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Schlagwort: Hebamme

„Was ist Gott?“ fragt die Süddeutsche Zeitung

Was ist Gott? So die Frage der Süddeutschen Zeitung, die Anfang des Jahres von verschiedenen Menschen beantwortet wird. Darunter auch einige sehr gebildete Menschen. Doch es ist die Antwort einer Hebamme, die im Herzen berührt und die Schöpfungskraft auf den Punkt bringt:

Was ist Gott? Auf diese Frage antwortet Friederike Engelen, Hebamme und Mutter aus Bayreuth:

„Gott ist für mich, wenn eine Frau aus der tiefsten Niedergeschlagenheit heraus, am absoluten Ende ihrer Kräfte den letzten und einzigen Willen in sich in reine Energie umwandelt und aus dieser Kraft heraus ihr Kind mit den letzten Wehen in unsere Welt gebärt: Leben ist geboren!

Leben, in dem alles möglich erscheint, in dem die Macht schlummert, die Welt zu verändern. Mit dem Moment, in welchem die Mutter ihr gerade geborenes Kind aufnimmt, ist all ihr Leid der Geburt in den Hintergrund gerückt, alle Zweifel vergessen: Dieses Kind ist bedingungslos ihr Kind – mit aller Liebe, mit aller Zuversicht und voller Opferkraft!

Diesem Augenblick als Hebamme beiwohnen zu dürfen, erfüllt mich jedes mal aufs Neue mit Ehrfurcht, Dankbarkeit und dem tiefen Wissen von Gottes Anwesenheit.“

Wer Geburt aus eigener Kraft erfahren darf, wer Geburt als überwältigendes aber bewältigbares Ereignis getragen von der Liebe zum Leben, zum eigenen Körper und zum eigenen Kind erleben durfte, der wird auch als Mutter neu geboren verwurzelt im Leben und in der Freude am Dasein.

Wie anders wäre unsere Welt, wenn die weibliche Schöpfungskraft bei Geburten wieder frei, d.h. natürlich und ohne unnötige Manipulation von außen fließen könnte. Für dieses Ziel leistet FlowBirthing einen Beitrag, in dem es in Buch und CD und auf dem Portal, das Wunder und die Kraft der Geburt beleuchtet.

Hebammen sind unersetzlich

Aktuell tagen rund 200 Hebammen in Berlin und entscheiden über thematische und politische Weichenstellungen für 2017 und diskutieren über die Zukunft des Berufs. Die zunehmende Schließung von Kreißsälen an vielen Orten in Deutschland ist dabei eine der drängenden Herausforderungen. Denn der Bedarf an Hebammenhilfe bei Familien steigt. Ein Film des DHV zeigt eindrücklich wie wertvoll die Hebammenarbeit ist für Familien:

Nicht jede Frau findet mehr eine Hebamme

Hebammen sind unersetzbar. Jede Frau und Familie muss wohnortnah Hebammenhilfe bekommen können„, so Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e.V. Doch dies ist aktuell nicht mehr gegeben. Bereits seit Jahren geht die Anzahl der Kreißsäle massiv zurück: Gab es 1991 noch 1.186 Krankenhäuser mit Geburtshilfe, waren es 2014 nur noch 725. Der Hebammenverband hat seitdem weitere 44 Schließungen oder drohende Schließungen unter www.unsere-hebammen.de dokumentiert. Auch für die Wochenbettbetreuung und die Schwangerenvorsorge fehlen Hebammen an vielen Orten. „Das geht auf Kosten der Gesundheit von Müttern und ihren Kindern“, so Martina Klenk.

Politische Maßnahmen sind notwendig, um die Not der Hebammen zu wenden

Der Hebammenverband hält politische Maßnahmen für dringend nötig. Auch klein Kliniken brauchen für ihre Geburtshilfestation einen Sicherstellungszuschlag. In den Kliniken müssen Personalbemessung und Abrechnungspauschalen auf den Prüfstand. Eine 1-zu-1-Betreuung durch eine Hebamme für eine Frau und Familie sollte auch in Kliniken Standard sein.

Zudem sollte für freiberufliche Hebammen die Haftpflichtproblematik nachhaltig gelöst werden, um wieder mehr Hebammen in der Geburtshilfe zu halten. Mittlerweile sind nur noch 1.900 freiberufliche Beleghebammen an Kliniken tätig, die derzeit rund 20 Prozent der Geburten an den Kliniken in Deutschland begleiten.

Überbelastung der verbleibenden Hebammen

Die Gründe für die Schließungen von Kreißsälen sind vielfältig. Zum einen haben Kreißsäle mit wenigen Geburtenzahlen beispielsweise im ländlichen Raum Probleme bei der Finanzierung. Zum anderen fehlen mittlerweile an vielen Orten Hebammen. Arbeitsverdichtung und Arbeitsbelastung sind an der Tagesordnung. Immer weniger Hebammen sind bereit, angestellt und Vollzeit an einer Klinik zu arbeiten.

Unsicherheiten rund um Schwangerschaft und Geburt erhöhen Nachfrage nach Hebammen

Gleichzeitig steigt jedoch der Bedarf an Hebammenhilfe bei Frauen bzw. Eltern. Weniger Unterstützung in Familienstrukturen und mehr Unsicherheiten rund um Schwangerschaft und Geburt bedingen eine steigende Nachfrage nach Beratung und Unterstützung durch Hebammen. Eindrucksvoll zeigen Eltern im neuen Kurzfilm des DHV, wie wertvoll die Unterstützung durch Hebammen in der wichtigen Phase der Familiengründung für sie ist.

Der Kurzfilm ist hier zu sehen.

Alkoholspektrum-Störungen FASD

Noch immer werden in Deutschland Kinder mit dem so genannten fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) geboren, weil die werdenden Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Anders als Rauchen wird ein kleines Schlückchen als nicht so schlimm angesehen. Aufklärung soll jetzt helfen:

Alkoholfrei in der Schwangerschaft

Anlässlich des „Tages des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September 2016 rufen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) werdende Mütter auf, in Schwangerschaft und Stillzeit keinen Alkohol zu trinken. Nach wie vor werden in Deutschland Babys mit so genannten fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) geboren, weil die werdenden Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben.

Alkohol in Schwangerschaft in höheren Bildungsschichten ein Problem

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, ergänzt: „Studien zeigen, dass werdende Mütter mit einem höheren Bildungs- und Sozialstatus eher dazu neigen, gelegentlich Alkohol zu trinken und dass Alkoholkonsum in allen Stadien der Schwangerschaft noch immer verharmlost wird. Die BZgA richtet sich mit ihren Informations- und Beratungsangeboten an Schwangere und ihre Partner. Mit der aktuellen Unterstützung der Verbände der Schwangerenvorsorge befinden sich unsere Medien nun auch in jeder „Wundertüte“ und „HappyMom-Tasche“, die in gynäkologischen Praxen ausgegeben werden.“

Alkoholkonsum sensibel ansprechen

Mit einer Beratungsbroschüre stärkt die BZgA jetzt auch Hebammen, damit die die Beratung zur alkoholfreien Schwangerschaft in das eigene berufliche Handeln integriert werden kann.
Die Broschüre „Bewusst verzichten: Alkoholfrei in der Schwangerschaft“ kann online bestellt werden.

