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Schlagwort: Geburtsprozess

Veranstaltung: Tage der Geburt

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Vom 25. – 27. September 2015 finden die Tage der Geburt statt. An diesen Tagen gibt es bundesweite Veranstaltungen, um auf die Bedeutung der normalen Geburt aufmerksam zu machen. Da nur noch 7 Prozent aller Geburten ohne medizinische Intervention stattfinden, schwindet in Deutschland das Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit mit allen traumatischen Folgen für Mutter und Kind.

Die normale, natürliche Geburt geht verloren. Erschreckende Zahlen lassen aufhorchen, denn inzwischen finden in Deutschland nur noch 7% aller Geburten ohne medizinisch-technische Eingriffe statt! Dabei könnten der WHO zufolge 70-80% aller Geburten „normal“ verlaufen. Und die Gesellschaft/ Politik trabt hinterher: Die Versicherungsproblematik der Hebammen ist nicht gelöst. Die Kampagne soll wachrütteln für das Glück kommender Kinder, die in Geborgenheit das Licht der Welt erblicken sollen!

Wir haben immer mehr verlernt, der Weisheit des Geburtsprozesses zu vertrauen und die Geburt sich entwickeln zu lassen. Stattdessen greifen wir steuernd ein. Aber die normale Geburt muss im Rhythmus von Mutter und Kind stattfinden – mit der Zeit und dem Schutz, den beide brauchen und mit der liebevollen und fachkundigen Hebamme als persönlicher Begleiterin fest an der Seite. Eine Geburt kann sich nicht an die äußeren Bedingungen anpassen. Wenn wir das versuchen, geht die Steuerungskraft der einzigartigen Kommunikation zwischen Mutter und Kind verloren.
Das Netzwerk der Geburtshäuser e.V. und der Förderverein normale Geburt e.V. kämpfen mit der Kampagne „Normale Geburt“ für die Selbstverständlichkeit physiologisch normaler Geburten und die Stärkung der Kompetenzen von Frauen, selbstbestimmt und mit Hilfe von erfahrenen Hebammen zu gebären. Es muss deutlich werden, wie wichtig die physiologisch normale Geburt, d.h. die Geburt ohne unnötige medizinische oder technische Eingriffe ist: Sie ist von unschätzbarem Wert für die spätere körperliche wie seelische Entwicklung von Neugeborenen und für das Wohlbefinden und die Stärkung von Frauen und Familien.
Es muss ein Umdenken stattfinden – mit Hilfe aufklärender Informationen und einem AUFSCHREI, den wir laut über die Kampagne in die Welt rufen: ALLE sind hier angesprochen, besonders aber die heranwachsenden Jugendlichen, werdenden Mütter und Väter, aber auch die werdenden Großmütter und Großväter! DIESES THEMA GEHT ALLE AN!

Höhepunkt der Kampagne werden die Tage der Geburt sein, ein Wochenende – Event vom 25.-27.September 2015 mit bundesweiten Aktionen und einer zentralen Veranstaltung in Berlin, bei der FlowBirthing als Kooperationspartner präsent ist mit einem Vortrag von Autorin Kristina Rumpel und den weiblichen Blick auf Geburt beschreibt.
Das ganze Programm ist hier nachzulesen.

Die Geburt als Fest des Lebens

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Geburt ist untrennbar mit dem Leben verbunden. Geburt und Schwangerschaft stellen die Weichen für ein ganzes Leben. Ein bewusster Umgang damit ermöglicht dem Kind einen unbelasteten Start ins Leben.

Eine bewusste Schwangerschaft und Geburt sind das größte Geschenk, dass du deinem Kind und auch dir machen kannst. Du erhälst eine neue Sicht auf das Leben, die dich bewusster, das heißt freudiger und lebendiger leben lassen. Dein Horizont wird sich dadurch erweitern und eröffnet dir als Frau und Mensch neue Handlungsspielräume.

Lässt uns der Aufbruch in eine neue Geburtskultur heute an eine Bewusstseinsrevolution denken, so war das einst vielleicht bereits gelebte Realität. Wie Kinder geboren werden, verrät jedenfalls sehr viel über die Haltung, die die Menschen dem Leben gegenüber haben. In unserer Zeit steht vor allem das Sicherheitsdenken, das Überwinden von Schmerzen, die Vorherrschaft der Gerätemedizin im Mittelpunkt eines standardisierten Geburtsprozesses. Mit einem Akt der Kreativität, Freiheit und Staunen über das herausragende Ereignis Geburt lassen sich nur wenige Geburten hierzulande in Verbindung bringen. Wie Frauen Geburten erleben, ist ohne ihre Reflexion darüber im Vorfeld immer abhängig von der Kultur in der sie aufwachsen.
Wie schön wäre es doch für unsere Kinder, in eine Welt geboren zu werden und in Liebe aufwachsen zu dürfen, in der Geburt als Geschenk aufgefasst und als Lebensfest gefeiert würde. Geburt als Fest des Lebens, in der sich die Freude am Leben und Dankbarkeit gegenüber der weiblichen Schöpfungskraft ausdrückt?