Startseite » Ahninnen

Schlagwort: Ahninnen

Maria Empfängnis als Frauenfeiertag!

Am 8. Dezember war ein Frauen-Feiertag. Wer hat daran gedacht? Am 8. Dezember ist Mariä Empfängnis. Sie wiederum wurde von ihrer Mutter Anna geboren. Anna steht in vielen Kulturen der Welt für die Urmutter. Es ist dies also ein Tag, an dem wir unsere weibliche Ahnenreihe, also die mütterliche Linie feiern können. Auch bei der der Geburt kann dieses alte Wissen sehr hilfreich sein:

Eizellen bereits im Körper der Großmutter angelegt

Ist dir bewusst, dass unsere Eizellen bereits im Körper unserer Großmutter angelegt wurden? Die weiblichen Keimzellen werden nämlich beim Mädchen bereits im ungeborenen Zustand im Mutterleib angelegt. Dh. als schwangere Frau trägst du nicht nur dein Kind, sondern auch einen Teil deiner Enkel & Enkelinnen bereits in dir. Wenn wir uns bewusst machen, wie stark wir mit unseren Müttern, Großmüttern, Urgroßmüttern verbunden sind, fällt es uns leichter, unseren eigenen Weg der Mutterschaft zu gehen und ihren Weg, wie auch immer er war, anzuerkennen.

Ahninnen auch bei der Geburt einen Ehrenplatz geben

Wenn du möchtest, kannst du deinen Ahninnen auch im Rahmen der Geburt und in deiner Familie einen Ehrenplatz zuweisen. So könntest du eine kleine Ecke mit Bildern, Kerzen und Blumen gestalten. Andere Frauen verewigen kleine Kopien von Bildern ihrer Ahninnen auf der Geburtskerze, welche sie bei Geburtsbeginn für ihr Kind als Schutz und Geleit anzünden.

Text aus dem Adventskalender von Jasmin Nerici.

Der Adventskalender ist kostenlos online abrufbar und hält Inspiration und Vorfreude auf die Geburt bereit.

Ahnenkult an Halloween

Andrea Dechant

Ein zentraler Punkt von Halloween- bzw. Samhain-Feiern ist der Kontakt zu Wesen aus „anderen Welten“ und das Ehren der AhnInnen. Der Ahnenkult ja hat überall auf der Erde einen hohen Stellenwert, wie wohl er unterschiedlich ausgeprägt ist und zeremoniell begangen wird. Diese Verbindung zu den AhnInnen war in vielen alten Kulturen eine der größten Kraftquellen.

Er ist so etwas wie ein Durchgang oder die Schnittstelle zur „Anderswelt“, er kann die Verbindung zu helfenden und beratenden Wesen schaffen. Oft sind Dinge, Themen, Probleme für uns allein zu groß. Wir sind zu sehr verstrickt, emotional zu nahe am Thema. In vielen Kulturen und spirituellen Richtungen wird Wesen, Kräften, AhnInnen, Verbündeten aus anderen Welten die Fähigkeit zugesprochen, dass sie einen größeren Überblick, andere Sichtweisen, mehr Lebenserfahrung haben und uns daher dabei unterstützen können, unser Leben zu meistern.

Menschen haben zahlreiche Möglichkeiten gefunden, mit ihren AhnInnen in Kontakt zu treten. Eine davon ist ein Ahninnentopf, bearbeitet durch die „Wilde Welt“. Alles, was in diesen Topf hineingelegt wird, wird diesen Wesen anvertraut, um von ihnen transformiert, durchgewirbelt, geprüft, magisch bearbeitet zu werden. Der Bezug zur „Wirklichkeit“, so wie wir sie oft auch sehr eingeschränkt wahrnehmen, löst sich auf, verliert sich, wird neu zusammengefügt. Die Dinge, Themen, Probleme, die den Ahninnen anvertraut werden, alles, was im Topf ruht, brodelt, weich gegart wird, befindet sich in der „Wilden Welt“, für die die Gesetze unseres normalen Alltags nicht gelten.

Der Ahninnentopf ist auch so etwas wie ein mütterlicher Bauch, den alle blutsverwandten und spirituellen Ahninnen bereithalten, ein Ausdruck dessen, dass eine Frau in der diesseitigen Welt nicht allein ist und auf die Unterstützung der Ahninnen zurück in der Zeit zählen kann.

Wie du so einen Ahninnentopf gestalten kannst und noch weitere Anregungen, um Halloween/Samhain alleine, im Kreis von FreundInnen oder der Familie Halloween magisch feiern kannst, finden sich im artedea-E-Book „Samhain: Halloween – Das Fest des Rückzugs und der Stille“.

Andrea Dechant

Bauchtanzen während der Schwangerschaft

Die vollkommenste Bauchtanzbewegung ist für mich die liegende Acht. Sie stellt das Unendlichkeitszeichen dar und bietet sich für die Schwangerschaft geradezu an, für die Zeit, in der die Schwangere in der Ahnenkette aller gebärenden Frauen auf der ganzen Welt steht – in dieser Tradition und in diesem uralten weiblichen Kraftfeld.

Malt vor Euch auf den Boden eine große Acht und fahrt mit dem Finger mehrmals deren Konturen in der Luft ab. Dann stellt Eure Füße in die zwei Kreise und fahrt jetzt wieder mit dem Finger die Acht ab, diesmal näher an der Linie. Dabei werden sich Eure Hüften schon automatisch in der richtigen Weise bewegen. Jetzt richtet Euch mit lockeren Knien und aufrechter Haltung auf, fühlt innerlich die Form der Acht und tanzt sie in Gedanken ab. Lasst diesen Achtergedanken in Euer Becken fließen und lasst dann die Bewegung langsam in Euren Hüften ankommen. Ihr zeichnet mit Euren Hüften auf einer Seite einen Halbkreis, verschiebt Euer Gewicht über die Diagonale auf die andere Seite, malt wieder einen Halbkreis, schiebt über die Diagonale und beginnt eine neue Acht. Ob Ihr die Acht von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne tanzt, ist ohne Bedeutung; findet Eure Schokoladenrichtung. Einmal gelernt entwickelt diese Bewegung eine Eigendynamik, die Eure Hüften wie von Zauberhand und mit Leichtigkeit ohne Ermüdungserscheinung – „ohne Anfang und ohne Ende“ – lenkt. Es ist eine Bewegung, in die frau sich einfach hinein fallen lassen kann.

Fließt die Bewegung, könnt Ihr, wenn Ihr wollt, noch Bilder dazu nehmen: z.B. den Ausgleich zwischen Yin und Yang oder Ich (Mutter) und Du (Baby). Ihr könnt dann völlig über die Bewegung emotional hinauswachsen und ganz in das Gefühl hinein gleiten.

Gaby Mardshana Oeftering
Geburtsvorbereitung durch Bauchtanz (www.mardshana-samra.com)
Produzentin der DVD „Bauchtanz und Schwangerschaft“
Autorin des Buches „Die innere Kraft der Frau – Beckenboden und Bauchtanz“