 

Stehend gebären

Zwei von drei Kindern auf der Welt werden mit Hilfe der Schwerkraft in einer vertikalen Position, also stehend, hockend, sitzend geboren. Eine solche Geburtsposition entspricht den anatomischen Gegebenheiten. „Außer dem Kopfstand gibt es keine unsinnigere und unnatürlichere Geburtshaltung, als flach auf dem Rücken zu liegen“, so der Ethnologe Wulf Schiefenhövel.

Die natürliche Gebärposition

Die Feldforschung der Humanethnologie der Max-Planck-Gesellschaft in West-Neuguinea liefert Hinweise für die natürliche Geburt. Bei den Eipo, einem Naturvolk auf Steinzeitlicher Kulturstufe, gebären die Frauen im Stehen oder Hocken, ihr Kind gleitet, ohne dass es von irgend jemand berührt wird, auf den mit Farnblätter bedeckten Boden. Es wird gereinigt und mit einem Bambusmesser abgenabelt, allerdings erst, nachdem auch die Plazenta geboren ist.

Die Vorteile einer aufrechten Geburtsposition:

  1. Die Schwerkraft unterstützt die Wehen und kann die Geburt um bis zu drei Stunden verkürzen.
  2. Die Gebärende kann in Bewegung besser entspannen und kann aktiv mit den Wehen umgehen und hat daher weniger Schmerzen.
  3. Im Stehen drückt das Kind nicht auf die Aorta und so ist die Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind besser.
  4. In einer aufrechten Position ist der Geburtskanal deutlich gestreckt und für das Kind daher leichter zu passieren.
  5. Im Liegen kann das Becken sich nicht weiten, da die Gebärende darauf liegt. Ohne Beckenaufdehnung wird es schmerzhafter.

Über 300 Jahre lang liegend unter Schmerzen gebären – warum?

Liegend gebären kam vom französischen Hof über ganz Europa. Der „Sonnenkönig“ liebte es seinen Frauen beim Gebären zuzusehen und das gelang ihm, wenn sie lagen, besser. Er ersetzt den üblichen Gebärstuhl durch ein Bett.
Etwa zur gleichen Zeit verdrängten die Ärzte die Hebammen als Geburtshelfer und sie festigten ihre Macht, in dem sie die Frauen aufs Kreuz legten. Und je mehr in den Kreißsälen untersucht, überwacht, operiert, geschnitten und behandelt wurde, um so unabdingbarer schien es, daß die Frau in für den Arzt bequemer Höhe flach auf dem Rücken lag.

Wer mehr darüber erfahren möchte, dem sei ein Artikel aus der Zeit „Mit der Schwerkraft ins Leben“ aus den 80er Jahren empfohlen. Er ist noch immer aktuell.

 

Warum gibt es weniger natürliche Geburten?

FlowBirthing informiert über natürliche Geburten aus eigener Kraft. Es gilt: ohne Anbindung an die weibliche Kraft, die bei der Geburt den Körper durchströmt, ist Geburt auf natürlichem Weg nicht möglich. Doch die Zahl der natürlichen Geburten ist rückläufig. Liegt das an den Gebärenden oder welche Gründe stecken hinter der Entwicklung?
Über die Geburt gibt es viele moderne Mythen. Diese verschleiern oftmals die Gründe, warum immer mehr Kinder nicht mehr auf natürlichem Weg geboren werden. Nur noch 7 Prozent aller Kinder werden natürlich, d.h. ohne medizinische Manipulation von außen geboren. Die Kaiserschnittrate steigt rasant.

Fünf Gründe, warum es immer weniger natürliche Geburten gibt:

1. Geburtshilfe wurde zur Geburtsmedizin

Geburten sind heute durch den Einsatz hochtechnisierter Instrumente gekennzeichnet. Was im Bedarfsfall ein Segen für die Gebärende ist, erweist sich für die gesunde Gebärende als Belastung. Sie erschweren die notwendige Freiheit und entbinden Frauen von Ihrer Kraft bis hin zum Verlust der Selbstverantwortung für den Geburtsprozess.

2. Hebammenmangel im Kreißsaal

Es schwindet nicht nur die Zahl der freien Hebammen aufgrund der Versicherungsproblematik, sondern es fehlen auch im Kreißsaal immer mehr Hebammen. Dies arbeiten an der Belastungsgrenze und müssen häufig mehrere Gebärende gleichzeitig betreuen. Für sichere Geburten notwendige 1:1 Betreuung durch eine vertraute Hebamme kann momentan nur geträumt werden.

3. Ohne Hebamme in der Schwangerschaft

Kaum eine Schwangere ist darüber aufgeklärt, dass sie die Vorsorge auch bei einer Hebamme machen kann. Idealer Weise arbeiten Hebamme und Frauenarzt Hand in Hand. Die ärztliche Vorsorge allein ist meist nicht ausreichend, da die Schwangere mit ihren Fragen, Ängsten, Problemen nicht genügend Raum erhält. Der Kontakt zu einer Hebamme, Doula, GeburtsCoach bereits in der Schwangerschaft für den späteren Geburtsverlauf meist mit entscheidend.

4. Geburt als Hochrisiko-Geschäft

Mit Angst lässt sich Geld verdienen. Statt die Schwangerschaft zu nutzen, um Schwangere zu stärken in ihrem Körpergefühl und ihr Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit wachsen zu lassen, werden Ängste durch fragwürdige Untersuchungen geschürt. Die Angst, die es für eine sichere Geburt zu überwinden gilt durch eine positive innere Ausrichtung, wird den Frauen meist nicht in angemessener Weise genommen.

5. Unwissenheit über komplexe Zusammenhänge

Wenn nur noch 7 Prozent der Geburten ganz natürlich ablaufen, dann schwindet das Wissen um die komplexen Zusammenhänge über eine Geburt immer mehr. Die physiologische Geburt ist für viele Ärzte ein mit Angst besetzter Prozess, den sie gerne kontrollieren würden durch vermeintlich sichere Eingriffe, die die Geburt nicht selten stören.

Wer trägt die Schuld?

Diese Frage führt zu nichts. Weiter bringt uns die Frage, warum wir an einem System festhalten, dass für Frauen und Kinder immer öfter negative Auswirkungen hat und unter dem auch immer mehr Hebammen und Ärzte leiden, da sie das System unter Druck setzt.

Eines halten wir fest: die Gebärenden tragen an den Entwicklungen keine Schuld, auch wenn dies immer wieder unterstellt wird. Dazu ist ein aktueller TAZ-Artikel „AUS EIGENER KRAFT GEBÄREN – Mama ist nicht schuld“ erschienen, den wir auf der FlowBirthing Facebook-Seite geteilt haben.

Wie es ist, heutzutage schwanger zu sein

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Was bedeutet es für viele Frauen, heutzutage schwanger zu sein? Mara Kowalewsky, Netzwerkpartnerin von FlowBirthing, unterrichten seit fast 20 Jahren Schwangerschafts- und Rückbildungsyoga in Berlin und hat Vergleichsmöglichkeiten. Im Interview mit der Berliner Zeitung spricht sie über ihren Eindruck, dass der Druck auf Mütter und die Unfreiheit steigt.

Druck in der Schwangerschaft

Die schwangeren Frauen sind heute älter als früher, im Schnitt Anfang bis Mitte 30 beim ersten Kind. Die meisten sind berufstätig und zeitlich stark eingebunden. Manche haben Probleme, zum Kursbeginn um 18 Uhr pünktlich zu kommen, weil sie lange arbeiten und keine Abstriche machen wollen.

