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Nein zu Gewalt

Gewalt in der Geburtshilfe ist weltweit ein Problem. Auch in Deutschland wird zunehmend darüber gesprochen. In Berlin machte die ENCA, European Network of Childbirth Associations „Gewalt in der Geburtshilfe“ jetzt zum Thema. Es gilt das Schweigen zu brechen, damit sich etwas ändern kann. Peace on earth begins with birth!

Gewalt in der Geburtshilfe ist ein tabuisiertes Thema

Frauen aus 20 europäischen Ländern kamen am 9. April 2016 in Berlin zusammen, um sich über die aktuelle Situation, die Gründe und Folgen gewalttätiger Handlungen gegen Frauen unter der Geburt auszutauschen. Anliegen der Tagung war es, das Thema Gewalt in der Geburtshilfe aus der Tabuzone zu holen, eine Öffentlichkeit für die Betroffenen zu schaffen und die Vernetzung der europäischen Aktiven

Was wird unter Gewalt in der Geburtshilfe verstanden?

Gewalterfahrungen unter der Geburt reichen von aufgezwungenen oder ohne ausdrückliche Zustimmung vorgenommenen medizinischen Eingriffen über unnötige Untersuchungen, Demütigungen und Beleidigungen der Gebärenden. Diese Zustände überhaupt als Gewalt zu benennen und Änderungen zu bewirken, ist ein erster Schritt in Richtung mehr Bewusstheit und Prävention.

Forderungen angesichts Gewalt in der Geburtshilfe

  1. Respekt gegenüber der natürlichen Gebärfähigkeit der Frau sowie der Rechte von Mutter und Kind
  2. Eins-zu-eins-Betreuung während der Geburt
  3. Implementierung des Rechtes auf die freie Wahl des Geburtsortes
  4. Kostenübernahme der psychosozialen und therapeutischen Betreuung der Opfer durch die Krankenkassen
  5. Angebote, die auf die Bedürfnisse von Migrantinnen zugeschnitten sind
Die Dokumentation der Tagung erscheint Anfang Juli 2016 und kann bei der GfG unter www.gfg-bv.de angefordert werden.

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