nicht. Die Betrachtung von Gegensätzen wie innen und außen ist einem männlich dominierten Weltbild geschuldet, das seit der Antike in uns zementiert ist. Die ständige Aufspaltung der Welt führt in die Irre und geht am Kern vorbei: die Gebärmutter ist der Raum, in dem sich die Trennung von innen und außen auflöst, damit das Wunder des Lebens stattfinden kann.

Einzigartige Lebens-Erfahrung dank der Fähigkeit, Leben zu schenken

Das Leben ist kein Irrgarten, sondern ein Labyrinth, das in die Geheimnisse des Lebens einführt. Es fördert weibliches Weisheitswissen zu Tage, welches durch die Wertschätzung der Gebärmutter als Ursymbol des Lebens zugänglich wird. Die Botschaft: Es gibt kein Getrenntsein. Wir alle sind mit allem, was ist, verbunden. Diese Erfahrung des All-eins-Sein ist während der Schwangerschaft und Geburt für Frauen nicht nur eine spirituelle, sondern mit jeder Faser in ihrem Körper erlebbar erfahren. Die Möglichkeit dieser Lebens-Erfahrung ist der große Unterschied von Frau und Mann.

Die weibliche Urkraft ist für die Erforschung von Schwangerschaft und Geburt wesentlich

Bewusst erlebt, ist Geburt kein schmerzhafter Trennungsvorgang, sondern ein dreifacher Verbindungsprozess: Verbindung von Körper-Seele-Geist, Verbindung zum neuen Leben im Bauch und Anbindung an die alles durchdringende universelle Schöpfungskraft. So können Geburten im Flow, kraftvoll und sicher verlaufen. Ohne die dafür notwendige urweibliche Kraft gäbe es kein Leben auf der Erde. Diese bei der Beschäftigung mit dem Beginn des Lebens außen vor zu lassen, ist ein Grund zur Resignation und nicht zur Freude und wird sehr wahrscheinlich zu verdrehten Erkenntnissen führen.

Verdrehte Erkenntnisse einer Welt, die Kopf steht

Verdrehte Erkenntnisse sind typisch für eine Welt, die auf dem Kopf steht, weil wir unsere Wurzeln nicht mehr kennen. 1,3 Millionen werden dafür zur Verfügung gestellt und noch dazu von der EU nach England in ein Land gegeben, das nicht mehr Teil der EU sein will. Was noch unverständlicher ist: das Wunder des Lebens wird ohne die für natürliche Geburten wesentliche Dimension der weiblichen Schöpfungskraft erforscht. Ja kann denn immer noch nicht sein, was nicht sein darf? So bauen wir unser Selbstverständnis in Europa auch lieber auf dem Mythos der vergewaltigten Königstochter Europa auf, anstatt an Europa als weitblickende dreifache Göttin einer matriarchalen Kultur zu erinnern. Damit vergeben wir uns die Chance wahrer Schwestern- und Brüderschaft und echter Verbindung als Fundament des Friedens in Europa.

Der urweibliche Blick auf den Beginn des Lebens könnte die Welt verändern

Der urweibliche Blick auf den Beginn des Lebens hat die Kraft, die Welt zu verändern. Dazu braucht es Mut, die Schleier der Erkenntnis lüften und nicht nur Forschungsergebnisse präsentieren zu wollen. Bedauernswert, denn das Thema ist für die Zukunft der Menschheit zentral – auch mit Blick auf den Terror und die Gewalt in der Welt. Peace on earth begins with birth!

Lesen Sie den Feuilleton Artikel der Süddeutschen Zeitung über das Forschungsprojekt von Philosophin Kingma und schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu! Vielen Dank.

Göttinnenkonferenz in Wien

Frau umarmt Erde

In Wien findet die 3. Göttinnenkonferenz vom 26. – 28. Mai 2016 statt. Mit dabei die Autorin von FlowBirthing, Kristina Marita Rumpel. Sie hält dort einen Impulsvortrag „Ja zum Leben“. Die Göttinnenkonferenz ist ein außergewöhnliches Event, für alle, die das weibliche Prinzip entdecken und den Geschmack von Frauenkraft erleben möchten.

Mutter Erde als Ur-Gebärende

Vielfach gelten Erdgöttinnen als Ur-Gebärende, als lebenerzeugende, lebenstragende und nährende „Große Mutter“, aber auch als Göttin, die nach dem Tod alles Leben wieder in ihrem schützenden Schoß, der Erde, aufnimmt, transformiert, um es erneut aus sich hervorzubringen.

Die Prinzipien von Gaia

Seit alten Zeiten interpretieren Menschen vor allem das Land, auf dem sie leben, als mütterlich.
Bekannt ist Gaia als die „Große Erdmuttergöttin“. Das Eintauchen in die Prinzipien von Gaia und ihre vielen Schwestern auf allen Kontinenten bringt Lebenslust und Strategien für eine Welt in Balance.

Ja zum Leben

Aus der Gebärerfahrung lassen sich die Prinzipien des Lebens ableiten. Frauen steht dieses Weisheitswissen seit jeher zur Verfügung. Dazu zählt, dass sich Geburt ohne ein Ja zum Leben, d.h. zu allem was war, ist und sein wird, nicht auf natürlichem Weg entwickeln kann. Ohne Vertrauen und Demut steht das Leben Kopf und zeigt sich von seiner zerstörerischen Seite. Diese Zusammenhänge gilt es bewusst zu machen.

Einblicke ins Programm, weitere Informationen und noch mehr Göttinnenbilder von Andrea Dechant, der Gründerin der Göttinnenkonferenz, unter www.goettinnenkonferenz.at.

Die Bedeutung von „Pfingsten“

Gemälde mit Tauben und Augen

An Pfingsten kommt der Heilige Geist über uns. Oder was erinnern wir an Pfingsten eigentlich? An Pfingsten feiern wir das Leben in all seiner Vielfalt und Sosein. Es ist die weibliche Schöpfungskraft, der wir an Pfingsten gewahr werden. Sie ist der göttliche Schöpfungsimpuls, dem wir alles Leben auf der Welt verdanken.

Weibliche Schöpfungskraft

Sophia, die alttestamentarische Göttin der Weisheit, verkörpert die weibliche Schöpfungskraft ohne die Geburt auf natürlichem Wege nicht möglich ist. Die Kraft zu gebären, entspringt einem klaren Ja zum Leben, zu dem was war, ist und werden wird. Leben ist im Ursprung lebensbejahend und getragen von Liebe, Freude, Dankbarkeit, Demut und Wertschätzung.

Alles Leben entspringt der Gebärmutter

Es ist die Gebärmutter, die seit Urzeiten den Glauben an das Göttliche beherbergt. Sie hält in sich das Geheimnis des Lebens. Sie ist das Unergründliche, denn in ihr entsteht, wächst – oder stirbt auch – neues Leben. Diese Werte sind die Grundlagen des Lebens, wie sie sich bei natürlichen Geburten in Anbindung an die weibliche Kraft zeigen. Ohne Liebe und Vertrauen kann kein Leben geboren werden und sich kein Leben gesund entwickeln oder nach Krankheit und Trauma heilen.

Mutterschoß bedeutet Barmherzigkeit

Barmherzigkeit ist das magische Wort der Zeit. Papst Franziskus hat 2016 als Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Damit öffnet er der Kraft des Weiblichen Tür und Tor. Das Wort Barmherzigkeit wurde ursprünglich im Hebräischen mit dem Wort Mutterschößigkeit gleichgesetzt. Dadurch wird der Blick frei auf den weiblichen Ur-Grund allen Seins und die Erinnerung an den weiblichen Lebenskontext, der alles Leben hervorbringt und umgibt, kommt zurück. Eine Vorbedingung für die Heilung von Mutter Erde und Schlüssel für eine lebensbejahende Welt.

Die Kraft des Weiblichen

Die Kraft des Weiblichen entzündet sich für alle sichtbar im Geburtsverlauf und in Form weiblichen Weisheitswissen fließt seit je her die einzigartige Lebens-Erfahrung von Frauen über in das weitere Leben. Geburt ist eine hochspirituelle Erfahrung des Alleins-Seins und Nichts Spektakuläres, Abgehobenes, Vergeistigtes, Unheimliches liegt darin. Alles ist ein und dieselbe Erfahrung, die wir schlicht Leben nennen.

