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Schlagwort: Kaiserschnitt

Wunschgeburt nach Kaiserschnitt

Schwangerschaft, Bewusstseinserweiterung, Selbsterkenntnis

Weltweit steigen die Sectioraten. Auch in Deutschland lagen sie bereits 2010 bei 31,9%. Tendenz steigend. 1993 waren es noch 17%. Innerhalb der Jahre, die zwischen diesen beiden Zahlen liegen, hat sich aber die Anzahl der Kinder, die in einem kritischen Zustand zur Welt kommen, nicht verändert. Wie kommt es also, dass der Kaiserschnitt die natürliche Geburt immer weiter verdrängt? Welche Gründe, medizinisch oder nichtmedizinisch, führen zu dieser drastischen Zunahme?  3 von 4 Müttern in Deutschland, die einen Kaiserschnitt hatten, erleben bei der nächsten Geburt einen erneuten Kaiserschnitt. Diese so genannte Re-Sectio-Rate ist im europäischen Vergleich sehr hoch. Unnötig hoch, denn: Bei der Entscheidung zum wiederholten Kaiserschnitt spielt vor allem die Angst vor Komplikationen bei Müttern und Ärzten eine Rolle.

 

Rund 74 Prozent aller Frauen haben nach einem Kaiserschnitt wieder eine operative Geburt beim zweiten Kind. Wenn du eine Wunschgeburt nach Kaiserschnitt für dich realisieren willst, dann gilt es, sich besonders intensiv und umfassend auf die Geburt vorzubereiten. An erster Stelle steht die Aufarbeitung des erlebten Kaiserschnittes und die Wahl einer Hebamme, die dich durch die Geburt begleitet und der du vertraust. Niemand kann dir eine natürliche Geburt versprechen, aber je besser du dich vorbereitest, desto wahrscheinlicher eine Geburt ohne Intervention aus eigener Kraft.

Was du für deinen Weg einer Wunschgeburt nach Kaiserschnitt brauchst:

  1. Stärkende Informationen. Hier möchte ich dir den Blog der Ärztin Ute Taschner empfehlen, die über natürliche Geburt nach Kaiserschnitt informiert und natürlich das FlowBirthing-Buch, welches, die positiv auf die Geburt einstimmt und deine Kräfte weckt.
  2. Intensive Begleitung: Hier möchte ich dir eine Hebamme und eine Doula ans Herz legen, die beide auf ihre Weise für dich da sind. die FlowBirhting-Mentorinnen empfehlen, die dich während der Schwangerschaft in deine Kraft führen können.
  3. Geburtsort, der natürliche Geburten zulässt. Hinweis: Nach zwei Kaiserschnitten musst du im Krankenhaus gebären.
  4. Mentale Einstimmung auf die Geburt: Hier möchte ich dir die FlowBirthing-Mentorinnen empfehlen, die dich während der Schwangerschaft in deine Kraft führen können.

Vertraue auf deinen Körper auf deine Kraft. Vertrauen und gute Vorbereitung sind der Schlüssel!

Der Kaiserschnitt in der heutigen Zeit

Kaiserschnittrate hat sich verdoppelt in letzten Jahren

  • In Deutschland wird jedes dritte Kind per Kaiserschnitt geboren
  • Die Zahl hat sich seit den 90er Jahren nahezu verdoppelt
  • Immer mehr Kinder werden per Kaiserschnitt geboren
  • Für viele Menschen ist der Kaiserschnitt zur Alternative einer vaginalen Geburt geworden
  • Manchmal ist der Kaiserschnitt ein Glück und rettet Leben, manchmal schlicht die Folge ungünstiger Rahmenbedingungen während Schwangerschaft und Geburt

Doch was bedeutet dies für die Frauen, die ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt bringen?

Wissen um natürliche Geburten geht verloren

Mit der steigenden Zahl an Kaiserschnitten schwindet auch das Wissen im Kreißsaal um die Förderung einer natürlichen Geburt. Der Kaiserschnitt dann wiederum eine Folge des Verlustes der alten Hebammenkunst. Eine Negativspirale, die sich selbst antreibt. Längst sind wir an dem Punkt, dass das technische Know-How zu keinem besseren Ergebnis mehr führt.