Projekt Baby und Optimierungsfalle

Schwangerschaft wird immer öfter wie ein Projekt behandelt, das man durchzieht und an dessen Ende dann das niedliche Babybild auf Facebook gepostet wird. Glückliche Mutter inklusive. Der Anspruch an Frauen, alles gleichzeitig und zu 150% bewältigen zu können, wächst und das ist nicht zu schaffen.

Es gibt einen Optimierungswahn. Alles muss perfekt laufen. Aber Geburten kann man nicht planen. Wenn die Geburt wie eine Aufgabe gesehen wird, die man erfolgreich abarbeiten kann, und dann läuft nicht alles wie geplant, dann ist die Enttäuschung vorprogrammiert.

Weniger Selbstbestimmung und Freiheit

Die Schwangeren wirken heutzutage weniger selbstbestimmt, fragen weniger nach oder hinterfragen die Empfehlungen der Ärzte. Sie fordern kaum etwas für sich ein. Aufgrund finanziellen Drucks gibt es weniger Hebammen, Geburtshäuser schließen, es gibt weniger Auswahl, aber das scheint die Frauen auch nicht zu stören. Sie vertrauen eher dem Arzt, als dem eigenen Körper.

Es gibt unzählige Kurse und Angebote für Schwangere. Es sollte dabei stets darum gehen, die Wahrnehmung zu schärfen, wie großartig der Frauenkörper ist, was alles passiert, damit ein Kind wachsen kann. Ich will das Selbstbewusstsein der Frauen stärken, ihnen vermitteln, dass wunderbare Kräfte in ihnen stecken.

Das ganze Gespräch gibt es zum Nachlesen auf der FlowBirthing Facebook-Seite.

Equal Pay Day für gerechte Bezahlung

Hebammen begleiten Frauen in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit hat eine hohe gesellschaftliche Wertschätzung. Ein angemessenes Gehalt bekommen Hebammen jedoch nicht. Zum Equal Pay Day thematisiert der Hebammenverband Vergütung und Arbeitsbedingungen von Hebammen.

Frauenberufe sind schlecht bezahlt

Hebammen gehören zu den Care-Berufen. Das sind Frauenberufe, die vergleichsweise schlecht bezahlt werden. Frauen verdienen in Deutschland derzeit durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Der Equal Pay Day weist auf diesen Missstand hin und möchte in diesem Jahr unter dem Motto „Was ist meine Arbeit wert?“ die Wertschätzung und damit auch die Bezahlung sozialer Dienstleistungen erhöhen.

Unverzichtbarer Dienst für die Gesellschaft ist nichts wert

„Hebammen unterstützten Frauen in allen Phasen der Schwangerschaft und begleiten den Beginn des Lebens. Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst für Mutter und Kind. Hebammenarbeit ist verantwortungsvoll und sollte entsprechend bezahlt werden“, sagt Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbands e. V. (DHV) und Beirätin für angestellte Hebammen. Mit Aktionen zum Motto „Was ist meine Arbeit wert?“ macht der Verband auf die Schieflage aufmerksam.

Schwarze Zukunft für Hebammen ohne Wertschätzung

Neben einer geringen Vergütung erschweren derzeit die Arbeitsbedingungen die Tätigkeit von angestellten Hebammen in den Kliniken. Eine aktuelle Umfrage des DHV unter angestellten Hebammen zeigt steigende Arbeitsbelastungen durch eine Zunahme von fachfremden Tätigkeiten und Personalmangel. Seit Jahren steigt die Teilzeitquote bei Hebammen in Kliniken. Viele Kliniken finden mittlerweile keine Hebammen mehr.

Wer sich vertiefen möchte zu den Problemen, mit denen sich die Hebammen in Deutschland derzeit herumschlagen müssen, der findet wertvolle Infos auf der Website des Dt. Hebammenverbandes unter www.deutscherhebammenverband.de

Personalengpässe bei deutschen Hebammen

Hebammen schlagen Alarm. Aufgrund von Personalengpässen warnt der Deutsche Hebammenverband vor Auswirkungen. In Deutschen Kreißsälen sei die Qualität bei Betreuung von Geburten aufgrund der Arbeitsbedingungen gefährdet. Lesen Sie mehr:

Hebammen haben zwei oder mehr Gebärende gleichzeitig zu betreuen

In Deutschlands Kreißsälen betreuen 95 Prozent der Hebammen bereits häufig zwei und oft sogar noch mehr Frauen gleichzeitig während der Geburt. Fast zwei Drittel der Hebammen müssen aufgrund von Personalengpässen regelmäßig Vertretungen übernehmen. Sie können Pausen nicht einhalten und leisten immer mehr Überstunden. Die Situation der Geburtshilfe in Kliniken ist in Deutschland seit Jahren angespannt. Freie Stellen werden nicht mehr besetzt und monatlich schließen Kreißsäle ganz oder teilweise ihre Türen. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat eine repräsentative Umfrage von rund 1.700 Hebammen in Kliniken beauftragt, die eine deutliche Verschlechterung von Arbeitsbedingungen in den vergangenen drei Jahren aufzeigt. Der DHV befürchtet, dass sich die Qualität in der Geburtshilfe in den Kliniken verschlechtert, sollte hier nicht bald Abhilfe beispielsweise durch mehr Personal geschaffen werden.

Qualität der Geburtshilfe leidet an Personalknappheit

„Qualität und Sicherheit in der Geburtshilfe ist nur mit ausreichend Personal möglich. Unsere Umfrage zeigt jedoch: Hebammen arbeiten in den Kreißsälen aktuell unter immer schlechteren Arbeitsbedingungen, vor allem weil Personal fehlt“, stellt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V. fest. „Eine gute Betreuung von Schwangeren ist nur noch durch den hohen persönlichen Einsatz jeder einzelnen Hebamme möglich. Das wird zukünftig nicht mehr tragen. Hebammen arbeiten zunehmend Teilzeit und überlegen, ihren Arbeitsplatz zu wechseln“, ergänzt Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied im DHV und selbst jahrelang als Hebamme in Kliniken tätig.

Forderungen des Dt. Hebammenverbandes

Der Deutsche Hebammenverband fordert, dass künftig mehr Hebammen in den Kreißsälen eingesetzt werden. Finanziert werden könnte dies beispielsweise aus Mitteln des Krankenhausstrukturgesetzes. Hebammen müssen dort außerdem die Tätigkeit ausführen können, für die sie ausgebildet wurden – Geburten sicher begleiten – und nicht zunehmend Nebentätigkeiten. Für ihre verantwortungsvolle Arbeit sollten sie zudem angemessen verdienen.

Weitere Informationen auch zur durchgeführten Befragung von Hebammen zu den Arbeitsbedingungen unter www.hebammenverband.de.

Hilfe für Geburtshelferinnen

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Ein Ende des Hebammenstreits mit der Gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht in Sicht. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Die freien Hebammen sind alleine gelassen gegenüber einer übermächtigen Versicherungsindustrie. Bedroht ist die außerklinische Geburtshilfe, das Recht von Frauen auf die freie Wahl des Geburtsortes.

Natürliche Geburten als elementare Lebenserfahrung sterben aus

Die natürliche Geburt ist in Gefahr aus zu sterben, sie ist ein Hochrisiko geworden und spiegelt die Feindseligkeit dem Leben gegenüber. Dabei ist Geburt ein natürlicher Lebensprozess, den die übergroße Mehrheit der Frauen ohne jegliche medizinische Intervention erleben könnte. Aber wir lassen Frauen nicht, denn die Angst wird ausgenutzt, um ein krankes System am Leben zu erhalten. Es ist bekannt, dass unnötige Eingriffe zu weiteren Komplikationen führen.