Wer ein Bild von Sophia, der alten Göttin anschauen möchte, findet schöne Bilder unter www.artedea.net.

Die Walpurgisnacht als „Nacht für Empfängnis“

Andrea Dechant

Das große Fest der Walburg wird in der (offiziell) letzten Nacht der dunklen Jahreshälfte, also vom 30. April auf den 1. Mai gefeiert. Es ist dies eine „hohe Zeit“, in der auch bei Feldfeuern die Heilige Hochzeit zwischen der jungen Frühlingsgöttin und des wieder zu Kräften gekommenen Sonnengotts (bzw. deren menschlichen StellvertreterInnen) gefeiert wurde und mittlerweile auch immer mehr wieder wird. Es ist dies daher eine gute Nacht für Empfängnis jeder Art — auf physischer, geistiger bzw. emotioneller Ebene. Gut ist es daher, bewusst mit Fragen, Eingebungen und Träumen umzugehen.

Verwurzelung der Walpurgisnacht im Jahreskreis

Der Walburg-Kult, vor allem jener vom 30. April auf den 1. Mai („Walpurgisnacht“) ist seit jeher tief verwurzelt im Jahreskreis. Im Volksglauben ist von dieser Nacht noch überliefert, dass unterirdische Schätze hochsteigen und glühen sollen. Aus den Brunnen soll Wein statt Wasser fließen, Weidenzweige werden zu Wünschelruten. Der Name kommt von Walburg, das ist die Göttin des blühenden Monats Mai.

Kultnacht in den 1. Mai

Von der weißen Frau fällt der Tau auf die Erde und befruchtet diese. Daher sollte in dieser besonderen Nacht reichlich Tau fallen. Noch heute werden in manchen Volksbräuchen junge Frauen mit Wasser begossen, denn Maitau macht schön und erhält gesund. Auch die Brautschau und Brautwahl ist mit dieser Kultnacht verbunden. Nicht von ungefähr werden auch heute noch die meisten Hochzeiten im Mai gefeiert.

Walburgen sind Seherinnen und Weise Frauen

Im Volksmund wurden früher Seherinnen, also weise Frauen, die Dinge und Umstände aus einer anderen Perspektive wahrnahmen (wie etwa Krankheitsbilder — und damit auch die Fähigkeit Heilung oder Schmerzlinderung) auch Walburgen genannt. Da Walburg bzw. der Heiligen Walpurga große (hell-)seherische Kräfte zugeschrieben wurde, sollen sich in dieser Nacht auch die Türen zur Anderswelt öffnen. Die Schleier zwischen den Welten werden dünn und Wesen bzw. Gefühle, Gedanken, Informationen oder auch Antworten auf lang gestellte Fragen können zwischen den Welten wandeln.

Die Nacht der Inspiriation und Empfängnis

Fliegende Hexen hat man jedoch weder damals noch heute gesehen. Allerdings gibt es Frauen, die speziell zu diesen heiligen Zeiten der alten Urgöttinnen besonders hellsichtig werden, deren Gedanken Flügel bekommen, die leichten Herzens und frohen Mutes in den Frühling hineintanzen bzw. die mit ihren Besen — magischen Instrumenten gleich — alte Energie aus dem Haus und aus ihren Sinnen fegen, um neue Inspirationen zu bekommen.

Andrea Dechant

www.artedea.net

Die Bedeutung des „earth day“

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Heute ist der Ehrentag von Mutter Erde. Der Tag der Erde ist auch als „Earth Day“ bekannt. Der Aktionstag soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken sowie anregen, das Konsumverhalten zu überdenken. In über 175 Ländern der Erde wird der inoffizielle Feiertag seit 1990 begangen, der auf einer UNESCO-Konferenz 1969 vorgeschlagen wurde. Aus urweiblicher Sicht ist dies ein Tag, um sich der weiblichen Wurzeln zu erinnern: Wir alle sind Kinder von Mutter Erde.

Weltweiter Aktionstag „Earth Day“ seit 2009

Im Jahr 2009 wurde auf Vorschlag der bolivianischen Regierung der 22. April von der Generalversammlung der UN zum „Internationalen Tag der Mutter Erde“ erklärt. Präsident Evo Morales berief eine alternative Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel ein, an der 30.000 Teilnehmer aus mehr als 140 Ländern teilnahmen.

Grün ist die Farbe der Natur und von Mutterschaft

Grün ist aber nicht nur die Farbe der Natur, sondern auch die Farbe der Mutterschaft und des Herzens. Und so ist ein Zusammenhang auch in der modernen Welt nicht übersehbar: Die Ausbeutung von Mutter Erde ist eine Folge der Unterdrückung der weiblichen Schöpfungskraft. Wir haben vergessen, dass alles Leben aus der einen Urmutter, Mutter Erde, entspringt. Und so kämpfen wir mit den Folgen, die da sind: Nicht Schöpfen zum Wohle aller aus dem was ist, sondern erschaffen und sich über die Gesetze des Lebens erheben ohne die Folgen der Hybris einer optimierten Welt im Ansatz zu überblicken.

Der Lebenskontext ist urweiblich

Macht euch die Erde untertan, ist eine direkte Folge des Muttermordes an der Großen Mutter. Ein Prozess der darin gipfelt, dass wir die gesamte Natur zur Sache erklärt haben. Der Mensch hat sich außerhalb der natürlichen Kontext gestellt und ist in Folge nicht mehr in der Lage verbundene, d.h. für Generationen wertvolle Entscheidungen zu treffen.
Der originär lebensfördernde Zugang und Umgang mit allem Sein ging verloren, da wir aus den Augen verloren haben, dass alles Leben durch den Schoss einer Mutter geboren wurde. Der Schlüssel in eine lebensbejahende Welt liegt demnach in der Erinnerung der Kraft des Weiblichen als schöpferische, lebensbejahende Kraft. Die Wiedergeburt der weiblichen Kraft des Mutterschoßes macht den Weg.

Kolumne „Urweiblicher Blick“

Wer sich für das Thema interessiert, dem sei die Kolumne von Kristina Marita Rumpel „Der urweibliche Blick“ in der Zeitschrift Balance empfohlen, in der das Thema Mutterschößigkeit in der nächsten Ausgabe ab 1. Juni 2016 besprochen wird.

Das Ei als Ursymbol

Andrea Dechant
Ostern ist ganz eng mit dem Brauch verbunden, Eier zu färben, zu verstecken und zu suchen. Dieses Ursymbol der Weiblichkeit steht neben Küken, Hasen und neugeborenen Lämmern auch als Symbol für das Frühlingserwachen. Und so wurden auch vielen Frühlingsgöttinnen als Attribut das Ei zugeschrieben.
Klar ist: Das Ei gilt gilt seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol. Das Ei als urweibliches Symbol ist präsent in unsere Osterbräuchen.

Eier als Boten der helleren Zeit

Da Vögel in der Winterzeit keine Eier legen, galt der Beginn des neuen Eierlegens als sicheres Zeichen für den Frühling, für die neu beginnende Fruchtbarkeit. Eine Henne z.B. legt nämlich dann Eier, wenn ihre Retina, also jener Teil des Auges, der das Licht einfängt, mehr als 12 Stunden am Tag von Licht stimuliert wird (heute wird im Winter mit künstlichem Licht nachgeholfen, früher konnten sich die Menschen nur im Frühling und Sommer von Eiern ernähren).

Und auch die Zugvögel kommen nun zurück und legen hier Eier. Das Fest des Frühlingsbe­ginns wurde früher auch Vogelfest genannt. Die Menschen gingen jeden Morgen hinaus um zu sehen, ob die Zugvögel schon angekommen waren. Wurden sie gesichtet, so konnte ausgiebig das Ende des Winters gefeiert werden.