Kaiserschnitt: Eine Bauch-OP mit Folgen

Kaiserschnitt kann Leben retten oder aber auch Leben erschweren. Die negativen Folgen von Kaiserschnitten für Mutter und Kind sind inzwischen hinlänglich bekannt. Die Bauch-OP daher auch nur Notsituationen indiziert. Die Kriterien hierfür sind unklar, da es noch keine einheitlichen Leitlinien für Ärzte gibt. Häufig wird als Grund die Angst der Mutter vor einer Komplikation bei der Geburt angegeben.

Bedeutung von Kaiserschnitt für Mütter

Eines ist eine Kaiserschnittgeburt jedenfalls nicht: der einfachste Weg ein Kind zu gebären. Der Blogbeitrag einer Mutter, die selbst zwei Kaiserschnitte erfahren hat, beschreibt die Auswirkungen aus persönlicher Sicht.  Der Beitrag „10 Dinge, die du über den Kaiserschnitt wissen solltest …“  von Isa Grütering gibt Auskunft über die Bedeutung eines Kaiserschnittes aus Muttersicht.

Der Mythos „Wunschkaiserschnitt“

Mit einem Missverständnis soll hier und heute aufgeräumt werden. Wenn es um eine zu hohe Kaiserschnittrate in Deutschland geht, dann sind damit ausdrücklich nicht die Wunschkaiserschnitte gemeint. Ja, es gibt Frauen, die sich einen Wunschkaiserschnitt-Termin geben lassen und dafür werden sie ihre Gründe haben, die andere nicht zu bewerten haben. Unser Problem liegt ganz wo anders. Ein krankes System wird auf dem Rücken von Frauen und Kinder am Leben gehalten. Damit muss jetzt Schluss sein.

Die Zahl der Wunschkaiserschnitte liegt konstant bei 2 Prozent

Die Zahl der Wunschkaiserschnitte liegt seit Jahren konstant bei 2 Prozent. Also ebenso hoch wie die Zahl der Hausgeburten in Deutschland. Der Unterschied: Wunschkaiserschnitte zahlen die Krankenkassen, obwohl teurer, ohne Einschränkung im Gegensatz zu Hausgeburten.

Zu hohe Zahl der Kaiserschnitte geht auf unnötige Kaiserschnitte zurück

Die Zahl der zu hohen Kaiserschnitte bezieht sich allein auf medizinisch unnötige Kaiserschnitte, die von den Frauen nicht gewollt wurden und notwendig wurden aufgrund fehlender Hebammen in den Kliniken, schlechter Vergütung, mangelndem Wissen um natürliche Geburten bei Ärzten, Angst vor Haftungsansprüchen, Kompetenzgerangel des Klinikpersonals, finanzielle Fehlanreize, psychische Gewalt unter der Geburt und fehlende Aufklärung der Schwangeren über die Wirkzusammenhänge und Störfaktoren einer Geburt usw.

Unnötige Kaiserschnitte erhöhen Sterberisiko von Gebärenden

Auf dem Rücken von Frauen und Kinder wird derzeit ein krankes System am Leben erhalten, trotz der Übereinstimmung der Fachleute, dass es in der Geburtshilfe dringend ein Umdenken braucht. Denn: bei einem unnötigen Kaiserschnitt, der hätte vermieden werden können bzw. (un)bewusst provoziert wurde, hat die Gebärende ein 3-Mal häufigeres Risiko zu sterben. Die Gefahr der Ansteckung mit Krankenhauskeimen nach einer Bauch-OP nicht einbezogen.