Geburten mit Hebammen sicherstellen ist eine Staatsaufgabe

Die Politik ist gefragt. Allen voran fehlt hier der Einsatz und Gestaltungswille des Familienministeriums für die Rechte von Frauen und Familien in unserem Land. Im Bundesland der Frauenministerin sind Hebammen jetzt schon Mangelware. Es steht die Frage im Raum, ob Geburtshilfe überhaupt nach wirtschaftlichen Kriterien gemessen werden sollte oder ob uns als Gesellschaft das Wohl von Gebärenden und Neugeborenen nicht so viel Wert sein sollte, dass die steigenden Prämien die Allgemeinheit trägt und Hebammen endlich ordentlich vergütet werden.

Leserbrief von Kristina Rumpel, Autorin und Mitinitiatorin von FlowBirthing

Veröffentlicht in der Süddeutschen Zeitung am 27.1.2016 als Reaktion auf den Artikel „Unter Vorbehalt – Hebammen erhalten Geld für teure Versicherungen – vorerst“ vom 16./17. Januar 2016.

Schiedstellenbeschluss 2015

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Überall im Land finden derzeit Protestaktionen gegen den Schiedstellenbeschluss 2015 bezüglich Hausgeburtshilfe und Terminübertragung statt. Zu dem für freie Hebammen und Frauen, die ihr Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes gewahrt wissen möchten, skandalösen Beschluss konnte es nur kommen, da die Politik in unserem Land die Augen vor dem Problem verschließt. Tut Empörung lautstark kund!

Der Schiedstellenbeschluss 2015

Der GKV (Spitzenverband der Krankenkassen) und der Hebammenverband schließen einen Versorgungsvertrag, der den Anspruch an Hebammenhilfe regelt. Der Vertrag regelt nicht, was Hebammen dürfen. Aber er bestimmt, welche Leistungen aus der Hebammenarbeit und zu welchen Bedingungen von den Krankenkassen gezahlt werden.

Ausschlusskriterien greifen in freie Entscheidung ein

Ausschlusskriterien bedeuten, dass in diesen Fällen die Kosten von der Krankenkasse nicht übernommen werden und demnach auch viele Frauen diese Leistungen nicht mehr in Anspruch nehmen (können). Es gibt bereits Ausschlusskriterien für die Geburt im Geburtshaus, z.B. Zwillinge, Beckenendlage usw. Zu unserem großen Entsetzen wurde eine Hausgeburt, bei der eine Schwangere 3 Tage über Termin ist und keine unauffällige fachärztliche Untersuchung vorweisen kann, zum Ausschlusskriterium erhoben!

Die Bedeutung der Ausschlusskriterien für die Praxis

Eine Versicherte, die eine Hausgeburt plant, muss bei ET + 3 zu ihrem Gynäkologen zur Vorsorge (oder am Wochenende ins Krankenhaus). Die Vorsorge muss im Mutterpass dokumentiert werden. Wenn bei der Untersuchung eine Abweichung von der Norm (wie auch immer die Norm aussehen mag! Wir sind davon überzeugt, dass jedes Kind ein individuelles Wachstum und einen individuellen optimalen Geburtstermin hat) von ärztlicher Seite festgestellt wird, dürfen Hebammen die Hausgeburt nicht mehr begleiten und abrechnen. Hebammen begehen, falls sie doch eine Rechnung einreichen, eine Straftat und können schlimmstenfalls nicht mehr als Hebamme arbeiten. Außerdem bekommt die Versicherte diese Geburt nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt.

Selbst wenn die Versicherte die Hebamme privat bezahlt, kann es sein, dass der Hebamme berufs- und haftungsrechtliche Folgen drohen. Dieses Ausschlusskriterium macht es unmöglich, der eigenen Fachkompetenz zu folgen – Hebammen werden gezwungen, sich gegen ihre berufliche Ethik und Verpflichtung zu stellen und sich den fragwürdigen vertraglichen Verpflichtungen der Krankenkasse gegenüber beugen zu müssen. Und Frauen werden gezwungen, bei ET + 3 eine Vorsorge von einem Arzt durchführen zu lassen, egal, ob sie das möchten, oder nicht.

Regelungen aus der Luft gegriffen

Dieses Ausschlusskriterium ist wissenschaftlich nicht als „gefährlich“ bewiesen und wirkt wie förmlich aus der Luft gegriffen. Hebammen sind dafür ausgebildet, normal verlaufende Schwangerschaften zu betreuen. Die Krankenkassen entscheiden einfach, dass Frauen, die bei ET + 3 noch schwanger sind, von der „Norm“ abweichen. Dadurch wird die Schwangerschaft ab ET + 3 patologisiert. Neben dem Selbstbestimmungsrecht einer jeden Frau wird auch unsere berufliche Kompetenz massiv eingeschränkt.

Frauen sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, ärztliche Schwangerschaftsvorsorge in Anspruch zu nehmen oder in der Klinik entbinden zu müssen. Das ist in Zukunft anders! Ob Ärzte aus haftungsrechtlicher Sicht bereit sind, Frauen bei ET + 3 eine physiologische Schwangerschaft zu bescheinigen, ist fraglich und bleibt abzuwarten.

Haftpflicht setzt freie Hebammen unter Druck

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Auf der jährlichen Bundesdelegiertentagung des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV) in Fulda wurde bekannt gegeben, dass der DHV weiterhin eine Versicherung für freiberufliche Hebammen anbieten kann. Der Haftpflichtschutz für weitere zwei Jahre wird von einem Konsortium aus mehreren Versicherern abgedeckt.
Damit gehen jedoch erneut massive Steigerungen einher: Im Juli 2016 steigt die Haftpflicht um neun Prozent auf jährlich 6.843 Euro für freiberufliche Geburtshelferinnen, im Juli 2017 erneut um über elf Prozent auf dann 7.639 Euro. Ein Sicherstellungszuschlag soll Abhilfe schaffen, wird jedoch nicht alle betroffenen Hebammen ausreichend entlasten können. Erst kürzlich hat eine Schiedsstelle über dessen Ausgestaltung entschieden. Der DHV bereitet aktuell eine Klage gegen diesen Schiedsbeschluss vor.

Hebammen können auch ab Juli 2016 weiterhin freiberuflich arbeiten„, so Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. „Doch die Kosten steigen weiter. Die bisher verabschiedeten politischen Maßnahmen greifen nicht ausreichend. Der Sicherstellungszuschlag ist eine sinnvolle Maßnahme zur Entlastung der Hebammen. Die Umsetzung entspricht aber nicht dem, was wir Hebammen brauchen und was der Gesetzgeber erreichen wollte.“