Die früher nicht eingesperrten Hühner legten diese ersten Eier natürlich irgendwo in der Gegend ab, also blieb den Menschen nichts anderes übrig, als diese zu suchen. So ist vermutlich auch der Brauch des Eiersuchens entstanden. Junge Frauen bemalten diese ersten Eier rot, um ihre Fruchtbarkeit zu feiern. Dieser Brauch des Eierfärbens hat sich bis heute gehalten.

Wunderwerk Ei

Das Ei ist ja ein universelles Symbol. Lange bevor Menschen erkannt haben, dass auch der Urquell menschlichen Lebens in einem Ei besteht, kannten sie Vogeleier. Und diese haben eine besondere „Magie“.

Betrachten wir ein Vogelei von außen, dann ist es ein ovales Ding mit einer harten Schale. Doch ein wenig Wärme lässt in seinem Inneren neues Leben wachsen und aus einem scheinbar leblosen Ding entspringt neues Leben. Es wurde daher immer schon als Geschenk alles Weiblichen begriffen.

Seit Urzeiten sind die Menschen vom Ei fasziniert, denn die Schale umschließt ein komplettes Lebenserhaltungssystem. Es steht daher auch für das ganze Potential, das in ihm steckt und es ist damit auch Symbol für die aus dem Winterschlaf erwachende Natur.

In vielen Kulturen gibt es die Legende, dass zu Beginn aller Zeiten die Große Göttin das Weltenei bzw. gleich mehrere Eier gebar, das goldene Ei der Sonne legt, selbst einem Ei entstieg bzw. Eier hütete. Zahlreiche Göttinnen sind selbst einem Ei entschlüpft oder werden als das „Ur-Ei“ begriffen.

In manchen Überlieferungen heißt es, die Urmutter wärmte ein Ei zwischen ihren Brüsten und ließ es Jahrtausende reifen. Als sich die ersten Sprünge in der Schale zeigten, nahm es die Göttin behutsam und legte es ins große Dunkel. Dort sprang die Schale auf und heraus fiel die ganze Welt: Erde und Wasser, Tiere und Pflanzen. Und aus dem Dotter entstand die Sonne.

Und damit die Menschen sich an das große Werk der Schöpfungsgöttin erinnern, schlüpfen die ältesten Tierarten der Welt auch heute noch aus Eiern, den Urzellen allen Lebens.

Das Ei ist kein Grab

Im alten Ägypten, im antiken Griechenland und Rom wurden den Toten als Symbol für die Wiedergeburt Eier ins Grab gelegt. Im alten China wurden Eier als Zeichen der Wiedergeburt und als Dank für die neue Sonnenkraft bei den Frühlingsfesten geopfert.

Eier sind auch von christlichen Osterfeiern nicht wegzudenken, wobei in der biblischen Ostergeschichte Eier nicht erwähnt werden. Ein christlicher Erklärungsversuch zu den „heidnischen“ Ostereiern ist, dass das Ei etwas verborgen hält und damit wie ein verschlossenes Grab ist, in welchem Leben eingeschlossen ist. Damit soll die Beziehung zur Auferstehung Christi deutlich werden.

Doch das Ei hält Leben nicht wie ein Grab verschlossen, sondern birgt es einfach wie ein Ei! Das Ei ist der Ursprung des Lebens, ein „Wunderwerk“, das aus dem Weiblichen kommt – aus weiblichen Vögeln, Tieren, Menschenfrauen …

Zyklische Wiedergeburt oder einmalige Auferstehung?

Das Bemalen der Eier ist eventuell auch darauf zurückzuführen, dass die Menschen die Natur kopieren wollten und bei den Farben und Mustern von Wildvogeleiern Anleihe nahmen und diese als Vorbild für die Bemalung gedient haben könnten.

Wahrscheinlich ist auch, dass allerlei Orakel, Wunschs-Symbole und Segenszeichen auf die Eier gemalt wurden, die im Rahmen von Ritualen Bedeutung hatten.

Oder, dass damit geheime Botschaften und verschlüsselte Hinweise weitergegeben wurden. Das hat möglicherweise diesen Hintergrund:
Einer historisch nicht gesicherten Annahme zufolge, wollte die christliche Kirche die „heidnischen Frühlingsfeste“ mit ihren Weihen und Zeremonien verbieten und auch das Verschenken von Eiern als Zeichen der Fruchtbarkeit und Wiedergeburt der Natur unter Strafe stellen.

Denn lange vertrauten die Menschen auf die Kraft von Frühlingsgöttinnen – diese weibliche Kraft, die sich in den Zyklen der Natur so schön äußert. Die damit verbundenen Bräuche und Feiern passten patriarchalen Religionen natürlich so gar nicht ins Konzept.

Und so machte das Christentum aus der jährlichen zyklischen Wiedergeburt der Natur das einmalige Ereignis der Auferstehung des Gottessohnes, aus der periodischen Erlösung von Dunkelheit und Frost die dauernde Aussicht auf Erlösung von der Erbsünde.

Speziell in Zeiten der Inquisition wussten Frauen, dass sie bei ihren traditionellen Segens- und Weiheritualen sehr vorsichtig sein mussten, da die damit verbundenen Handlungen als Zeichen von Magie und „Hexerei“ angesehen werden konnten. Und damit für die Frauen höchste Lebensgefahr bestand.

Das könnte auch eine Erklärung für das Verstecken von Eiern sein. Um bei diesen Ritualen nicht entdeckt zu werden, wurden gesegnete und geweihte Eier möglicherweise nicht mehr persönlich verschenkt, sondern auf Feldern vergraben und versteckt und mussten daher gesucht werden.

Bildhafte Botschaften darauf können auch durchaus nicht nur als Segens-Symbole und Fruchtbarkeits-Wünsche, sondern auch als verschlüsselte Hinweise und Warnungen gedeutet werden.

Zölibatär lebende Männer und Fruchtbarkeitsrituale

Auch wenn es viele Verbote und Strafen gab, auch wenn die Scheiterhaufen brannten, konnte der Glaube und damit die Hoffnung an die Kraft der Natur von den christlichen Kirchenvätern nicht ausgelöscht werden.

Das alte Wissen war so tief verwurzelt, dass die Menschen immer Mittel und Wege fanden, ihre Traditionen aufrecht zu erhalten.

Daher versah die Kirche vielfach „heidnische“ Riten mit einer neuen christlichen Bedeutung. Dies auch, um die Konvertierung zu erleichtern. So erklären sich auch viele Bräuche rund um Ostern, dem wichtigsten Fest der Christenheit.

Statt also den Frauen zu verbieten, die ersten Eier, die die Hennen im neuen Jahr legen, auf ihre ganz besondere Art zu würdigen und damit die Fruchtbarkeit und die Rückkehr des Lebens zu feiern, wurde dieser Brauch vermutlich in die liturgischen Osterfeiern integriert, um damit auch die Frauen von ihren Kraftplätzen an den Quellen und in den Wäldern weg und hin zur Eier-Weihe in die Kirche zu locken.

Und damit weiht nun zu Ostern der Pfarrer die Eier, die Frauen in die Kirche tragen. Und macht damit das, was Frauen Jahrhunderte lang Kraft ihrer Weiblichkeit eigenständig in Frauenkreisen gemacht haben.

Besonders seltsam mutet diese durch ein zölibatär lebenden Mann vollzogenen Weihe-Rituale an, wenn man an den Fruchtbarkeits-Aspekt der alten Rituale denkt.

Interessanter Weise finden aber viele dieser österlichen Weihen, zu denen in ländlichen Gebieten ja auch heute noch vor allem die Frauen mit ihren mit Frühlingsblumen geschmückten Weihkörben gehen, oft nicht nur in der (Haupt-) Kirche des Ortes sondern bei Kapellen auf Hügeln und an Wegkreuzungen statt. Viele von diesen Kapellen stehen auf alten „heidnischen Kraftplätzen“.

Außer den Eiern finden sich in den Weihe-Körben vielfach auch Brot und Schinken, Butter, Salz und Kräuter, die in festliche weiß und rot bestickten Kreuzsticktüchern gewickelt sind, den Farben der jungen und der fruchtbaren Göttin.
Der Kreuzstich, das X ist immer ein Zeichen für Geburt. Bei der sich die Frau nach unten öffnet, um neues Leben gebären und sich mit der Erdkraft zu verbinden. Und dabei ihre Arme nach oben streckt, um in Verbindung mit den unterstützenden Geburtshelferinnen und auch mit der Kraft des Universums zu sein.