Kaiserschnitte beeinträchtigen Mutter und Kind oft ein Leben lang

Die Beeinträchtigung von Mutter und Kind nach einem Kaiserschnitt hält oft ein Leben lang an. Viele Mütter leiden Jahre lang unter den traumatischen Ereignissen rund um einen Kaiserschnitt und werden häufiger von Depressionen heimgesucht. Kaiserschnitte können neben der körperlichen Narbe auch tiefe Wunden auf den Seelen der Frauen hinterlassen. Ein weiterer Kinderwunsch fällt den schlechten Erinnerungen an eine traumatische Geburt in immer mehr Fällen zum Opfer bzw. ist auch aus medizinischer Sicht in manchen Fällen davon abzuraten.

Einschnitt in die Weiblichkeit und Würde von Frauen

Frauen werden in Deutschland beschnitten und zwar dort wo der Einschnitt direkt in ihre Würde und Weiblichkeit geht und besonders schmerzt: in das Selbstbestimmungsrecht wie sie ihr Kind gebären. Es ist an der Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen und geschlossen für eine neue Geburtskultur und die Wahrung der Rechte der Frauen am Beginn des Lebens aufzubegehren.

Schluss mit der Bevormundung von Frauen

Schluss mit der Bevormunden von Frauen. Frauen ermächtigt euch selbst und holt euch euer Recht auf eine selbstbestimmte, kraftvolle, einmalige, wundervolle Geburtserfahrung zurück. Wie ihr Euch in der Schwangerschaft und Geburt fühlt, beeinflusst die Entwicklung eures Kindes. Es ist ganz und gar nicht egal wie Frauen Geburt erleben, es stärkt oder schwächt sie als Frau und Mutter und stellt die Weichen für das Leben ihres Kindes.

Start ins Leben weit mehr als persönliche Geburtserfahrung

Die Erfahrung von starken Schmerzen, Ohnmacht, Gewalt, Hilflosigkeit, Angst unter der Geburt geben Angst, Leid und Erfahrungen über Schmerz direkt an die nächste Generation weiter. Dabei hat der Körper ein Setting von Frieden, Liebe und Lust für die Geburt vorgesehen. Wie anders wäre unsere Welt, wenn wir Frauen uns das Recht auf eine natürliche, kraftvolle, positive Geburtserfahrung zurückholen. Nehmt die Botschaft in eure Herzen und handelt!!!

Die Kaiserschnittrate ist zu hoch!

Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist 2015 leicht gesunken von 31,8 auf 31,1 Prozent. Sie ist damit dennoch zu hoch, denn medizinisch notwendig ist lediglich eine Kaiserschnittrate von bis zu 10 Prozent laut der Weltgesundheitsorganisation WHO. Der Deutsche Hebammenverband sieht dringenden Handlungsbedarf, die Kaiserschnittrate in Deutschland zu senken.
Jeder Kaiserschnitt ist eine Operation und sollte nur dann durchgeführt werden, wenn er medizinisch notwendig ist. Gründe für die mittlerweile häufigen Interventionen in der Geburtshilfe in Deutschland sieht der Verband in der zunehmenden Arbeitsbelastung bei immer weniger Personal in den Kreißsälen, in einem Verlust von Wissen über die normale Geburt sowie in steigender Angst vor Fehlern. „Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist zu hoch und muss gesenkt werden„, so Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbands e.V. (DHV).

Gründe für hohe Kaiserschnittrate

Hierfür gibt es vielfältige Gründe. „In den Kreißsälen ist oft zu wenig Personal, um sich intensiv um jede Gebärende kümmern zu können. Mittlerweile gibt es auch zu wenig Wissen über die unterschiedlichen Verläufe einer normalen Geburt. Heute wird häufig schon bei der kleinsten Abweichung von Gynäkologinnen und Gynäkologen eingegriffen“, so Susanne Steppat. Es fehlen gültige Standards, wann ein Kaiserschnitt geboten ist. Die Entscheidung über seine Notwendigkeit ist deshalb in vielen Fällen subjektiv. Sie erfolgt auch aus Angst vor Fehlern und folgenden Geburtsschäden.

Risiko durch Kaiserschnitt für Mutter und Kind

Kaiserschnitte können Leben retten. Sie sollten jedoch nur im Notfall angewendet werden, da sie Risiken für die Gesundheit von Mutter und Kind haben. Für die Kinder besteht beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Asthma, Diabetes und Allergien als Folge.