Auch von dem im Juni beschlossenen Regressverzicht der Kranken- und Pflegekassen erwartet der DHV keine Auswirkungen auf den Versicherungsmarkt. Nach wie vor gibt es keine alternativen Versicherer zum Konsortium für den DHV ab Juli 2016. Der DHV sieht weiterhin den dringenden Bedarf, das Problem auch langfristig anzugehen. Eine mögliche Lösung bietet ein Haftungsfonds, der bei Schäden einspringt, die über eine Haftungsobergrenze hinausgehen.
In den vergangenen Jahren sind immer mehr freiberufliche Hebammen aus dem Beruf und insbesondere aus der Geburtshilfe aufgrund der hohen Haftpflichtprämien ausgestiegen. Eine ausreichende Versorgung mit Hebammenhilfe ist in vielen Regionen in Deutschland nicht mehr gegeben. Rund um die Geburtshilfe werden im kommenden Jahr weitere Lücken in der Versorgung entstehen.
Die Zentralisierung von Kliniken verschärft diese Situation und bedeutet, dass nicht mehr überall wohnortnah Geburtshilfe angeboten werden kann. „Hebammen garantieren eine möglichst interventionsarme Geburtshilfe und handeln damit im Sinne der werdenden Mütter. Hebammenhilfe hat unschätzbaren Wert. Das gilt es unbedingt zu erhalten. Dafür werden wir mit allen Mitteln kämpfen“, betont Martina Klenk.
Die BDT ist das wichtigste beschlussfassende Gremium des Deutschen Hebammenverbandes. Rund 150 delegierte Hebammen aus den 16 Landesverbänden beraten über die Zukunft der Hebammen und stimmen über die künftigen Schwerpunkte des Verbandes ab. Außerdem werden bei der BDT in diesem Jahr u.a. zwei Präsidiumsmitglieder in ihrem Amt bestätigt oder neu gewählt.
Mitteilung des Dt. Hebammenverbandes
www.hebammenverband.de

Roses Revolution Day

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Am 25. November sind weltweit Frauen aufgerufen, sich am Roses Revolution Day zu beteiligen. Frauen, die bei der Geburt körperliche oder seelische Gewalt erfahren haben, legen am Geburtsort ihres Kindes eine rosafarbige Rose nieder. Mit ihren persönlichen Erlebnissen prangern sie die Geburtshilfe in Deutschland an. Dabei handelt es sich um keine Einzelschicksale, die Zahl der traumatisierten Frauen bei der Geburt steigt. Immer mehr Frauen haben den Mut, das Schweigen zu brechen und auf die Missstände aufmerksam zu machen. Sie setzen ein Zeichen für eine neue, menschliche Geburtskultur.

Pathologisierung von Geburten und Traumatisierung nimmt zu

Seit der Verschiebung der Geburten in die Krankenhäuser in den 1960er Jahren dominiert die medizinisch-technische Sicht auf Geburt. Mit einem Akt des Staunens, der Verehrung des weiblichen Schöpfungskraft, dem Wunder des Lebens, all dem was Geburt im Innersten bedeutet und so einzigartig macht, lassen sich kaum noch Geburten beschreiben. Die weibliche Urkraft hat keinen Platz im streng kontrollierten modernen Klinikalltag. Statt Frauen in ihrer Kraft und Zutrauen zu stärken, werden Geburten zunehmend pathologisiert und Frauen vermehrt als psychisch und körperlich außer Stand erklärt, normal zu gebären. Jeder unnötige Einschnitt in den Körper und den Geburtsverlauf ist ein Einschnitt in ihre Weiblichkeit. Traumatische Erfahrungen von Frauen in Kauf zu nehmen wider besseres Wissens, ihnen dann noch die Schuld zu geben bzw. sie damit allein zu lassen, das ist der Skandal unserer Zeit.

Geburtshilfe – eine Frage der Ökonomie?

Und warum? Überall herrscht Angst vor der Erfahrung, die wir Leben nennen. Mit der Angst der Frauen lässt sich außerdem hervorragend Geld verdienen, leider schwappt die Angst auch auf die Verantwortlichen über. Zudem wirken finanzielle Fehlanreize in den Kliniken gesetzt. Für einen Kaiserschnitt kann eine Klinik etwa doppelt so viel abrechnen wie für eine normale Geburt. Die normale Geburt ist zudem viel personal- und zeitintensiver und lässt sich nicht vorausplanen. Das führt dazu, dass geburtshilfliche Abteilungen für Kliniken kaum noch lohnen. Die Verlockung ist groß, Geburten künstlich zu beschleunigen, statt der Gebärenden Zeit zu lassen, ihren Rhythmus der Geburt zu finden und damit dem Geheimnis des Lebens und weiblichen Kraft auf die Spur zu kommen.

Hebammen leiden auch unter den Verhältnissen

Auch für die Minimalbedingungen einer natürlichen Geburt fehlt häufig die Zeit, so dass sensible aufbauende Gespräche und der achtsame Umgang mit den Bedürfnissen der Frauen auf der Strecke bleiben. Immer häufiger berichten daher auch Hebammen von traumatisierenden Erlebnissen. Gerade Hebammen in Ausbildung leiden darunter. Sie fühlen sich angesichts der Gewalt gegen Frauen oftmals als Mittäterinnen, müssen häufig über die eigenen Grenzen gehen und sind so genauso Opfer des Systems. Hebammen, einst Hüterinnen weiblichen Weisheitswissen, ihnen sind heutzutage die Hände gebunden im täglichen Konflikt mit Ärzten und Systemzwängen. Freie Hebammen, die eine menschliche Betreuung sicherstellen könnten, sind angesichts einer übermächtigen Versicherungsindustrie, die sie öffentlich als überflüssig bezeichnet hat, an den Rand der Existenz gedrängt.

Einschnitt in weibliche Erfahrungswelt und Bevormundung

In Deutschland zählen einzelne Frauenschicksale scheinbar nicht. Geburten sind zu einem Geschäft geworden und haben mit der Würde von Frauen und Geburt als heiligem Akt längst nichts mehr zu tun. Der Roses Revolution Day ist ein starkes Signal, dass sich Frauen diese Bevormundung und Einengung der weiblichen Erfahrungswelt nicht mehr gefallen lassen. Frauen beenden die Zeit des Schweigens und der Selbstverurteilung und erkennen im Austausch mit anderen, dass es nicht ihr Versagen war, sondern ein System wirkt, dass solch bittere Erfahrungen geradezu provoziert.

Am Roses Revolution Day verlassen Frauen die Opferrolle

Wenn schon der Beginn des Lebens sich vieler Orten so frauen- ja lebensverachtend zeigt, wen wundert es eigentlich noch, dass sich derzeit Leben allerorten in seiner entstellten, d.h. lebensverachtenden Form darstellt? Die Geburt stellt die Weichen für ein ganzes Leben und es ist nicht egal, wie Frauen sich dabei fühlen und behandelt werden. Am Roses Revolution Tag haben es Frauen in der Hand, sich gegen die Unmenschlichkeit aufzulehnen, ihre Wunden zu heilen und ein Zeichen zu setzen für ein würdevolles, gewaltfreies Leben – von Beginn an!

Urheimische Medizin von Dr. Pandalis

Während Schwangerschaft und nach der Geburt sind viele Frauen auf der Suche nach Alternativen zur Schulmedizin. Chemisch hergestellte Medikament sind in dieser Zeit nicht oder nur in Ausnahmefällen zu verwenden, um die Entwicklung des neuen Lebens nicht zu gefährden. Dr. Pandalis hat mit seiner urheimischen Medizin eine tragfähige Basis für eine nachhaltige Gesundheit des Einzelnen und auch der Nachkommen gelegt, die sich in besonderer Weise für Schwangere und stillende Mütter eignet.

Rein pflanzliche Herstellung

Die urheimische Medizin von Dr. Pandalis wird rein pflanzlich hergestellt. Dahinter steht die Philosophie, dass Gesundheit niemals getrennt von einer intakten, gesunden Umwelt betrachtet werden kann. Die in unserem Kulturkreis urheimischen, d.h. seit mindestens 10 Generationen im europäischen Raum wachsenden Pflanzen, können von unserem Körper am besten verstoffwechselt werden und haben eine hohe Bioverwertung.