Das gegenteilige Zeichen zu dem Geburts-X ist das Kreuz , das den Tod symbolisiert.

Das oft exklusive Zusammentreffen von Frauen bei der Osterweihe, die Plätze und die Symbolik, die sich bis heute erhalten hat, lässt also immer noch die alten Weihe-Rituale der Frauen durchscheinen.
Rituale, die es Wert sind, in Frauenkreisen wieder neu belebt zu werden.

Der Tanz der Hasen

Und warum bringt eigentlich der Osterhase die Eier?

Menschen beobachteten, dass Hasen im Frühling auf den Feldern in großen Gruppen zu „tanzen“ scheinen. Und sie konnten – nachdem diese „Hasentänze“ vorbei waren – verschiedenste Eier auf den Wiesen finden. Daraus entwickelte sich die Geschichte vom Osterhasen, der die Eier bringt.

Heute weiß man, dass die Tänze der männlichen Hasen eigentlich Schaukämpfe um Weibchen sind. Weil es dabei durchaus wild zugeht, verscheuchen die Hasen dabei jene Wildvögel, die ihre Eier am Boden ausbrüten und diese bei ihrer Flucht natürlich zurücklassen müssen.

So, mit diesem Wissen wünsche ich allseits viel Freude beim Ostereier-Bemalen. Lasst euch eure eigenen Wunsch-Symbole und Segenszeichen einfallen. Und verschenkt sie nach altem Brauch an Frauen, denen ihr Fruchtbarkeit und die starke Kraft der zyklischen Erneuerung wünscht – in allen ihren Lebensbereichen.
Text von Andrea Dechant

Viel mehr zu den Bräuchen rund um den Frühlingsbeginn, den Festen der Göttin Ostara und anderen Frühlingsgöttinnen im E-Book Ostara – Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche: Die Rückkehr des Lebens von Andrea Dechant. Hier kannst du das E-Book bestellen!

Die weibliche Urkraft

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Kronprinzessin Viktoria von Schweden hat vor wenigen Tagen ihr zweites Kind geboren. Ihr Ehemann, Prinz Daniel sagte voller Stolz nach der Geburt: „Man ist wirklich beeindruckt, ihr Frauen habt eine Urkraft.“

Die weibliche Urkraft fördert Geburten

Die Urkraft ist jene Kraft, die bei einer natürlichen Geburt durch jede Frau fließt. Ohne die Anbindung an die weibliche Urkraft ist Geburt auf natürlichem Wege nicht möglich. Sie ist eins mit der weiblichen Schöpfungskraft, die seit Urzeiten Leben hervorbringt.

Durch die vielen Interventionen bei der Geburt wie dies bei den meisten Geburten üblich ist, wird es Frauen schwer gemacht, an diesen inneren Kraftpunkt heranzukommen. So werden heutzutage viele durch die moderne Medizin nicht nur von ihrem Kind entbunden, sondern auch von dieser urgewaltigen Erfahrung der weiblichen Kraft.

Entbindung von der weiblichen Kraft

Das kann dramatische Folgen für die Mütter haben, die sich mit Selbstzweifel plagen, dass sie ihr Kind nicht aus eigener Kraft gebären konnten und dadurch auch schwerer in ihre Mutterrolle finden können. Aber der Rückgang natürlicher Geburten hat auch Folgen für die Beziehung zwischen Frau und Mann. Es ist ein großer Unterschied, ob der Mann bei der Geburt seine Frau erleben kann wie sie eins mit der weiblichen Urkraft über sich hinauswächst oder ob sie hilflos an Maschinen angeschlossen auf Hilfe der Ärzte angewiesen ist.
Ganz zu schweigen von der grundlegenden Lebenserfahrung, dass wir der Natur vertrauen können und der weibliche Körper ein einzigartiges Wunderwerk ist, von der sich die Menschheit abschneidet, wenn nur noch 7 Prozent der Geburten natürlich ablaufen. Die weibliche Urkraft entwickelt sich in dem Maße, wenn die Frauen uneingeschränkt ja zum Leben und zu den natürlichen Prozessen sagen, die ihr Kind sicher auf die Welt bringen. Wir verlieren durch die vielen oftmals unnötigen Interventionen immer mehr das Vertrauen ins Leben.

Zitat von Prinz Daniel zur weiblichen Urkraft

Wie schön also, dass Prinz Daniel seiner Beobachtung und Stolz über seine kraftvoll gebärende Frau mit so klaren und treffenden Worten Ausdruck verleihen konnte. Das ist eine Gabe, die sich in Ergänzung zur Urkraft der Frau entwickeln kann, wenn Männer unter dem Eindruck der Geburt ebenfalls in ihre positive Männlichkeit finden können.

Wer mehr über die weibliche Kraft erfahren möchte, dem sei das Buch „Die Kraft des Weiblichen“ von Kristina Marita Rumpel empfohlen, welches im Herbst 2016 im Mankau Verlag erscheinen wird.

One Billion Rising

One Billion Rising Demonstration

Am Sonntag, 14. Februar 2016 ist Valentinstag. Und der Tag, an dem sich seit vier Jahren unter dem Motto „One Billion Rising“ weltweit Frauen und Männer versammeln, um sich für ein Ende der Gewalt gegen Frauen auszusprechen. Rund um den Globus beteiligen sich Gruppen in 200 Ländern. Es ist die größte Aktion, die jemals stattgefunden hat. In Deutschland gibt es Aktion in 131 Städten.

Not von Frauen weltweit ein Problem

Die Aktion ist dringend notwendig, um die Not zu wenden. Jede dritte Frau weltweit und jede 4. Frau in Deutschland war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. Die Peiniger kommen überwiegend aus dem persönlichen Umfeld und ist unabhängig von Kultur oder Religion.

Eine Milliarde Frauen sind betroffen von Gewalt und ebenso viele sagen „Nein“

Das hat jetzt ein Ende. Frauen weltweit erheben sich. Jede dritte Frau, das sind 1 Milliarde Frauen, also One Billion. Genau so viele sind nun weltweit aufgerufen, sich solidarisch zu zeigen und Gewalt nicht als unabänderliche Tatsache hinzunehmen, sondern für die Freiheit und Unversehrtheit von Frauen zu demonstrieren. Rund um den Globus tanzen bei „One Billion Rising“ Frauen und Männer zum Hip-Hop-Song „Break the Chain“ – „Sprengt die Ketten“, für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Frauen erheben sich, gehen nach draußen und tanzen. Frauen sind keine Opfer, sondern gewillt das Leben zu feiern.

Den Irr-Sinn der Gewalt beenden und Frauen als Mütter und Töchter wertschätzen

Eine weltweiten Revolution nimmt fahrt auf. Das Weibliche in Frau und Mann erhebt sich und sagt Nein zu Missbrauch, Gewalt, Erniedrigung und Angst. Sie alle stehen ein für eine Welt, in der Leben wieder lebensbejahend sein kann und in der Frauen wie Männer, Kinder ebenso wie alle Lebewesen auf der Erde und die Erde selbst in Würde und ohne Einengung und Gewalt leben können.
Der Irr-Sinn, dass Männer sich gegen Frauen richten muss ein Ende haben. Jeder Mensch verdankt einer Frau sein Leben. Alles Leben entspringt der Vagina dem Schoß der Urmutter allen Seins, auch daran erinnern wir uns am 14. Februar, dem Vagina-Tag und fordern das Recht von Frauen, in Würde, Kraft und Ekstase natürlich gebären zu dürfen, zur persönlichen Erfüllung und um die weibliche Energie in der Welt zu beleben.

