Startseite » Eine Willkommenskultur schaffen

Eine Willkommenskultur schaffen

Eine neue Geburtskultur bedeutet auch eine Willkommenskultur für Babys. Das schließt auch eine achtsame, liebvolle, beziehungsgeleitete Schwangerschafts- und Geburtskultur ein, die die körperliche und psychische Verbundenheit von Mutter und Kind und Vater achtet und schützt.

Verbundenheit von Mutter und Kind achten

Zu dem Schluss kommt die letztjährige Tagung der ISPPM zum Thema Bedürfnisse vorgeburtlicher Kinder und ihrer Eltern im Spannungsfeld zwischen geburtskulturellen Entwicklungen, Gesundheitspolitik, Grundrechten, Ethik und Ökonomie. Dort wurde die bedenkliche Fehlentwicklungen eines liberalisierten Gesundheitsmarktes, in dessen Gefolge die Vorsorge schwangerer Frauen immer weiter dem Zugriff des Gesundheitsmarktes ausgesetzt ist.

Für was setzt sich die ISPPM ein?

Die ISPPM beschäftigt sich mit der frühesten Phase der menschlichen Entwicklung, beginnend vor der Empfängnis bis nach der Geburt. Sie begreift diesen prä- und perinatalen Lebensabschnitt als erste ökologische Situation des Menschen, untrennbar verknüpft mit der Mutter und ihrer Umwelt, in der Art eines kontinuierlichen Dialogs. Ausgehend von einer ganzheitlichen Betrachtung der menschlichen Entwicklung tritt die ISPPM für die Überwindung des dualistischen Leib- Seele-Prinzips ein.

Bindungsfähigkeit als Fundament eines glücklichen Lebens

Die Tagung verdeutlichte, dass die Beachtung der Rechte von Kindern einen umfassenden gesellschaftlichen Transformationsprozess erfordert; einen Bewusstwerdungsprozess, der gesamtgesellschaftlich unterstützt und getragen werden muss. Es sei erstrebenswert, Menschen von Beginn an eine sichere Bindungsfähigkeit als Fundament für ein glückliches, kreatives Leben und eine authentische, starke Persönlichkeit mit auf den Weg zu geben. Um ihren Kindern dieses unschätzbar wertvolle Startkapital mitgeben zu können, brauchen Eltern umfangreiche Unterstützung von ihrem sozialen Umfeld.

Das bedeutet ausdrücklich, dass auch Väter mehr Aufmerksamkeit bekommen und die Berufswelt sich darauf einstellt, dass werdende Väter die wichtige Aufgabe zu erfüllen haben, die Mutter des vorgeburtlichen Kindes zu umsorgen und ihr einen emotionalen Sicherheitsraum zu gewähren. Wenn das Baby da ist, sollte es eine Selbstverständlichkeit werden, dass Väter Mütter konkret von der Care-Arbeit für das gemeinsame Kind entlasten.

Weitere Infos zur Arbeit und Philosophie des ISPPM finden Sie auf deren Homepage

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.