Natürliche Mittel für Schwangere

Die urheimische Medizin fußt auf dem traditionellen Wissen der griechischen Großmutter von Dr. Pandalis, die als Hebamme um die Heilwirkung der Natur wusste. Dieses Wissen hatte großen Einfluss auf die Produkte von Dr. Pandalis und seine urheimische Philosophie, die sin in besonderer Weise für die Behandlung von Schwangeren und stillenden Müttern eignet. Das Angebot ist groß: Es gibt natürliche Mittel gegen Grippe ebenso wie Mittel zur Förderung des Milchflusses.

Urheimisches Hebammenkompendium

Dr. Pandalis hat ein urheimisches Hebammenkompendium herausgegeben für alle schwangerschaftstypischen Beschwerden und Erkrankungen. Er setzt sich nachdrücklich für die Freiheit der Natur, der Medizin und für das Wirken der Hebammen ein. Weitere Informationen zu Dr. Pandalis und der Urheimischen Medizin unter www.pandalis.de.

Hebamme ist urheimischer Beruf

Der Beruf der Hebamme ist urheimisch, denn Hebammen wissen seit altersher um die Bedeutung der vertrauten Umgebung, ganz besonders während des Geburtsprozesses. Sie vermitteln Mutter und Neugeborenem Sicherheit und schafft die Basis für jegliche Art der Kommunikation. So wird beispielsweise das autochthone Mikrobiom bei der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene übertragen. Dieser lebenswichtige Prozess der Bakterienbesiedelung ist schützenswürdig, denn er bildet das Fundament für ein intaktes Immunsystem, eine starke Psyche, kurz für eine lebenslange Gesundheit.

Jede Geburt ist einmalig!

Schwangerschaft und Geburt sind sehr intime Erfahrungen. So unendlich bunt und farbenreich wie die Schöpfung, so unterschiedlich und einzigartig verläuft auch jede Schwangerschaft und Geburt. Das trifft auch auf weitere Schwangerschaften und Geburt zu, wenn du schon geboren hast. Die Kunst ist, sich frei zu machen von Erwartungen und Vorstellungen und die Einmaligkeit jeden Augenblicks zuzulassen.

Einzigartigkeit jeder der 210.000 Geburten weltweit pro Tag

Bei weltweit etwa 210.000 Geburten am Tag, also vier Geburten pro Sekunde ist die Vorstellung der Einmaligkeit jeder Geburt für den menschlichen Verstand kaum zu erfassen. Gerade für Ärzte und Hebammen mit der Krankenhausroutine im Hintergrund ist es eine große Herausforderung, dem jeweils eigenen Rhythmus einer Geburt, der sich durch das komplexe Zusammenspiel von Mutter und Kind und Situation ergibt, Raum zu geben.

Jede Geburt hat ihre eigene Gesetzmäßigkeiten

Das Wissen über die Abläufe der Geburt hilft den Frauen nicht unbedingt weiter. Einfache Handlungsanweisungen werden den komplexen Vorgängen nicht gerecht. Der Weg zeigt sich beim Gehen und ergibt sich aus den zurückliegenden Schritten. Mit einer bewussten und positiven Schwangerschaft können die Weichen für eine positive Geburt stellen.

FlowBirthing als Wegweiser auf dem ureigenen Weg

Dabei gibt es nicht den Weg, die Methode, die dich im Handumdrehen zu einer leichten Geburt führt. Vielmehr ist es ein sich Einlassen auf die Veränderungen und Erfordernisse des Moments. Dies fällt umso leichter, wem es gelingt, seinen ureigenen Weg zu finden. FlowBirthing kann dabei Wegweiser sein, den Weg gehen musst jede Frau allein, d.h. unterstützt und begleitet von lieben Menschen und wertvollen Angeboten, die sie für alles, was kommen mag, bereit machen.

Online Seminare zur Vorbereitung auf die Geburt

Dazu bietet dir FlowBirthing neben Buch, CD und den Angeboten der Netzwerk-Partnerinnen auch im Rahmen der Mankau Akamedmie Online-Seminare an, die helfen sich auf eine eine glückliche Schwangerschaft und Geburt zu zentrieren.

Den Körper kontrollieren

Schwangerschaft ist zu allererst eine körperliche Sache. Es ändert sich nicht nur die Körperform, sondern auch das Körpergefühl. Bei aller Freude über die Schwangerschaft fällt es jedoch nicht allen Frauen leicht, sich mit dem neuen Körper anzufreunden. Dabei ist es gerade für die Beziehung zum Baby und eine schöne Geburtserfahrung wichtig, in Frieden mit dem eigene Körper zu sein.

Instrumentalisierung des Körpers

Für viele Frauen ist es auch ohne Schwangerschaftsbauch nicht gerade leicht, ihren Körper anzunehmen wie er ist. Ja sie bekämpfen ihre weiblichen Rundungen sogar. Der Körper ist für viele junge Frauen etwas geworden, den man besitzt, ein Statussymbol, der den eigenen Selbstwert steigern soll.

Körper übernimmt in der Schwangerschaft die Führung

Die Vorstellung, dass ein Mensch einen Körper nicht hat, sondern der Körper ist, dieser Gedanke ist weit weg. Es dominiert der Blick von außen auf den eigenen Körper und damit die Instrumentalisierung des Körpers. In der Schwangerschaft lässt sich dieser Missbrauch nicht fortführen, der Körper nimmt sich den Raum, den er braucht, um neues Leben wachsen zu lassen.

Kontrollverlust über den Körper für manche Schwangere ein Problem

Für manche Frauen fühlt sich dies an wie ein Kontrollverlust über den eigenen Körper. Die Zahl der magersüchtigen Schwangeren nimmt merklich zu. Das Gefühl des Kontrollverlustes wird durch den Veränderungsdruck, den eine Schwangerschaft ja immer auch mit sich bringt, meist noch verstärkt. Dies ist ein gefährlicher Teufelskreis, der unbedingt durchbrochen werden muss, um die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden. Hebammen und Psychologen können betroffenen Frauen helfen.

Freude am Körper in den Monaten der Schwangerschaft entwickeln

Letztlich dienen die 10 Monate der Schwangerschaft auch dazu, sich immer mehr mit dem eigenen Körper anzufreunden. Massagen, Spaziergänge, Tanzen, Zärtlichkeiten und alles, was Spaß macht, hilft dabei.

Zeit nehmen für die Schwangerschaft

Es gab einmal eine Zeit, in der die Schwangerschaft als heilige Zeit angesehen wurde. Eine Zeit, in der die schwangere Frau besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme erfahren hat. Frauen wurden als Göttinnen verehrt, da in ihnen neues Leben heranwuchs. Noch heute umgibt eine Schwangere eine ganz besondere Ausstrahlung, doch unsere moderne Welt, lässt nicht mal mehr den Schwangeren Zeit, dieses Wunder zu bestaunen. So viel gilt es noch zu erledigen, bis das Baby da ist.

Funktionieren in der Schwangerschaft, als ob nichts sei

Aktionismus und übergehen der körperlichen und seelischen Veränderung in dieser besonderen Zeit einer Schwangerschaft ist kein Fortschritt. Im Gegenteil. Es ist die Achtsamkeit gegenüber den eigenen Bedürfnissen als auch die Achtsamkeit des Umfelds, die dazu beiträgt, sich über das Wesentliche klar zu werden.