Das Ende der unterdrückten weiblichen Kraft

Schluss mit der Ohnmacht und Herabwürdigung von Frauen. Egal wann und wo und wie: Vergehen sich Männer an Frauen, vergehen sie sich am Leben und letztlich an sich selbst. Die Verdrehung der Gefühle und Unterdrückung der weiblichen Kraft betrifft nicht nur die Frauen. Es hat weltweit zur Zerstörung von Natur und Leben geführt. Das muss jetzt ein Ende haben. Es geht um unser aller Leben.
One Billion rising! Mach mit und gehe auf eine Aktion in deiner Stadt. Wer dabei ist, findest du auf der Facebook-Seite von FlowBirthing.

Der Kult um die drei Bethen

Andrea Dechant

Die drei Bethen werden meist als gütige Frauen beschrieben, die durch die Lande ziehen, weisen Rat erteilen, Gaben schenken und mit denen man auch über das Schicksal reden oder verhandeln kann. Die Menschen glaubten an die Kraft der Bethen und wandten sich an sie bei Angelegenheit in Sachen Fruchtbarkeit bei Mensch, Tier und Feldern, für den Schutz der Arbeit bei allen Erntezyklen, bei Geburten, Krankheiten und Tod.

Der Kult um die drei Bethen

Der Glaube und der Kult rund um die drei Bethen hielt sich im Volk sehr lange. Allerdings unterlagen die Namen der einzelnen Göttinnen immer wieder verschiedenen Änderungen, ihre grundsätzliche Kraft und ihre Wirkungsweise blieben allerdings weitgehend gleich. Kannte man die drei Göttinnen als keltische Ambeth, Wilbeth und Borbeth, so erschienen sie unter dem Einfluss des Christentums und des römischen Reichs und dessen Wertbegriffen göttlicher Verehrung als die Heilige Fides, die Heilige Spes und die Heilige Caritas.

In den keltisch geprägten Ostalpen war die römisch-katholische Maria anfänglich keine passende Lösung, um den mütterlich-weiblichen Aspekt der Großen Göttin zu ersetzen. Hier mussten die alten Bethen herhalten, die im Laufe des Mittelalters zu den „Drei Heiligen Madln“ modifiziert wurden.

Die göttliche Triade

Wilbeth, Ambeth und Borbeth bilden als Bethen die göttliche Triade als Erd-, Mond- und Sonnenmutter. Sie sind Schicksalsgöttinnen und im christlichen Sinn Nothelferinnen.

Ambeth, die zu Margarethe wurde, ist die Leben gebärende Mutter, sie ist licht und gut. Als Symbol für das Ewige Leben, für den Kreislauf „Geburt-Tod-Wiedergeburt“ ist sie oft mit einer Schlange der Urmutter dargestellt. Wilbeth-Katharina teilt das Schicksal zu und symbolisiert den Lebenslauf. Wil-Beth hat als erste Silbe „Wil“ und entspricht dem englischen „Wheel“, das Rad bedeutet. Wil-Beth heißt demnach „Rad-Bethe“, im Sinne von Schicksals-Bestimmerin oder Lebensrad. Auf ihrem Spinnrad spinnt sie den Lebensfaden.

Borbeth wurde zu Barbara. Sie hat den typischen Leben-Tod Aspekt. Zum einen schneidet sie den Lebensfaden ab. Die Silbe „Bar“ bedeutet einerseits gebären, geborgen (englisch: born), andererseits auch Bahre, Totenbahre. BAR hat auch als Rune genau diese Bedeutung. Borbeth verkörpert die Mutter Erde, die ihren dunklen, bergenden Schoß auftut, um Menschen zu gebären und wieder in sich aufzunehmen. Ihr Symbol ist der Turm oder Bergfried, der zur Bewachung dient und damit Geborgenheit und Sicherheit garantiert. Sie stellt auch den dunklen, schwarzen Aspekt der Göttin dar, der vor allem im Winter seinen Platz hat.

Erd-, Mond- und Sonnenmutter

Die Silbe „Beth“ in Am-, Bor- und Wilbeth ist der Name der Erdgöttin schlechthin, der sich bis heute in dem Bett, in dem wir schlafen, gehalten hat. Denn ursprünglich schliefen die Menschen nicht auf Matratzen, sondern auf der (Mutter-)Erde. So wie auch die Blumen noch im Beet gut aufgehoben sind. Und „beten“ und „bitten“ ist davon abgeleitet und heißt eigentlich „die Göttin anrufen“. Die „Beteltänze“ und „Bettelumzüge“aus dem Mittelalter, die Bettelstege auf den Wanderwegen, der Bittgang sind alle von den Bethen abzuleiten.

Speziell am Ende der Rauhnächte in der Nacht zum und der Tag des 6. Januar treten die drei Bethen auf. Das ist auch die große Zeit der Göttin Percht, weswegen wahrscheinlich die Bethen oft auch „Perchten“ genannt werden. Sie segnen Haus, Hof, Mensch und Vieh, als Zeichen, dass sie da gewesen waren, hinterließen sie drei „x x x“ bzw. ihr K x M x B an Haus- und Stalltüren. Das kommt wahrscheinlich bekannt vor. Denn dieser Tag ist ja eher als Drei-Königstag bekannt. Die Weisen aus dem Morgenland mussten – wie so oft andere Geschichten und Figuren des Christentums – dafür herhalten, den alten Göttinnen-Glauben zu überlagern. Wurden zuvor die Bethen schon in christliche heilige Jungfrauen umgewandelt, so erinnerte dies offenbar immer noch zu sehr an ihren Ursprung an die Göttinnen-Triade. Also wurden die drei Herren auf ihren Kamelen erfunden.

Umdeutung der drei Bethen in heilige drei Könige

Die Geschichte, dass da weder Heilige, noch drei, noch Könige vor rund zweitausend Jahren nach Beth-lehem kamen (wo eigentlich eher die Bethen hingehören, die bei einem neugeborenen Kind wahrscheinlich auch hilfreicher gewesen wären), ist ja nicht mehr besonders neu. Im „Evangelium nach Matthäus“, mit dem das so genannte Neue Testament redaktionell beginnt, ist lediglich die Rede davon, dass „Sterndeuter (Magier) aus dem Osten“ gekommen seien (Mt 2, 1-12), von denen auch keine Namen genannt werden.

Erst im 9. Jahrhundert n.u.Z. wurden sie mit den heute bekannten Namen Kaspar, Melchior und Balthasar ausgestattet. Dass die Anfangsbuchstaben des weit gereisten Trios „K+M+B“ mit denen der, in den Ostalpen seit bald 1000 Jahren allgegenwärtigen Frauen-Trinität Katharina+Margarethe+Barbara ident sind, ist natürlich kein Zufall.
Offenbar geht es um den heute leicht durchschaubaren Versuch, die bis weit ins zweite nachchristliche Jahrtausend tief verehrte, uralte keltische Bethen-Trinität endlich durch katholische Alternativen zu ersetzen. Auch die orientalischen Könige schreiben ihre Segenszeichen mit Kreide auf den Türstock: K + M + B – was im Volk als Kaspar, Melchior und Balthasar verstanden wird. Die Kirche macht daraus zusätzlich noch „Christus + Mansionem + Benedicat“, „Christus schützt dieses Haus“.

Das unfruchtbare Bemühen der Umdeutung der Göttinnen in orientalische Könige wird trotz versuchter Verschleierung letztendlich gerade in den Namens-Spielen und Initialen-Deutereien sichtbar! Genauso wie die schwarze Barbara, die weiße Katharina und die rote Margaretha mit ihren Vorfahrinnen Borbeth, Wilbeth und Ambeth bis in die Symbolfarben übereinstimmen, so war Kaspar der schwarze Schatzmeister, Melchior der weiße König des Lichts und Balthasar der „christianisierte“ rote Belsazar oder Baal(!), der Stierheros der syro-phönikischen Kuhgöttin und Gebieterin des Himmels Anath, mythologische „Schwester“ der fruchtbaren keltischen Ana-beth oder Ambeth!