Forderungen zur Stärkung der normalen Geburt

Bei einer Kaiserschnittrate von über 30 Prozent ist der Handlungsbedarf hoch und wurde in einigen Bundesländern bereits erkannt. Beispielsweise wurden in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen Maßnahmen zur Förderung der physiologischen Geburt unter Einbeziehung der Hebammenverbände ergriffen. „Ein bundesweiter Aktionsplan zur Förderung der physiologischen Geburt wäre das richtige Signal„, so Susanne Steppat.

Einschnitt in die Weiblichkeit

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Im Zusammenhang mit der TV-Dokumentation „Meine Narbe – ein Schnitt ins Leben„, steht das Thema Kaiserschnitt heute im Mittelpunkt. Auch wenn wir uns alle eine möglichst natürliche Geburt für Mutter und Kind wünschen, so trägt die Beschäftigung mit dem Thema doch zu einer bewussten Geburt bei.

Kaiserschnitt: Segen oder Fluch

Es steht außer Frage, dass Notkaiserschnitte für Mutter und Kind lebensrettend sein können und dafür sind wohl alle Frauen dankbar. Doch warum steigt die Zahl der Kaiserschnitte pro Jahr stetig? In Deutschland werden derzeit rund 33 % der Kinder per Kaiserschnitt geholt. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass aber nur 10 – 15 % der Kaiserschnitte auch wirklich notwendig wären. Das heißt in gut 20 % der Fälle gehen Frauen durch das Risiko einer Operation mit all den traumatischen Folgen, die ein Kaiserschnitt erwiesenermaßen für Mutter und Kind haben kann, obwohl es – bei richtiger Vorbereitung und Betreuung der Frauen vor und während der Geburt – gar nicht dazu kommen müsste.

Frei von Schuld- und Versagensgefühlen

Beim Thema Kaiserschnitt geht es nicht darum, jene Frauen zu stigmatisieren, die mit Hilfe eines Kaiserschnittes ihr Kind auf die Welt gebracht haben. Es steht ohne Zweifel fest, dass jede Frau ihr Bestes gibt, um ihr Kind in Händen halten zu können. Es geht vielmehr um geraubte Chancen für Frauen.

Traumatische Erfahrungen mit Kaiserschnitten

Den Finger in die Wunde zu legen, zeigt, dass es dabei nicht „nur“ um die einzelne Frau und ihre individuelle Geburtserfahrung geht, sondern hinter dem Trend zu Kaiserschnitten auch ein System wirkt, das zum Großteil auf dem Rücken von Frauen ausgetragen wird. Dieses gilt es zu stoppen mit starken, selbstbewussten Frauen!

Einschnitt in die Weiblichkeit aufgrund veralteter Strukturen

Interessant dabei ist auch, dass es in Europa einen deutlichen Nord-Südanstieg gibt, was die Kaiserschnittraten betrifft. Am wenigsten Operationen als Geburtsmaßnahme werden in Finnland gebraucht, am meisten in den südlichen Ländern (Italien, Spanien, Portugal) mit Rumänien als Schlusslicht. Hat diese Verteilung vielleicht auch etwas mit patriarchalen Strukturen zu tun, die in diesen Ländern noch stärker greifen und Frauen dort in ihrer Freiheit und Weiblichkeit verstärkt Einschneidung erfahren?

Zusammenhang zwischen Gleichberechtigung, Geburten pro Jahr und Wohlstand?

Es ist auf jeden Fall bemerkenswert, dass die Ländern, in denen die Gleichwertigkeit von Frau und Mann selbstverständlich ist, dass dort weniger Kaiserschnitte erfolgen, dafür mehr Kinder geboren werden und dazu in der Gesellschaft noch mehr Wohlstand vorherrscht. Erstaunlich. Oder doch nicht?!

Viel Freude beim Ergründen der Zusammenhänge

Kristina Rumpel