Wesentliche Aufgabe in der Schwangerschaft: Weiblichkeit wertschätzen

Das Wesentliche in der Schwangerschaft ist es, die Gebärfähigkeit der Frau wertzuschätzen. Eine umfassende Würdigung und Bewunderung der erhabenen Fähigkeit, Leben in sich wachsen zu spüren und zu gebären, ist die beste Vorbereitung, damit Mutter und Kind sicher durch die Geburt kommen können.

Noch heute wird in indigenen Kulturen alles getan, damit eine schwangere Frau, den Weg zur Mutterschaft leicht gehen kann. Das oberste Gebot in der heiligen Zeit: Frauen in ihrem Selbstwert zu stärken und nicht zu ängstigen.

Schwangere Frauen unter Stress – auch durch Vorsorge

Und wie geht unsere Gesellschaft mit Schwangeren um? Schon im Mutterpass wird der Fokus auf mögliche abweichende Entwicklungen gelegt. Die ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen sind kein Grund zur Vorfreude, sondern eher der Blick auf das halb-leere statt halb-volle Glas. Dabei weiß die moderne Medizin inzwischen, dass gerade der Nocebo-Effekt (Annahme, dass immer etwas schief gehen kann) in der Schwangerschaft zu ungünstigen Geburtsverläufen führen kann und dennoch regiert über allem die Angst.

Bewusst inneren und äußeren „heiligen Raum“ in Schwangerschaft setzen

Zurecht stellt sich Ina May Gaskin, weltberühmte Hebamme, die Frage, ob in einer technisierten Gesellschaft Wertschätzung der Schwangerschaft und Geburt als heilige Zeit überhaupt möglich ist. Und wenn wir dies wohl leider verneinen müssen, so ist es umso bedeutender, sich als werdende Mutter bewusst einen inneren und äußeren Rahmen zu schaffen, der Raum lässt, das Wunder des Lebens zu bestaunen und die heilige Zeit im Herzen anzunehmen. Das ist der urweibliche Weg zu einer kraftvollen und sicheren Geburt.

Hebammenverband befürchtet Untergang der Hausgeburt

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Der Verband kritisiert die am 25.09.15 erfolgte Entscheidung der Schiedsstelle, die verbindliche Ausschlusskriterien für Hausgeburten festlegt, obwohl ihr Nutzen nicht wissenschaftlich belegt ist. Dazu zählt zum Beispiel die Überschreitung des berechneten Geburtstermins um drei Tage. In diesem Fall soll zukünftig immer ein Arzt bestimmen, ob eine Hausgeburt möglich ist. Frauen und Eltern haben damit keine selbstbestimmte freie Wahl des Geburtsortes mehr, obwohl diese gesetzlich zugesichert ist. Der Hebammenverband bewertet die heutige Entscheidung als schweren Einschnitt in das Berufsrecht der Hebammen. Diesen wird damit die Fähigkeit abgesprochen zu entscheiden, wann eine Schwangerschaft nicht mehr regelgerecht verläuft. Der DHV befürchtet, dass es in der Praxis zukünftig kaum noch Hausgeburten geben wird.

„Die Etablierung von Ausschlusskriterien hat nichts mit einer Qualitätsverbesserung in der außerklinischen Geburtshilfe zu tun, sondern bewirkt deren Abschaffung“, meint Katharina Jeschke, Verhandlungsführerin des DHV und Präsidiumsmitglied. „Das leitet den Untergang der Hausgeburt ein“, meint Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. Ein jahrtausendealter Beruf, der Geburtshilfe in hoher Qualität erbringt, werde damit ohne wissenschaftlich fundierte Begründung in seinen Grundzügen verändert.

„Mit Besorgnis nehmen wir wahr, dass die natürliche, die physiologische Geburt immer weniger im Fokus der Geburtshilfe steht. Das Vertrauen in die Körperkompetenz von Frauen geht verloren. Technische Hilfsmittel werden immer mehr in den Vordergrund geschoben, da sie vermeintlich Sicherheit bieten“, so Martina Klenk. Es gebe jedoch keine empirisch belegbaren Beweise, dass eine Hausgeburt weniger sicher ist als eine Geburt in der Klinik oder dass dabei mehr Komplikationen auftreten.

Die Regelungen der Schiedsstelle bedeuten, dass ohne ärztliche Zustimmung zur Hausgeburt bei sogenannten relativen Ausschlusskriterien sowie immer bei absoluten Ausschlusskriterien eine Hebamme, die eine Hausgeburt durchführt, gegen den Vertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen verstößt. In der Folge kann sie vom Vertrag ausgeschlossen werden. Gesetzlich versicherte Frauen erhalten damit in diesen Fällen keine Hebammenbetreuung auf Kosten der Krankenkasse. Auch haftungsrechtlich sind die Konsequenzen vermutlich weitreichend – eine Hausgeburt durchzuführen würde dann in den meisten Fällen als grob fahrlässiges Verhalten der Hebamme gewertet werden können.
„Wir gehen davon aus, dass die meisten Ärztinnen und Ärzte allein aus der Furcht vor haftungsrechtlichen Folgen zukünftig keine Zustimmung zur Hausgeburt geben werden. Vielerorts können Frauen diese Erlaubnis schon deshalb nicht bekommen, da Arztpraxen üblicherweise an Wochenenden und Feiertagen gar nicht besetzt sind“, meint Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied des DHV.
Auszug aus Pressemitteilung des Dt. Hebammenverbandes vom 25. September 2015

Homöopathie in der Schwangerschaft

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Homöopathie ist ein Weg, während der Geburt zu mehr Freiheit zu kommen. Bewusst eingesetzt können Globuli und Schüßler-Salze wahre Helfer sein. Viele Mütter lernen die Wirkung der Kügelchen schätzen, wenn sie für ihre Kinder auf der Suche nach Alternativen sind. Warum nicht schon während Schwangerschaft und Geburt davon profitieren?

Aus der Geburtshilfe gibt es zig Beispiele, dass Homöopathie für die Gebärende sehr unterstützend sein kann und den Geburtsverlauf positiv beeinflussen kann. Und doch ist das Interesse im Kreißsaal daran sehr gering. Alternative Wege der Unterstützung von Frauen in der Klinik nicht vorgesehen. Wenn dann nur auf Eigeninitiative der Frauen selbst bzw. einzelner Fachkräfte, die sich für die Thematik öffnen konnten.

Immer mehr Hebammen setzten jedoch auf den Einsatz der Homöopathie. Denn gezielt und kompetent eingesetzt, fördern sie die natürliche Geburt und tragen dazu bei, Interventionen zu verhindern. Eine Entlastung für die Hebammen und selbstredend ein großer Gewinn für die Gebärende. Sich bereits während der Schwangerschaft mit dem Feld der Homöopathie auseinanderzusetzen, zählt daher ganz gewiss zu einer bewussten Geburtsvorbereitung.

Geburtsvorbereitung durch Bauchtanz

Die moderne Geburtsvorbereitung hat in den letzten Jahrzehnten eine breite Entwicklung durchlaufen von einem meist informativen, verkopften Lerncharakter hin zu mehr Körperlichkeit und Emotion. Es geht um einen freudvollen, sinnlichen Zugang, der jungen Schwangeren auch den emotionalen Rückhalt bietet, zuversichtlich und selbstbewusst durch Schwangerschaft und Geburt zu gehen.