X als Zeichen des Lebens und der Gebärhaltung ist ihr Symbol

Was ihre Segenszeichen bzw. Anfangsbuchstaben angeht, gibt es einen kleinen, aber be­deu­tenden Unterschied zwischen den Zei­chen der 3 Her­ren aus den Morgenland und jenen der Muttergöttinnen: Zwischen den Segenszeichen der „Heiligen drei Madln“ finden wir nicht das Kreuz als Zei­chen des Todes „+“ son­dern das „x“ als Zei­chen des Lebens – die Ge­bärhaltung, wie wir sie z.B. auch von der russischen Wintergöttin Rozha­nitza ken­nen – das hoffnungsfrohe Öffnen hin zur Erde und zum Himmel.

Andrea Dechant

www.artedea.net

Mythen über 90 Göttinnen

Andrea Dechant

Der dunkelste Tag des Jahres, der 21. Dezember, leitet zugleich auch die Geburt des Lichtes ein. Es ist die „Nacht der Mütter“, der „Modrahit“. Denn in dieser Nacht gebiert die Göttin tief in der finsteren Erde in der stillsten aller Stunden das neue Sonnenkind.

Unsere angelsächsischen AhnInnen feierten „Modraniht“ – die „Nacht der Mütter“, die später im Römischen Reich in „matrum noctem“ umgewandelt wurde. In dieser Nacht gebiert die Göttin tief in der finsteren Erde in der stillsten aller Stunden das neue Sonnenkind. Je nach Auslegung ist diese Mutternacht die Nacht auf den 21. auf den 22. bzw. auf den 25. Dezember.

Es gibt eine Reihe an Beispielen aus vorpatriarchalen Traditionen, die als Zentrum die Verehrung der Göttin als Mutter des Göttlichen Kindes hat. Der Schwerpunkt lag dabei immer auf der Mutter und nicht auf dem Kind.

Diese stille, dunkle Zeit im Jahr eignet sich ja ganz hervorragend für gute Lektüre. Und weil es bei Weihnachten ja um eine ganz besondere Geburt geht, empfiehlt sich natürlich das neue artedea-E-Book über die Göttinnen der Geburt. Es erzählt spannende und faszinierende Geschichten und Mythen rund um die Geburt. Die Weisheit der Geburtsgöttinnen und der Erfahrungsschatz alter Kulturen ist eine reiche Quelle, um sich mit der weiblichen Schöpfungskraft zu verbinden.

Diese Sammlung ist einzigartig. Soviel geballtes mythologisches Wissen rund um Schwangerschaft und Geburt gab es noch nie. Es ermutigt Frauen, sich in die lange Reihe ihrer Ahninnen einzuklinken, die über die Jahrtausende hinweg Schwangerschaft und Geburt erlebt haben. Frauen werden durch die Mythen rund um die Göttinnen bestärkt, wieder mehr auf ihre eigene Kraft zu vertrauen, mit der sie befähigt wurden, Leben zu geben.

Die Mythen von 90 Göttinnen erzählen erstaunlichen Geschichten davon, wie Menschen sich vorgestellt haben

  • wie Leben entsteht
  • was Fruchtbarkeit und die Erfüllung eines Kinderwunsches unterstützt
  • die Schwangerschaft und die Geburt erleichtert werden
  • was den Milchfluss fördert und das Neugeborene beschützt

​Eine interessante Lektüre in der Schwangerschaft, vor der Geburt und bei Kinderwunsch. Dieses Buch ist natürlich auch für alle, die Geburten unterstützen, ein erhellendes Nachschlagewerk, das mit Sicherheit auch Hebammen, GynäkologInnen, Doulas, Stillberaterinnen bereichert.

Andrea Dechant hat mir ihren Göttinnen-Bildern das Buch FlowBirthing illustriert. Ihr umfangreiches mythologisches Wissen zu Göttinnen, Urmüttern und matriarchalen Lebensweisen ist in ihr neues E-Book eingeflossen

Mehr Infos hier: http://artedea-shop.net/Wie-Goettinnen-die-Kinder-bringena

Das Labyrinth als Ursymbol

FlowBirthing_Logo

Vom Labyrinth geht noch heute eine große Faszination aus. Es hat etwas Mystisches, ja Magisches. Es gehört zu den Ursymbolen der Menschheit. Sich auf das Symbol einzulassen, hilft sich freizuschwimmen von allem was zerrt und einengt und mit Herz und Verstand einzutauchen in den Flow des Lebens.

Wer schon einmal bewusst ein Labyrinth abgeschritten ist, weiß, dass der Weg das Ziel ist. Dabei stellt sich heraus, was sich auch bei einer bewusst erlebten Geburt erfahren lässt: alles ist im Fluss, alles bewegt sich in seinem eigenen Rhythmus, die Schritte folgen dem Ein- und Ausatem. Vertrauen entsteht in den Weg und die Erkenntnis wächst, dass alles mit allem verbunden im großen Kreislauf des Lebens verbunden ist.

Die Faszination des Labyrinths liegt auch daran, dass es aus einer Zeit stammt, in der die Gemeinschaften in Frieden zusammen lebten und ihre Verbundenheit mit allem Seienden durch Tänze, Gesänge ausdrückten. Es ist ein urweibliches Symbol und nicht mit dem Irrgarten zu verwechseln.

Das Volk der Hopi fassen unter dem Wort des Labyrinths die Begriffe Ursprung, Quelle und Schöpfungsgeschichte zusammen. Es ist das Ursymbole für Geburt und Mütterlichkeit.

In diesem Zusammenhang ist auch der Satz aus dem FlowBirthing Buch zu verstehen, der da lautet: „Das Eintauchen in uraltes Weisheitswissen von Frauen führt heraus aus dem künstlichen Irrgarten im technisierten Raum, in dem Frauen ihre Kraft nach und nach verloren haben, und ein wahrhaft mystisches Labyrinth des Lebens zeigt sich, das in sich ein wertvolles Geheimnis bewahrt. Dieses Mysterium des Lebens als Frau selbst-bewusst zu erkunden, setzt die Energien der weiblichen Urkraft frei und strämt ihre heilsame Kraft für dich, dein Kind und die Welt aus.“

Das Labyrinth ist ein zutieftst lebensbejahendes Zeichen. Es hat auch heute noch die Kraft, der Gewaltspirale der Jetztzeit etwas entgegenzusetzen. Wir (Frauen) müssen uns nur daran erinnern…

Göttinnen-Konferenz 2016

Egeria Göttinnen Konferenz Gemälde
Thema: Die Göttinnen der Erde
26. Mai bis 28. Mai 2016 im Schloss Laudon, 1140 Wien

In vielen Kulturen wird die Erde als göttliche und beseelte „Große Erdenmutter“ angesehen.

Ein außergewöhnlicher Event, wenn du das weibliche Prinzip entdecken und den Geschmack von Frauenkraft erleben möchtest. Je mehr das Programm an Fülle und Vielfalt gewinnt, desto mehr steigt die Vorfreude!

Vielfach gelten Erdgöttinnen als Ur-Gebärende, als lebenerzeugende, lebenstragende und nährende „Große Mutter“, aber auch als Göttin, die nach dem Tod alles Leben wieder in ihrem schützenden Schoß, der Erde, aufnimmt, transformiert, um es erneut aus sich hervorzubringen. Seit alten Zeiten interpretieren Menschen vor allem das Land, auf dem sie leben, als mütterlich.
Bekannt ist Gaia als die „Große Erdmuttergöttin“. Das Eintauchen in die Prinzipien von Gaia und ihre vielen Schwestern auf allen Kontinenten bringt Lebenslust und Strategien für eine Welt in Balance. Wir konnten viele interessante Workshopleiterinnen bzw. Referentinnen gewinnen, die wir hier alle gar nicht hier aufzählen können. Stellvertretend für alle aktiv Mitwirkenden bei der Göttinnen-Konferenz 2016 möchten wir hier folgende Frauen vorstellen:
  • Chameli Ardagh – die Gründerin des Awakening Women Institute
  • Li Shalima – sie erforscht seit über 15 Jahren das Ur-Labyrinth und wird mit uns eine große Labyrinth-Zeremonie im Schlosspark machen
  • Mayonah A. Bliss – sie beschäftigt sich seit über 16 Jahren mit der Heilung der Weiblichkeit, insbesondere des weiblichen Schoßraumes und hat 2011 den Frauenkongress „Erwachen einer neuen Weiblichkeit“ ins Leben gerufen
  • Kristina Marita Rumpel – Mitinitiatorin von FlowBirthing und Hebamme für ein neue Geburtskultur im Vertrauen auf die weibliche Urkraft

Besonders hinweisen möchten wir euch auf die Linkliste „Frauen für Frauenkraft“. Wenn du als Teilnehmende bei der Göttinnen-Konferenz ein frauenspezifisches Angebot hast, kannst du dich hier gerne kostenlos eintragen lassen. Wer an der Göttinnen-Konferenz 2016 teilnehmen möchte: Bis zum 31. Dezember gibt es noch den Frühbuchungs-Preis 2 (Ersparnis im Vergleich zum Normalpreis: € 80,-). Anmeldung über die Homepage www.goettinnenkonferenz.at

Wir freuen uns auf euch.

