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Schlagwort: Geburtskultur

Ein Jahr FlowBirthing!

Zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai blickt die Online-Plattform für neue Geburtskultur auf ein erfolgreiches Jahr zurück. FlowBirthing feiert seinen 1. Geburtstag!
Gemeinsam mit dem Mankau Verlag initiierte die Autorin Kristina Marita Rumpel das interaktive FlowBirthing-Portal, um werdende Mütter und Väter auf dem Weg zu einer selbst-bewussten, natürlichen und freudvollen Geburt zu unterstützen. So entstand ein Forum für den persönlichen Austausch und ein professionelles Angebot an Dienstleistungen rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt.

Aufbruch in eine neue Geburtskultur

Seit einem Jahr besteht das Internetportal www.flowbirthing.de, welches im Rahmen der Buchveröffentlichung von „FlowBirthing – Geboren aus einer Welle der Freude“ von der Autorin Kristina Marita Rumpel und dem Mankau Verlag ins Leben gerufen wurde. Im Gründungsjahr wurde das Portal mit dem Health Media Award 2015 für herausragende und nachhaltige Kommunikation im Bereich Frauengesundheit ausgezeichnet. Ziel ist der Aufbruch in eine neue Geburtskultur, um Wege aufzuzeigen, wie Frauen die Geburt ihres Kindes als freudvolles, wunderbares Ereignis erleben können.

Über 300 FlowBirthing-Netzwerkpartner/innen sind bereits dabei

Von Anfang an fand das in Deutschland, Österreich und der Schweiz einzigartige Projekt namhafte Unterstützer, wie z. B. Paul Lehrieder MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag, oder die bekannte Autorin und Heilpraktikerin Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg. Rund 300 FlowBirthing-Netzwerkpartner/innen aus dem deutschsprachigen Raum sind inzwischen gelistet und können über eine Suchfunktion von den Schwangeren in ihrer Heimatregion mit einem Mausklick gefunden werden.

Professionelles Angebot und persönlicher Austausch

Das Portal informiert Schwangere über Schwangerschaft und Geburt mit dem Fokus auf der natürlichen Kraft der Frau. Jenseits von Angst und Technikgläubigkeit zeigt sich Weiblichkeit als Geschenk und Geburt als Fest des Lebens. Durch die Vielfalt der Angebote kann jede Schwangere die für sie passende Unterstützung auf ihrem Weg finden.
Über 4.000 Facebook-Freunde gehören inzwischen zur FlowBirthing-Familie, und das Feedback ist durchweg positiv. Besonders der regelmäßige Schwangerschaftstipp von FlowBirthing auf Facebook erfreut sich großer Beliebtheit.

Werden auch Sie Teil der FlowBirthing Familie und vernetzen Sie Ihre Angebote für Schwangere und Gebärende auf dem Portal kostenlos und online. Oder tragen Sie die Idee einer neuen Geburtskultur weiter und liken die FlowBirthing Facebook-Seite!

Eine Willkommenskultur schaffen

Eine neue Geburtskultur bedeutet auch eine Willkommenskultur für Babys. Das schließt auch eine achtsame, liebvolle, beziehungsgeleitete Schwangerschafts- und Geburtskultur ein, die die körperliche und psychische Verbundenheit von Mutter und Kind und Vater achtet und schützt.

Verbundenheit von Mutter und Kind achten

Zu dem Schluss kommt die letztjährige Tagung der ISPPM zum Thema Bedürfnisse vorgeburtlicher Kinder und ihrer Eltern im Spannungsfeld zwischen geburtskulturellen Entwicklungen, Gesundheitspolitik, Grundrechten, Ethik und Ökonomie. Dort wurde die bedenkliche Fehlentwicklungen eines liberalisierten Gesundheitsmarktes, in dessen Gefolge die Vorsorge schwangerer Frauen immer weiter dem Zugriff des Gesundheitsmarktes ausgesetzt ist.

Für was setzt sich die ISPPM ein?

Die ISPPM beschäftigt sich mit der frühesten Phase der menschlichen Entwicklung, beginnend vor der Empfängnis bis nach der Geburt. Sie begreift diesen prä- und perinatalen Lebensabschnitt als erste ökologische Situation des Menschen, untrennbar verknüpft mit der Mutter und ihrer Umwelt, in der Art eines kontinuierlichen Dialogs. Ausgehend von einer ganzheitlichen Betrachtung der menschlichen Entwicklung tritt die ISPPM für die Überwindung des dualistischen Leib- Seele-Prinzips ein.

Bindungsfähigkeit als Fundament eines glücklichen Lebens

Die Tagung verdeutlichte, dass die Beachtung der Rechte von Kindern einen umfassenden gesellschaftlichen Transformationsprozess erfordert; einen Bewusstwerdungsprozess, der gesamtgesellschaftlich unterstützt und getragen werden muss. Es sei erstrebenswert, Menschen von Beginn an eine sichere Bindungsfähigkeit als Fundament für ein glückliches, kreatives Leben und eine authentische, starke Persönlichkeit mit auf den Weg zu geben. Um ihren Kindern dieses unschätzbar wertvolle Startkapital mitgeben zu können, brauchen Eltern umfangreiche Unterstützung von ihrem sozialen Umfeld.