Tanz führt zur Ausschüttung von Endorphinen und verspricht schon per se Entspannung und Freude. Die stimmungshebende Hormonausschüttung kann aber im Prinzip auch durch jedwedes Tanzen erreicht werden. Aber der Bauchtanz hat seine jahrtausendealte Frauengeschichte, die ihn so besonders macht.

Von seinen Ursprüngen her als Ritual- und Geburtstanz konzipiert ist er auf den weiblichen Körper zugeschnitten, den er stärkt und feiert. Gerade in der Schwangerschaft, wenn der Fokus auf dem Becken ruht, tun die uralten Bewegungen dieses urweiblichen Tanzes ihre Wirkung. Aus matriarchalen Zeiten stammend, als die Gebärfähigkeit die Frauen zu Göttinnen erhob, wurde der weibliche Körper und dessen Sexualität und Fruchtbarkeit mit Tänzen von Frauen für Frauen gefeiert. Ich bin absolut überzeugt, dass es intuitives Wissen gab darüber, was den weiblichen Körper nährt und stärkt, so wie auf der ganzen Welt Frauen unter der Geburt, wenn sie sich frei bewegen können, zu kreisenden Bewegungen finden, um den Schmerz zu bewältigen und die Geburt voranzubringen.

Auf die spezifische Wirkung einzelner Bauchtanz-Bewegungen werde ich im nächsten Blog eingehen. Hier nur so viel: Es macht absolut Sinn, in der Schwangerschaft BAUCH zu tanzen – für das liebevolle Annehmen des Bauches und einen innigen Kontakt zum Baby, für die Wahrnehmung und Mobilität des Beckens, für ein wirksames Beckenbodentraining, für eine bewusste, aufrechte Körperhaltung zum leichteren und beschwerdefreieren Tragen des Babys, aber vor allem für Lebensfreude und Genuß am weiblichen Körper, am Tanz und an der Schwangerschaft.

Gaby Mardshana Oeftering
Dozentin und Kursleiterin für Geburtsvorbereitung, Rückbildung und Beckenbodentraining durch Bauchtanz, Fortbildungen für Hebammen
www.mardshana-samra.com

Natürliche Geburten auf dem Rückgang!

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Ohne Not wird der ehrenwerteste Beruf der Welt dieser Tage lautlos zu Grabe getragen. Ein Aufschrei müsste durch das Land gehen, doch Politik und Medien schweigen. Wenn es nicht so unfassbar wäre, könnte man meine, dies sei gewollt. Sind natürliche Geburten etwa zum Störfaktor geworden, da sie die technisierte, entseelte Welt grundlegend in Frage stellen?

Heutzutage erfolgen nur rund 6 Prozent aller Geburten ohne medizinischen Eingriff. Die Zahl sagt nichts über die Natur von Geburt aus, vieles jedoch über den Umgang mit Gebärenden und die Geisteshaltung unserer Zeit. Zum Hochrisiko erklärt, werden Ängste geschürt, an denen sich verdienen lässt, und schwere Geburten in Kauf genommen werden. Technik, Sicherheit und Kontrolle beherrscht die Geburtshilfe. Natürliche Geburten lassen sich nicht planen, manipulieren, optimieren, und kollidieren daher mit dem System.
Rund ein Drittel der Babys in Deutschland werden per Kaiserschnitt geholt, wobei nur etwa 10 Prozent sein müsste. Jede fünfte Geburt wird eingeleitet und die Geburt für Mutter und Kind erschwert. Für Notfälle ein Segen, ist die moderne Medizin für die 90 Prozent der gesunden Gebärenden zum Problem geworden. Ein System, das auf dem Rücken von Schwangeren arbeitet und sie der elementarsten Erfahrung ihres Frauseins beraubt: das unvergleichliche, spirituelle Erleben einer natürlichen Geburt aus eigener Kraft. Von den nachweislich positiven Auswirkungen auf die Gesundheit beider ganz zu schweigen.
Ein Irrsinn: ausgerechnet die Krankenkassen, welche sich das gesundheitliche Wohlergehen auf die Fahne schreiben, erachten natürliche Geburten als verantwortungslos und für Mutter und Kind gefährlich. In Großbritannien denkt man so nicht mehr: dort wird seit diesem Jahr die Hausgeburt als Geburtsort erster Wahl empfohlen. Eine Nationale Gesundheitsstudie (NICE) belegt, dass für etwa die Hälfte aller Frauen mit einer unkomplizierten Schwangerschaft eine Hausgeburt – oder die Geburt in einem von Hebammen geleiteten Geburtshaus – „sicherer“ ist als die Geburt in einer Klinik. In Deutschland bald nicht mehr möglich, sterben die freien Hebammen aus.
Hebammen waren einst weise Frauen und die Hüterinnen weiblicher Erfahrungswelten. Von Kirche und professioneller Geburtshilfe Anfang des 19. Jahrhunderts bekämpft, trampelt nun eine übermächtige Versicherungsindustrie auf ihnen herum. Wenn mit ihnen das Jahrtausende alte Weisheitswissen von Frauen um kraftvolle, natürliche Geburten verloren geht, dann verliert die Gesellschaft ihre Wurzeln, den letzten ursprünglichen Zugang zur Natur und Schöpfungskraft. In der Unterdrückung der weiblichen Kraft spiegelt sich die Geringschätzung von Mutter Erde und eine immer tiefer werdenden Entfremdung von Mensch und Natur. Eine Kluft, die die Existenz der Welt bedroht.
Die Rettung: Kinder, die von und mit starken Frauen geboren werden, können sich selbst-bewusst entwickeln und werden in Zukunft fragen, was können wir für statt gegen etwas tun. Der Wandel in eine Zeit des Miteinanders und der Verbundenheit wäre damit eingeläutet. Ein Umdenken, das angesichts der allerorten sichtbaren entstellten, d.h. lebensverachtenden Ausformung der Welt, dringend notwendig wäre. Das aber käme der Umwälzung des Systems gleich und daher lässt man Hebammen lieber am ausgestreckten Arm verhungern. Das Weisheitswissen von Frauen ist noch immer eine Bedrohung für das System. Der Hebammenstreit ist ein Richtungsstreit, in welcher Welt wir leben wollen.

Internationaler Hebammentag

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Am 5. Mai gehen die Hebammen und ihre UnterstützerInnen auf die Straße!

FlowBirthing ruft zur Beteiligung an den geplanten bundesweiten Aktionen auf.

Zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai gehen Hebammen in der ganzen Welt mit Aktionen und Info-Veranstaltungen auf die Straße. Damit weisen sie öffentlich auf Probleme für werdende Mütter hin, die nicht ausreichend mit Hebammenhilfe versorgt werden können.

Genau dieses Thema steht auch in Deutschland im Fokus. Denn für schwangere Frauen wird es immer schwieriger, eine Hebamme für die Geburt, für Vorsorge oder für die Wochenbettbetreuung zu finden. Auch die freie Wahl des Geburtsortes steht dann auf dem Spiel.

In ganz Deutschland werden daher Aktionen ausgeführt. Wo überall Infostände, Demos oder Aktionen geplant sind, steht auf der DHV-Homepage unter www.hebammenverband.de/aktuell/aktionen/aktionen-5-mai-2015/. Die Mitwirkung oder auch Organisation eigener Aktionen ist ausdrücklich gewünscht.

Nur gemeinsam können wir etwas zur Verbesserung für die immer schwieriger werdende Situation von Schwangeren und Hebammen tun.