 
Das Willendorferinnen-Team
Verein Willendorferin – Initiative zur Stärkung von Frauen

Die Komplizin Gebärmutter

Dr. Mag. phil. Gabriele Pröll Portrait
Vor ca. 25 Jahren las ich in der Wiener Stadtzeitung „Falter“ ein Inserat, das zu einer „Reise in die Gebärmutter“ einlud. Neugierig geworden, machte ich mit und hatte ein höchst erstaunliches Erlebnis, bei dem meine Gebärmutter sich durch den Kontakt mit meinem Bewusstsein in heftiger, fast stürmischer Weise von ganz alter, schwarzer Energie befreite, dann ganz still wurde und anschließend zu mir sagte: „WENN DU DICH MIT MIR VERBINDEST, KANNST DU ALLES ERREICHEN.“

Dieser Satz entwickelte sich zu einem roten Faden für mein Leben und brachte schließlich meine ganze berufliche Laufbahn in eine andere Richtung. Ich intensivierte den Kontakt und habe seither eine sehr enge Verbindung zu meiner Gebärmutter. Als ich einmal auf einem Hebammen-Kongress einen Vortrag halten sollte, der mir Angst machte, gab sie mir den Befehl: „Geh rauf auf die Bühne, lächle mir zu, und ich mach die Arbeit, vertraue mir!“ Ich wurde ganz seltsam ruhig, und tatsächlich sprudelte es aus mir heraus wie aus einer Quelle. Es war einer meiner besten Vorträge.

Wenn Frauen sich mit ihrer Gebärmutter verbünden, kommen sie in Kontakt mit ihrer weiblichen Urkraft und Eigenmacht. Sie entwickeln in der Selbstheilungsarbeit oft ganz innige, zuweilen auch eigenwillige Beziehungen zu ihrem weiblichsten aller Organe, wie zum Beispiel eine Klientin, die ihre Regel nicht bekam. Sie fragte ihre Gebärmutter, was sie tun kann, und diese verlangte von ihr, dass sie ihr an einem bestimmten Platz in der Natur ein Gedicht schreiben sollte. Als sie mit dem fertigen Gedicht in der Wiese lag, begann sie zu bluten. Oder wie Claudia, die seit ihrer Schwangerschaft voller Dankbarkeit und Respekt ist: „Meine Gebärmutter ist für mich ein Wunderding, vor dem ich immensen Respekt habe, vor allem nachdem ich eine Schwangerschaft erlebt habe. Ich bin in ihr zuhause (streicht zart über den Unterbauch), das ist ein guter Platz.“

Selbstheilungsberatung kann ein guter Weg sein, eine heilsame Beziehung zum eigenen weiblichen Zentrum aufzubauen, um Schwangerschaft und Geburt in dieser Verbindung positiv zu gestalten. Liebe Frauen, macht Eure Gebärmutter zu Eurer Verbündeten, begegnet ihr mit Aufmerksamkeit, Respekt und Dankbarkeit, und ihr werdet staunen, was alles möglich wird!

Dr. Mag. phil. Gabriele Pröll
Beratung zur Selbstheilung
Berufs- & Wunschcoaching
Goaching® – Beratung im Gehen

Ahnenkult an Halloween

Andrea Dechant

Ein zentraler Punkt von Halloween- bzw. Samhain-Feiern ist der Kontakt zu Wesen aus „anderen Welten“ und das Ehren der AhnInnen. Der Ahnenkult ja hat überall auf der Erde einen hohen Stellenwert, wie wohl er unterschiedlich ausgeprägt ist und zeremoniell begangen wird. Diese Verbindung zu den AhnInnen war in vielen alten Kulturen eine der größten Kraftquellen.

Er ist so etwas wie ein Durchgang oder die Schnittstelle zur „Anderswelt“, er kann die Verbindung zu helfenden und beratenden Wesen schaffen. Oft sind Dinge, Themen, Probleme für uns allein zu groß. Wir sind zu sehr verstrickt, emotional zu nahe am Thema. In vielen Kulturen und spirituellen Richtungen wird Wesen, Kräften, AhnInnen, Verbündeten aus anderen Welten die Fähigkeit zugesprochen, dass sie einen größeren Überblick, andere Sichtweisen, mehr Lebenserfahrung haben und uns daher dabei unterstützen können, unser Leben zu meistern.

Menschen haben zahlreiche Möglichkeiten gefunden, mit ihren AhnInnen in Kontakt zu treten. Eine davon ist ein Ahninnentopf, bearbeitet durch die „Wilde Welt“. Alles, was in diesen Topf hineingelegt wird, wird diesen Wesen anvertraut, um von ihnen transformiert, durchgewirbelt, geprüft, magisch bearbeitet zu werden. Der Bezug zur „Wirklichkeit“, so wie wir sie oft auch sehr eingeschränkt wahrnehmen, löst sich auf, verliert sich, wird neu zusammengefügt. Die Dinge, Themen, Probleme, die den Ahninnen anvertraut werden, alles, was im Topf ruht, brodelt, weich gegart wird, befindet sich in der „Wilden Welt“, für die die Gesetze unseres normalen Alltags nicht gelten.

Der Ahninnentopf ist auch so etwas wie ein mütterlicher Bauch, den alle blutsverwandten und spirituellen Ahninnen bereithalten, ein Ausdruck dessen, dass eine Frau in der diesseitigen Welt nicht allein ist und auf die Unterstützung der Ahninnen zurück in der Zeit zählen kann.

Wie du so einen Ahninnentopf gestalten kannst und noch weitere Anregungen, um Halloween/Samhain alleine, im Kreis von FreundInnen oder der Familie Halloween magisch feiern kannst, finden sich im artedea-E-Book „Samhain: Halloween – Das Fest des Rückzugs und der Stille“.

Andrea Dechant

Frauendreißigst

Andrea Dechant

Zwischen Mitte August und Mitte September ist traditionell eine besondere Zeit der starken Frauenkraft – der sogenannte „Frauendreißigst„. Jetzt – mitten in der Erntezeit – wurde seit jeher die große Erdgöttin gefeiert, die sich jetzt so üppig verschenkt. Der Ursprung des „Frauendreißigst“ liegt vor allem auch in der konkreten Erfahrung, nach der diese Spanne als besonders günstige Zeit für das Sammeln von Kräutern gilt. Diese wurden in dieser Zeit auch verarbeitet – zu Tees, Tinkturen, Likören, Salben, Kräuteressig etc. Sie galten als besonderes Geschenk der „Großen Göttin“ und waren früher die „Hausapotheke“, mit der die Menschen den Winter überstehen konnten.

Jetzt – kurz bevor sie sich verblüht wieder in die Erde zurückziehen – haben die Kräuter das ganze Licht der Sommersonne gespeichert und damit wird ihnen die größte Heilkraft zugeschrieben. Diese besondere Zeit der Frauenspiritualität basiert auf den Mythen rund um die Vegetationsgöttinnen. Nach den alten Geschichten treten diese im späten Sommer gemeinsam mit ihren Pflanzen die Reise in die „Anderswelt“ an und hinterlassen ihre heilenden Kräfte den Menschen in den Kräutern, deren Stängel, Blätter und Wurzeln vor allem um diese Zeit gesammelt werden.