Das bedeutet ausdrücklich, dass auch Väter mehr Aufmerksamkeit bekommen und die Berufswelt sich darauf einstellt, dass werdende Väter die wichtige Aufgabe zu erfüllen haben, die Mutter des vorgeburtlichen Kindes zu umsorgen und ihr einen emotionalen Sicherheitsraum zu gewähren. Wenn das Baby da ist, sollte es eine Selbstverständlichkeit werden, dass Väter Mütter konkret von der Care-Arbeit für das gemeinsame Kind entlasten.

Weitere Infos zur Arbeit und Philosophie des ISPPM finden Sie auf deren Homepage

Kasseler Erklärung zur Reform der Geburtskultur

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Die Umsetzung der Menschenrechte im Umfeld der Geburt wird in Deutschland immer weiter erschwert und vielerorts kann nicht einmal mehr eine adäquate Gesundheitsversorgung werdender und junger Mütter gewährleistet werden. In Kassel versammelten sich VertreterInnen von zahlreichen Elterninitiativen und Vereinen und engagierte Einzelpersonen aus der gesamten Bundesrepublik zu einem zweiten Treffen des Netzwerks der Elterninitiativen für Geburtskultur. In der Kasseler Erklärung zur Reform der Geburtskultur vom 10. Oktober 2015 verlangen Eltern ein Mandat zur Mitbestimmung und fordern einen Perspektivwechsel hin zu Menschlichkeit in der Geburtshilfe.

Die Erklärung wurde gemeinsam von diversen Organisationen, u.a. von GreenBirth e.V. verfasst und unterzeichnet. FlowBirthing wird die Erklärung in der zweiten Runde im März 2016 unterzeichnen, um den Aufbruch in eine neue Geburtskultur weiter voranzutreiben.

Aus medizinischer Sicht gibt es keine Notwendigkeit für die in Deutschland bestehenden hohen Frühgeburten-, Interventions- und Kaiserschnittraten. Eine angstfreie Schwangerschaft, eine natürliche Geburt mit einer zurückhaltenden Geburtshilfe und eine intensive Betreuung im Wochenbett sind immer seltener die Regel.
Eltern, als weitaus größte Interessensgruppe in diesem Konflikt und auch als Treuhänder der Rechte ihrer Kinder, erheben nun ihre Stimme und fordern ihre Rechte ein!
Bitte die Erklärung lesen und weiterverbreiten:
Kasseler Erklärung

Neue Geburtskultur – warum?

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Warum brauchen wir eine neue Geburtskultur?, magst du dich fragen. Geburt ist doch die natürlichste Sache der Welt und hat mit Kultur nichts zu tun. Stimmt eigentlich, allerdings laufen nur noch die wenigsten Geburten tatsächlich natürlich und sanft ab. Wie Geburten sich darstellen, sagt wenig über die Natur von Geburt als vielmehr über die Geisteshaltung einer Gesellschaft aus. Ein Blick in die Vergangenheit führt dies deutlich vor Augen: In der Moderne etwa zählen Technik, Sicherheit und Kontrolle. So werden derzeit rund ein Drittel der Babys in Deutschland per Kaiserschnitt geholt, und jede fünfte Geburt wird eingeleitet. Auch die Zahl der Frühgeburten liegt erschreckend hoch, um hier nur einige Beispiele zu nennen.

Sicher können sich Frauen in westlichen Ländern glücklich schätzen, was die medizinische Versorgung im Notfall oder die hygienischen Zustände in den Kliniken angeht. Allerdings greift diese Sichtweise nur, wenn Geburt als medizinisches Ereignis von uns akzeptiert wird. Wenn wir jedoch den Blickwinkel einer erfreulichen und würdevollen Erfahrung von Mutter und Kind zum Gradmesser nehmen, dann fällt das Urteil nicht mehr so wohlwollend aus. Das heißt nicht, dass wir wieder gebären sollen wie vor Urzeiten, aber es führt zur Erkenntnis, dass wir zum Wohle von Frauen und Kindern und damit der gesamten Gesellschaft etwas verändern müssen. Die Geburtserfahrung prägt ein ganzes Leben, das ist unbestritten. Warum also versuchen wir nicht, diese Erfahrung positiv zu gestalten?

Es gibt bereits eine ganze Reihe von Menschen (Ärzten, Hebammen, Psychologen, in Heilberufen tätigen Menschen etc.), die sich für eine neue Geburtskultur und damit für eine bessere Zukunft einsetzen. FlowBirthing will diese vernetzen und sichtbar machen. Jeder versucht auf seinem Gebiet, die Veränderung voranzubringen. Doch die wahre Macht und Kraft der Transformation hat die schwangere Frau in sich. Wenn es dir gelingt, dein Herz und dein Bewusstsein für einen neuen Weg des Gebärens zu öffnen, an dessen Ende du kraftvoll und gestärkt bist und dein Kind voller Liebe und Vertrauen ins Leben starten kann, dann ist der Wendepunkt erreicht. Dann bist du frei!

FlowBirthing macht sich stark für dich, damit du in deine Kraft finden und dort die weibliche Kraft zur Veränderung der Geburtskultur in unserem Land wirken lassen kannst. Zum Wohle aller!

Kristina Marita Rumpel