Die damit verbundenen Bräuche waren so tief verwurzelt, dass sie in christliche Riten übernommen wurden. Und da es sich ja um altes Frauenwissen handelt, musste dazu vor allem die christliche Muttergöttin Maria herhalten, die nach katholischer Auffassung in dieser Zeit besonders wirksam ihre Gnade spüren lassen soll. Anfang und Ende der „Frauendreißigst“ ist traditionell der Große und der Kleine Frauentag (15. August und 8. September) – im katholischen Kalender: Mariä Himmelfahrt und Mariä Geburt.
Die Kräuter und Blumen, die Frauen in dieser Zeit sammeln, ergeben farbenprächtige und würzig duftende Sträuße. Auf besondere Art gebunden – mit Wünschen und Zauber versehen und geweiht, werden sie zu „magischen Kräuterbüschel“ – daher auch die Bezeichnung „Frauenbüscheltag“ für den 15. August.

Die damit zusammenhängende Kräuterweihe, die viele nur im katholischen Sinne kennen, ist natürlich viel älter als der Marienglaube und wurde sogar im Jahr 745 von der Kirche als „heidnisch“ angesehen und daher verboten.

Da die Riten, die mit den alten Göttinnen in Verbindung stehen, nie ganz ausgelöscht werden konnten, haben die Kirchenväter schließlich beschlossen, die Kräuter zu Ehren der Maria zu weihen.
Zu den Kräuterbüschel gibt es jede Menge Überlieferung, das betrifft sowohl die einzelnen Pflanzen, die auf keinem Fall in einem solchen Strauß fehlen dürfen, als auch die Wirkung von magischen Zahlen wie auch sonstige (versteckte) Beigaben.
So findet sich in so manchen Büscheln auch Kröten – die sogenannten „Dreißgen- Höppinnen“. Das hat auch seinen guten Grund: Kröten haben eine starke weibliche Symbolkraft. Sie stehen in vielen Kulturen für die Gebärmutter, die Vulva, bzw. allgemein für die weiblichen Geschlechtsorgane, für einen Fötus oder auch für die Gebärhaltung. In Märchen (z.B. Dornröschen) kündigen sie als Fruchtbarkeitselement häufig von einer bevorstehenden Schwangerschaft.
Viel mehr zu den magischen Zahlen, der Wirkungsweise dieser Büschel und wofür sie verwendet wurden, von den sogenannten „Fraueneiern“, die in dieser Zeit auch eine große Rolle spielen und von alten Göttinnen- und Frauentraditionen sind im artedea-E-Book „Frauendreißigst“ nachzulesen.
Und das beste daran: Das kann jetzt kostenlos heruntergeladen werden: HIER
Andrea Dechant

Blauer Mond

Andrea Dechant

Das kommt nur alle paar Jahre vor: Innerhalb eines Kalendermonats 2 Vollmonde. „Once in a blue moon“ – diese Redensart bezeichnet im englischen Sprachraum ein spo­ra­disch auftretendes, sehr seltenes Ereignis. So wie eben ein 2. Vollmond innerhalb eines Monats. Am 31. Juli 2015 haben wir so einen. Der letzte war 2012, der nächste kommt 2018. Und dieser „Blaue Mond“ ist Ausdruck starker Frauenkraft.

Warum das so ist, dazu ein kleines Rechenexempel:
Matriarchale Kulturen kannten einen großen Zyklus, der 13 Vollmonde umfasst. Patriarchale Einflüsse konnten diese sehr weibliche Einteilung, die sich nicht nur an den Mondphasen sondern auch am Menstruationszyklus der Frauen orientierte, nicht mehr als Zeiteinteilung gelten lassen.

Und so wurde aus dem lunaren der solare Kalender, der die willkürliche Einteilung in 12 Monate vorsieht. Die einzelnen Monate mit ungleich vielen Tagen – 28, 29, 30, 31. Allerdings gäbe es eine viel einfachere Unterteilung dieser 365 Tage. Teilen wir diese durch 28, so kommen wir im Jahr auf 13 Monate, was viel eher einem natürlichen Rhyth­mus, zumindest jenen der Frauen entspräche. Der Julianische Kalender nach Julius Cäsar legte diese zwölf Abschnitte fest, bei denen der Mond keine Rolle mehr spielt – lediglich die Ähnlichkeit der Worte „Mond“ und „Monat“ erin­nern an seine frühere (matriarchale) Bedeutung für den Kalender.

Besonders in agrarischen Kulturen sind die Mondphasen für die Zeiten der Saat, Ernte und für andere Feldarbeiten sehr wichtig. Daher werden in agrarischen Kalendern die „Monate“ immer nach Monden bezeichnet, wie Lenzmond, Wonnemond, Erntemond, Frostmond u.s.f. Allerdings reibt sich der natürliche Zyklus der Vollmonde immer wieder mit der willkürlich-patriarchalen Jahreseinteilung in 12 Monate. Damit kommen auch die Mondbezeichnungen durcheinander. So kämpfte auch der „Maine Farmers‘ Almanac“ – ein bäuerlicher Kalender, der im Nordosten der USA her­aus­kam – mit der Diskrepanz von Monden und Monaten: Mitunter rutsche der „Erntemond“ schon vor die Erntezeit oder der „Mond nach Weihnachten“ , leuchtet schon vor dem 24. Dezember. Denn das Problem mit den 12 patriarchalen Monaten war nun, dass es eben immer wieder 13 Vollmonde innerhalb von 365 Tagen gibt. So entschlossen man sich bei „Maine Farmers‘ Almanac“, nötigenfalls einen weiteren Mondnamen einzusetzen – dieser wurde dann „Blue Moon“ bezeichnet.

Da der Menstruationsrhythmus der Frauen dem des Mondrhyth­mus gleicht, ist der „Blaue Mond“ deutliches Zeichen der ur­sprüng­li­chen weiblichen Kräfte, die sich durch nichts und schon gar nicht durch eine pat­riarchale Kalen­der­einteilung korrumpieren lassen. Vom Blauen Mond wird daher gesagt, dass er besonders „zauberkräftig“ sei und vor allem Frauen bei „magischen An­liegen“ und in ihrer Urkraft unter­stützt.
Sehr deutlich ist dieser Übergang von der lunar bestimmten Welt auf jene der solar-patriarchalen im Märchen Dornröschen beschrieben: Zur Taufe der Prinzessin konnten nur 12 der 13 Weisen Frauen eingeladen werden, weil der König nur 12 golde­ne Teller zur Verfügung stellen konnte oder wollte.

Die 13. Weise Frau (das Wort „Fee“ kommt im übrigen im Text des Märchens nirgends vor) hätte aus einem silbernen Teller essen müssen. Und das wollte der König ihr (und vor allem wahrschein­lich sich selbst) nicht antun. Die goldenen Teller sind Hinweis auf die 12 Sonnenmo­na­te, der 13. silberne Teller steht für die Mondmacht. Und diese wollte der patriarchale König in seinem Reich nicht haben.

Die 13. Weise Frau wurde also nicht eingeladen, der weitere Verlauf der Geschichte ist bekannt.
Es ist anzunehmen, dass diese dem Mädchen nicht den physischen Tod wünschte, son­dern den Übergang vom Kind in das Frau-Sein, wenn der dafür richtige Zeitpunkt ge­kommen ist. Das Kind „stirbt“ und wird als Frau wieder­geboren – dann, wann ihr erstes „Mondblut“ fließt. Die Mond-Kraft kann auch kein König dieser Welt aufhalten. Das heranwachsende Mädchen interessiert sich für das Spinnen, das immer ein Sym­bol für die zyklischen Bewegungen und Kräfte ist, für das Rad des Lebens, das Rad des Jahres, für den Menstruations­zyklus mit seinem Werden und Sterben: Der Stich an der Spindel ist eine Allegorie dafür, dass das Mädchen zu bluten beginnt, die junge Frau bekommt nun ihre „Mondzeit“.

Andrea Dechant

Mehr Hintergrund-Infos über den Blauen Mond bzw. Anregungen für ein magisches Blaues-Mond-Fest im Frauenkreis gibt es im artedea-E-Book „Die Magie des Blauen Mondes